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Blogparade: Buch vs. Film

16. August 2015

Eine höchst interessante Blogparade, die ich bei Miss Booleana gefunden habe und die natürlich danach geschrieen hat, dass ich mir darüber mal auch so meine Gedanken mache. Als Vielleser und vor allem Buch-vor-der-Verfilmung-Leser habe ich ja immer eine recht strenge Meinung, wenn es darum, ob Buchverfilmungen jetzt besser oder schlechter sind. Meistens tendiere ich ja zu „schlechter“, aber nachdem ich mich mal so hingesetzt und überlegt habe… aber seht einfach selbst…

Miss B. will zehn Bücher, also bekommt sie auch Bücher – obwohl hier natürlich frei gewählt werden darf, ob es nun Romane, Comcis oder was auch immer für eine Form von Literatur ist, die da verfilmt wurde).

Voll geklaut bei Miss Booleana!!!!

  1. „Oldboy“ vs. „Oldboy“

Park Chan-wooks „Oldboy“ ist ja für mich immer noch einer dieser Rachefilme, den ich weit über alle anderen stelle. Mindblowing ist eins dieser neudeutschen Worte, dass für mich diesen Film immer noch am besten beschreibt. Jetzt habe ich mich endlich mal an den Manga von Garon Tsuchiya und Nobuaki Minegishi gewagt. Schließlich heißt es ja, dass Parks Film nur eine grobe Anlehnung an den Film ist.

Und grob ist wohl das richtige Wort, unterscheiden sich Manga und Film doch extrem. Für mich leider im negativen Sinne, denn der Manga kommt nicht einmal ansatzweise an das „Mindblowing“ des Films heran. So, ich hab’s gesagt. Der Film ist viel besser darin, die Charaktere und die Story aufzubauen. Der Manga braucht Ewigkeiten und enttäuscht am Ende mit einem Twist, der die ungwöhnliche Auflösung aus dem Film in einem noch viel besseren Licht dastehen lässt.

Da hatte ich mir dann doch sehr viel mehr vom Manga erhofft. Der geht zwar interessante und spannende Wege, versaut sich aber am Ende alles mit einer irgendwie hastigen und reichlich fragwürdig zusammengewürfelten Aufklärung.

oldboy

KLARER GEWINNER ist der Film. Park Chan-wook hat sich das Beste aus dem Manga genommen und es perfekt ausgebaut und erweitert. Eine originalgetreue Verfilmung wäre ein absolutes Schnarchfest geworden!

 

  1. „Wanted“ vs. „Wanted“

Der Film „Wanted“ gehört mittlerweile zu meinen kleinen, geheimen guilty pleasures. Die Action ist ja schon ziemlich cool, ich mag James McAvoy und deswegen verschmerze ich furchtbare Story-Elemente wie den Webstuhl des Schicksals. Lange nach dem Film wurde mir dann mal der Comic von Mark Millar ans Herz gelegt… und ich war, gelinde ausgedrückt, schockiert. Wie konnte aus diesem Comic nur dieser Film werden?

Der Comic sprüht nur so vor absurden Ideen und die Story, dass die Superschurken alle Superhelden getötet und unsere Erinnerung an sie ins Reich der Comcis verbannt haben, ist echt gut. Natürlich wäre das in einer getreuen Umsetzung verdammt schwierig gewesen, aber bitte… dann hätte Timur Bekmambetow es lieber gleich lassen sollen.

wanted

KLARER GEWINNER ist der Comic. „Wanted – Der Film“ verdient nicht einmal den Titel dieses wirklich guten Comics!!! Schande!!!!

 

  1. „Träumen Androiden von elektrischen Schafen“ vs. „Blade Runner“

Ich liebe Philip K. Dick. Seine Romane sind großartig, innovativ und wirklich die Art von Science-Fiction, die einen zum Nachdenken anregt. „Blade Runner“ gehört ja zu den bekanntesten Verfilmungen. Hier wird’s nun das erste Mal ein bisschen schwierig für mich.

Ich mag den Film hauptsächlich wegen seiner Optik. Was Ridley Scott hier auf die Leinwand zaubert, sieht einfach nur spektakulär aus. Was ihm dabei aber ein bisschen verloren geht, ist die Tiefgründigkeit von Dicks Roman. Zwar versucht auch der Film die Fragen nach dem Menschsein zu ergründen, aber halt nicht in dem Ausmaße, wie man sich das vielleicht wünschen könnte. Trotzdem funktioniert der Film an sich auch verdammt gut.

blade runner

KLARER Gewinner ist keiner. Das hier ist echt ein Unentschieden, weil sowohl Buch als auch Film einfach gut so funktionieren wie sie sind. Klar könnte man am Film mehr meckern, aber wozu???

