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Filmreise Etappe #66: Der große Gunther

12. Februar 2021

Mit dieser letzten Buchverfilmungskategorie hatte ich so meine lieben Schwierigkeiten. Ein Werk der deutschen Klassik oder Romantik. Beides so literarische Zeitepochen, mit denen ich mich persönlich nicht sonderlich gut auskenne… und ich auch lange hin und her überlegt habe, was ich da nun für einen Film nehmen sollte. Irgendwann war ich der Verzweiflung nahe und dachte, ich schummele einfach. Also wollte ich mir die Verfilmung von „Gut gegen Nordwind“ anschauen. Leider gab es den Film bei prime nicht zum Ausleihen, weswegen ich wieder zurückgerudert bin. Daraufhin durchwälzte ich dann online Listen um Listen, um eine interessante letzte Buchverfilmung zu finden, die dem Zeitraum der Romantik oder Klassik noch entsprechen könnte. So stieß ich dann auf die Sage der Undine… und entschied mich dann einfach für Christian Petzolds Film „Undine“. Somit beschert mir dann die Filmreise auch eine weitere Premiere: nämlich meinen ersten Christian Petzold Film.

Die promovierte Historikerin Undine (Paula Beer) arbeitet für die Senatsverwaltung Berlin und erzählt Gästen von der Historie Berlins und dem Städtebau. Als ihr Freund Johannes (Jacob Matschenz) mit ihr Schluss macht, offenbart Undine eine düstere Seite: Sie droht, ihn zu töten, sollte er sie jemals wirklich verlassen. Doch Johannes geht wirklich… und in ihrer verzweifelten Stunde lernt Undine Christoph (Franz Rogowski), der unter den Teilnehmer einer Führung von Undine gewesen ist. Zwischen dem Industrietaucher und der Historikerin entwickelt sich eine Beziehung, der immer etwas Unheilvolles nachschwingt…

Wie gesagt, mein erster Christian-Petzold-Film… deswegen kann ich jetzt nicht sagen, ob es ein typischer Petzold ist oder nicht. Was mir echt gut gefallen hat, war aber zum Beispiel, wie der Autor und Regisseur eigentlich ziemlich gekonnt, die mythische Komponente der Undine-Sage einfließen lässt. Das ist ein Wassergeist, der der Sage nach die Vermählung mit einem Menschen braucht, um ihre unsterbliche Seele zu erlangen. Wird sie aber betrogen, bringt sie ihrem Gatten den Tod. Petzold ist da anfangs sehr schön subtil… wenn Undine Johannes mit dem Tod droht, klingt das mehr nach einer verzweifelten und verletzten Frau, die die Wahrheit der Trennung nicht wahrhaben will. Irgendwann jedoch verliert der Film diese Subtilität ein wenig… da gibt es dann lange Einstellungen eines Aquariums, das zerbirst und Christoph und Undine überflutet. Er als Taucher sieht sich bei seiner Arbeit immer wieder mit einem riesigen Wels konfrontiert, der Gunther genannt wird… statt uns mehr im wohligen Zweifel darüber zu lassen, ob Undine nun wirklich dieser Wassergeist ist, wird das Ganze im Verlauf des Films immer offensichtlicher – und verliert dadurch für mich ein wenig den Zauber.

Dabei fand ich so bestimmte Elemente vorher eigentlich ganz interessant… Undines Wohnung, die in so dunkles Blau-Grün getaucht ist, als wäre man ständig unter Wasser. Die kleine Figur des Tauchers, die Christoph ihr schenkt… aber selbst die wird irgendwann etwas zu offensichtlich eingesetzt. Als die mal herunterfällt und das Bein dabei abbricht, dachte ich schon: „Oh, was ähnliches passiert bestimmt auch bald Christoph.“

Für gewöhnlich bin ich von solchen mysthisch verwobenen Liebesgeschichten immer ein großer Fan. Leider geht Petzold das Ganze in meinen Augen etwas zu verkopft und zu verkünstelt an. Der Film springt von den ewig langen Vorträgen Undines über den Stadtbau in Berlin über zu den Momenten der jungen Liebe. Die Vorträge waren einfach zu viel. Wenn ich was über Berlin wissen will, kaufe ich mir einen Stadtführer. Ich habe leider nie so ganz verstanden, warum Petzold so einen Wert auf diese Stadthistorie legte. Daneben wirkt die Liebesgeschichte dann leider etwas kinderhaft. Christoph ist so naiv überspielt dargestellt. Es ist eher so, als würde ich einem Mann zu sehen, der die Rolle spielt, die für ein Kind geschrieben ist.

Dennoch fand ich die Chemie zwischen Franz Rogowski und Paula Beer wirklich stark. Beer selbst ist es aber, die diesen Film für mich hauptsächlich gerettet hat. Selbst wenn sie nichts sagt, strahlt sie immer wieder etwas total Faszinierendes aus: mal wirkt sie merkwürdig bedrohlich, dann wieder total zart und zerbrechlich. Das hat sie echt gut gespielt.

Insgesamt schwanke ich bei diesem Film wirklich sehr hin und her. Er hat ein paar schöne Bilder, ich mag es, wenn der Film mystisch und geheimnisvoll daherkommt, leider löst Petzold viele dieser Momente dann etwas plump wieder auf. So konnte ich mich nie so voll und ganz in der Geschichte verlieren, die dann eben auch noch zur Hälfte Städtebaulicher Vortrag ist (bei dem ich mich schon frage, ob das von der Senatsverwaltung für Städtebau mitfinanziert wurde, um für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen).

Wertung: 6 von 10 Punkten (schöner Film, der leider häufig etwas sehr plump in seiner Erzählung bleibt, aber zum Glück eine fantastische Darstellerin hat, die das hier und da wieder auffangen kann)

Die Abenteuer von Sky-Guy und Snips

10. Februar 2021

„Star Wars“ hat mittlerweile echt ein Problem. Erst vor kurzem offenbarte Daisy Ridley in einem Interview, wie planlos es eigentlich wirklich hinter den Kulissen der Sequel-Trilogie zuging: Anfangs war schon noch geplant, dass sie mit Obi-Wan verwandt sein sollte, dann machte „Star Wars 8“ aus ihr einen Niemand, nur damit sie in „The Rise of Skywalker“ plötzlich zur Enkelin des Imperators wurde, den man irgendwie aus dem Hut zauberte, um das Ganze zu retten. Wie der Imperator zustande kam, wurde dann auch erst im Roman zum Film so halbgar erklärt: Er sei einfach ein Klon. Aha… okay… Wahnsinn. Mittlerweile habe ich echt das Gefühl, dass im Star-Wars-Universum alles, was man in den Filmen irgendwie versaut hat, durch Comics, Bücher oder neue Serien ausgebessert wird. Aber ich will die Filme sehen und sie auch so mögen. Ich will nicht noch tausend extra Bücher oder Comics lesen müssen.

