Skip to content

The Korean Chronicle

30. Mai 2018

Der Titel ist jetzt vielleicht ein bisschen gemein, weil etwas irreführend. Aber sobald ich jemandem in letzter Zeit versucht habe, ihr oder ihm Yeon Sang-hos Film „Psychokinesis“ (dt. Titel ist „Telekinese“ – für den Fall, dass ihr den Film auf Netflix suchen wollt, wo ich ihn auch nur durch puren Zufall gefunden habe) schmackhaft zu machen, komme ich jedes Mal auf den „Chronicle“-Vergleich. Der aber eigentlich auch verdammt gut passt. In „Chronicle“ bekommen drei Typen telekinetische Fähigkeiten, nachdem sie einen merkwürdigen Asteroiden angefasst haben. Für seinen „Psychokinesis“ geht Yeon Sang-ho einen ganz ähnlichen Weg. Nur statt jungen Typen gibt er einem älteren Herrn auf einmal unglaubliche Fähigkeiten.

Seok-heon (Ryu Seung-ryong) ist ein einfacher Sicherheitsangestellter, der mit seinem Leben nichts aufregendes angestellt hat. Eher das Gegenteil ist der Fall: Vor Jahren verließ er Frau und Kind und lebt nun wie ein Einsiedler, geht seinem Job mehr schlecht als recht nach, stiehlt, säuft und ist eigentlich ein echter Nichtsnutz. Bis zu dem Tag, an dem er von einer Quelle trinkt – eine Bergwasserquelle, die kurz zuvor von einem herabgestürzten Meteoriten „verseucht“ wurde. Denn nach kurzer Zeit hat Seok-heon telekinetische Fähigkeiten… Fähigkeiten, die er einsetzt, um sich seiner entfremdeten Tochter Roo-mi (Shim Eun-kyung), die nach dem plötzlichen Tod der Mutter ganz allein da steht und sich nebenbei gegen fiese Bauunternehmer wehren muss, die ihr Geschäft und das vieler anderer dicht machen will. Da kommt ein Papa mit Superkräften zwar ganz gelegen, doch so einfach ist die Beziehung zwischen Tochter und Vater dann doch nicht zu kitten.

Superman sah auch schon mal besser aus

„Psychokinesis“ – angeblich der erste Superhelden-Film aus Südkorea…. eine Aussage, mit der ich ein leichtes Problem habe. Nur weil hier ein Typ mit Kräften ausgestattet wird, ist das doch noch lange keine Superhelden-Film. Oder etwa doch? Superheld bedeutet für mich immer auch Kostüm und das Retten der Welt. „Psychokinesis“ kommt auch ohne Kostüme aus und statt der Welt soll nur eine kleine Ladenstraße gerettet werden. Super sind zwar die Kräfte, aber so ein richtiger Superheld ist Seok-hon jetzt auch nicht. Waren doch die Jungs aus „Chronicle“ auch nicht… aber gut, vielleicht bin ich durch all die Avengers und ihre Artgenossen schon zu sehr auf eine bestimmte Art von Superheld konditioniert, dass ich nicht mehr klar unterscheiden kann.

Ob man „Psychokinesis“ nun einen Superhelden-Film nennen möchte oder etwas ganz anderes, ist ja am Ende auch egal. Sicher ist nur eins: der Film selbst ist ziemlich super. Yeon Sang-ho liefert nach seinem formidablen Zombie-Schocker „Train to Busan“ jetzt eine koreanische „Chronicle“-Version, die nicht weniger spannend ist als der Film, mit dem ich sie die ganze Zeit vergleiche. Genauer genommen hat „Psychokinesis“ sogar noch ein bisschen mehr zu bieten. Denn so richtig im Mittelpunkt stehen nicht etwa ein älterer Herr und seine aufgetauchten Superkräfte, sondern viel mehr der verzweifelte Versuch eines Vaters, vergangene Fehler wieder gut zu machen. Es ist eine rührende und auch tragische Geschichte, bei der man beiden Seiten super nachfühlen kann und bei der Yeon Sang-ho auch beide Seiten gut porträtiert, ohne irgendwelche Sachen zu beschönigen. Als kleines, feines Familien-Drama funktioniert „Psychokinesis“ super und hätte sicherlich auch ohne Superkräfte bestens funktioniert.

Aber die Superkräfte gibt es und das macht aus dem Film dann eben mehr als nur dieses kleine Drama. Wie gesagt, es sieht alles sehr wie „Chronicle“ aus und es fühlt sich vieles auch wie „Chronicle“ an: da werden Autos wie von Geisterhand bewegt, Schrott durch den bloßen Gedanken daran, zu Hürden aufgestapelt und ja, natürlich kann Papa Supermann irgendwann auch fliegen. An der Front ist nichts großartig neu oder besonders, aber es macht Spaß, sich den alten Mann mit seinen neuen Fähigkeiten anzuschauen.

Richtig viel Spaß macht aber tatsächlich der Schurke in diesem Film. Es spoilert zwar ein wenig, aber es gibt zwei Schurken. Der erste ist wie Darth Vader, er ist der Handlanger… und sein koreanischer Imperator ist einfach nur super. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ich fand diesen Charakter (okay, es ist eine Frau, so viel verrate ich dann doch noch) einfach genial. Herrlich überspitzt, total abgedreht, der wirklich perfekte Über-Bösewicht. Von ihr hätte ich gerne sehr viel früher mehr gesehen, aber so bleibt sie das Sahnebonbon auf der Schlagsahne dieses Eisbechers, der da „Psychokinesis“ heißt. Ein durch und durch unterhaltsamer Film.

Wertung: 8 von 10 Punkten (erfindet das Rad nicht neu, ist aber witzig, spannend und dramatisch und einfach gut inszeniert)

Advertisements

Lagerhalle Nr. 2

28. Mai 2018

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Crossover-Folgen irgendwie nie so berauschend finde? Ich glaube, das einzige Mal, wo sie für mich bisher Sinn ergeben haben, waren bei „Buffy“ und „Angel“, was aber auch nur daran liegt, dass ich beide Serie tatsächlich gucke. Gerade bei „The Flash“ gingen mir die Crossover-Episoden bislang immer eher auf den Keks, verlangten sie mir doch im Grunde ab, mehr zu gucken als nur die eine Serie aus dem DC-Serien-Universum (dem „Arrowverse“, wie ich letztens gelernt habe)… ich will aber nicht mehr gucken. „The Flash“ reicht mir vollkommen aus. Und jetzt haben sie doch tatsächlich das Gleiche bei „Warehouse 13“ Staffel 2 versucht. Und zwar ausgerechnet mit „Eureka“ – eine Serie, mit der ich mich nie so richtig anfreunden konnte. Ich schwankte anfangs zwischen „Oh, das finde ich ganz cool“ und „Oh Mann, das ist öde“. Bis ich dann irgendwann mehr und mehr zum Letzteren tendierte und einfach mit der Serie aufhörte. Aber zum Glück tauchte einer aus Eureka nur kurz mal in Staffel 2 auf und überließ sie sonst sich selbst – und so mag ich meine Lagerhalle am liebsten.

