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Ewiger Murmeltiertag

20. September 2017

Es war mal wieder an der Zeit… zu lange war es schon her, dass ich mir Bill Murray in „Groundhog Day“ (oder halt „Täglich grüßt das Murmeltier“) angeguckt hatte. Und da wurde mir dann auch gleich eine vollkommen neue Sache an diesem Film bewusst: Wie wahrscheinlich jeder habe ich diesen Film bislang immer nur mit Bill Murray in Verbindung gebracht. „Groundhog Day“ ist so der Bill-Murray-Film für mich schlechthin. Der perfekte Einstiegsfilm für jeden, der wissen will, was denn eigentlich so toll ist an Bill Murray. „Groundhog Day“ stand immer dafür, weswegen ich mich nie darum gekümmert habe, von wem dieser Film wirklich ist. Hätte mich bis vor kurzem jemand gefragt, wer den Film gedreht, ich wäre wahrscheinlich davon ausgegangen, dass Bill Murray das auch noch selbst gemacht hat. Deswegen war ich mehr als nur ein bisschen erstaunt, als da im Intro auf einmal stand „Directed by Harold Ramis“. Da war ich ein bisschen platt, wenn ich ehrlich sein darf. „Ghostbuster“ Egon führte also auch Regie… und das auch noch bei „Groundhog Day“. Faszinierend… das ich nach all den Jahren, die ich diesen Film schon kenne, erst jetzt mit dieser „bahnbrechenden“ Tatsache konfrontiert werde…

Für jeden, der nicht weiß, worum es in „Groundhog Day“ geht: Bill Murray spielt TV-Wetter-Mann Phil Connors, der zum Murmeltiertag nach Punxsutawney fährt, um über ein alljährliches Ritual zu berichten, bei dem ein Murmeltier das Wetter vorhersagt. Mit Kamera-Mann Larry (Chris Elliott) und Produzentin Rita (Andy McDowell) geht’s los. Ein grummelige Phil macht, was er zu tun hat und will wieder weg, doch ein unerwarteter Blizzard zwingt ihn, eine Nacht in dem kleinen beschaulichen Ort mit dem kompliziert zu schreibenden Namen zu bleiben. Nur wacht er am nächsten Tag auf und es ist wieder Murmeltiertag… und das dann immer wieder und wieder und wieder. Tag für Tag für Tag…

Fahrschule mit Murmeltier

Auch wenn ich jetzt weiß, dass Harold Ramis sowohl für Drehbuch als auch für Regie verantwortlich ist, wird „Groundhog Day“ auf Ewigkeiten ein Bill-Murray-Film bleiben. Das ist sein Film wie vielleicht kein anderer Film… und in diesem kleinen wunderbaren Zeitschleifen-Meisterwerk darf Murray zeigen, was er alles drauf hat – was er natürlich nur kann, weil das Drehbuch einfach so wunderbar mit diesem „Rashomon“-artigen Szenario umgeht: schließlich wiederholt sich jede Szene immer und immer wieder. Doch mit jeder Wiederholung kommen kleine, feine Nuancen dazu. Mit jedem Tag verändert sich Phil Connors ein wenig: von einer anfänglichen Euphorie über die totale Depression bis hin zur Läuterung. Murray durchläuft alle Phasen eines Menschen, der sich damit abfinden muss, dass er einen Tag immer und immer wieder durchlebt.

Regisseur Harold Ramis (ich muss das für mich einfach noch ein paar Mal wiederholen) geht mit diesen Wiederholungen großartig um. Denn in jeder vermeintlich bekannten Szene kann er gekonnt mit unseren Erwartungen spielen. Dabei hilft es natürlich Phil Connors, dass er sich jeden Tag an seinen Vortag erinnern kann – so kann er die Dinge Gott-gleich beeinflussen (was ihm nicht zuletzt auch ein bisschen zu Kopf steigt). „Groundhog Day“ liefert so zwar viele Wiederholungen, aber wiederholt sich nie – dieser Film ist ein perfektes Paradoxon auf Film gebannt (von Harold Ramis 😉 ) und großartig gespielt Bill Murray. Es ist einfach sein Film und wir leiden mit ihm, wir freuen uns mit ihm, wir entdecken gemeinsam mit ihm die Möglichkeiten dieser merkwürdigen Zeitschleife. Ramis schickt uns auf eine emotionale Berg- und Tal-Fahrt, die ich ohne Probleme jeden Tag von Neuem erleben könnte. Murray ist der perfekte Hauptdarsteller für diesen Film, der hier alles aus sich heraus holen kann, was er an komödiantischem Geschick so hat. Dazu kommt Ramis‘ Einfallsreichtum, das perfekte Timing und natürlich tolle Nebendarsteller, die diesem Ein-Tages-Gott die Grundlage für sein tolles Aufspielen geben.

Dabei hinterfragt dann am Ende auch niemand, woher diese Zeitschleife auf einmal kommt. Sie muss nicht erklärt werden. Es war einfach Phil Connors‘ Zeit, ein besserer Mensch zu werden. Fertig! Wenn interessieren da schon Einzelheiten? Wenn „Groundhog Day“ auf einmal so eine Erklär-Bär-Szene gehabt hätte, hätte das einfach den ganzen Film kaputt gemacht, der einfach so funktioniert. Ramis und Murray sei Dank!

Wertung: 10 von 10 Punkten (warum macht heute keiner mehr solche Filme – selbst „Edge of Tomorrow“ kommt da trotz der gleichen Idee nicht ansatzweise ran)

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Amnesie-Agentin

18. September 2017

Je mehr ich jetzt so von „Alias“ sehe, desto mehr denke ich mir, dass J.J. Abrams hier noch so all die Dinge ausprobiert hat, die er dann mit „LOST“ zur Perfektion gebracht hat. Es gibt das große Mysterium, was denn nun eigentlich der Plan von diesem merkwürdigen Rambaldi ist. Es gibt viele verschiedene Charaktere, die sich gefühlt auch alle zwei Minuten was anderes von sich erzählen… und dann gibt’s da noch die vielen anderen Rätsel und Cliffhanger. Nur in Staffel 3 macht Abrams jetzt etwas, was a) so wirklich gar nicht geht und b) er zum Glück in „LOST“ nie gemacht hat. Aber ich greife vor…

Der Cliffhanger von Staffel 2 bestand ja darin, dass Sidney (Jennifer Garner) plötzlich aufwacht und feststellen muss, dass zwei Jahre vergangen sind. Während sie verschwunden war, hat sich so einiges getan: ihr geliebter Vaughn (Michael Vartan) hat geheiratet und sein Frauchen Lauren Reed (Melissa George) arbeitet für die Justiz ebenfalls mit der CIA zusammen. Papa Jack (Victor Garber) sitzt im Knast (kommt aber dank Sidney schnell wieder frei) und Arvin Sloane (Ron Rifkin) gehört auf einmal zu den Guten. Zusammen jagen sie jetzt eine neue Geheimorganisation namens „The Covenant“, für die unter anderem Bösewicht-Schönling Sark (David Anders) arbeitet. „The Covenant“ ist dann auch dafür verantwortlich, dass Sidney 2 Jahre verschwunden ist. Sie setzt nun also alles daran, herauszufinden, was sie in diesen 2 Jahren angestellt hat und enthüllt dabei mal wieder so einiges aufregendes Zeug.