Doch jetzt habe ich mich dazu breitschlagen lassen, etwas von diesem ganzen zusätzlichen Star-Wars-Lore aufzunehmen… nicht zuletzt auch deswegen, weil nach dem Ende von „The Mandalorian“ Staffel 1 plötzlich für Staffel 2 zig Charaktere aus „The Clone Wars“ angekündigt wurden. Das hat mich geärgert… jetzt wird aus dieser neuen Geschichte doch wieder etwas gemacht, das mit allem verbunden sein muss… und am Ende wahrscheinlich auch noch versucht, die Sequels weiter auszubauen (man könnte ja in „The Mandalorian“ erklären, wie es zum Aufstieg des Imperators und der Ersten Ordnung kam).

Naja… mal schauen. Auf jeden Fall habe ich mir dann mal doch „The Clone Wars“ vorgenommen. Und wurde da schon vor ein Problem gestellt: Wie guckt man das bitte eigentlich? Die Folgen, der insgesamt 7 Staffeln, wurden nicht immer in richtiger Reihenfolge veröffentlicht und selbst mit Disney+ ist da niemand auf die Idee gekommen, die Chronologie mal zu richten. Also musste mir das Internet helfen… und so fing ich dann mit Folge 16 aus Staffel 2 an, sprang zu Folge 16 von Staffel 1, guckte dann den Clone-Wars-Kino-Film, bevor es dann zur ersten Folge von Staffel 3 ging und und und… das war schon ein kleines Abenteuer an sich. Auch ein wenig nervig, aber es war ertragbar. Irgendwann, wenn man die Serie so guckt, legt sich das Ganze auch.

Auf jeden Fall war ich von Anfang an doch recht überrascht von der Serie. Und noch mehr überrascht, dass ich positiv überrascht gewesen bin. Als jemand, der mit den Star-Wars-Prequels nicht so wirklich warm geworden ist, war „The Clone Wars“ eine Geschichte, die mich sehr fasziniert hat. Angesiedelt zwischen Episode 2 und 3 erleben wir hier halt noch einen kämpferischen Anakin Skywalker, der mit seinem neuen Padawan Ahsoka Tano in den Klon-Kriegen kämpft.

Zuallererst will ich mal sagen, dass James Arnold Taylor, der Obi-Wan spricht, es verdammt gut versteht, mich in dem Glauben zu lassen, ich würde Ewan McGregor hören. Aber eben auch Skywalker ist toll inszeniert – auch wenn seine Beziehung zu Padme in der Serie fast in den Hintergrund gerät, die er kaum sieht. Dafür hat er eine neue Frau an seiner Seite: Die Einführung von Ahsoka als neuen Charakter ist der Serie wunderbar gelungen. Sie stiehlt den altbekannten Charakteren gekonnt die Show, ohne diese dabei irgendwie unwichtig wirken zu lassen.

Was mich aber an der Serie wirklich fasziniert hat, ist die Tatsache, dass es George Lucas und Dave Filoni schaffen, den Klonen ihre Geschichten zu geben. Klar, Captain Rex gehört mittlerweile zum festen Bestandteil des Star-Wars-Lore, aber er und seine Klon-Brüder werden in dieser Serie zu starken Charakteren mit aufregenden Geschichten – von Deserteuren bis hin zu defekten Klonen, die schon eine Vorahnung auf die Order 66 geben.

Abgesehen von ein paar langweiligen Geschichten (wenn R2D2 und C3PO für Padmes Party einkaufen gehen oder Jar Jar Binks irgendwelches Zeug macht), ist „The Clone Wars“ mit starken Stories bestückt, die meist immer in kleinen Trilogien zusammengefasst sind. Dabei erfüllt Dave Filoni die Welt von Star Wars mit vielen aufregenden Erzählungen und Welten. Was den Sequels fehlt, ist das, was „The Clone Wars“ unfassbar gut macht: Die weit, weit entfernte Galaxie mit den unterschiedlichsten, faszinierenden Planeten und Wesen zu bevölkern. Das ist toll… man entdeckt immer wieder etwas Neues. Und selbst bei dem, was wir schon kennen, fügt Filoni mit seinem Team etwas Neues dazu. Allein Coruscant mit seinen gefühlt tausend Ebenen – das ist beeindruckend.

Beeindruckend ist auch, dass „The Clone Wars“ wirklich Krieg behandelt. Wenn „Rogue One“ gerne als erster Kriegsfilm im Star-Wars-Universum bezeichnet wird, ist das nach „The Clone Wars“ fast schon albern. Denn was die Serienmacher hier teilweise für grandiose und aufregende Schlachten abliefern, ist unglaublich. Die Schlacht auf Umbara in Staffel 4 bleibt für mich eines der Highlights der Serie. Aber auch die Lichtschwert-Kämpfe sind stark.

Dazu füllt die Serie hier und da gekonnt ein paar Lücken auf, erzählt uns ein wenig mehr über die Ursprünge der Macht und erweist sich als sehr lehrreich, wenn man wirklich mal ein bisschen mehr über die Welt von Star Wars lernen möchte (ohne dabei alle Bücher lesen zu müssen).

„Star Wars: The Clone Wars“ ist eine beeindruckende Serie, die teilweise wirklich sehr erwachsen und auch düster mit einigen Themen umgeht. Die ganze Story rund um Darth Maul, die man vor „Solo: A Star Wars Story“ schon hätte kennen müssen, ist aufregend und so gut, dass es schon ärgerlich ist, dass wir das nicht in den Filmen gesehen haben. Aber gut, man kann ja nicht alles haben.

Die sieben Staffeln von „The Clone Wars“ kann ich als Star-Wars-Fan mit Abneigung für all den ganzen zusätzlichen Quatsch doch durchaus empfehlen – was mich halt, wie schon gesagt, selbst sehr überrascht hat.

Wertung: 8 von 10 Punkten (spannende Geschichten aus dem Star-Wars-Universum, die teilweise sehr viel kinoreifer sind als das, was wir so im Kino zu Gesicht bekommen haben)

The First Rule of Fight Club

8. Februar 2021

You do not talk about Fight Club!

Ich will mal trotzdem die Regel brechen… das wird Tyler Durden aber nur rausfinden, wenn er meinen cleveren Trick durchschaut und meine weiße Schrift, in der ich diesen Artikel schreibe, markiert. Ich bin halt schon ein schlaues Kerlchen (ein bisschen Selbstlob darf ja mal sein).

Es ist mittlerweile echt schon ein paar Jahrzehnte her, dass ich das letzte Mal David Finchers „Fight Club“ geguckt habe. Und ich war mir auch schon gar nicht mehr so sicher, ob ich den Film immer noch so cool finden würde wie damals, als ich ihn das erste Mal für mich entdeckte. Damals, als noch eher unbescholtener Filmegucker, war „Fight Club“ für mich einfach der coolste Film überhaupt. Aber mittlerweile bin ich ja als „Cineast“ gewachsen und muss gestehen, hatte auch ein bisschen Angst davor… schließlich ist „Fight Club“ ja mittlerweile auch bei einigen Kritikern verschrien – als dumme Anarcho-Fantasie für Mitt-Dreißiger, die damit ihre Midlife-Crisis filmisch ausleben können. Das alles schwirrte irgendwie in meinem Kopf herum, als ich die alte Special-Edition-DVD aus dem Regal kramte und mich ins Abenteuer „Fight Club“ stürzte.