Nach dem aufregenden Finale von Staffel 1 haben natürlich alle wichtigen Menschen überlebt. Artie (Saul Rubinek) konnte sich dank eines Artefakts retten und Pete (Eddie McClintock) und Myka (Joanne Kelly) waren ja ohnehin so halbwegs in Sicherheit. Doch der Übergriff des einstigen Warehouse-Agenten McPherson (Roger Rees) hat das Warehouse 13 schwer getroffen – und zudem wurde ein Insasse der Bronze-Abteilung (hier werden gefährliche Menschen in Bronze gehüllt) befreit: H.G. Wells, der sich dann erstaunlicherweise als Frau (Jaime Murray) herausstellt. Wells wird nun zum Gejagten der Warehouse-Agenten…

Lagerhaus-Angestellte

„Warehouse 13“ Staffel 2 macht gekonnt da weiter, wo Staffel 1 aufgehört hat und kann sogar das Niveau ziemlich gut halten. Ich mochte die Tatsache, dass wir mit Staffel 2 ein bisschen tiefer in die Geschichte des Warehouse eintauchen. Na gut, wir erfahren nicht so viel, aber immerhin wissen wir jetzt, dass es wirklich 12 weitere Warehouses gab und da sich Warehouse 2 in Ägypten befindet, scheint das Artefakte-Sammeln nicht erst mit der US-Regierung entstanden zu sein.

Wie es sich für eine zweite Staffel gehört, wird alles ein bisschen breiter ausgebaut – jetzt endlich hat die Serie auch erstmals durchgängig eine Rahmenhandlung mit H.G. Wells. Die gute Frau taucht immer wieder mal auf und sorgt für Chaos, dann wieder versucht sie einen auf Gut Freund zu machen und täuscht am Ende doch alle. Sogar mich… auch wenn ich es mir hätte denken können. Trotzdem fand ich es ausgesprochen gut, dass die Serie sich diese Rahmenhandlung gegönnt hat. Das ging dann nämlich auch, ohne die Einzel-Episoden zu vernachlässigen. Die ich in dieser Staffel auch alle samt ziemlich gut fand (obwohl die Superhelden-Folge wahrscheinlich meine Lieblingsfolge von Staffel 2 ist – nicht nur weil Pete sich als cooler Nerd noch mehr offenbart, sondern weil mit Sean Maher und Jewel Staite gleich zwei „Firefly“-Darsteller mal eben einfach so auftauchen).

Tatsächlich gibt es mit der Hackerin Claudia (Allison Scagliotti), die erstmals in Staffel 1 vorgestellt wurde, einen coolen Neuzugang zum Team, die als Technik-Genie und Teenager für ein bisschen mehr Vielfalt sorgt – auch wenn ich sagen muss, dass ihre romantische Story mit dem Typen, der das Technikgeschäft in der Stadt betreut, ziemlich blöd war – und extrem gestelzt wirkte. So frei nach dem Motto: „Wir wollen noch nicht, dass Myka und Pete ein Paar werden, also probieren wir das erst einmal an anderen Charakteren!“ Hat nicht so richtig gepasst und wurde auch ziemlich stiefmütterlich behandelt das Thema.

Dafür mag ich Eddie McClintock und Joanne Kelly mit jeder Folge mehr. Die beiden sind wirklich ein cooles Ermittler-Duo, die eine tolle Chemie mit einander haben. McClintock allein gefällt mir jedes Mal mehr und ich erwische mich immer wieder dabei, wie herrlich ich über seinen blöden Humor lachen kann. Diesen Witz darf die Serie nicht verlieren, ansonsten wäre sie schnell irgendwie öde. Aber gerade dank der Hauptdarsteller, denen ich gerne zuschaue, funktioniert die Serie so verdammt gut.

Das Einzige, was nur etwas komisch war, war die Weihnachtsfolge, die auf den DVDs direkt nach dem doch sehr emotionalen Finale kommt und dann auf einmal so gar nicht mehr richtig ins Bild passt. Sie ist zwar super, als ich hätte sie dann doch lieber vor dem Finale gesehen.

Wertung: 8 von 10 Punkten (die Serie bleibt unterhaltsam und lädt nach wie vor zum Bingen ein)

Han Solos Würfel

25. Mai 2018

Als in „Star Wars – Die letzten Jedi“ Luke Skywalker Leia ein Paar goldene Würfel an einer Kette in die Hand drückt, war ich mehr als nur verwirrt. Was zur Hölle war mit diesen Würfeln, warum waren sie wichtig und warum sollten sie Leia ausgerechnet an Han erinnern? Ich hatte wirklich keine Ahnung, was diese Würfel sollten. Zu Hause angekommen musste ich wirklich erst einmal das Internet befragen und diese meine Star-Wars-Wissenslücke füllen. Und siehe da… irgendwann, irgendwo in „Star Wars – Eine neue Hoffnung“ sieht man einmal ganz kurz, dass Han Solo diese goldenen Würfel im Cockpit des Millennium Falcon hängen hat. Wirklich wichtig waren sie nie, bis „Star Wars 8“ sie wichtig machte… und „Solo: A Star Wars Story“ macht es sich nun zur wichtigsten Aufgabe, diese Würfel extrem wichtig zu machen, vergisst dabei aber, dass wir nicht wirklich die Origin der goldenen Würfel Solos sehen wollten, sondern den jungen Han Solo (was irgendwie auch gelogen ist, denn eigentlich wollte doch niemand wirklich diesen Film, oder???).

Anthology-Film Nummer 2 im Star-Wars-Universum stellt uns den jungen Rebellen Han (Alden Ehrenreich) vor, der aus der Sklaverei fliehen kann, dabei aber seine Freundin Qi’ra (Emilia Clarke) zurücklassen muss. Daher macht er es sich zur Aufgabe, alles daran zu setzen, sich ein Schiff zu besorgen, um seine Geliebte retten zu können. Als Soldat des Imperiums schlägt er sich mehr schlecht als recht, trifft aber auf den Schmuggler Tobias Beckett (Woody Harrelson), der Han unter seine Fittiche nimmt. Gemeinsam mit Beckett geht Han einen Deal mit dem finsteren Dryden (Paul Bettany) ein… doch um diesen Deal zu erfüllen, brauchen Beckett und Han erstmal ein schnelles Schiff – und zufällig hat der Schmuggler Lando Calrissian (Donald Glover) ein gutes im Stall.

Nicht ohne meinen Wookie

„Solo: A Star Wars Story“ stand von Anfang unter keinem guten Stern. Phil Lord und Chris Miller waren eigentlich brav dabei, den Film zu drehen, bis es auf einmal zu kreativen Unstimmigkeiten kam, die beiden gefeuert wurden und Ron Howard den Karren aus dem Dreck ziehen sollte. Der drehte gefühlt den halben Film noch einmal neu… und naja, herausgekommen ist ein Film, den eigentlich wirklich keiner braucht und auch nie jemand wollte.