Der unglaubliche Cliffhanger war ja schon in Staffel 2 die Antwort darauf, wie sie die Ereignisse der Staffel noch toppen wollen. Und die erste Hälfte von Staffel 3 war wirklich auch sehr aufregend. Vor allem weil man – wie Sidney – nicht wusste, was eigentlich los war. Dazu gab es dann noch diesen blöden Robert Lindsey, gespielt von Kurt Fuller, der zu einem wunderbar hassenswerten Charakter wurde, weil er ständig Steine in Sidneys Weg schmiss, die Wahrheit herauszufinden.Doch die Wahrheit ist ja bekanntlich irgendwo da draußen und Stück für Stück sammelten wir mit Sidney die einzelnen Puzzle-Teile zusammen. Das war gut, das war spannend, das war aufregend… selbst ein David Cronenberg tauchte plötzlich in einer Gastrolle auf und ließ Sidney durchs Träumen in ihre Erinnerungen steigen. Das war wirklich sehr aufregend. Bis dann Folge 11 daher kam und den größten und langweiligsten Fehler aller Zeiten begeht.

Terry O’Quinn durfte kurz mal Pause als John Locke machen und für eine Folge als FBI Director Kendall zurückkehren. Und was Abrams hier macht, ist etwas, auf das er zum Glück später in „LOST“ verzichtet hat: Er schickt uns den Erklärbär, der dann ganz, ganz ausführlich erläutert, was denn nun wirklich passiert ist – bis ins letzte kleine Detail. Da war den Machern wohl das Puzzle zu risikoreich und so zerplatzt die schönes Mystery-Blase mal mitten in der Staffel. Das war echt ein fieser Schlag in die Magenkuhle und eigentlich auch vollkommen unnötig.

Danach schwächt die Staffel ein bisschen ab für mich… und vor allem kommt dieser Soap-Opera-Charakter kommt wieder sehr viel stärker hervor. Was sich vor allem darin zeigte, dass die absurdesten Ideen, die ich zum weiteren Verlauf der Staffel hatte, auch bewahrheiteten: ich hatte schon lange geahnt, dass Sloane mehr mit Sidney verbindet – und dann kommt diese Folge, in der er ein Verhältnis mit ihrer Mutter eingesteht (obwohl ja dann noch das Sidney-Agentenschwesterchen aus dem Hut gezaubert wird). Mir war klar, dass Lauren Reed noch etwas verbirgt – was mich da nur tatsächlich interessiert hätte, wäre, wie sie es geschafft hat, innerhalb von anderthalb Jahren Vaughn von sich zu überzeugen. Zwischendurch gibt es dann noch mit Sark und Lauren das Anti-Alias-Pärchen, es wird wieder nach Rambaldi gesucht und es gibt dann wieder einen Cliffhanger, der uns auf Staffel 4 vertrösten soll.

Wie gesagt, die krasse Auflösungsfolge hat Staffel 3 ein bisschen für mich ruiniert. Danach geht es dann zwar noch ordentlich weiter, aber es hat nicht mehr die gleiche Stimmung wie vorher. Ron Rifkin ist nach wie vor mein Lieblings-Alias-Mensch. Dieses Mal dicht gefolgt von David Anders, der als Sark einfach nur eine verdammt coole Sau ist und einen wunderschön ambivalenten Charakter zwischen all diesen Boy- und Girl-Scouts abgibt.

Ich bin dennoch ganz gespannt, was es nun am Ende mit diesem Rambaldi auf sich hat und hoffe einfach mal, dass Abrams mir das nicht auch mit so einer furchtbaren Erklär-Folge ruiniert.

Wertung: 8 von 10 Punkten (ein bisschen mehr Mut zum eigenen Rätsel wäre wünschenswert gewesen)

Made in France

15. September 2017

Der französische Horror-Film hat ja eigentlich einen recht guten Ruf. Vor allem aber hat er dank Filmen wie „Martyrs“ oder „Frontier(s)“ auch einen sehr blutigen Ruf. Denn unseren französischen Freunden kann es scheinbar gar nicht blutig genug sein… was ich immer wieder ein bisschen amüsant finde, wenn man doch bedenkt, dass sie bei uns im Kino hauptsächlich wegen irgendwelcher Komödien gefeiert werden. Aber so wie die Deutschen gefühlt nur ihre eigene Geschichte verarbeiten können und schlechte Komödien drehen, drehen die Franzosen halt neben allem anderen auch noch fiese Horror-Filme.

Ich habe jetzt mal zwei für euch, um die ihr eigentlich einen großen Bogen machen könnt. Zum einen wäre das „High Tension“, zum anderen „Among the Living“.

In „High Tension“ wollen die beiden Studentinnen Alex (Maiween Le Besco) und Marie (Cecile de France) bei Alex’ Eltern auf dem Land ein wenig ausspannen und sich auf ihre Examen vorbereiten. Doch dann taucht nachts plötzlich ein Killer auf, der sich auf blutige Art durchs Haus mordet…

Gleich wird rasiert…

„High Tension“ hält nicht so wirklich, was der Titel verspricht… denn großartige Spannung kommt in Alexandre Ajas Film irgendwie nicht auf. Da hat mir sein Remake von „The Hills Have Eyes“ doch deutlich besser gefallen – aber gut, da stand die Geschichte ja auch schon vorher fest. Bei „High Tension“ war Aja noch selbst mit am Drehbuch beteiligt. Und offensichtlich war die einzige Auflage: „Machen wir es ordentlich fies und blutig… dann stört auch niemanden das Fehlen einer Story!“

Und genau so wird es dann auch… der Film hat zwar einen überraschenden Twist am Ende, doch der führt eigentlich mehr zu ungläubigem Kopfschütteln. Denn dieser Twist hätte irgendwie auch nicht mehr Not getan… aber egal… der Rest ist ja halt blutig.

Blutig und brutal und manchmal schon extrem widerwärtig… zumindest so reiht sich „High Tension“ in die Reihe der französischen Extrem-Horrorfilme perfekt ein. Was ihr hier zu sehen bekommt, ist wirklich nichts für Weicheier und wird in seiner Grausamkeit durch seine Sinnlosigkeit verstärkt. Nach einem „Warum“, wie es eines der Opfer fragt, sollte man nicht suchen… Hauptsache, die Gewaltakte schocken. Das reicht… naja… zumindest reicht es Aja. Mir hat’s nicht gereicht.

Aber dafür hatte ich ja dann „Among the Living“, der auf dem DVD-Cover damit angepriesen wurde, eine Mischung aus „Stand By Me“ und „Inside“ zu sein. „Stand by Me“ sagt mir was, „Inside“ nicht (kennt ihn jemand? Ist er empfehlenswert???).

Die drei Freunde Tom (Zacharie Chasseriaud), Dan (Damien Ferdel) und Victor (Theo Fernandez) schwänzen den letzten Schultag und streunern durch die verlassenen Blackwood-Studios in der Nähe der Stadt. Hier beobachten sie einen maskierten Killer, wie er eine Frau in eines der Häuser verschleppt. Bei dem Versuch ihr zu helfen, wird der Killer auf sie aufmerksam. Zwar können sie entfliehen, doch der Killer findet sie und will sie einem nach den anderen ausschalten.