Die Story dürfte ja wohl jedem noch gut im Gedächtnis sein, oder? Wir haben unseren namenlosen Erzähler (Edward Norton), der eigentlich alles hat: Einen guten Job, eine schöne Wohnung. Keine Sorgen, keine Probleme. Und dennoch fehlt etwas in seinem Leben. In seiner Schlaflosigkeit schleicht er sich von einem Meeting für Schwerkranke zum nächsten. Und dabei findet er auf einmal seine „Erlösung“. Blöd nur, dass er irgendwann auf eine weitere Touristin stößt, Marla Singer (Helena Bonham Carter)… die ihn stört. Als er jedoch auf einem Flug den charismatischen Seifenhersteller ( 😀 ) Tyler Durden (Brad Pitt) kennenlernt und nach dem Brand seiner Wohnung bei Tyler einzieht, verfällt er dessen anarchistischer Weltanschauung. Gemeinsam mit Tyler gründet unser Erzähler einen Untergrund-Fight-Club, der sich dann in sehr viel mehr entwickelt.

Ich nehme es gleich mal vorweg: Ich finde „Fight Club“ auch jetzt noch einfach nur toll. Vielleicht trügt mich mein Gefühl, aber ich finde, dieser Film ist vielleicht der verspielteste Film von David Fincher. Er geht in seiner ganzen Regie-Arbeit, mit der Kamera, den Schnitten und Effekten und auch der Musik voll in diesem Konzept „Fight Club“ auf. Der Film wird so ein wilder Ritt, der einem eigentlich nur selten eine Verschnaufpause gönnt. Und dabei orientiert sich das Ganze immer an unserem Erzähler.

Der große Twist des Films ist sicherlich jedem, der diese Zeilen hier liest, bekannt… und das Tolle an „Fight Club“ ist, dass der Film eben auch so wunderbar funktioniert, selbst wenn man den Twist halt schon kennt. Vielleicht sogar noch besser, wenn man dann eben Ausschau nach den Hinweisen hält. Jetzt erst ist mir so richtig aufgefallen, wie häufig Fincher eigentlich immer wieder durchblicken lässt, was die wahre Natur von Tyler Durden ist. Da kommt halt das Verspielte von „Fight Club“ mit rein. Es gibt in jeder Szene irgendwas zu entdecken.

Dazu kommt einfach, dass wir ein verdammt cooles Duo vor der Kamera haben. Edward Norton funktioniert für mich perfekt als desillusionierter Erzähler. Fincher soll mal gesagt haben, „Fight Club“ wäre für ihn „Die Reifeprüfung“ für 30-Jährige. Wenn Dustin Hoffmans Benjamin nach seinem Abenteuer mit Mrs. Robinson zu sehr in seinem Alltag versinken würde, könnte das vielleicht auch passen. Nortons Erzähler funktioniert aber vor allem deshalb so gut in meinen Augen, weil sich jeder Zuschauer irgendwie in ihn hineinversetzen kann. Ich sage natürlich nicht, dass wir jetzt alle durchdrehen und Fight Clubs gründen sollten… Aber seine „first world problems“ kann man schon irgendwo nachvollziehen. Sein Erzähler wirkt in vielen Dingen erschreckend realistisch – weswegen vielleicht gerade viele Kritiker-Kritiker des Films ihn so sehr verachten 😀 wer weiß…

Brad Pitt ist dagegen das genaue Gegenteil… und Tyler Durden ist eine weitere dieser Pitt’schen Paraderollen. Er darf nicht nur verdammt gut aussehen (und ja, meine Güte… bei dem Körper könnte man schon leichte Komplexe bekommen), sondern ist auch einfach wirklich witzig, charismatisch und anziehend.

„Fight Club“ ist und bleibt für mich so ein absoluter Kultfilm. Die Geschichte mit Twist funktioniert wunderbar – selbst, wenn man den Twist schon kennt. Die Darsteller gehen so unglaublich gut in ihren Rollen auf. Fincher verpackt das Ganze in einem schnellen und aufregenden Bilder-Spektakel voller Ironie, Brutalität und Drama. Vielleicht einer seiner besten, wenn nicht sogar DER beste David-Fincher-Film…

Wertung: 10 von 10 Punkten (auch nach gut 22 Jahren immer noch ein herrlich unterhaltsames Anarcho-Fest)

Filmreise Etappe #65: Die Gouvernante von Thornfield Hall

5. Februar 2021

Vor etwa zwei Jahren habe ich mich an Charlotte Brontes Roman „Jane Eyre“ gewagt… und ich sage bewusst „gewagt“, weil ich echt Bedenken hatte, ob mir dieser Roman gefallen könnte. Diese alten Klassiker sind halt auch nicht immer die einfachste Lektüre und dann tat ich das Ganze früher auch immer als reine Liebesgeschichte ab. Zum Glück kam ich dann doch dazu, „Jane Eyre“ zu lesen und war von Anfang an begeistert. Dieser großartige Mix aus Bildungsroman, Coming-of-Age-Story, Gruselgeschichte und Liebesroman mit einer tollen Hauptfigur hatte mich sofort in den Bann geschlagen (und gehört definitiv zu den Büchern, die mehrere Male gelesen werden). Da stand für mich außer Frage, welche britisch-viktorianischer Buchverfilmung ich nehmen würde… nur war da dann wiederum das Problem, dass es von „Jane Eyre“ gefühlt zig tausend Verfilmungen gibt. Ich machte es mir dann doch leicht und wählte einfach die jüngste Version von Cary Fukunaga (der Mann bringt uns ja – irgendwann – Bond Nr. 25 und bescherte uns das Drehbuch zum ersten „It“-Film).

Die junge Jane Eyre (Mia Wasikowska) bricht vor der Tür von St. John Rivers (Jamie Bell) und dessen Schwestern zusammen. Bei Rivers kommt Jane wieder zu Kräften und nach und nach erinnert sie sich an ihr Leben: Wie sie unter ihrer Tante Mrs. Reed (Sally Hawkins) leiden musste, wie sie zur brutalen Lowood School for Girls geschickt wurde und wie sie schließlich Gouvernante von Thornfield Hall wurde – und dort Mr. Rochester (Michael Fassbender) kennenlernte.

Der Film hatte mich direkt, als ich merkte, dass der (für mich persönlich) „langweiligste“ Teil des Romans einfach nur zur Rahmenhandlung der Geschichte wurde. Ja, ich gestehe, dass ich Janes Aufenthalt bei St. John Rivers im Buch nicht so wirklich mochte… das Ganze aber so umzusetzen, wie Fukunaga es macht, ist ziemlich clever. Simpel, aber effektiv. Eine völlig aufgelöste Jane kommt irgendwo an und erst nach und nach erfahren wir, wer diese junge Frau wirklich ist. Für Zuschauer, die das Buch nicht kennen, eine schöne Variante, um dem Ganzen ein bisschen mehr Spannung zu zuordnen.

Danach hangelt sich Fukunaga aber recht werkgetreu am Roman entlang und geht alle Etappen des Buches durch. Natürlich auf Kosten vieler toller Aspekte, denen Bronte mehr Zeit widmete… wie eben Janes Aufenthalt bei Mrs. Reed oder die Lowood-Schule. Im Film sind das vielleicht 15 bis 20 Minuten, hätten aber durchaus mehr Zeit verdient (weswegen ich vielleicht mal doch noch die vierteile BBC-Mini-Serie mit Ruth Wilson gucken muss, da gibt es davon bestimmt mehr).