Das größte Problem an „Solo“ ist der Film selbst. Die Story ist absolut belanglos und langweilig. Im Vorfeld hieß es immer, es wäre eine Mischung aus Heist-Film und Space-Western. Pustekuchen, „Solo“ ist einfach nur langweilig. Heist-Film trifft nicht zu, weil wir nicht ein einziges Mal wirklich in die Planung mit einbezogen werden. Die Charaktere kennen den Plan, wir als Zuschauer nicht. Daher gucken wir nur dabei zu, wenn ein Zug überfallen oder eine Mine ausgeraubt und dabei natürlich alles immer schief geht. Schrecklich vorhersehbar ist „Solo“ nämlich leider noch dazu. Space-Western trifft auch nicht zu, es sei denn die Tatsache, dass Han Solo ein Waffenholster trägt und ab und zu die Kamera mal in Hüfthöhe zeigt, wie er seine Hand auf seine Pistole legt, zählt schon als Western-Thematik.

Die „Solo“-Story zieht sich uninspiriert zwei Stunden in die Länge ohne uns irgendwas spannendes zu erzählen. Wie Chewie und Han sich treffen, ist in fünf Minuten erzählt. Das berühmte Kartenspiel, bei dem Han den Falken gewinnt, ist vielleicht das unspektakulärste Kartenspiel der Filmgeschichte (zumal die sich einfach nur komische Karten zeigen und man überhaupt nicht weiß, was da eigentlich abgeht). Der oft zitierte Kessel-Run war für mich dann aber leider der größte Witz. Da war ja wirklich das Pod-Race aus „Episode 1“ tausendmal spannender.

Überhaupt… das Thema Action ist furchtbar in „Solo“. Der Zug-Heist, den man auch im Trailer sieht, ist noch am spannendsten und selbst das ist nicht wirklich besonders, sondern auch schon tausendmal dagewesen – und leider auch besser. Für den Regisseur, der in „Rush“ noch so toll und aufregend inszenieren konnte, sieht „Solo“ sehr blass aus. Dazu kommt dann noch, dass sich „Solo“ anfühlt, als hätte der unsicherste Star-Wars-Fan aller Zeiten dieses Drehbuch geschrieben. So wird jedes Zitat und jeder Verweis zum alten Han-Solo auf ziemlich plumpe Art und Weise gemacht – da kann man sich nur kopfschüttelnd mit der Hand auf die Stirn fassen.

Das Einzige, was nicht schlecht ist an „Solo: A Star Wars Story“ ist tatsächlich der neue Han Solo. Alden Ehrenreich ist wirklich erstaunlich gut in der Rolle. Er imitiert Harrison Ford nicht, schafft es aber, dem alten Han in Mimik, Gestik, Haltung und Sprüchen würdig zu werden. Ehrenreich ist ein toller Han Solo und „Solo“ macht er so wenigstens zu seinem Film. Ich lese immer überall, dass Donald Glover ihm die Show stiehlt, was ich aber extrem übertrieben finde. Er war gut, aber sein Lando war jetzt nicht weltbewegend. Mich hat er einfach mal die ganze Zeit an einen Troy aus „Community“ erinnert, der ein bisschen Star Wars spielen darf. „Game of Thrones“-Königin Emilia Clarke fand ich schauspielerisch super, aber ihre Figur hätte man auch einfach aus diesem Film rauslassen können.

Jetzt nach dem Film hätte ich mir dann doch eher gewünscht, sie hätten sich auf einen Han Solo konzentriert, der für Jabba arbeitet und wir endlich erfahren, wieso er bei dem so hohe Schulden hatte. Denn ein „How I Met Your Wookie“ und ein bisschen Kessel-Run sind einfach zu wenig. Das Ganze hätte man dann auch in 45 Minuten erzählen können. Dieser Film ist kein „Star Wars“-Event oder sonst auch nur irgendwas, was man im „Star Wars“-Universum gebraucht hätte – leider…

Wertung: 3 von 10 Punkten (diese Star-Wars-Story kommt nicht an „Rogue One“ heran und bleibt leider komplett unnötig, aber wenn mir jemand goldene Han-Solo-Würfel schenkt, werde ich sie mir stolz ins Auto hängen)

Lagerhalle Nr. 13

23. Mai 2018

Ich brauchte mal wieder eine Dosis Mystery in meinem Serien-Leben. Dieser Platz ist nämlich schon seit längerer Zeit ziemlich leer. Kann es vielleicht doch daran liegen, dass ich zu sehr mit „Akte X“ aufgewachsen bin und sich heutzutage keiner mehr so richtig für Mystery interessiert. Also gut, vielleicht sollte ich diesen Wunsch nach Mystery spezifizieren: Ich meine damit so was wie „Akte X“, wie „Fringe“ oder ja, auch so ein bisschen was wie „Alias“ (in seinen besseren Folgen wohl gemerkt). Genauer gesagt, war ich auf der Suche nach ein bisschen Krimi, ein bisschen Buddy-Cop-Kram und eben ein bisschen Verschwörung. Das ganze „Black Mirror“-Gegucke macht mich ja ohnehin schon viel zu paranoid, da kann es auch mal ein bisschen was sein, dass nebenbei auch noch gut unterhält (denn das fehlte mir bei „Black Mirror“ Staffel 3, aber dazu komme ich in einer späteren Kritik). Die wunderbare Frau an meiner Seite hatte dann eine wunderbare Idee… und fragte mich eines Tages, ob ich die Serie „Warehouse 13“ kennen würde. Eine Frage, die ich verneinen musste und die bei ihr auf amüsiertes Lächeln stieß, bin ich doch sonst immer der „Experte“ für alles, was Film und Fernsehen angeht. Aber ich kann ja nun auch nicht jede Serie kennen. Gut, über kurz oder lang zeigte sie mir ein paar Trailer und ich war interessiert genug, um uns die Serie zu beschaffen. Und was soll ich sagen? Staffel 1 hat meinen Durst nach Mystery-Buddy-Cop-Kram ziemlich gut gestillt.

Tief im Nirgendwo von South Dakota steht mitten im Nirgendwo ein scheinbar altes und verlassenes Lagerhaus. Hierhin werden die beiden Secret Service Agenten Myka Bering (Joanne Kelly) und Pete Lattimer (Eddie McClintock) versetzt, um dem verschrobenen Hüter dieses Lagerhauses, Artie (Saul Rubinek) zu helfen. Doch wobei? Nun, im „Warehouse 13“, so die offizielle Bezeichnung, werden Artefakte gelagert, Artefakte, die besondere Fähigkeiten haben und die in den falschen Händen für Chaos und Zerstörung sorgen können (obwohl einige Artefakte auch in den richtigen Händen nichts Gutes bedeuten). Nur widerwillig lassen sich Agent Bering und Lattimer auf ihre Arbeit ein, doch ihre Mission schweißen sie nach und nach als Team zusammen.