Wer sich zuerst in die Hose macht vor Schreck, hat verloren.

Wenn in „Among the Living“ zu Beginn schon in einem Fernsehbeitrag die Rede davon ist, dass Soldaten durch Giftgasangriffe verletzt wurden und dass diese Gifte durch ihre Gene weitergegeben werden können, dann weiß man schon in etwa, in welche Richtung es gehen wird. „Among the Living“ ist weniger „Stand By Me“ als vielmehr eine längere „Akte X“-Folge ohne Mulder und Scully. Was an sich ja auch noch cool gewesen wäre, doch leider verliert sich der Film, wie auch schon der besprochene „High Tension“, in seiner Sinnlosigkeit.

Der Teil mit den drei Jungs hatte mich ja echt noch angesprochen, weil ich gedacht hatte, hier bekomme ich wirklich einen fiesen Horror-Streifen aus der Sicht von Kindern. Doch leider wandelt sich der Film sehr schnell und wird mehr oder weniger zu einem Home-Invasion-Streifen mit einem merkwürdigen Killer…

Auch hier kommt dann nur bedingt Spannung auf… zwar schaffen es die Regisseure Alexandre Bustillo und Julien Maury hin und wieder schon, ein bisschen unheimliche Stimmung aufkommen zu lassen, aber so richtig will der Funke nicht überspringen.

„High Tension“ und „Among the Living“ zählen damit zu den beiden Beispielen, in denen französischer Horror nicht unbedingt funktionieren… „High Tension“ setzt einfach zu sehr auf bloße Schockmomente und „Among the Living“ verspielt sein Potenzial mit einer recht vorhersehbaren Story.

Wertung: für beide 4 von 10 Punkten (manchmal geht’s halt auch einfach schief…)

Eine zweite Chance

13. September 2017

Im Film ist es geläufig, das große Finale einer Reihe in zwei Hälften zu spalten – bei Serien ist mir das bisher noch nicht so häufig untergekommen. „Breaking Bad“ hat’s ja auch gemacht und meine Lieblingsmafia-Familie „Die Sopranos“ machen es auch. Und irgendwie bin ich ganz froh, dass ich noch eine Schonfrist zum Ende habe, denn zu Beginn der ersten Hälfte der sechsten Staffel war ich schon ein bisschen traurig. Es beginnt mal wieder der Anfang vom Ende. Eine liebgewonnene Serie geht ihrem Finale entgegen, aber ich weiß jetzt schon, dass ich „Die Sopranos“ definitiv nicht zum letzten Mal gesehen habe.

Teil 1 von Staffel 6 fängt dann auch gleich mit einem ordentlichen Knall an: Tony Soprano (James Gandolfini) wird von seinem Onkel angeschossen und liegt im Koma. Die ganze Familie sorgt sich um das Wohl des Oberhaupts. Während Carmela (Edie Falco) und Meadow (Jamie-Lynn Singer) nicht von seiner Seite weichen, erlebt Tony in seinem Koma ganz eigene Dinge. Zum Glück wacht er wieder auf – er hat seine zweite Chance bekommen! Doch das Leben der Mafiosi von New Jersey wird dadurch nicht unkomplizierter: Tony hat weiterhin Probleme mit A.J. (Robert Iler), einer seiner captains, Vito (Joseph R. Gannascoli) wird als schwul geoutet und Langzeit-Freund und Chefkoch Artie (John Ventimiglia) hat auch so seine Probleme.

Das Ende einer Ära beginnt.

Eigentlich besteht diese erste Hälfte nur aus Problemen… und tatsächlich sind es auch mal komplett neue Probleme. Eine Szene, die mir wirklich im Kopf hängen geblieben ist, ist der Versuch der Mafia einen neuen Ladeninhaber um Schutzgeld zu erpressen. Blöd nur, dass der zu einer riesengroßen Kette gehört und gar keine Vollmachten hat. Die Errungenschaften des neuen Zeitalters sorgen für arge Probleme bei der Mafia – große Kooperationen zerstören nicht nur die kleinen Läden, sondern eben auch die, die diese kleinen Läden kontrollieren. Die Franchises werden zum größten Feind der kleinen Mafia – ein äußerst interessanter und auch recht witziger Gedanke.

Aber eigentlich ist das nur eine Randnotiz, denn die Nahtod-Erfahrung von Tony steht eigentlich im Mittelpunkt dieser ersten Hälfte. Eine tolle Wendung, die der sechsten Staffel gleich erstmal einen aufregenden Twist verschafft. Auch Tonys Identitätsverlust in seinem Koma-Traum und sein Herum-Irren nach einer Lösung war spannend und wirft ja dann auch seine Schatten auf die Ereignisse, die da noch kommen. Die Frage, ob ein Tony Soprano nach dieser Erfahrung ein anderer Mensch werden kann, wird dann durch die Homosexualität eines seiner Leute ausgebaut – und erstaunlicherweise will gerade ein Tony Soprano Milde walten lassen.

Vitos Geschichte war ebenfalls eine erfrischende Abwechslung. Da wird ein Nebencharakter mal ein bisschen weiterausgebaut – und das auch noch mit einer Geschichte, die das wohl geformte Gefüge der Mafia und besonders der katholischen Mitglieder durcheinander bringt.

Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass die Macher mit diesem ersten Teil viele Sachen ausprobieren – andere Aspekte der Charaktere beleuchten, die wir schon kennen. Ich mochte diese eine Folge über Koch Artie und seine Probleme, ich mochte, dass sie A.J. Noch mehr zu einem rebellischen, kleinen Arschloch machen – Tony Soprano bekommt keine Ruhe und muss an allen Fronten gleichzeitig sein. „Die Sopranos“ ist auch kurz vorm Ende immer noch eine facettenreiche Ansammlung von kleinen und großen Dramen, die perfekt ineinander übergehen.

Teil 1 ist tatsächlich wie eine Vorbereitung auf das große Ende. Jeder wichtige Charakter bekommt noch einmal etwas mehr Aufmerksamkeit. Gleichzeitig dreht sich vieles um die Themen Tod, Ende – gerade wegen Tonys Nahtod-Erfahrung. Die Alten ringen mit dem Ende, die Jungen ringen mit den Schwierigkeiten des Lebens – und so hat alles seine Wichtigkeit.