Fukunaga konzentriert sich dann mehr auf die Beziehung Jane Eyre und Mr. Rochester, was vollkommen legitim ist. Witzig ist dabei, dass eine gute Freundin von mir meinte, Mia Wasikowska und Michael Fassbender wären einfach viel zu hübsch für diese Rollen und schlug stattdessen Paul Giamatti als Mr. Rochester vor. Was wohl wirklich näher am Roman dran wäre, aber was soll’s? Ich habe kein Problem damit, schönen Menschen beim Sich-Verlieben zu zuschauen. Mia Wasikowska ist aber auch wirklich großartig in dieser Rolle. Ich mochte sie vom ersten Zeitpunkt an. Sie hat diese scheinbare, äußerliche Zerbrechlichkeit, hinter der sich aber eine starke und willensstarke Frau versteckt. Fassbender wiederum bringt das Arrogant-Überhebliche von Mr. Rochester gerade zu Beginn wunderbar rüber und man kann schön dabei zusehen, wie er sich mehr und mehr von Jane Eyre verzaubern lässt. Wasikowska und Fassbender haben eine tolle Chemie, aber am Ende ist es halt wirklich eine stark aufspielende Wasikowska, die den Film auf ihren Schultern trägt.

Dazu schafft es Fukunaga, uns mit tollen Bildern zu beeindrucken – die mich ein wenig an die sprachliche Bildgewalt von Bronte erinnert haben. Die alten Gemäuer von Thornfield Hall könnten aus einem Horror-Film stammen…

Insgesamt hätte der Film für mich noch ein bisschen mehr auf bestimmte Elemente eingehen können, aber Filmzeit ist immer zu wenig Zeit, um einem Roman voll und ganz gerecht zu werden. Fukunaga gelingt der Mittelweg und schafft so eine rundum gelungene Verfilmung.

Wertung: 8 von 10 Punkten (Wasikowska ist eine tolle Jane Eyre und macht direkt Lust, das Buch noch einmal zu lesen)

Es geschah am 14. Oktober

3. Februar 2021

Auf der Suche nach der immer neuesten und besten Serie aller Zeiten habe ich mich dazu entschieden, mal wieder eine etwas „ältere“ Serie zu schauen… eine, die in vielen Bestenlisten ziemlich weit oben steht. Da ich ein Fan solcher Listen bin – und sie mich bis jetzt auch nie enttäuscht haben („Sopranos“ war immer ganz oben mit dabei und das vollkommen zu Recht), bin ich mal zurückgegangen und habe diese Listen durchforstet. So was wie „The Wire“ will ich mir aber irgendwie immer noch nicht so recht anschauen. Deswegen habe ich mich für eine Serie entschieden, die alle toll zu finden scheinen, obwohl sie von einem Typen gemacht wurde, der an „LOST“ gearbeitet hat: „The Leftovers“.

Am 14. Oktober 2011 verschwinden auf einmal 140 Millionen Menschen weltweit (stellt euch den Thanos-Snap aus „Infinity War“ – nur lange, bevor das cool war). Die Serie jetzt nun drei Jahre später an und zeigt uns am Beispiel der Familie Garvey, wie die Menschen damit umgehen. Mama Laurie (Amy Brenneman) hat sich einem Kult angeschlossen, der in der kleinen Stadt Mapleton von der strengen Patti (Ann Dowd) geführt wird. Dieser Kult hat sich dem Stillschweigen, dem Kette-Rauchen und dem Weiß-Tragen verschrieben… und führt stumme Aktionen gegen die Menschen durch, die den Verblichenen nachtrauern. Dann hätten wir da Sohnemann Tom (Chris Zylka), der sich dem vermeintlichen Guru Holy Wayne (Paterson Joseph), der angeblich die Menschen von ihrer Last befreien kann… und sich nebenbei einen Harem von asiatischen Frauen hält, die ihm Kinder gebären sollen. Und schließlich hätten wir noch Kevin (Justin Theroux), Polizei-Chief, der scheinbar anfängt, langsam durchzudrehen, weil er immer wieder an Orten aufwacht und sich nicht erinnern kann, wie er dort hingekommen ist. Seine Tochter Jill (Margaret Qualley) ist die Einzige, die noch bei ihrem Vater lebt, aber sich auch mehr und mehr abkapselt.

Puh… eine Inhaltsangabe allein schafft es gar nicht, dass alles zu erfassen. Da fehlt noch das Pfarrer Matt (Christopher Eccleston) und Nora Durst (Carrie Coon), die ihre vier Familienmitglieder verloren hat und Meg (Liv Tyler), die ihren Mann verlässt und auf Laurie trifft… und und und… Season 1 ist vollgepackt mit interessanten Charakteren, die erstaunlicherweise in der kurzen Zeit von nur 10 Episoden relativ ausführlich beleuchtet werden. Was aber auch daran liegt, dass sich ihre Wege immer wieder mal kreuzen. Die einzige Story, die irgendwie nicht so reinpasst, ist die von Holy Wayne und Kevins Sohn. Das spielt alles einfach so am Rande mit und wird auf die merkwürdigste Art und Weise beendet, sodass man wirklich das Gefühl hat, hier wussten die Macher nicht so genau, was sie damit eigentlich vorhaben.

Das ist grundsätzlich auch ein allgemeiner Kritikpunkt, den ich bei der ersten Staffel habe: Es hat mich schon hier und da verwirrt, wohin das alles eigentlich gehen soll. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass die Macher da nicht so ganz wussten, was sie wie am besten anpacken. Da bekommt Pfarrer Matt eine eigene Folge geschenkt und auch Dora – beides tolle Folgen, die aber die Story an sich nicht weiter vorangebracht haben.

Dennoch ist „The Leftovers“ wahnsinnig spannend… vielleicht auch gerade deswegen, weil die Serie mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet. Mit jeder Episode kommen neue Fragen dazu, die aber spannend aufgeworfen werden – und dieses ganze Durcheinander der Gefühle noch komplizierter machen. Es wird ein emotionales Konstrukt aufgebaut, das einen fasziniert, weil man es verstehen will, verstehen muss – gerade weil es so vertraut und doch so anders wirkt.

Das große Ganze (die Frage, warum 2% der Weltbevölkerung verschwunden sind) ist aber eigentlich nebensächlich. Wie die Menschen damit umgehen, ist der Serie viel wichtiger. Hier kommen dann auch die Stärken von „The Leftovers“ klar zum Vorschein: Die Darsteller sind durch die Bank weg großartig und ziehen einen mit ihren Eigenschaften und ihren Geheimnissen wirklich in ihren Bann. Justin Theroux dabei zuzusehen, wie er an all dem irgendwie langsam kaputt geht, ist faszinierend und schmerzlich zugleich. Margaret Qualley, die ich bisher nur aus „Once Upon A Time… In Hollywood“ kannte ist ebenfalls stark in ihrer Teenage-Angst und ihrem verzweifelten Rebellentum. Aber wie gesagt, es würde jetzt auch wieder alles zu weit führen: Alle Darsteller erfüllen ihre Charaktere mit Leben, so dass man wirklich nicht anders kann als mit ihnen mit zu leiden, mit zu fühlen, sich mit zu freuen.