Meine neuen Mulder und Scully

Ich mag „Warehouse 13“ sehr… eigentlich mochte ich es schon von Folge 1 an – einfach nur aus dem Grund, weil es wirklich die perfekte Weiterführung des großen Mysteriums aus „Jäger des verlorenen Schatzes“ ist. Da wird ja am Ende die gefährliche Bundeslade, die Indy unter Einsatz seines Lebens geborgen hatte, in einem mysteriösen Lagerhaus in eine Kiste gepackt und verstaut. „Warehouse 13“ ist im Grunde dieses Lagerhaus (und ich bin wirklich sehr, sehr gespannt darauf, wann wohl dieser Indiana-Jones-Gag in der Serie kommen wird bzw. ob er überhaupt kommen wird; mir würde ja schon reichen, die Kiste einfach mal irgendwo im Hintergrund zu sehen 😉 )

Die Prämisse hat mir also schon von Anfang an gefallen und es war auch seit langem mal wieder eine Serie, bei der ich das Einzel-Episoden-Konzept schön erfrischend fand. Jede Episode wird ein anderes Artefakt gesucht. Zum Glück hat die Serie in der ersten Staffel nur 13 Folgen, dementsprechend gibt es kaum zu langweilige Artefakt-Suchen, auch wenn natürlich mal eine Folge spannender und eine weniger spannend ist (zum Beispiel fand ich die Indianer-Folge nicht sooo aufregend). Cool an den ganzen Sachen ist aber, dass sie zumindest bis zu einem gewissen Grad in der tatsächlichen Realität geerdet sind. Sprich: so ziemlich jedes Artefakt hat eine wahre Geschichte – und sei es eben nur, weil es die Disco-Kugel aus dem Studio 54 ist oder die Feder von Edgar Allen Poe oder oder oder. Natürlich sind die Fähigkeiten fiktiv, aber so ist es irgendwie glaubwürdige Fiktion innerhalb eines schrägen Serien-Universums.

Wirklich gut sind auch die Hauptdarsteller… Eddie McClintock und Joanne Kelly sind ein toller Agenten-Pärchen und haben sich schon jetzt fest hinter Mulder und Scully eingereiht. McClintock spielt wunderbar humorvoll, sein Pete ist ein kleiner Möchtegern-Macho mit Herz. Das perfekte Ying zu Joanne Kellys Yang als taffe Myka, die versucht mit Köpfchen vorzugehen. Die Beiden liefern sich gute Wortgefechte. Saul Rubinek spielt den Walther Bishop des Warehouse, der sich natürlich mit allen Belangen bestens auskennt.

Es ist auch schön zu sehen, dass sich die Staffel zum Ende hin dann doch auch einer etwas größeren Story widmet, die ein paar Folgen überspannt und am Ende ein aufregendes Finale abliefert.

Mal abgesehen von den nicht mehr immer so toll anzuschauenden Effekten, die das Gucken von „Warehouse 13“ an einigen Stellen etwas zum Fremdschämen werden lässt, ist Staffel 1 perfekte Unterhaltung, die sich zwar ernst nimmt, aber auch immer sehr gut über sich selbst lachen kann.

Wertung: 9 von 10 Punkten (Indys Lagerhalle existiert wirklich)

Krieg in Azeroth

21. Mai 2018

Ich habe absolut keine Ahnung von „World of Warcraft“… obwohl ich mir ziemlich sicher, dass ich – wenn ich damals die Mittel dazu gehabt hätte – mich in dieser riesigen Online-Spiele-Welt sau wohl gefühlt hätte. Das war nämlich genau auch die Zeit, in der ich Spiele wie „Gothic“ und was weiß ich nicht alles spielte. Fantasy-Rollenspiele fand ich cool, nur war ich technisch einfach nicht in der Lage, am Ball bleiben zu können. Irgendwie bin ich jetzt auch froh, weil ich ziemlich sicher weiß, dass ich da wirklich hätte süchtig von werden können. Also: Ich kam auch ohne „WoW“ klar… weswegen ich 2016 auch null Begeisterung für den „Warcraft“-Film aufbringen konnte. Kurz war ich interessiert, als ich hörte, dass Duncan Jones die Regie übernehmen würde, aber als ich dann erste Trailer sah, war das Ding für mich gestorben. Riesige CGI-Orks kämpfen gegen Menschen – das sah mir irgendwie wie ein grell-bunter Versuch, „Lord of the Rings“ nachzumachen und das Ganze schön als „WoW“-Film zu verkaufen, um die Fans ins Kino zu locken (was ja leider nicht so richtig geklappt hat). Doch jetzt habe ich mir den Film aus einer puren Laune raus angeschaut (gut, ich kam gerade aus der Vorführung von „Solo: A Star Wars Story“ und wollte irgendeine Art von Ablenkung haben) und war doch ein wenig überrascht – so super doof ist der Film gar nicht.

Die Heimatwelt der Orks wird von der Fel-Magie mehr und mehr zugrunde gerichtet – was auch am gemeinen Ork-Magier Gul’dan (Daniel Wu) liegt. Je mehr er diese Magie einsetzt, die Leben einsaugt, um zu wirken, desto mehr stirbt diese Welt. Aushilfe soll die Flucht nach Azeroth verschaffen – die Welt von Menschen, Elfen und Zwergen. König von Azeroth Llane Wrynn (Dominic Cooper) sieht sich auf einmal einer Übermacht von riesigen Orks gegenüber. Gemeinsam mit dem Guardian Medivh (Ben Foster), seinem besten Kämpfer Anduin Lothar (Travis Fimmel), dem Magier Khadgar (Ben Schnetzer) und noch ein paar gefühlt tausend Charakteren mehr zieht der König in den Krieg. Doch es sind nicht alle Orks wirklich schlecht…

Große grüne Männchen

„Warcraft“ ist eine wahrhaftige CGI-Schlacht, an die man sich erst einmal ein bisschen gewöhnen muss. Gerade die riesigen Orks wirken auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig, doch irgendwie überträgt Duncan Jones diesen CGI-Look gekonnt auf den ganzen Film, so dass es am Ende doch irgendwie ein tolles Bild ergibt. Ich mochte diese Welt, die verschiedenen Orte, an die uns der Film führt und die Bewohner. Ich mochte vor allem diese fetten Rüstungen, die die Menschen tragen und dabei ihre überriesigen Waffen schwingen. Das war alles over-the-top, aber es war irgendwie für eine Spiele-Verfilmung passend. Und ich habe auch mit ein paar Fans der Spiele gesprochen, die diesem Look ebenfalls einiges abgewinnen konnten. Allein das Optische war für einen Fantasy-Film dann doch viel besser als ich es erwartet hatte. Die Welt von Azeroth hat Jones einem Unwissend wie mir schön vorgestellt. Und ich mochte sie…

Auch die Story an sich fand ich dann überraschend spannend. Klar ist sie relativ simpel gehalten, aber trotzdem ist sie packend. Was für mich vor allem daran lag, dass es nicht alles so super schwarz-weiß gezeichnet wurde. Orks gleich böse, Menschen gleich gut. Gerade bei seiner Darstellung der Orks baut Jones schön die Traditionen aus, bringt uns mit Oberork Schießmichtot (ich habe die Namen alle nicht behalten können) und seiner kleinen Familie jemanden, der stark daran zweifelt, ob diese Invasion so gut ist, der sich gegen seine Clanmitglieder stellt und nicht nur blind tötet. Oberork Schiemichtot erkennt die Gefahren der Fel-Magie und wehrt sich. Das war toll – und somit wurden die Orks für mich fast schon interessanter als die Menschen.