„Die Sopranos“ laufen jetzt noch für 9 Episoden über meinen Bildschirm. Ich frage mich immer noch, ob Dr. Melfis Vergewaltigung noch einmal zur Sprache kommen wird (ja, es beschäftigt mich auch jetzt immer noch, weil es mehr und mehr wie eine vollkommen blöde Idee wirkt). Ich frage mich vor allem aber auch, ob ich mit dem kontrovers diskutierten Finale klar kommen werde. Ich weiß nicht, was mich erwartet, ich weiß nur, dass „Die Sopranos“ mit ihrem Ende genau so sehr für Aufregung sorgten wie „LOST“. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

Wertung: 9 von 10 Punkten (die Macher werden noch einmal richtig kreativ und überzeugen mit neuen Ansätzen)

Rocky vs. die Sowjetunion

11. September 2017

Es ist ja selten so, dass Film-Reihen ihr Niveau halten können. Da gibt es immer mal Ausreißer – nach oben und nach unten. Bei Stallones Rocky-Reihe scheint das tatsächlich mal anders zu sein, da hält sich das Niveau. Aber letztendlich auch nur, weil Stallone am Rezept „Rocky“ nie groß rumdoktort. Er weiß ganz genau, was die Leute sehen wollen: Rocky! Einen scheinbar unbesiegbaren Gegner! Eine Trainingsmontage! Einen ruhigen Moment mit Adrian (Talia Shire)! Einen großartigen Box-Kampf, der Rocky alles abfordert! Das ist Gesetz der „Rocky“-Reihe. Das muss alles vorkommen. Daran wird nicht geschraubt… und es funktioniert. Es funktioniert sogar im vierten Teil.

Da taucht auf einmal der unmenschliche Hüne Ivan Drago (Dolph Lundgren) aus der Sowjetunion auf, der einen Schaukampf gegen Apollo Creed (Carl Weathers) kämpfen möchte – um damit die Überlegenheit der Russen unter Beweis zu stellen. Immerhin trainiert Drago mit den neuesten Computer-Methoden unter der strengen Aufsicht russischer Wissenschaftler und seiner Frau Ludmilla (Brigitte Nielsen). Apollo lässt sich natürlich auf den Kampf ein – und bezahlt das mit seinem Leben. Daraufhin ist es natürlich Rockys Pflicht, diese Maschine zu besiegen. Also reist Rocky nach Russland… und der Kampf des Jahrhunderts beginnt.

I must break you!

Wow… einfach nur wow! „Rocky IV“ hat mich ein bisschen sprachlos zurückgelassen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Nicht mit dem Tod von Apollo (auch wenn ich durch „Creed“ ja schon gespoilert wurde), nicht mit der puren Essenz der 80er Jahre, die aus jeder Pore dieses Films tropft! „Rocky IV“ ist die 80er Jahre in 90 Minuten. Kalter Krieg, Glam-Rock-Hymnen, verrückte technische Spielsachen – check, check und check! Allerdings muss ich jetzt echt mal fragen: Was zur Hölle sollte dieser merkwürdige Roboter, den Rocky Paulie (Burt Young) schenkt? Ich meine, der war cool und ich will auch so einen, aber was zur Hölle war das? Es hätte nur noch gefehlt, dass Rocky das Ding als Sparring-Partner benutzt, um besser gegen den Terminator Drago anzukämpfen. Oh Mann, das war wirklich verrückt.

Rock wird auch groß geschrieben. Wahrscheinlich hat man mit „Eye of the Tiger“ in „Rocky III“ gemerkt, das man mit der passenden Musik auch noch ordentlich Kohle verdienen kann. Also kloppt man den Soundtrack zu „Rocky IV“ voll damit… und am besten gleich so, dass man die Szene aus dem Film gleich so als Musik-Clip für MTV verwenden kann. Deswegen taucht mal eben James Brown auf und röhrt sein „Living in America“, Survivor darf noch einen Rocky-Hit mit „Burning Heart“ abliefern und John Cafferty untermalt die Trainingsmontage, in der Rocky in der eisigen Kälte von Russland Berge besteigt, mit seinen „Hearts on Fire“. Jeder Song WIRD komplett ausgespielt, jeder Song passt aber auch perfekt. „Rocky IV“ ist eigentlich ein großes Musik-Video! Aber zu großartigen Songs, die Gänsehaut garantieren.

Und am Ende kämpft Rocky dann noch gegen den Kalten Krieg, gegen die Engstirnigkeit der Menschen, gegen das Sinnbild der Sowjetunion: Ivan Drago. Dolph Lundgren ist ein perfekter Übermensch, eine kalte Killer-Maschine, bei der sich wahrscheinlich selbst der Terminator in seine Schaltkreise machen würde. Dieser Kampf Rocky vs. Drago ist dann auch einer der heftigsten der ganzen Rocky-Reihe. Gemäß seinem Motto „I must break you“ ist Ivan Drago ein wahres Monster im Ring… und einmal mehr erlebe ich das „Rocky“-Phänomen, dass ich mich nicht mehr ruhig auf der Couch halten kann, wenn Rocky kämpft. Ich schreie, ich feuere ihn an. Ich zucke zusammen, wenn er eine geknallt kriegt – was hier ja besonders oft passiert. Und Lundgren hat Stallone ja sogar wirklich ins Krankenhaus geprügelt. So eine Story ist natürlich immer gut für einen Box-Film, aber wenn man den Kampf sieht, glaubt man das auch sofort. Es ist wirklich heftig, was hier abgeht. Die schenken sich wirklich gar nichts… und um so größer ist dann die Erleichterung, wenn der Kampf vorbei ist.

„Rocky IV“ ist großartig. Ich liebe den Film – vielleicht gerade weil er so ein bisschen over the top ist. Rocky vs. Drago ist Stallones Beitrag zum Kampf USA vs. Sowjetunion. Wenn nur David Hasselhoff einen Song zum Soundtrack beigetragen hätte, wäre der Kalte Krieg schon 1985 vorbei gewesen und alle hätten sich Freude strahlend in den Armen gelegen.

Wertung: 9 von 10 Punkten (dieser Film ist so cheesy, aber es ist einfach nur toll)

Die Western-Opern

8. September 2017

Der Soundtrack eines Films… ist etwas, das ich in vielen Reviews schändlich vernachlässige. Beziehungsweise ihn nur erwähne, wenn er sich mir wirklich ins Hirn brennt. Obwohl selbst dann fasele ich über so viele andere Dinge und erwähne vielleicht am Ende noch einmal in einem Nebensatz, dass der Soundtrack ebenfalls einzigartig oder großartig oder toll ist, oder welches Attribut mir halt sonst so einfällt. Ich gebe zu, dass ist nicht immer fair, trägt die Musik doch so unheimlich viel zur Stimmung des Films mit bei. Aber meistens nehme ich sie halt einfach hin – meistens ist sie ja auch gut, aber gerät bei mir dann schnell wieder in den Hintergrund, weil ich mich an gewisse Motive und Themen schon gar nicht mehr erinnere. Natürlich kenne und schätze ich die Klassiker, Melodien, die ich auch immer mal wieder gerne so vor mich hinsumme – aber so wirklich darüber zu schreiben, fällt mir ehrlich gesagt auch ein bisschen schwer. Schließlich bin ich kein Musik-Experte und kann mich da adäquat genug zu ausdrücken.

Doch wie man an dieser entschuldigenden Einleitung erkennen mag, komme ich jetzt nicht drumherum, über einen Soundtrack zu sprechen. Denn man kann nicht über Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“ sprechen, ohne dabei die Musik zu erwähnen.