„The Leftovers“ ist in seiner ersten Staffel schon ziemlich starker Tobak, der weniger Mystery beinhaltet, als ich zuerst angenommen hatte. Ich bin jetzt schon wahnsinnig gespannt, wie es in Staffel 2 weiter geht – zumal die Buchvorlage von Co-Creator Tom Perrotta mit der ersten Staffel auserzählt ist. Sprich, Staffel 2 geht neue Wege…

Wertung: 8 von 10 Punkten (packendes Drama, das neugierig auf mehr macht)

Sexy in Space

1. Februar 2021

Kultklassiker sollte man generell eigentlich in Ruhe lassen. Die brauchen keine Fortsetzungen… so wie etwa der furchtbar langweilige „Doctor Sleep“ verzweifelt versucht hat, „The Shining“ eine Fortsetzung zu sein. Die braucht auch keine Reboots… so wie etwa die wenig begeisterungswürdigen „Jurassic World“-Sachen. Die brauchen bitte erst recht keine Remakes… wenn der Tag kommt, dass jemand sich an ein Remake zu „Stirb Langsam“ wagt, dann raste ich aus. Doch jetzt bin ich an einen vermeintlichen Kultfilm geraten, von dem ich mir nach dem Schauen tatsächlich ein Remake wünsche – da der Film Potenzial hat, das kaum genutzt wurde. Besagter Film schimpft sich „Barbarella“… und ist einer der merkwürdigsten Filme, den ich in letzter Zeit gesehen habe. Merkwürdig und gleichzeitig doch faszinierend.

Irgendwann in einer weit entfernten Zukunft, irgendwo in einem weit, weit entfernten Teil der Galaxie zieht die Astronautin und Abenteuerin Barbarella (Jane Fonda) in ihrem mit Plüsch ausgelegten und sehr nach 60ies Sex-Höhle aussehendem Raumschiff umher. Da bekommt sie vom Präsidenten der Erde den Auftrag, den Wissenschaftler Dr. Durand Durand (Milo O’Shea) dingfest zu machen. Denn der hat nicht nur der 80ies Band Duran Duran zu ihrem Namen verholfen, sondern gleichzeitig auch noch eine gefährliche Waffe entwickelt, die für Chaos und Zerstörung in den falschen Händen sorgen könnte. Im System Tau Ceti landet Barbarella auf einem Planeten und macht sich auf die Suche… und findet zur herkömmlichen Form der Liebe zurück – in dem sie einfach mit jedem schläft, dessen Hilfe sie braucht.

Uff… okay… wo fange ich an? Vielleicht damit, dass Austin Powers sicherlich wahnsinnig stolz auf dieses glorreiche Raumschiff wäre? Oder vielleicht damit, dass die Zukunftsversion von Sex, die hier mit Handauflegen passiert, irgendwie sehr stark an das erinnert, was Sandra Bullock und Sylvester Stallone in „Demolition Man“ machen? Oder damit, dass dieser Film ein einziges Pin-Up-Foto-Shooting für Jane Fonda ist… gleich zu Beginn strippt sie auf merkwürdige Art und Weise in Schwerelosigkeit und nutzt danach jede freie Minute, um sich ein neues, freizügiges Kostüm anzuziehen. Nicht das ich mich beschweren will, Jane Fonda war zu dem Zeitpunkt eine wunderschöne Frau, die man gerne halbnackt sieht. Und ja, die Kostüme nach Ideen des Designers Paco Rabanne unterstreichen diesen Sex-Appeal ausgezeichnet… aber es spricht doch am Ende sehr gegen all das, wenn selbst die Hauptdarstellerin eher unzufrieden mit dem Film ist.

Abgesehen von tollen Kostümen, die nicht nur an Jane Fonda gut aussehen, sondern auch an den anderen Darstellern, hat „Barbarella“ leider nicht sonderlich viel zu bieten. Okay… das Set-Design kann sich auch noch sehen lassen. Mehr als einmal hatte ich so ein leichtes „Flash Gordon“-Gefühl, was aber möglicherweise damit zu tun haben könnte, dass Produzent Dino De Laurentiis den ebenfalls mitgestaltet hat.

Die Story ist absolut Banane… und ich kann nur hoffen, dass die Comics, auf denen das hier alles basieren soll, mehr zu bieten haben, was das angeht. Wie gesagt, Barbarella schläft einfach gefühlt mit jedem, außer den bösen Königin, die aber doch so gerne würde. Die meisten Probleme lassen sich in „Barbarella“ eben ganz gut mit Sex lösen… und weil Barbarella selbst so gut darin ist, übersteht sie sogar die Lust-Folter-Maschine von Durand Durand, in dem sie die per glorreichem Orgasmus einfach kaputt macht. Irgendwie gibt sie einem Engel (!) dank Sex auch noch die Lust am Fliegen zurück und rennt mit einem unsichtbaren Schlüssel durch die Gegend.

Ich muss ja gestehen, dass man sich schon ein wenig vor Jane Fonda verneigen muss: Sie gibt diesem hüllen- und sinnlosen Ding namens Barbarella zumindest ein wenig Persönlichkeit. Dass sie nicht bei jeder Szene vor Verzweiflung über die schlechten Dialoge, die schlechte Story-Entwicklung in Tränen ausbricht, verdient schon Respekt…

„Barbarella“ ist vom Look her (und damit ist wirklich alles gemeint) ein Hingucker, doch leider verbirgt sich hinter dieser schönen Optik nichts. Von daher bleibe ich dabei: Ich glaube, ein Remake von „Barbarella“ (bitte aber mit einem ordentlichen Skript) könnte wirklich was bewirken. Aber dann bitte dem Look und vor allem dem glorreichen 60ies Soundtrack treu bleiben.

Wertung: 4 von 10 Punkten (schöne Fassade, nichts dahinter)

Random Sunday #47: The Once and Future King

31. Januar 2021

Als ich nach der ersten Staffel von „Game of Thrones“ anfing, mich für die Romane von George RR Martin zu interessieren, las ich auch mehr Interviews von ihm. Mehrfach fiel dabei ein Buchtitel, der Martin besonders beeinflusst hat: T.H. Whites „The Once and Future King“. Ein Buch, um das ich dann immer wieder mal herumschlich, bis ich es mir dann irgendwann doch einfach kaufte (was soll das ganze Herumgeschleiche? Bringt ja doch nichts.) Jetzt habe ich die vermeintliche beste Interpretation der Arthur-Sage endlich mal gelesen… und ganz ehrlich, zwei Dinge kann ich jetzt schon mal sagen: a) umgehauen hat es mich nicht wirklich und b) man erkennt zumindest in Grundzügen, was Martin inspiriert haben kann.