Die Menschen, das waren einfach zu viele Charaktere, die ich nicht auseinander halten konnte, die mir Jones aber auch nie so wirklich interessant vorstellen konnte. Das war eine kleine Massenabfertigung: Hier ist der, da ist der und das ist der König und das ist der Beschützer der Welt und dann gibt es noch da eine Vater-Sohn-Geschichte und und und. Keiner der menschlichen Charaktere bekommt wirklich Tiefe – selbst der vermeintliche Held des Films, dargestellt von Travis Fimmel) bleibt ziemlich blass zurück – sieht aber gut in seiner Kampf-Rüstung aus.

Die Einzigen, die mir im Gedächtnis geblieben sind, waren Dominic Cooper und seine Frau Ruth Negga, weil ich ja ein begeisterter „Preacher“-Fan bin und es irgendwie cool fand, in diesem Haufen an Charakteren zumindest zwei Gesichter zu erkennen, die ich mir merken konnte.

Alles in allem fand ich „Warcraft“ überraschend unterhaltsam – ich mochte die Fantasy, die Zauberei und die Kämpfe und die Welt, war aber schwer überfordert mit den tausend Charakteren und am Ende auch ein bisschen gelangweilt, weil sich der Film zum Finale hin doch sehr streckte. Trotzdem muss ich gestehen: Sollte es jemals ein „Warcraft 2“ geben, ich würde mir das angucken – sogar im Kino.

Wertung: 7 von 10 Punkten (ist das eine gute Spiele-Verfilmung? Sie hat auf jeden Fall Spaß gemacht)

X-Force assemble!!!

18. Mai 2018

Er ist wieder da, der Söldner mit der frechen Schnauze. Die Meta-Figur Deadpool, die weiß, dass sie eine Comic-Figur ist. Deadpool, der nicht zu tötende Mutant, der vor ein paar Jahren dank Ryan Reynolds und seinem „Deadpool“-Film genau das Revival bekam, das er nach seinem furchtbaren Auftritt in „X-Men: Origins“ verdient hatte. Jetzt also Teil 2, der natürlich größer und besser sein soll… na, mal schauen.

„Deadpool 2“ setzt zwei Jahre nach den Ereignissen vom ersten Teil an. Deadpool (Reynolds) ist mittlerweile ein gefragter Söldner und Auftragskiller geworden, der weltweit agiert, aber immer wieder den Weg nach Hause zu seiner geliebten Vanessa (Morena Baccarin) findet. Doch dann taucht auf einmal der Zeitreisende Cable (Josh Brolin) auf und macht Jagd auf den jungen Mutanten Russell (Julian Dennison). Deadpool, der sich Vanessa auch als fähiger Familienmensch beweisen will, macht es sich zur Aufgabe, den Jungen zu beschützen. Doch dafür braucht der „Merc with a mouth“ Unterstützung und ruft zu einem Superhelden-Casting auf – und bildet so die X-Force, in der sich dann Glückspilz Domino (Zazie Beetz), der mächtige Bedlam (Terry Crews) oder eben auch der Normalo Peter (Robert Delaney) befinden. Zusammen gehen die dann auf die Jagd.

Avengers für lau…

Ich muss gestehen, ich glaube, ich habe ein Problem mit „Deadpool“ – und es ist ein ähnliches Problem, wie ich es mit den „John Wick“-Filmen haben. Irgendwas tief in mir drin sagt mir, dass ich diese Filme eigentlich übelst abfeiern sollte. Dass ich begeistert sein sollte, von all der Comic-Gewalt und den dummen Sprüchen. Und es ist ja auch nicht so, dass mich das nicht an beiden Reihen anspricht, aber es begeistert mich immer nie so, wie ich denke, dass es das sollte (ist das irgendwie verständlich???).

„Deadpool 2“ ist super unterhaltsam und im Gegensatz zum ersten Teil gibt es jetzt wenigstens mehr als nur die normale Origin-Story. Mir persönlich hat Teil 2 allein deswegen schon mal sehr viel mehr gefallen. Das war eben story-technisch einfach ein bisschen mehr als nur ein Sprüche klopfender, ultra-brutaler Superheld. Jetzt ging es irgendwie auch mal wirklich um was. Deadpool macht sich um mehr Sorgen als nur Rache an dem Typen zu nehmen, der ihn verunstaltet hat. Dazu kommt diese ganze X-Force-Nummer, die ich super fand. Irgendwie finde ich, hat Deadpool genau so etwas gebraucht – das ist er mir „Wolverine“ dann doch sehr ähnlich. Deadpool funktioniert für mich in so einem Team, das ihm auch Konter gibt, sehr viel besser als einfach nur allein für sich. Zumal „Deadpool 2“ so grandios mit dieser X-Force umgeht… da zeigt sich einfach mal wieder, dass sich Deadpool selbst als Film nicht zu ernst nimmt – und damit meine ich jetzt nicht nur die Tatsache, dass ein Typ ohne jede Superkräfte mitmischen darf (aber alles andere wäre jetzt zu viel verraten – vertraut mir einfach, was „Deadpool 2“ aus der X-Force macht, ist das Beste überhaupt).

Überhaupt sind die Neuzugänge erfrischend. Zazie Beetz als Superheldin, der Fähigkeit Glück zu haben ist, ist super. Ihre leicht zynische Art passt einfach perfekt zu Reynolds Deadpool. Aber auch Josh Brolin als Cable war ein toller Antagonist. Nachdem sich Brolin ja gerade erst als Thanos in „Infinity War“ austoben durfte, macht er im nächsten Marvel-Film halt einfach weiter und haut auch hier alles auf den Kopf. Der Mann muss echt Spaß bei seinem Job haben. Cable fand ich wirklich gut – auch wenn ich mir zu ihm ein wenig mehr Hintergrund gewünscht hätte. Ich meine, er ist ein Zeitreisender, aber wir erfahren wirklich nur das Notwendigste von ihm und der Zeit, aus der er kommt. Aber gut… gibt ja sicherlich noch genügend Filme, in denen er dann vielleicht auch mehr offenbart (zum Beispiel, dass er ja das Kind von Scott Summers und einem Klon von Jean Grey ist).

Neben den guten Charakteren und einer Story, die besser zu „Deadpool“ passt, funktioniert natürlich auch die Action enorm gut. Jetzt ist mit David Leitch, der ja den ersten „John Wick“-Film gedreht hat, auch ein absoluter Experte mit dabei – und wow, der Mann liefert ab. Die Kampf-Szenen sind wirklich grandios. Es macht einfach Spaß, Deadpool und Co. dabei zu zusehen, wie sie sich auf möglichst kreative Art und Weise die Köpfe einschlagen. „Deadpool 2“ ist da wirklich tolles Action-Kino.

Witzig ist der Film natürlich auch. Deadpool redet mit uns, zerreißt sich das Maul über Marvel, DC und was nicht sonst noch alles. Doch gerade zu Beginn des Films fühlt sich das ein wenig recycelt an. Zudem ich da auch gefühlt ständig an „22 Jump Street“ denken musste, der auch erst mal ewig Witze über einen zweiten Teil machte. Aber zum Glück legt sich das bei „Deadpool 2“ dann mit dem Auftauchen von Cable auch recht schnell. Trotzdem sind manche Witze aber oft einfach zu sehr in die Länge gezogen und manchmal war ich ihnen dann auch einfach überdrüssig… was aber vielleicht daran liegt, dass der erste Film das alles schon so vorbereitet hat (ich muss ja nämlich auch gestehen, dass ich kein so großer Comic-Deadpool-Fan bin, weil es am Ende doch immer nur aufs Kloppen und blöde Sprüche runter gebrochen wird).