„Spiel mir das Lied vom Tod“ ist der Beginn von Leones Amerika-Trilogie, dessen glorreiches Ende ich mit „Es war einmal in Amerika“ bereits vorgestellt habe (hoffentlich schaffe ich dann irgendwann auch mal den Mittelteil). Leone entführt uns in den Wilden Westen, der schon bald nicht mehr so wild sein mag, denn die Eisenbahn rückt immer weiter vor. Doch in einem kleinen Kaff, das kurz vor der Anbindung zur Eisenbahn steht, ist der Westen gerade noch wild genug. Hier treffen die Schicksale des Mundharmonika spielenden Namenlosen (Charles Bronson), der frisch verwitweten Jill (Claudia Cardinale), des eiskalten Killers Frank (Henry Fonda), mit dem der Namenlose noch eine Rechnung offen zu haben scheint und der gerade Jills Familie ermordet hat und des Banditen Cheyenne (Jason Robards).

Wenn’s am Bahnhof wieder langweilig wird…

Ich muss gestehen, dass ich für „Spiel mir das Lied vom Tod“ in der richtigen Stimmung sein muss. Mal in der falschen zieht sich der Film für mich zu lange hin, da schwelgt mir Leone in zu ruhigen und langsamen Einstellungen auf den Gesichtern seiner Protagonisten oder auf der Landschaft. Aber dann – in der richtigen Stimmung – ist es genau das, was mir auch jedes Mal so sehr an diesem Film gefällt. Wie Leone eben genau so lange verweilt, seine Geschichte gemächlich, aber nicht langsam erzählt. Wie er uns diesen namenlosen Helden vorstellt, diesen Mann mit Geheimnis, und dann bis zum Schluss darauf wartet, dieses Geheimnis zu offenbaren. Wie aus der vermeintlichen Rache-Story ein aufregendes Beziehungsdreieck wird, bei dem man nie so ganz durchschaut, wer was von wem will. Nur der Wunsch nach Geld scheint alle in diesem Film anzutreiben – so wie die Eisenbahn.

Aber was mich letztendlich immer wieder umhaut – egal, ob ich nun gerade in der richtigen Stimmung für den Film bin oder nicht – das ist die Musik von Ennio Morricone. Denn seine Musik – in Zusammenarbeit mit Leones Regie, den Bildern und den Darstellern (die allesamt großartig sind, nur um die jetzt mal am Rande zu erwähnen) – macht „Spiel mir das Lied vom Tod“ erst richtig großartig. Anders als gewöhnlich schrieb Morricone die Musik schon vor den Dreharbeiten und erschuf so für die wichtigsten Charaktere eigene Leitmotive, die den Figuren perfekt auf den Leib geschneidert ist. Was daran liegt, dass uns die Musik schon so unglaublich viel über die Personen sagt, bevor wir sie überhaupt richtig kennengelernt haben: Die klassische Mundharmonika-Melodie ist der Hammer – da steckt so viel Leid und Schwermut, aber auch Verbittertheit drin… dann jedoch auch etwas, das in dem langsamen Ansteigen der Melodie zur Geltung kommt. Der Mann mit der Mundharmonika ist nicht zu unterschätzen, er lauert und wartet auf seinen Moment. Die Melodie ist Gänsehaut pur. Und die, die auch diesen Film überdauert hat.

Doch auch die Leitmotive der anderen Darsteller sind umwerfend. Franks Thema suggeriert sofort mit dem ersten Ton, dass der Typ ein eiskalter Killer ist, während Cheyenne diese lockere Untermalung bekommt, die erst gar nicht so recht zu dem Banditen zu passen scheint – und letztendlich perfekt seinen Charakter widerspiegelt. Interessant ist aber natürlich auch Jills Leitmotiv, in dem das stimmlose Wehklagen schon ahnen lässt, dass diese Frau nie so wirklich glücklich werden wird.

Morricones Musik ist der Hammer und hebt Leones Western auf ganz andere Ebenen. Da wird der Western halt wirklich mehr zu Oper, die Musik zum Erzähler und die Darsteller zu den Puppen, die nach ihr tanzen. Ein toller Film, der einen mit Wucht umhaut…

Wertung: 9 von 10 Punkten (der Western, der eine Oper ist)

The Sons of Batman

6. September 2017

Als Zack Snyder vor Ewigkeiten verkündete, dass er „Batman v Superman“ drehen würde und dann noch erzählte, dass er ein großer Fan von Frank Millers Comic „The Dark Knight Returns“ sei, hatte ich noch große Hoffnungen. Immerhin ging es um den epischen Kampf zwischen Batman und Superman und tatsächlich ist Millers „The Dark Knight Returns“ ein ziemlich guter Comic, der in vielerlei Hinsicht seinem Kultstatus wirklich gerecht wird. Und so ein Zack Snyder, der ja zumindest mit „300“ eine durchaus ansehnliche Version eines Miller-Comics auf die Leinwand gebracht hat, der könnte daraus ja vielleicht was machen. Tja, das Blöde ist, dass Zack Snyder mit seinem „BvS“ halt irgendwas gemacht hat… nur was, das kann keiner so genau sagen. Hätte er doch einfach Millers Comic komplett verfilmt, anstatt nur so Versatzstücke aus dem Kampf zwischen Batsy und Supes zu verarbeiten. Hätte, hätte, Fahrradkette.

Zum Glück gibt’s da ja noch einen Regisseur namens Jay Oliva, der ein bisschen mehr aus Millers Comic gemacht hat und den zweieinhalbstündigen Zweiteiler „The Dark Knight Returns“ gedreht hat… allerdings als Animationsfilm. Und darin geht es haargenau um das, worum es auch im Comic geht. Bruce Wayne hat sich seit zehn Jahren nicht mehr als Batman gezeigt. Doch wird er durch mehrere Ereignisse gezwungen, seine Ruhestand zu unterbrechen: erst bekommt es Batman mit einem neuen Harvey Dent zu tun, dann stört eine Gang namens „The Mutants“ den Frieden von Gotham, deren Anführer droht damit, Police Commissioner Gordon zu töten und fordert Bats zu einem Duell auf. Als es dem alten Batman irgendwann gelingt (mit viel Mühe und Not und einigen gebrochenen Knochen), den Anführer zu besiegen, benennen sich seine Anhänger um in die Sons of Batman und sorgen für ihre Form von Gerechtigkeit, wodurch Batman in Verruf gerät. Ab hier wird Superman vom Präsidenten eingeschaltet, um die Gefahr Batman zu bezwingen… als der dann auch noch auf seinen alten Erzfeind, den Joker trifft, und er zu drastischen Mitteln greifen muss, um ihn zu bekämpfen, steht Bats endgültig auf der Abschussliste.

Und kein Mensch redet über Martha

Ich mag Millers Comic sehr, weil er gekonnt und Stück für Stück den Fall des Dunklen Ritters aufbaut. Wir erleben alles durch Batmans Augen, sehen seinen verzweifelten Kampf gegen die Schurken und müssen dabei auch zusehen, wie sehr er dadurch trotzdem die Gunst der Massen verliert. Was Miller uns immer wieder dadurch zeigt, wie die Medien über Batmans Art der Gerechtigkeit diskutieren. Da gibt es dann auch Jokers Therapeuten, der Batman die Schuld für alles gibt, da gibt es Debatten über seine Taten und Meinungsumfragen, die immer mehr die Angst der Menschen widerspiegeln (vor allem, wenn die Sons of Batman wachsen).