Zur Geschichte selbst muss man wahrscheinlich nicht mehr viel sagen. Schwert im Stein, Junge zieht es raus und wird König. Anschließend gründet er die Ritter der Tafelrunde, sein bester Freund fängt was mit seiner Frau an. Später schickt er seine Ritter los, um den Heiligen Gral zu suchen und sein eigener Sohn hasst ihn und will ihn tot sehen. Der König stirbt und wir warten darauf, dass er und sein Zauberschwert wieder zurückkommen. Ach ja, und Merlin ist auch mit dabei.

„The Once and Future King“ ist in fünf Bücher geteilt: „The Sword in the Stone“, „The Witch in the Woods“, „The Ill-Made Knight“, „The Candle in the Wind“ (es geht dabei weder um Marylin Monroe noch um Princess Diana) und schließlich „The Book of Merlyn“. Dabei muss ich sagen, dass nicht alle Bücher wirklich packend sind und insgesamt habe ich mich durch viele Passagen des gesamten Buches ganz schön gequält. „The Once and Future King“ gibt ein sehr unterschiedliches Bild ab – mit jedem neuen Buch, das man anfängt. Und interessanterweise fühlt es sich häufig so an, als würde White seinen eigentlichen Hauptcharakter mehr als einmal in den Hintergrund stellen.

„The Sword in the Stone“ ist immerhin ein guter Einstieg… und wenn man hier liest, dass Merlin den jungen Wart (wie Arthur da noch genannt wird) mal in einen Fisch, mal in einen Falken und mal in ein andere Tier verwandelt, merkt man schnell, dass „Die Hexe und der Zauberer“ von Disney dieses erste Buch sehr werkgetreu umgesetzt hat. Doch ich mochte die Tierverwandlungsgeschichten bei Disney nicht und bei White finde ich sie teilweise auch sehr dröge. Als Prolog ist Buch 1 ziemlich lang und eher unspektakulär. Nur der Teil, in dem Arthur Robin Wood kennenlernt (der Name „Robin Hood“ ist quasi die fake news des Mittelalters), kommt ein wenig Spannung auf. Aber für 230 Seiten bleibt „The Sword in the Stone“ erstaunlich unspektakulär.

Buch 2, „The Witch in the Woods“, zeigt dann deutlicher, was ich damit meinte, dass White Arthur gerne mal in den Hintergrund stellt. Wir reisen auf die Orkney-Inseln. Hier jagt König Pellinore immer noch sein fabelhaftes Ungeheuer und wir lernen die Brüder Gawain, Agravaine, Gaheris und Gareth kennen. Wir dürfen bei der sehr verstörenden Ermordung eines Einhorns durch die Brüder dabei sein und erfahren ein wenig mehr über Arthurs Hintergrund-Geschichte – aber eben durch die Erzählungen anderer.

Erst gegen Ende des zweiten Buches wird Arthur wieder interessant. Er und Merlin diskutieren die Unterschiede zwischen Macht und Recht… und so ganz nebenbei entsteht die Idee der Tafelrunde. Immerhin ist Buch 2 offensichtlich auch etwas, was George RR Martin dann inspiriert haben dürfte: Arthurs Halbschwester Morgause benutzt einen Zauber, um mit ihrem Bruder zu schlafen und so einen Sohn zu bekommen.

Insgesamt ist aber auch Buch 2 eher langweilig. Das einzige, interessante Stilmittel ist immer wieder Merlin und der allwissende Erzähler. Merlin altert wie Benjamin Button und kennt deswegen schon die Zukunft, weil sie seine Vergangenheit ist. So erwähnt Merlin in Gesprächen mit Arthur einen abscheulichen Österreicher, der die Begriffe Macht und Recht sehr falsch interpretiert hat. So streut White immer wieder direkte Allegorien zum Thema Macht und Machtmissbrauch ein… und das nicht nur durch Merlin, sondern auch als der Erzähler selbst, der bestimmte Aspekte dann immer für uns schlüssiger erklärt.

In Buch 3, „The Ill-Made Knight“, geht es dann nur um Lancelot, der bei White als ziemlich hässlich beschrieben wird (im Gegensatz zu der sonst immer sehr attraktiven Darstellung in anderen Darstellungen). Buch 3 geht Lancelots und Guineveres Liebesgeschichte auf den Grund. Dabei gibt es dann viel Drama, viel Intrigen, viele Anschuldigungen, die in Duellen meist durch Lancelot geklärt werden.

Am meisten gewundert hat mich dabei einfach nur, wie leichtgläubig White Arthur hier darstellt (der auch in Buch 3 nicht sonderlich viel zu tun hat). Man möchte an einigen Stellen ins Buch schreien wie Bastian in „Die Unendliche Geschichte“ und den König wachrütteln.

Tatsächlich mochte ich aber Buch 3 mit am meisten, weil es hier mal wirklich ein bisschen ritterlicher und weniger philosophisch zugeht. Doch bis man zu diesem Zeitpunkt kommt, muss man sich durch zwei Bücher kämpfen, die weniger aufregend sind.

Buch 4 „The Candle in the Wind“ ist dann der eigentliche Abschluss der Sage. Morgauses Sohn (und auch der von Arthur) Mordred gelüstet es nach der Macht – wofür er dann auch das Wissen rund um die Affäre der Königin missbraucht. Dieser vierte Band ist aber tatsächlich ganz spannend. Es gibt ein paar Kämpfe, ein paar Intrigen und am Ende passiert, was passieren muss: Avalon wartet auf den König.

„The Book of Merlyn“ ist dann als fünftes Buch quasi nur ein postumer Zusatz, der Teile aus dem ersten Buch wiederverwertet und den alten Arthur noch einmal mit Merlin vereint und sie gemeinsam die Lehren aus seinem Leben ziehen. Dafür versammeln sich alle Tiere, in die sich Arthur einst verwandelt hat und diskutieren. Das war wirklich das langweiligste Kapitel des gesamten Buches. Zeitlich spielt es sogar noch kurz vor Arthurs Kampf gegen Mordred in Buch 4, weswegen man Buch 5 eigentlich auch wirklich getrost weglassen kann.

„The Once and Future King“ kam mit mehr Lorbeeren als für das Buch gut gewesen ist. Meine Erwartungen waren sehr hoch und wurden leider nicht so wirklich erfüllt. Da bleibe ich dann doch lieber bei John Boormans „Excalibur“…

Filmreise Etappe #64: Die heiligen Blutwürmer

29. Januar 2021

Ich habe lange hin und her überlegt, welche Manga-Verfilmung ich in diese Filmreise mitnehmen soll. Eigentlich wollte ich immer mal den „Death Note“-Film gucken, aber der soll ja wirklich gruselig schlecht sein. Ähnlich scheint man sich auch bei der „Full Metal Alchemist“-Live-Action-Version einig zu sein… deswegen ließ ich die mal alle direkt weg. Doch dann fiel mir „Blade of the Immortal“ wieder ein. Den Manga von Hiroaki Samura mochte ich früher ganz gerne, die amazon-Anime-Serie dazu kann ich auch durchaus empfehlen… und immerhin steckt hinter dem Live-Action-Film ein großer Name: nämlich Takashi Miike. Das, so dachte ich, will ja zumindest was heißen. Immerhin ist „Blade of the Immortal“ auch ein ziemlich brutales Gemetzel – also genau richtig für den Metzel-Meister Japans, der gerade früher gerne die Zuschauer mit Filmen wie „Ichi the Killer“ oder „Audition“ verstörte. Scheint der richtige Mann, um dem Hundert-Männer-Mörder Manji einen Film zu widmen.