 

  1. „Drive“ vs. „Drive“

Ich habe erst nach dem umwerfenden „Drive“ gelernt, dass das Ganze auf dem gleichnamigen Roman von James Sallis basiert, zu dem es sogar eine Fortsetzung gibt (wer weiß also, ob wir Ryan Gosling nicht irgendwann wieder als Driver zu sehen bekommen.) Allerdings sind Buch und Film zwei verschiedene paar Schuhe. Sallis’ Roman ist nett, um es mal so auszudrücken. Es hat mich beim Lesen ehrlich gesagt schon ein bisschen erstaunt, dass man sich genau dieses Buch ausgesucht hat. Aber gut, vielleicht konnte man so am ehesten an dem Grundgerüst selbst herumexperimentieren. Und einen stylischen Film erschaffen, der seine Vorlage bei weitem übertrumpft.

drive

KLARER GEWINNER ist der Film. Man muss ihn sich ja nur nochmal anschauen… herrlich!!!

 

  1. „World War Z“ vs. „World War Z“

Es ist eine Schande, dass der Film mit Brad Pitt überhaupt den Namen des grandiosen Buches von Max Brooks tragen darf. Denn letztendlich hat der Film mal einfach so gar nichts mit dem Buch gemeinsam. Der Roman ist eigentlich die Ansammlung verschiedener Interviews mit verschiedenen Personen, die so die Ereignisse vor, während und nach dem Krieg gegen die Zombies schildern. Da gibt es keinen Helden, sondern nur zahlreiche Einzelschicksale, die gekonnt ein Bild vom „World War Z“ geben.

Es wäre sicherlich etwas komplizierter gewesen, aber eine werkgetreuere Verfilmung wäre mit Sicherheit möglich und damit so unendlich viel interessanter gewesen.

world war z

KLARER GEWINNER ist das Buch! Immer noch einer der besten Zombie-Romane überhaupt.

 

  1. „Der Doppelgänger“ vs. „Enemy“

Ich habe „Enemy“ mindestens fünfmal im Kino gesehen. Ich mochte diesen undurchsichtigen, vielschichtigen und mysteriösen Film voller Spinnen, Sepia-Tönen und Jake Gyllenhaals. In der verzweifelten Hoffnung, der Roman von Jose Saramago könnte mir mehr Gewissheit verschaffen, las ich ihn. Und war danach auch nicht viel schlauer – nun ja, bis auf die Sichtweise auf den Film, der das Buch dann doch durch seine eigenen Ideen etwas verbessert und die Story einfach für einen Film noch viel interessanter gestaltet.

Enemy-2

KLARER GEWINNER ist der Film! Es ist ein knapper Sieg, aber jetzt auch kein Foto-Finish. Denis Villeneuve hat den Roman schon verdammt gut für sich interpretiert.

 

  1. „Shining“ vs. „The Shining“

Stephen King selbst ist ja jetzt nicht gerade der größte Fan von Stanley Kubricks „The Shining“, was wohl daran liegen könnte, dass Kubrick sich sehr viele Freiheiten bei seiner Verfilmung genommen hat. Dennoch wird „The Shining“ als einer der besten Horror-Filme abgefeiert und auch ich gehöre zu denen, die den Film mögen. Gerade wenn man sich anschaut, mit wie vielen kleinen Details Kubrick arbeitet, um dieses Hotel zu einem unmöglichen und verwirrenden Ort zu machen und wie großartig Jack Nicholson dem Wahnsinn verfällt… das muss man dem Film schon hoch anrechnen.

Dennoch liebe ich auch das Buch, das für mich immer noch zu einem der gruseligsten und besten Werke von King gehört. Also…

the_shining_2

KLARER GEWINNER ist keiner. Beides hat seine Berechtigung, beides ist super!

 

  1. „Akira“ vs. Akira

Katsuhiro Otomos Manga „Akira“ hat einen besondern Platz in meinem Herzen. Das war meine erste Manga-Reihe, die mich dann auch ein bisschen mehr für die Comics aus Japan begeistern konnte. Die Story ist einfach nur extrem spannend, verknüpft gekonnt mehrere Handlungsstränge und erschafft interessante und vielschichte Charaktere, die in einem faszinierenden Neo-Tokyo aufeinander treffen.