Ich weiß gar nicht, was ich an diesem Film bemängeln soll, was nicht vielleicht auch gleichzeitig ein bisschen Kritik an einem Comic ist, den ich eigentlich sehr gut finde. Denn der Film wirkt extrem überfrachtet, springt von einer Episode zur nächsten, obwohl man aus jeder einzelnen Episode einen kompletten Film (oder halt auch Comic) hätte machen können. Vielleicht ist es genau das: man wird immer sehr schnell in ein neues Geschehen geworfen, dass dann ziemlich schnell wieder geklärt wird, um die Eskalation noch eine Stufe schlimmer werden zu lassen. Erst Dent, dann die Mutants, dann die Sons of Batman, dann Joker, dann Superman… für eine vierteilige Comic-Reihe schon eine ganze Menge, für einen zweiteiligen Film echt ein ordentlicher Batzen. Aber gut, letztendlich kann man das Regisseur Jay Oliva nicht wirklich zum Vorwurf machen, denn wenn er eine Episode davon weggelassen hätte, hätte die ganze Geschichte keinen Sinn mehr gemacht… und was Miller in seinem Comic ja versucht, ist uns zu zeigen, was alles passieren muss, damit ein alternder Bruce Wayne noch einmal zum Feldermausmann wird.

Und da käme dann vielleicht wirklich eine etwas größere Beschwerde, die ich zu diesem Film anzubringen hätte: Während es im Comic ja immer diesen inneren Monolog von Wayne gibt, fehlt das Film komplett… und vielleicht spricht das jetzt nur der Comic-Fan in mir, aber ich finde, man spürt sofort, dass da was fehlt. Ich glaube, es hätte dem Film gut getan, wenn man den Monolog drin gelassen hätte. So hätte man den Fokus noch viel mehr auf Bruce Wayne lenken können… und seinen Zweifeln und Sorgen noch viel mehr ein Sprachrohr geben können. Ohne das bleibt der Film einfach nur eine Aneinanderreihung von immer schlimmer werdenden Situationen.

Gleichzeitig waren mir die Animationen ein bisschen zu sauber. Gerade für ein so dem Untergang geweihten Gotham hätte ich mich das ganze ein kleines bisschen dreckiger gewünscht. Vor allem, wenn man ohnehin schon eine 1-zu-1-Kopie des Comics macht, dann hätte man ja auch ein bisschen mehr Millers Zeichenstil kopieren können.

Aber gut, das sind alles eher Kleinigkeiten. Trotz allem ist der Film toll anzuschauen… und anzuhören. Denn die Stimmen im Original sind wirklich wunderbar gewählt. „RoboCop“ Peter Weller als Batman, „LOST“ Michael Emerson als Joker, „Modern Familys“ Ariel Winter als Sidekick Robin und und und… der Voice-Cast ist wirklich verdammt gut.

Insgesamt ist „The Dark Knight Returns“ eine gelungene Verfilmung, deren zweiter Teil mir persönlich ein bisschen besser gefallen hat (aber auch nur, weil ich den Joker mag und weil der Film hier zeigt, wie man Batman vs Superman ordentlich macht).

Wertung: 8 von 10 Punkten (der Comic als animiertes Hörbuch)

Die Weltuntergangsmaschinerie

4. September 2017

Ich hatte mal eine Phase, in der ich alles weggesuchtet habe, was der gute Stanley Kubrick so gedreht hat (leider war diese Phase noch vor meiner Blogger-Phase, weswegen ich jetzt erst nach und nach den großen Meister würdigen kann). „2001“ war meine Einstiegsdroge (was man bei dem Film auch ein bisschen wortwörtlich nehmen kann) und danach ging es immer weiter. Und ich mochte sie eigentlich alle… doch die Betonung liegt auf „eigentlich“, denn es gab einen Film, von dem ich nicht so recht wusste, was ich von ihm halten soll: „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“.

Hier konfrontiert uns Kubrick mit einem grausigen Szenario: Ein paranoider General namens Jack D. Ripper (Sterling Hayden) gibt den ihn unterstellten B-52-Bombern den Auftrag, mit ihren Atom-Bomben die Sowjetunion anzugreifen. Einen Grund hat er nicht wirklich, außer das er davon ausgeht, dass die Sowjets schon seit Jahren das Trinkwasser der Amerikaner verunreinigen, um so die „Körpersäfte“ zu zersetzen. Dieser Alleingang sorgt natürlich für Panik im „War Room“ des Präsidenten (Peter Sellers), der verzweifelt versucht, das Schlimmste zu verhindern.

Thank you for smoking

Kubricks „Dr. Seltsam“ ist eine wirklich gekonnte Satire, die zu dem Zeitpunkt ihrer Entstehung sicherlich bei einigen nicht nur für Lacher gesorgt haben dürfte. Denn letztendlich zeigt uns Kubrick, wie erschreckend einfach es doch scheint, einfach mal so einen Atom-Krieg vom Zaun zu brechen. Da kann man noch so viele Vorsichtsmaßnahmen in Gang setzen, wenn es erst einmal ins Rollen geraten ist, ist so eine Atom-Lawine nur schwer zu stoppen. Da wird der Wahnsinn zur eiskalten Realität und es scheitert auch schon mal an 25 Cents, die man sich mit Waffengewalt aus dem Cola-Automaten holen muss. In Kubricks Welt (und wohl auch in der realen Welt) kann so wichtiges an so kleinen, unscheinbaren Dingen scheitern.

Spannend ist natürlich auch das ganze Szenario im berühmten War Room, der von niemand geringerem als Ken Adam konzipiert und designt wurde. Der große, runde Poker-Tisch der Weltgeschichte, die wichtig aussehenden Wand-Bildschirme, die das Vorrücken der Flieger darstellen, diese merkwürdige Runde von „Tafelrittern“, die einen für die Situation äußerst schweigsamen Kreis bilden – und natürlich das berühmte Zitat: „Gentlemen, you can’t fight in here. This is the War Room“. Auch hier zeigt uns Kubrick unverblümt, dass absurde politische Hin und Her, dass mehr an Kindergarten erinnert als an echte Politik.

Und natürlich sind auch die Darsteller richtig gut, besonders ein Peter Sellers überzeugt in seinen gleich drei Rollen. Als Präsident, als Erster Offizier des durchgeknallten Generals und natürlich als Dr. Seltsam selbst, dieser „seltsame“ ehemalige Nazi, der jetzt für die Amerikaner arbeitet. Sowohl Sellers als auch ein toller George C. Scott als ewig Kaugummi kauender General beleben diesen Film ungemein und verleihen dem absurden Treiben erstaunlich erschreckende Glaubwürdigkeit.