Die junge Rin (Hana Sugisaki) musste mit ansehen, wie Mitglieder der Itto-ryu ihren Vater töteten und ihre Mutter vergewaltigten. Jahre später will sie sich an dem Anführer, Anotsu (Sota Fukushi) rächen und heuert dafür den Hundert-Männer-Mörder Manji (Takuya Kimura) an. Manji ist durch eine alte Frau unsterblich geworden. Sie verabreichte ihm heilige Blutwürmer (ich habe mir das nicht ausgedacht), die jede seiner Wunden verheilen lassen. Dieses ungleiche Paar macht sich nun auf den Weg, die Itto-ryu zur Verantwortung zu ziehen.

Ich sage es mal vorsichtig so: Takashi Miike bemüht sich wirklich sehr, scheitert aber einfach an der Unmenge an Stoff, den „Blade of the Immortal“ zu bieten hat. Die Anime-Serie war genau richtig, war hier doch genug Zeit, um die unzähligen Charaktere gut auszuarbeiten. Diese Möglichkeiten hat Miike leider nicht, auch wenn sein Film zweieinhalb Stunden lang ist. Wichtige Charaktere werden mal eben irgendwie eingeführt, tauchen gefühlt aus dem Nichts auf, sind dann aber wichtig für die Handlung. Hier merkt man, dass dieser Stoff sich einfach nicht für einen Film eignet. Letztendlich hätte Miike das Risiko eingehen soll, die Geschichte abzuwandeln – was natürlich Hardcore-Fans auf die Barrikaden gebracht hätte, aber für seinen Film einfach sinnvoller gewesen wäre.

So schwankt „Blade of the Immortal“ dann leider ständig von Action-Sequenzen zu Mono- oder Dialogen, in denen neue Charaktere eingeführt oder die Intentionen der alten näher beleuchtet werden. Als Fan darf man sich da immerhin an der Werktreue der Charakterzeichnungen erfreuen… auch wenn ich manchmal eher das Gefühl hatte, ich würde Cosplayern zuschauen. Manche Kostüme wirkten da schon fast zu gewollt, zu perfekt nachgestellt einfach. Aber selbst das rettet einen nicht davor, von dieser Scharr an Charakteren erschlagen zu werden. Takashi Miike schafft es zwar, sie irgendwie unter einen Hut zu bekommen, es fehlt aber einfach wirklich die Zeit, um all diese unterschiedlichen Geschichten richtig zu entfalten. Da empfiehlt sich dann doch eher die Anime-Serie, die alle Höhen und Tiefen der Figuren besser ausloten kann.

Was mich dann zu den Action-Sequenzen führt: die fand ich leider eher enttäuschend. Allein schon die erste, in der Manji die hundert Männer tötet, ist ein unübersichtliches Wirrwarr in Schwarz-Weiß, bei dem man Manji auch gerne mal komplett aus den Augen verliert. Auch später sind die Schwertkämpfe nicht unbedingt so stylish oder gar bluttriefend, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte. Gerade bei einem Takashi Miike hatte ich da zusätzlich noch höhere Erwartungen. Auch bei den Kämpfen bemüht sich der Regisseur aber um Werktreue und liefert ein paar ikonische und für Fans wichtige Kämpfe.

Gut fand ich aber die Beziehung zwischen Manji und Rin. Takuya Kimura passt ganz gut in die Rolle des knurrigen Killers, der in der jungen Rin seine verstorbene Schwester sieht. Auch Hana Sugisaki liefert eine tolle Performance ab… und auch hier muss ich einfach sagen: Hätte Miike mal ein bisschen von der Werktreue Abstand genommen. Vielleicht hätte man einfach weniger Charaktere nehmen sollen, das Ganze auf Manji und Rin runterbrechen und die Rachestory etwas vereinfachen können. Hätte den Fans vielleicht nicht so ganz gefallen, wäre aber als Film einfach übersichtlicher gewesen.

Wertung: 4 von 10 Punkten (schöner Fan-Service, der aber an der Fülle des Originals scheitert)

Der Hundert-Männer-Mörder

27. Januar 2021

In meiner kurzen Manga-Phase habe ich viele Mangas gelesen… dabei waren aber doch drei Werke ausschlaggebend für meine Wahl: durch „Akira“ und „Neon Genesis Evangelion“ fiel meine Wahl sehr häufig auf Science-Fiction. So kam ich dann zu „Battle Angel Alita“ oder „Blame!“. Durch die „Berserk“-Reihe (die ich als einzige nach wie vor noch kaufe, weil sie auch immer noch läuft) wurde mein Interesse an so historisch verankertern Krieger-Geschichten geweckt. Ich las eine Weile „Lone Wolf and Cub“ und ein paar anderer Vertreter von Samurai-Geschichten. Wirklich was hängen blieb dabei nicht. Irgendwann stieß ich so auch mal auf „Blade of the Immortal“ von Hiroaki Samura, das ich eigentlich wegen der Mischung aus Fantasy und Samurai-Gedöhns echt mochte. Doch irgendwann flaute mein Interesse an Mangas allgemein etwas ab und so mussten auch die Abenteuer von Manji, dem Hundert-Männer-Mörder, darunter leiden. Bis ich bei prime auf ein Prime-Original stieß. Offensichtlich hat man bei Amazon gesehen, dass die Netflix-Anime-Offensive gut ankommt und wollte sich davon eine Scheibe abschneiden. Ein solches Original von Amazon ist die 24-teilige Serie von 2019 „Blade of the Immortal“.

Die junge Rin ist auf der Suche nach dem Mann, der ihre Eltern umgebracht hat. Anotsu Kagehisa ist der Anführer der Itto-ryu, einer neuen Schule für Kämpfer, die alle anderen Dojos im Land vernichtet (sollten diese sich nicht der Itto-ryu anschließen). Bei ihrer Suche stößt Rin auf den Samurai Manji, den sie anheuert, um ihr zu helfen. Manji ist aber eine besondere Art von Samurai… er ist quasi unsterblich. Dank heiliger Blutwürmer in seinem Körper kann er abgetrennte Gliedmaßen wieder anwachsen lassen, schließen sich seine Wunden. Diese Zwei stürzen sich nun in das Geschehen, in das bald nicht nur die Itto-ryu verwickelt sind. Auch dem Shogunat ist die neue Truppe ein Dorn im Auge…

Alles, was ich noch vom Manga wusste, war die Sache mit den Blutwürmern und der Rache von Rin. Ansonsten hätte ich nicht mehr sagen können, wie das Ganze ausgeht oder was daran so toll sein könnte. Im Grunde reiht sich „Blade of the Immortal“ in die Reihe von diesen Road-Movie-artigen Samurai-Serien ein. Ob nun „Samurai Shamploo“ oder eben auch so etwas wie „One Piece“ – die Story ist recht gleich: Ungleiches Pärchen zieht durch die Gegend, trifft auf übermächtige Gegner… da liefert „Blade of the Immortal“ jetzt keine großen Neuerungen in Sachen Anime-Serie. Dennoch macht die Serie, die zum Glück auch nach den 24 Folgen abgeschlossen ist, Spaß.