Otomo selbst verfilmte das Ganze ja dann auch, allerdings noch bevor die Reihe abgeschlossen war, weswegen der Anime sich gerade zum Ende hin sehr von der (damals ja noch nicht erschienenen) Vorlage unterscheidet. Natürlich kann Otomo im Film seine Story nur stark gestrafft erzählen und trotzdem schuf er einen unvergleichlichen Anime-Klassiker. Mein Herz hängt trotzdem ein bisschen mehr am Manga, der einfach doch ein bisschen sehr viel mehr zu bieten.

akira

KLARER GEWINNER ist der Manga. So ganz klar ist der Gewinner hier nicht, sind doch sowohl Manga als auch Anime einfach nur großartig… doch zeigt sich im Manga einfach noch sehr viel stärker die Großartigkeit der Geschichte.

 

  1. „Under the Dome“ vs. „Under Dome“

Mit „Under the Dome“ habe ich nach Jahren der Abstinenz wieder zu Stephen King zurückgefunden. Meine Mama hatte mir das empfohlen, woraufhin ich das Buch in kürzester Zeit verschlungen habe – und ebenfalls ziemlich begeistern war. Gleichzeitig war ich auch gespannt… war doch eine Serie in Planung. Eine Serie!!! Sehr geil, dachte ich mir, immerhin kein Film. Bei so vielen Charakteren, die im Buch umherschwirren, hätte das in einem Film nie funktioniert.

Tja, und dann kam „Under the Dome“, die Serie. Begünstigt von Stephen King selbst, der sogar das Drehbuch für die Pilotfolge schrieb… und dann??? Alles, was die Serie mit dem Buch gemein hat, sind drei Dinge: Den Titel, die Namen der Charaktere und die Tatsache, dass eine merkwürdige Kuppel über einer Kleinstadt erscheint. Alles andere hat so gar nichts mit dem Buch zu tun. Die Geschichte wurde um einige merkwürdige Elemente erweitert, die Darsteller sind mies, die Story ist mies – hier ist echt alles schief gegangen, was hätte schief gehen können.

under the dome

KLARER GEWINNER ist das Buch. Das Einzige, was ich wirklich nicht verstehe, ist, wie King selbst seinen Stoff so umändern und verhunzen konnte…

  1. „Die Bücherdiebin“ vs. „The Book Thief“

Markus Zusaks „Die Bücherdiebin“ ist ein wundervoller Roman, ein bewegender Roman… ein Roman, der mich echt zum Weinen gebracht hat. Die Geschichte der kleinen Liesel, die während der NS-Herrschaft bei ihren Adoptiv-Eltern aufwächst und sich mit dem Juden Max anfreundet, den sie im Keller verstecken, ist toll… vor allem auch dadurch, dass ein recht ironisch-zynischer Gevatter Tod uns die Geschichte erzählt.

Und dieser Erzähler ist essentiell für den Roman, für seine ganze Stimmung – weswegen dem Film schon etwas fehlt, wird hier doch fast komplett auf ihn verzichtet. Aber auch sonst schafft es der Film nicht, die Magie des Romans einzufangen.

book-thief

KLARER GEWINNER ist das Buch. Das ich schon mehrmals gelesen habe und immer nur weiterempfehlen kann.

 

Somit gewinnen die Bücher mit fünf Siegen vor den Filmen mit drei Siegen – und immerhin gibt’s zweimal ein Unentschieden. Insgesamt muss ich sagen, dass ich mich selbst überrascht habe, hätte ich mich doch mehr auf der Literatur-Seite gesehen. Aber wenn man sich das alles mal so in Ruhe durch den Kopf gehen lässt, gibt es doch so einige wirklich gute Roman-Verfilmungen! Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, wann man das Buch liest und wie offen man letztendlich für Veränderungen ist. Denn Film ist nun mal Film und folgt anderen Gesetzmäßigkeiten als ein Roman… und deswegen sollte man in einigen Fällen durchaus tolerant sein (was aber so Sachen wie die Hobbit-Trilogie nicht entschuldigt!!!)

Wenn ihr jetzt auch noch mitmachen wollt, habt ihr noch bis zum 09.09. Zeit. Dann wird Miss Boleana alles auswerten.

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10 Kommentare leave one →
  1. 16. August 2015 14:42

    Hast du „Akira“ komplett gelesen? Ich kenne nur die ersten beiden Bände, danach ist es mir zu kostspielig geworden (war damals noch Anfang der 2000er, weiß nicht wo die Bände preislich aktuell liegen).

    • donpozuelo permalink*
      16. August 2015 22:31

      Jupp, habe „Akira“ komplett gelesen. Ist wirklich sehr zu empfehlen. Und ich glaube, mittlerweile sind die Bände auch nicht mehr so über teuer. Kann man auf jeden Fall gut in seinem Regal stehen haben.