Aber ich habe ja davon geredet, dass „Dr. Seltsam“ der Kubrick-Film ist, mit dem ich am wenigstens klarkomme. Mein Problem dabei ist, dass ich nicht wirklich sagen kann, was es ist. Höchstwahrscheinlich ist es der Humor und die Tatsache, dass im Film eigentlich nie besonders viel passiert. Wahrscheinlich würde „Dr. Seltsam“ als Theater-Stück noch besser funktionieren… rein von den technischen Spielereien und der aufwendigen Kamera-Arbeit, die man sonst so von Kubrick gewohnt ist, wirkt „Dr. Seltsam“ etwas zurückgesetzt. Vielleicht ist das von Kubrick gewollt – weniger durch das Drumherum auffallen, als vielmehr durch das, was gesagt wird. Und vielleicht ist dieser halb dokumentarische Stil auch das einzige, was die Botschaft des Films am besten unterstreicht. Aber so rein als Film-Film haut mich „Dr. Seltsam“ nie so wirklich vom Hocker. Es ist halt wirklich mehr Botschaft, Lehrstück als Unterhaltung.

Denn auch der Humor ist jetzt eher subtil – es gibt keine sonderlich großen Lacher, da hält sich Kubrick auch zurück. Und wahrscheinlich ist auch das gut – die ursprünglich geplante Tortenschlacht im War Room wäre so oder so nicht gut gewesen. So hat „Dr. Seltsam“ ein paar Schmunzler, ein paar Lacher, aber so richtig als Komödie würde ich ihn jetzt auch nicht bezeichnen.

Man merkt mir das Rudern vielleicht an, aber „Dr. Seltsam“ und ich werden wohl nie so richtig Freunde werden. Es ist ein guter und auch ein wichtiger Beitrag Kubricks zum Weltgeschehen der damaligen Zeit – und das erkenne ich an. Ansonsten halte ich mich bei Kubrick dann doch lieber an die anderen Filme!

Wertung: 7 von 10 Punkten (spannende Satire, bei der man sich danach gleich noch ein bisschen mehr Sorgen wegen der Mächtigen dieser Welt macht)

Mamas kleine Agentin

1. September 2017

Zum Glück ist es mit Serien meist anders als mit Filmen. Geht ein Film in die Verlängerung (sprich: Fortsetzung), ist das meistens weniger gut. Geht eine Serie in die Verlängerung, kann da vieles noch besser gemacht werden. Halt wie bei einigen Video-Spielen auch: Die Macher lernen aus ihren „Fehlern“ und verbessern das Ganze noch einmal. J.J. Abrams‘ „Alias“ ist das ein verdammt gutes Beispiel für… und vor allem ein Beispiel dafür, wie man so verdammt hoch hinausschießen kann, dass ich es fragwürdig finde, ob das jemals noch getoppt werden kann.

CIA-Agentin Sidney Bristow (Jennifer Garner) arbeitet nach wie vor undercover für die Bösen: Arvin Sloane (Ron Rifkin) und SD-6. Die Jagd nach den Artefakten von Rambaldi geht nach wie vor weiter, doch das Leben unserer Lieblingsagentin wird ganz schön über den Haufen geworfen. Zuerst kehrt ihre totgeglaubte Mutter Irina (Lena Olin) zurück und stellt sich der CIA, denn immerhin ist sie ebenfalls eine ziemlich böse Verbrecherin, die nun auf einmal helfen möchte. Dazu erfährt Sidneys bester Freund Will (Bradley Cooper), dass sie für die CIA arbeitet. Und als wenn das noch nicht reicht, wird ein entscheidender Schlag gegen SD-6 und die gesamte Alliance ausgeführt; genetische veränderte Doppelgänger kommen auch noch dazu und ein Finale, dass es echt in sich hat.

Ready to fire…

Die zweite Staffel von „Alias“ fühlt sich an, als wollten die Macher den Laden dicht und vorher noch alle Fans halbwegs glücklich machen. Ich meine, in dieser Staffel passieren Sachen, die in anderen Serie über mehrere Staffeln verteilt werden würden. Hoffentlich hat Abrams – ähnlich wie bei „LOST“ – einen ordentlichen Masterplan für die Serie aufgestellt, denn das hat mich hier echt alles ziemlich vom Hocker gehauen. Aber der Hälfte hat diese Staffel auf einmal so ein rasantes Eigenleben entwickelt. Da kam ja mit jeder Folge gefühlt ein neuer Twist. Das war echt aufregend, das war wesentlich spannender als noch die erste Staffel. Ich hatte endlich das Gefühl, dass diese Serie wirklich Form annimmt – und vor allem sich endlich traut, sehr viel mehr aus dem ganzen Agenten-Verschwörungsthema zu machen.

Nichtsdestotrotz bleibt auch dieser gewisse Soap-Opera-Charakter schön erhalten. Es reicht nach wie vor, dass Jennifer Garner sich für Missionen super sexy verkleidet: Männer sind halt schwanzgesteuert, die sind dann relativ einfach zu überrumpeln. Danach gibt das übliche Technik-Spielzeug, das man einfach nur irgendwo ranhalten muss und schon geht der Safe auf. Vielleicht geht mal ein bisschen was schief, aber Sidney kann Karate und schnell rennen, damit sind dann auch diese Probleme schnell erledigt. Ganz ehrlich, manchmal musste ich auch hier noch extrem darüber lachen, mit welchen simplen Mitteln die einzelnen Aktion eigentlich erzählt werden. Das nimmt den Einzel-Mission von Sidney manchmal etwas die Spannung, weil man weiß, dass es sich eh wieder zum Guten ändert. Es bleibt halt auch ein bisschen eine Soap-Opera. Wenn es jetzt noch schlimm erscheint, wird es nach ein, zwei Folgen (oder auch ein paar mehr) wieder gut.

Das tut der Unterhaltung aber keinen Abbruch. „Alias“ hat mich wunderbar unterhalten. Ich mag nach wie vor Jennifer Garner, obwohl ich immer noch nicht weiß, ob ich sie wirklich ernst nehmen soll oder nicht. Ron Rifkin ist immer noch das größte Geschenk an diese Serie, obwohl Neuzugang Lena Olin das Ganze schön aufmischt. Bradley Cooper bekommt endlich mal ein bisschen mehr zu tun… und Michael Vartan darf als Vaughn endlich rumknutschen. So lange wie bei Mulder und Scully konnte man diese Beziehung einfach nicht warten lassen, aber auch das passt zur Serie und in Staffel 2 kriegen sie sich dann endlich auch (sorry, ist aber auch wirklich kein großer Spoiler, sondern ziemlich offensichtlich). David Sanders, ein weiterer erfrischender Neuzugang als Julian Sark, ist ein perfekter Handlanger, eine Art Anti-Bond: Er macht das, was Bond macht, nur halt für die Bösen. Und Sark ist toll. Ich mag Sark, mit seinen doppelten Spielen und seinem Grinsen (und seinen blonden Haaren – wir männlichen Blondinen müssen zusammenhalten).

Staffel 2 von „Alias“ war toll: viele neue Dinge sind passiert, die alle furchtbar spannend waren. Viele neue Charakter-Entwicklungen wurden vollzogen. Es ist eine Staffel, die von den Veränderungen lebt – Veränderungen allerdings, die so krass die Welt von „Alias“ umwerfen, dass ich mich wirklich frage, wie das noch weitergehen soll. Und dann dazu noch dieser Cliffhanger… mind blown, wie man so schön Neudeutsch sagt. Ich bin gespannt, was in Staffel 3 noch so auf mich zukommt.