Alles in allem ist „Deadpool 2“ eine coole Fortsetzung, die tatsächlich vieles besser macht als Teil 1, aber mehr auch nicht. Vielleicht spricht da mein übersättigtes Comic-Film-Herz aus mir… umgehauen hat mit „Deadpool 2“ nicht, aber er ist trotzdem toll.

Wertung: 7 von 10 Punkten (ab jetzt bitte einfach Deadpool zu den X-Men packen 😉 )

D-Fens

16. Mai 2018

Es ist eigentlich schon ziemlich schade, dass sich Joel Schumacher allein wegen seinen beiden Batman-Filmen so in Verruf gebracht hat. Schließlich war der Mann doch auch für Filme verantwortlich, die man sich tatsächlich anschauen kann. „The Lost Boys“ (den ich immer noch nicht gesehen habe, aber von dem ich nur gutes höre), „Flatliners“ (der soll ja auch ganz okay gewesen sein), „Der Klient“ (habe ich gut in Erinnerung), „Nicht auflegen!“ (siehe „Der Klient“) oder auch „8mm“. Aber so ist das halt… mach einen Fehler und es bleibt haften. Mach den gleichen Fehler noch einmal und du wirst es nie wieder los! Der arme Joel… aber Bat-Kreditkarten und Nippel sind auch ein schweres Vergehen, auch wenn da noch so gute Filme in der Filmografie lauern. Einen Film, den ich letztens aus nostalgischen Gründen mal wieder nachgeholt habe, hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm als einen Joel-Schumacher-Film: „Falling Down“ mit Michael Douglas (und dem etwas merkwürdigen deutschen Untertitel: „Ein ganz normaler Tag“).

William Foster (Douglas) lebt getrennt von seiner Frau Beth (Barbara Hershey) und seiner kleinen Tochter. Zudem darf er sich seiner Familie nicht nähern, hat gerade seinen Job verloren und steckt zu Beginn des Films im schlimmsten Stau fest – eine letzte Situation, die das Fass William zum Überlaufen bringt. Er steigt aus seinem Auto (mit dem Kennzeichen D-Fens) und will zu seiner Tochter, die gerade Geburtstag hat. Doch der frustrierte Mann trifft auf dem Weg nach Hause nur noch mehr Leute in der Stadt der Engel, die so gar keine Engel sind und die seine Frustration üble Ausmaße annehmen lassen (sagen wir nur so viel: irgendwann rennt der gute William mit einer Sporttasche voll Waffen durch die Stadt). Wegen dieser Ausmaße wird auch der Polizist Prendergast (Robert Duvall) auf William aufmerksam – und das an seinem letzten Tag in der Einheit. Also alles andere als ein ganz normaler Tag für die beiden!

Er will doch nur nach Hause

Ich weiß noch, dass „Falling Down“ zu diesen Filmen gehörte, die ich in recht jungen Jahren geschaut habe. Und mich der Film damals schwer beeindruckt hatte – gerade weil der so unfassbar war. Das war mehr wie Science Fiction als alles andere: Wie kann ein Mann in einem Stau sein Auto verlassen und wie kann sich dann daraus so ein ungewollter Amok-Lauf durch die Stadt entwickeln? Auch jetzt habe ich diesen Film beeindruckt und fasziniert geschaut. Denn er ist immer noch gut, ein bisschen unheimlich, aber auch gut. Unheimlich, einfach deswegen, weil es irgendwie bei so manchen Nachrichtenmeldungen gar nicht mehr so abwegig erscheint, dass irgendwo irgend jemand zu so einem Tag getrieben werden kann. Aber ich will da jetzt auch nicht zu viel in „Falling Down“ rein interpretieren. In erster Linie ist es eigentlich ein Film über einen ziemlich traurigen Mann, über den wir eigentlich gar nichts wissen. Es ist interessant, dass man erst so zum Schluss feststellt, dass William wirklich ein sehr aufbrausender Mensch und vielleicht auch nicht immer der beste Mensch gewesen ist. Zu diesem Zeitpunkt distanziert man sich dann auf einmal doch etwas stärker von ihm. Während seiner Lauf durch L.A. kann man sich aber auf eine verquere Art und Weise irgendwie in ihn hinein versetzen.

Natürlich spitzt der Film die Dinge extrem zu, aber nehmen wir nur mal allein die vielleicht beste Szene im ganzen Film: William im Burger-Laden, der erst Frühstück will (das ihm verweigert wird, weil die Frühstückszeit vor zwei Minuten endete) und dann einen Burger will (der ein trauriges Abbild von dem ist, was er da eigentlich auf dem Bild gesehen hat). Den Ausbruch da kann man schon gut nachvollziehen. Schumacher überspitzt natürlich zum Wohle des Actionfilms, der „Falling Down“ nun einmal ist… und macht dabei eine interessante Gratwanderung. Denn oftmals kommt man mit William auch an einen Punkt, wo er zu krass reagiert, wo er sich über alle stellt, aber dann doch irgendwie als Symbol für den kleinen Mann herhalten soll – fast so, als ob ein kleines bisschen Wut hier und da nicht schlecht wäre. Ich glaube, „Falling Down“ ist ein kleiner Rorschach-Test, jeder mag in William etwas anderes sehen und hat damit nicht unrecht. Er ist ein dummes Arschloch und er ist irgendwie auch zu bemitleiden, anzufeuern. Er will doch nur nach Hause.

Egal, wie man seine Handlungen nun sieht, „Falling Down“ ist schon ein spannender Film mit einem umwerfend stoischen Michael Douglas und einem sympathischen Robert Duvall, der das perfekte Gegenstück zu Douglas liefert. Duvall hätte theoretisch auch allen Grund zum Explodieren, hält sich aber unter Kontrolle – Schumacher zeigt also beide Varianten auf und lässt am Ende dann doch die bessere gewinnen. Und das ist am Ende gut so… ich mag den Film auch jetzt noch, auch wenn es die Art von Film ist, die heutzutage kein Mensch mehr wirklich machen würde, aber wofür sind die 90er sonst da? 😉

Wertung: 8 von 10 Punkten (ein irrer Trip durch L.A. mit einem irren Typen, der irres Zeug erlebt – ein komplett kaputter Film, der dennoch seinen Reiz hat)

Das kleine Übel

14. Mai 2018

Netflix und seine Filme – irgendwie werde ich da immer noch nicht so ganz warm mit. Dabei rede ich vor allem (und nach wie vor) von den tatsächlichen Eigenproduktionen (und nicht etwa gekauften Filmen wie „Annihilation“). „Bright“ und „Mute“ sind da auch nach wie vor meine Lieblingsbeispiele für – irgendwie alles interessante Themen für Filme, die aber leider keinen wirklich interessanten Film abgeliefert haben. Jetzt steuere ich meiner noch kurzen Liste einen weiteren Film zu: „Little Evil“ von Eli Craig.