  2. 16. August 2015 15:22

    Sehr sehr cool, dass du mitgemacht hast 😀 Danke

    Und ich war schon ziemlich überrascht, dass doch soviele „Gewinner-Filme“ dabei sind und dachte bis etwa zur Hälfte, dass das am Ende sogar eine Runde für die Filme wird – entgegen deiner Vermutung unter meinem Beitrag. Kam dann doch nicht so, aber ich fands schon alleine sehr spannend deine Vergleiche zu lesen. V.A. weil da zwei Vertreter dabei sind, von denen ich gar nicht wusste, dass sie auf einer Buchvorlage basieren. Drive und World War Z. Bei Wanted scheinen die Unterschiede ja riesig zu sein … ich mag den Film auch, zumindest wegen James McAvoy, der Action und (bitte nicht stirnrunzeln) wegen des Webstuhls, den Rest kann man irgendwie vergessen, weswegen ich auch nie behaupten würde, dass er gut ist … wie bei dir: ein guilty pleasure. Habe mich mal irgendwo im www reingelesen und versucht herauszufinden, ob der Comic was für mich wäre, aber ich hab schnell geschnallt, dass der so dermaßen anders ist, dass ich mir nicht sicher war, ob das Sinn macht, wenn ich damit jetzt anfange.

    Und um die Akira-Bände schleiche ich auch schon lange rum!
    Aaaah … schade, ich liebe den Film „Oldboy“ und es wäre toll, wenn der in meinem Beitrag auch drin gewesen wäre, aber ich habe den Manga nie gelesen. Irgendwie war es mir genug im WWW die Unterschiede gelesen zu haben und zu wissen, dass das Ende anders ist und damit war ich raus.

    Enemy mochte ich auch sehr 😀 aber 5 Mal im Kino!!?? Wow, das ist Rekord. (Oder?)

    • donpozuelo permalink*
      16. August 2015 22:35

      Immer gerne… bei so coolen Sachen bin ich immer gern mit dabei. Zumal ich mich ja quasi auch selbst überrascht habe, wie viele Buchverfilmungen ich tatsächlich gut finde oder zumindest ebenbürtig zu ihrer Vorlage. Das war schon recht interessant, dachte ich doch bisher fast immer, mir würden die Bücher sofort immer besser gefallen. Aber es geht auch mal anders rum.

      „World War Z“ ist als Buch echt spitze. Kann ich dir nur empfehlen (ist wahrscheinlich auch eine etwas bessere oder zumindest leichter lesbare Empfehlung als „House of Leaves“). „Wanted“, der Comic, ist auch echt gut. Das Gleiche gilt für „Akira“ – nur doppelt 😉 (Da muss man nicht drumherum schleichen, einfach mal holen – da kannst du nichts falsch machen).

      Und ja, ich liebe den „Oldboy“-Film auch sehr. Weswegen ich mir ja letztens tatsächlich mal alle Mangas geholt habe… aber ich habe es echt bereut. Was schade war… im Endeffekt hat der Film eine winzige Prämisse aus der Vorlage genommen und es sehr viel mal besser gemacht.

      Ob das mit „Enemy“ ein Rekord ist, weiß ich nicht… hatte sich nur immer wieder ergeben, dass ich Leuten von dem Film vorgeschwärmt habe und dann meistens einfach gleich nochmal selbst mit ins Kino gegangen bin. 😀

  3. 20. August 2015 16:48

    Den Manga habe ich nie gelesen, aber der Film hat mir gereicht. Diese Bilder, die der Film erzeugt hat, hätte der Manga niemals so gut wiedergegeben.

    • donpozuelo permalink*
      20. August 2015 22:18

      Ich hatte echt eher gedacht, dass der Manga noch viel heftiger werden würde. Immerhin ist es ja meistens so, dass sich ein Film eher zurücknehmen muss (ich denke da nur an „American Psycho“).

      • 20. August 2015 22:25

        Wohl wahr, aber ich habe im Buchladen kurz reingeschnuppert und war nicht sehr davon angetan.

        • donpozuelo permalink*
          20. August 2015 22:28

          Siehst du… und das habe ich nicht gemacht. Ich hab mir in vollem Vertrauen einfach alles so geholt… bzw. ich habe den ersten Band geschenkt bekommen, fand den eigentlich ziemlich gut und habe mir dann die restlichen drei besorgt. Was dann mein Fehler war…

        • 20. August 2015 22:40

          Wenn du den ersten Band gut findest, dann gehst du aber auch nicht mehr davon aus, dass die restlichen schlecht werden.
          Da besorgt man sich im Eifer dann gerne den Rest.

        • donpozuelo permalink*
          20. August 2015 22:41

          Jupp… wohl wahr… da fand ich es halt noch cool, dass sich die Story so sehr vom Film unterscheidet.

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