Anfangs dachte ich noch, dass „Blade of the Immortal“ die „Castlevania“-Schiene fährt – wenn es um das Thema Gewalt geht. Meine Güte, Manji schenkt seinen Gegnern echt nichts. Und gerade zu Beginn kriegt er es auch mit so illustren Typen zu tun. Einer zum Beispiel trägt die Köpfe zweier Frauen auf den Schultern als Trophäen. Die Kämpfe sind dann ultra-brutal. Da spritzt das Animationsblut nur so durch die Gegend. Fontänen ergießen sich über den Charakteren… eine Tatsache, die sich durch die gesamte Serie zieht. Die Kämpfe sind immer sehr spektakulär inszeniert… immer mit einer etwas übertriebenen Art und Weise, aber immer auch sehr unterhaltsam.

Zum Glück ist „Blade of the Immortal“ aber nicht nur Gewalt-Exzess pur. Die Story braucht ein bisschen, um in die Gänge zu kommen, entwickelt sich dann aber ziemlich gut. Gerade wenn wir erfahren, dass die Itto-ryu von der Regierung gejagt werden, wird so das große Ganze offenbart. Auch wenn es zwischendurch immer wieder zu Treffen zwischen Rin und dem Mörder ihrer Familie kommt, zeigt die Serie auch ihre ruhigeren Seiten. Überhaupt war ich positiv überrascht, wie gut die Serie beides immer wieder beleuchtet. Die Itto-ryu werden nicht einfach nur Monster, sie werden nachvollziehbare Menschen (auch wenn ihre Methoden es nie sein werden). Die Serie beginnt sehr schwarz-weiß. Je mehr man aber über die Charaktere lernt, desto mehr verschwimmt diese Abgrenzung.

Und, was ich spaßeshalber an dieser Stelle auch sagen muss: Zu Beginn fand ich den Titelsong „Survive of Vision“ von Kiyoharu echt albern, mit der Zeit wuchs mir der aber richtig ans Herz.

„Blade of the Immortal“ macht jetzt nichts wirklich Neues, liefert aber eine tolle Bandbreite an interessanten Charakteren (für die man sich aber ein bisschen durch Blut und Gedärme kämpfen muss). Wie es um den Film steht, der auf dem Manga basiert, verrate ich euch dann am Freitag in der nächsten Filmreise-Etappe.

Wertung: 8 von 10 Punkten (nach einem etwas platten Start entwickelt sich eine sehr spannende Geschichte)

Pixars Dungeons and Dragons

25. Januar 2021

In meinem Jahresrückblick 2020 musste ich mit einigem Schrecken feststellen, dass ich nicht einen einzigen neuen Animationsfilm geguckt hatte. Ein Frevel, wenn ich bedenke, wie sehr ich Animationsfilme liebe. Deswegen musste ich direkt mal ein paar Sachen nachholen. Zum einen den ersten Pixar-Film von 2020, der mir aber nie so richtig zugesagt hatte: „Onward: Keine halben Sachen“. Ich gestehe, dass ich den Trailer nie so sonderlich witzig fand und die Story um zwei Elfenbrüder auch nicht so ganz greifen konnte. Selbst ein Tom Holland und ein Chris Pratt in den Hauptrollen wollten mich nicht so zu diesem Film ziehen. Doch jetzt, wo ich den Film endlich nachgeholt habe, stelle ich für mich einfach eine neue Regel auf: Egal, wie uninteressant der Trailer oder die Story erscheinen mag, gib einem Pixar-Film einfach eine Chance! Denn zu meiner großen Überraschung hatte ich so unglaublich viel Spaß mit „Onward“.

In der Welt von „Onward“ lebten Fantasy-Wesen einst im Einklang mit der Magie. Doch der technische Fortschritt verdrängte die wahre Magie und mittlerweile ist diese Welt wie unsere Welt geworden. Mit dem Unterschied, dass hier Fabelwesen unterwegs sind (und verwahrlosten Einhörner den Müll durchwühlen). Hier lernen wir die Brüder Ian (Tom Holland) und Barley Lightfoot (Chris Pratt) kennen. Deren Vater starb schon früh. Ian selbst lernte ihn nie kennen. Als er aber 16 Jahre alt wird, bekommt er einen Zauberstab und einen Zauberspruch geschenkt: Dadurch kann er seinen Vater für einen Tag zurückholen. Leider geht der Spruch schief und vom Vater sind nur die Beine da. Gemeinsam mit seinem Bruder, der sich in den alten Legenden dank Rollenspielen sehr gut auskennt, macht sich Ian auf den Weg, um den Spruch zu vervollständigen und seinen Vater endlich einmal kennenzulernen.

Die Story von „Onward“ hat mich direkt zu Beginn sehr an den Netflix-Fail „Bright“ erinnert. Im Gegensatz zu David Ayer gelingt es Pixar-Regisseur Dan Scanlon aber viel, viel besser diese moderne Welt mit Fantasy-Wesen zu füllen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie gut Pixar in kurzen Montagen ganze Geschichten erzählen kann – sei es nun die traurige Geschichte von Carl und Ellie in „Oben“ oder eben wie Magie aus der Welt von „Onward“ verschwand. Es reichen wenige Minuten, um das alles gekonnt aufzubauen und greifbar zu machen. Die Welt von „Onward“ ist ein bisschen wie die von „Zootopia“ – es gibt viel zu entdecken und es gibt so viele winzige und witzige Details, die im Hintergrund dafür sorgen, dass man sich an all dem nicht sattsehen kann.

Das Ganze ist eine sympathische Coming-Of-Age-Story, die auch ein wenig an „Stand by me“ erinnert – garniert mit jeder Menge Abenteuer. Die beiden Brüder Lightfoot müssen einige Rätsel und Aufgaben lösen, bei denen jeder Rollenspieler – sei es Pen and Paper oder Videospiele – herrlich viel zu lachen haben wird. Chris Pratts Barley darf dabei den Vollnerd mimen, der als Spielleiter durch die einzelnen Aufgaben führt, während Tom Hollands Ian die klassische Heldenreise durchlaufen darf. Er muss seine Zweifel überwinden, um sein wahres Potenzial zu entdecken.

„Onward“ hatte für mich echt alles, was ich haben wollte: Die beiden Brüder sind ein witziges Duo, die Abenteuerreise ist abwechslungsreich und spannend inszeniert, der Humor ist herrlich schräg – selbst im großen Finale habe ich mich schlapp gelacht, als der große Big Bad plötzlich auftaucht.

Überrascht hat mich „Onward“ dann aber im emotionalen Finale. Ians Lehre aus seinem langen Weg zu seinem Vater, seine neu entdeckte Bindung zu seinem Bruder und was er daraus alles macht und was er am Ende seinem Bruder gibt, hat mich wirklich zu Tränen gerührt. Neben all der offensichtlichen Comedy und der Action schafft es „Onward“ dann am Ende auch mit der Gefühlskeule so richtig draufzuhauen. Toller Film, der mich unerwartet getroffen hat.

Wertung: 9 von 10 Punkten (herrlich schräges Fantasy-Abenteuer)