Gary (Adam Scott) heiratet Samantha (Evangeline Lilly), die ihren kleinen Sohn Lucas (Owen Atlas) mit in die Beziehung bringt. Der jedoch mag Gary so überhaupt nicht und macht es diesem mehr als nur schwer, ein guter Stiefvater zu sein. Problem für Gary: der kleine Satansbraten entpuppt sich schon sehr bald tatsächlich als wahrhaftiger Satansbraten, sprich als Sohn des Teufels. Und so muss Gary nicht nur einen Weg finden, die Beziehung zu seinem neuen Sohn aufzubauen, sondern ihn auch noch vor einem Satanskult beschützen.

Ein Moment des Friedens…

Eli Craig hat sich mit „Tucker & Dale vs. Evil“ viele Freunde gemacht. Der Film erzählte einen klassischen Horror-Films aus der Sicht der vermeintlich bösen Hinterwäldler, die es auf eine Gruppe junger, attraktiver Menschen abgesehen haben – nur mit dem Twist, dass die Hinterwäldler eigentlich total liebe und nette Typen sind und die attraktiven Menschen einfach nur saudämlich. Das war ein toller Film, der gekonnt mit den Erwartungen spielte und das Horror-Genre an sich gekonnt gegen sich selbst ausspielte. Aber kann Eli Craig das wiederholen – mit einem Film über das Gruseligste, was es in Horror-Filmen gibt: Kinder?

Kinder in Horror-Filmen sind immer ein unheimliches Sinnbild dafür, wie das Böse das Unschuldige für sich einnehmen kann. Und im Fall von „Little Evil“ ist das vermeintliche Unschuldslamm eben mal dein Stiefsohn. Eine eigentlich witzige Idee – bei einem Eli Craig, der sich ja scheinbar mit so etwas auskennt (dem Spielen mit Genre-Erwartungen), eine eigentlich bestens aufgehobene Idee. Möchte man meinen… Problem ist nur, „Little Evil“ kommt nie so richtig in die Gänge.

Was ihm gut gelingt, ist ein witziger Blick darauf, wie schwer es sein kann, Vater zu werden. Auch ohne satanische Kräfte ist das sicherlich keine leichte Aufgabe. Das Kind misstraut dem neuen Mann ihrer Mutter, der neue Mann versucht aber alles, um es allen recht zu machen. Das ist sicherlich nie einfach und immer anstrengend – und „Little Evil“ zeigt uns mit Gary einen tapferen Mann, der alles auf sich nimmt für die Frau, die er liebt und den Sohn, den er gerne lieben möchte. In der Hinsicht ist die Komödie auf jeden Fall witzig – und es ist ja eigentlich auch gerade dieses Konzept, verbunden mit den Horror-Sachen, das eigentlich viel Potenzial hat.

Aber dieses Potenzial verpufft in den meisten Fällen im Film ungenutzt – oder es wird nur mal kurz angeschnitten. Da gibt es ein paar „Das Omen“-Anspielungen, einen „Shining“-Zwilling-Witz und noch ein paar kleine Easter-Eggs, aber so richtig viel das alles nie zünden. Owen Atlas ist zwar auf jeden Fall verdammt gut darin, ein unheimliches Kind zu spielen, aber irgendwie kriegt Eli Craig nie so ganz die Kurve, hier Familien-Komödie und Horror mit einander zu verbinden. Das schwächelt dann doch ganz schön – zumal zwar immer wieder, Lucas‘ Vater erwähnt wird und auch Gary bekommt eine schleierhafte Vergangenheit zugeschrieben, sodass man meinen könnte, da verbirgt sich hinter all dem noch viel mehr… aber es kommt einfach nicht. Zwischendurch hatte mich der Film halt schon so weit, dass ich dachte, Gary wäre irgendwie der Sohn eines Engels, der hier jetzt quasi gegen den Sohn des Teufels angehen muss – eben weil es immer wieder so merkwürdige Hinweise gibt, aber am Ende verpufft das Finale in schlechtem CGI und ein bisschen Feuer und das war dann alles.

„Little Evil“ ist nett. Ein Film, den man sich mal angucken kann, wenn man wirklich alle Netflix-Optionen durch hat (kann sowas überhaupt passieren). Aber ansonsten ist eigentlich nur die Prämisse cool, der Rest so lauer Durchschnitt.

Wertung: 5 von 10 Punkten (hätte man echt mehr draus machen können)

Walisch für Anfänger

11. Mai 2018

Es ist offiziell so weit: Ich habe schon Schein-Vorstellungen von Kritiken. Können wir das bitte als Blogger-Psychose irgendwo wissenschaftlich anerkennen lassen? Ich wäre sehr dafür, es hat zwar knapp zehn Jahre gedauert und ich weiß nicht, ob noch jemand diese Symptome kennt, aber ich bin gerne bereit, als erstes „Opfer“ dieser Psychose in die Annalen der Blog-Krankheiten einzugehen. Wie ich jetzt auf so einen Schwachsinn komme??? Ich habe letztens „Findet Nemo“ geguckt und war felsenfest davon überzeugt, dass ich zu dem Film schon eine Kritik geschrieben hatte. Aber gut, der Film kam ja auch erst 2003 raus und angefangen zu bloggen habe ich erst 2009. Ich glaube, die Ursache für meine vermeintliche Schein-Kritik liegt in „Findet Dorie“ – ich habe also quasi schon einmal über Fisch-Abenteuer unter dem Meer geschrieben. Nur halt nicht über die Original-Abenteuer unter dem Meer.

Clownfisch Nemo wird von einem Taucher entführt. Sein überängstlicher Papa Marlin macht sich trotz zahlreicher Psychosen und Ängste auf den Weg, um seinen einzigen Sohn zu retten. Doch wo nur anfangen??? Zum Glück trifft er auf Doktorfisch-Dame Dorie, die ihm den entscheidenen Hinweis geben kann: Sein Sohn ist irgendwo in Sidney. Gemeinsam mit Dorie macht sich Marlin auf den Weg.

Glotz nicht so…

„Findet Nemo“ ist immer noch dafür verantwortlich, dass ich kein Aquarium mehr besuchen kann, ohne bei Clownfischen sofort an Nemo zu denken. Nicht nur, weil ich an diesen Film denke, sondern weil ich die ganzen kleinen Kinder im Ohr habe, die ständig „Nemo, Nemo!“ schreien und wie wild ans Glas klopfen. Haben die denn nicht gelernt, dass das für die Fische im Aquarium so überhaupt nicht schön ist?