Wertung: 9 von 10 Punkten (alles Neu und anders macht die Staffel 2)

Coming To America

30. August 2017

Als eine meiner Lieblingsserien ein plötzliches Ende fand, war ich schon schwer enttäuscht. Bryan Fullers „Hannibal“ war einfach nur großartig – noch nie wurden Blutspritzer so kunstvoll in Szene gesetzt wie in dieser Serie. Aber natürlich war das nicht alles, Mads Mikkelsen war einfach nur umwerfend gut in der Rolle des fiesen Hannibal Lecter, Hugh Dancy war ein perfekter gequälter Ermittler und einfach alles an der Serie war toll, toll, toll (und insgeheim hoffe ich immer noch, dass eine vierte Staffel irgendwann bei Netflix oder wem auch immer landet und es weitergeht). Doch ein Bryan Fuller lässt solche Rückschläge nicht lange auf sich sitzen… und kommt mit der nächsten Serie um die Ecke, in der wieder einmal auf kunstvolle Weise das Blut durch die Gegend fliegt und bei der das auch nur eine ironische Randnotiz ist, die nicht verbergen soll, wie gut der Rest der Serie ist: „American Gods“.

Shadow Moon (Ricky Whittle) wird vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen, weil seine Frau Laura (Emily Browning) gestorben ist. Auf dem Weg nach Hause trifft Shadow im Flugzeug auf den alten Mr. Wednesday (Ian McShane), der ihm einen Job anbietet, den Shadow widerwillig annimmt. Wednesday ist gerade unterwegs, um verschiedene Leute für einen kommenden Kampf zu rekrutieren. Für Shadow wirkt das alles sehr befremdlich… erst recht als er selbst noch von anderen angegriffen wird, die sich Wednesday in den Weg stellen wollen. Doch so richtig wird Shadows Welt erst auf den Kopf gestellt, als seine Frau Laura auf einmal von den Toten zurückkehrt.

Me, when someone doesn’t like the show 😉

Neil Gaimans Roman „American Gods“ ist ein kleines Meisterwerk. Ich mag seine Herangehensweise, wie er die Geschichte um den Kampf zwischen den alten und den neuen Göttern erzählt. Ich mag die Tatsache, dass er die Lebenszeit der Götter an den Glauben der Menschen knüpft – Götter somit also sterben können, wenn Menschen nicht mehr an sie glauben, so dass gerade die alten Götter wirklich langsam von der Bildfläche verschwinden und von den neuen Göttern ersetzt werden. Neuen Göttern wie den Medien (großartig in der Serie gespielt von Gillian Anderson) oder dem Internet, die versuchen, die alten Götter zu ködern, um ihre eigene Macht noch weiter auszubauen. Ich mag auch, dass es im Buch eigentlich ziemlich schnell offensichtlich ist, dass es sich um Götter handelt, aber es dennoch immer spannend bleibt, wer wer genau ist. Das macht Gaiman im Roman durch kleine Einschübe über die Geschichten darüber, wie die Götter nach Amerika kamen. Eine nette Idee, von der ich im Leben nicht gedacht hätte, dass die Serie sie übernehmen würde. Doch sie haben es gemacht… die „Coming to America“-Einschübe sind auch in der Serie unfassbar toll gemacht (teilweise auch wunderschön animiert) und erweitern wie schon im Roman die Serie durch spannende Nebengeschichten.

Ohne dabei die Hauptgeschichte zu vernachlässigen, in der Shadow langsam begreifen muss, dass er in etwas sehr viel Größeres verwickelt zu sein scheint. Die erste Staffel von „American Gods“ orientiert sich dabei stark an den ersten 100 Seiten vom Roman, wenn ich das jetzt mal so grob einteilen kann. Es passiert noch nicht so viel und doch passiert eine ganze Menge. Normalerweise stehe ich ja nicht unbedingt auf lange Expositionen, aber „American Gods“ braucht diese Zeit, braucht die Möglichkeit, diese verrückte Welt voller Götter und anderer Sagengestalten erst einmal aufbauen zu können. Das ist dann letztendlich Staffel 1: Das Grundgerüst – lerne die wichtigsten Charaktere kennen, lerne Teile ihrer Geschichte kennen, um sie besser zu verstehen, lerne die Welt kennen, in der sie leben. Warum ist der Kampf so wichtig? Warum sind sie überhaupt in Amerika? Warum müssen sie sich Sorgen um ihre Existenz machen?

Schnupper

„American Gods“ ist eine Serie, die sich nicht nur für die Charaktere Zeit nimmt, sondern eben auch für seine Zuschauer. Denn man muss schon gewillt sein, sich in diese neue Welt der Götter zu begeben. Hat man einmal den Einstieg geschafft, erwartet einen eine unglaubliche reiche Welt. Reich an Geschichten, reich an interessanten Charakteren, reich an starken Bildern, in denen natürlich hier und da auch die Fuller’schen Blutfontänen nicht fehlen dürfen.

Dazu kommen tolle Darsteller, von denen ich aber gerade bei zwei zentralen Charakteren doch so meine Schwierigkeiten hatte. Da hätten wir zum einen Ricky Whittle, den ich als Shadow Moon nicht unbedingt mag. In meinem Kopf war Shadow Moon ganz anders. Whittles Moon wirkt sehr schüchtern irgendwie. Er hat für mich noch nicht so die Ausstrahlungskraft wie im Roman. Ich mochte Whittle zwar durchaus, aber so ganz war er für mich noch nicht der richtige Shadow Moon. Dazu kommt Emily Browning als Laura Moon. Ihre Geschichte wird in der Serie ein bisschen größer gemacht als im Buch, was ich gut finde. Aber Emily Browning an sich fand ich auch etwas schwierig, wenn auch gut. Ich finde ihre Laura Moon manchmal so widerlich und dann doch wieder so sympathisch – ein Gefühl, das ich schwer in Worte fassen kann. In einigen Szenen möchte ich mich schütteln, weil Emily Browning in mir einfach so einen Schauer der Verachtung erzeugt. Es passt so gut zu der Rolle, dass es erschreckend ist. Emily Brownings Laura Moon ist wie Hassliebe für mich. Ganz schwierig.

Gar nicht schwierig finde ich dagegen Ian McShane, der mich als Mr. Wednesday manchmal an einen alten Al Pacino in „Donnie Brasco“ erinnert. McShane ist großartig, der perfekte Charmeur, der perfekte alte Gentleman, der immer seine eigenen kleinen Geheimnisse hat. McShane steht die Rolle ausgezeichnet… und die vielen anderen Darsteller sind auch wunderbar besetzt (vor allem mag ich Pablo Schreiber als Mad Sweeney).

„American Gods“ Staffel 1 macht Spaß, sieht umwerfend aus und ehrt die Vorlage. Ich freue mich jetzt schon auf Staffel 2 und hoffe einfach mal, dass Bryan Fuller diese Geschichte auch wirklich zu Ende erzählen darf (und es nicht überzieht – maximal 5 bis vielleicht 6 Staffeln, dann sollte „American Gods“ vorbei sein)

Wertung: 9 von 10 Punkten (der Kampf der Götter hat begonnen)