Richtig schön dagegen ist „Findet Nemo“. Ich kann den Film auch jetzt noch gucken und mich köstlich darüber amüsieren. Das ist einfach eine schöne Heldenreise tief unter dem Meer. Da werden Haie gesichtet, da geht es zum extremen Tiefseetauchen, es gibt Qualen, coole Schildkröten beim Strom-Surfen und und und…

„Findet Nemo“ kennt keine Pause, sondern führt ein sympathisches Duo auf eine extrem witzige Reise. Marlin ist der über-fürsorgliche Vater, aber er ist eben ein Charakter, den man nachvollziehen kann. Immerhin hat er auf tragische Weise seine Frau und 399 seiner Kinder verloren. Wer würde da nicht den einzigen Sohn behüten wie den wertvollsten Schatz der Welt? Das macht „Findet Nemo“ dann wirklich interessant – eben das aus diesem Angstfisch ein echter Pfundsfisch wird. Denn seine Fürsorge ist so groß, dass er sich um sich selbst nicht kümmert. Was für ein Vater!!! Der Vater-des-Jahres-Preis ging damals definitiv an Marlin, der damit dann auch über sich selbst hinauswächst und ein bisschen reifer wird. Das verdankt er dann auch Chaos-Dame Dorie, die ich nach wie vor in diesem Film sehr viel lieber mag als in ihrem „Findet Dorie“-Abenteuer. Die vergessliche, Walisch sprechende Dorie macht „Findet Nemo“ perfekt – die kleine Buddy-Fisch-Komödie, bei der es actionreich und aufregend zugeht.

Außerdem ist „Findet Nemo“ einfach mal wieder ein schön animierter Pixar-Film. Das weite Meer ist ein perfekter Schauplatz für die Animationskünstler, um sich auszutoben. Das Korallenriff sieht zauberhaft aus. Und die verschiedenen Unterwasser-Lebewesen sind auch spitze Zumal ich immer wieder sagen muss, dass ich die Nebenhandlung mit Nemo im Aquarium des Zahnarztes super finde. Das ist dann das Kontrastprogramm – von den Weiten des Ozeans zum beengten Lebensraum, in dem die Fische so langsam am Durchdrehen sind.

Alles in allem ein wunderbarer Animationsspaß, zu dem ich dann jetzt endlich auch mal wirklich was geschrieben habe 🙂

Wertung: 9 von 10 Punkten (einen Arielle-Witz hätte ich mir bei diesem Film trotzdem sehr gewünscht)

Die Epidemie des Irren

9. Mai 2018

Ich bin schon jetzt verdammt gespannt darauf, wie Terry Gilliams „The Man who killed Don Quixote“ sein wird – auch wenn ich es wirklich erst wahr haben werde, wenn ich im Kino sitze und der Film tatsächlich anfängt. Es ist ja mittlerweile auch schon 5 Jahre her, seit seinem letzten Film („Zero Theorem“ habe ich immer noch nicht gesehen) und es ist ja mittlerweile auch schon gefühlte 30 Jahre her, seit er mit Don Quixote begonnen hat (ich habe diese tolle Doku gesehen, als es noch die Dreharbeiten mit Johnny Depp als Sancho Panza gab). Um die Wartezeit (für mich) ein klein wenig zu verkürzen, brauchte ich mal wieder eine Auffrischung darin, wie gut Gilliam als Geschichtenerzähler ist – und habe mir „12 Monkeys“ ausgesucht.

Ein tödliches Virus tötet 1996 fast die ganze Menschheit, eine Gruppe namens „The Army of the 12 Monkeys“ soll dafür verantwortlich gewesen sein. Im Jahr 2035 sitzen die letzten Überlebenden unter der Erde fest und schicken Gefangene auf Untersuchungsreisen an die Oberfläche: James Cole (Bruce Willis) ist so einer. Dann wird er für eine ganz besondere Mission ausgewählt: Er wird zurück in der Zeit geschickt werden, um das Virus zu finden, damit die Wissenschaftler in der Zukunft eine Heilung finden können. Doch Zeitreisen ist nicht so präzise: Cole landet im Jahr 1990 und wird von der Psychologin Kathryn Railly (Madeleine Stowe) für verrückt erklärt – wer würde schon einem Zeitreisenden Glauben schenken? In der Klapse trifft er dann auch auf Jeffrey Goines (Brad Pitt), der noch wichtig für Cole wird. Cole kann der Klapse entkommen, reist zurück in die Zukunft, bekommt eine zweite Chance und reist wieder zurück nach 1996, wo er die Armee der Affen und das Virus finden muss – und dabei trifft er auch auf Dr. Railly und Jeffrey wieder.

Zeitreisen ist komplett gaga

Ich weiß noch, dass ich „12 Monkeys“ das erste Mal mit meiner Mama gesehen habe und sie den Film nicht mochte, weil Brad Pitt so verrückt spielt und sie ja lieber den Schnulzen-Pitt hatte. Genau das war es aber, was mir damals wie heute immer noch so gut an „12 Monkeys“ gefällt – Brad Pitt als Jeffrey ist einfach nur köstlich. Diese Sequenz in der Klapsmühle, in der er Cole als Führer dient und sich immer wieder in Rage redet und seine merkwürdigen Zuckungen hat – einfach nur grandios. Das wird damals zum Erscheinen des Films wahrscheinlich viele Pitt-Fans irritiert haben, aber ich finde es nach wie vor einfach nur eine grandiose Darstellung von ihm. So herrlich überdreht, so komplett verrückt verrückt, dass er dem guten Bruce Willis in ihren gemeinsamen Szenen schon ein wenig die Show stiehlt.

Aber „12 Monkeys“ hat ja zum Glück sehr viel mehr zu bieten als nur Pitt. Bruce Willis ist natürlich auch super. Das war für mich seine erste so richtige Schauspieler-Schauspieler-Rolle, in der er ich ihn nicht einfach nur mit einer Waffe in der Hand durch die Gegend rennen sah (ja, ich war ein „Stirb Langsam“-Kind durch und durch). Ich mochte ihn als Zeitreisenden, der verzweifelt seine Mission durchführen will und irgendwann selbst nicht mehr so ganz klar sieht, was nun echt ist und was nicht.

Und das wiederum ist das andere, was an „12 Monkeys“ so toll ist – er führt uns selbst immer wieder gekonnt an der Nase rum, so dass man selbst immer ein bisschen am Zweifeln ist, ob das nun alles wirklich so stimmt. Ich meine, wir sehen zwar Coles Gegenwart und trotzdem gerät man – wie er selbst – hier und da in Versuchung, es alles als Verrücktheit abzutun.

„12 Monkeys“ ist ein großartiger Zeitreise-Thriller, der diese Jagd nach dem Virus gekonnt aufbaut und dabei auch grandios mit diesen ganzen Zeitreise-Verwirrungen spielt. Wer führt hier eigentlich wem die Ideen zu, wie beeinflusst die Zukunft die Vergangenheit und macht sich eigentlich erst selbst zu der Zukunft, die sie zu verhindern versucht? Da kriegt man wunderbare Gehirnverrenkungen, die aber trotzdem irgendwie ziemlich cool sind. „12 Monkeys“ gehört unter den Zeitreise-Filmen definitiv zu meinen absoluten Lieblingen.

Allerdings frage ich mich, warum man ausgerechnet daraus eine Serie machen musste? Terry Gilliam hat sich ja damals direkt davon distanziert und wollte damit nichts zu tun haben. Ich habe mir neulich den Trailer zu Staffel 1 angeschaut und war schon davon nicht sonderlich begeistert. Deswegen stelle ich mich einfach mal auf Gilliams Seite. Der Film ist super, wer braucht da schon die Serie? (Oder kann mir jemand die Sache schmackhaft machen???)

Wertung: 9 von 10 Punkten (die Affen sind los, Brad Pitt ist los und Gilliam schickt uns auf einen grandiosen Trip durch die Zeit)