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Everything’s not awesome!

27. Februar 2019

Als 2014 „The LEGO Movie“ in die Kinos kam, war ich einfach nur  schwer begeistert. Schwer begeistert davon, wie gut dieser Film über die kleinen Bausteinchen meiner Kindheit doch funktioniert. Schwer begeistert davon, mit wie viel Kreativität und aberwitzigem Irrsinn Chris Miller und Phil Lord diesen Film inszeniert hatten. Und schwer begeistert war ich natürlich von der Masse an Charakteren aus so ziemlich jedem Franchise auf dieser Erde – Gott sei Dank hat LEGO so viele Lizenzen, dass das offensichtlich kein Problem gewesen ist. Kurz gesagt, „The LEGO Movie“ war einfach nur großartig. Der „LEGO Batman“-Film war dann nett, aber fühlte sich für mich schon ein wenig an, als würde man das ganze Prinzip jetzt einfach nur ausschlachten. Da habe ich mich dann doch mehr auf „The LEGO Movie 2“ gefreut… den ich jetzt endlich gesehen habe.

Der Film macht da weiter, wo der erste Teil aufgehört hat: Die Invasion der süßen Duplo-Wesen stürzt die Welt von Emmet (Chris Pratt) und Lucy (Elizabeth Banks) ins Chaos. In bester „Mad Max“-Manier wird hier die Apokalypse gelebt, bis eines Tages ein intergalaktisches Wesen („Brooklyn 99“-Star Stephanie Beatriz) landet und Lucy, Batman (Will Arnett), Unikitty (Alison Brie) und andere Freunde entführt. Emmet macht sich auf die Verfolgung und trifft im All den verwegenen Abenteurer Rex Dangervest (ebenfalls Pratt). Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, Emmets Freunde zu retten.

„The LEGO Movie 2“ hat es wirklich nicht einfach. Zum einen muss dieser Film einem wirklich großartigen Film folgen und zum anderen ist so der große Überraschungseffekt aus dem ersten Teil raus und nun einfach Teil der Geschichte. Vorsicht, Spoiler!!! Teil 1 war ja letztendlich das Abenteuer von Will Ferrell, der seinem Sohn verbietet, seiner eigenen Fantasie mit LEGO freien Lauf zu lassen. Die reale Welt wird nun stärker in „The LEGO Movie 2“ eingebunden. Was nett ist, aber bei mir persönlich nicht so gezündet hat. Ich vergleiche das mit den „Assassin’s Creed“-Spielen: Alles in der Vergangenheit ist super, der Sci-Fi-Kram in der Gegenwart immer superlangweilig (und leider hat sich der „AC“-Film zu sehr auf die Gegenwart konzentriert!!!). Das klingt jetzt so, als würde „The LEGO Movie 2“ nur noch mit realen Charakteren bestückt sein, aber es steht noch mehr im Vordergrund… was mich einfach nicht so abgeholt hat.

Aber auch der Rest der Story war nicht mehr so berauschend wie noch in Teil 2. Es bleibt nett, mehr leider nicht. Das einzige Mal, wo ich wirklich sehr lachen musste, war als sich Warner Bros. einfach mal selbst über sich und die „Justice League“ lustig macht. Aber das hat irgendwie gefehlt, dieser Meta-Humor. Was vielleicht auch daran lag, dass man eine weitere LEGO-Spielzeug-Sparte eingeführt hatte, die ich einfach nicht kannte und in der es offensichtlich keine nennenswerten Franchise gibt, die man veräppeln kann. Dafür kriegt Rex Dangervest die volle Dröhnung „Jurassic World“ ab… was aber auch nur irgendwie nett war.

Die Botschaft hinter „The LEGO Movie 2“ ist süß und am Ende schon sehr rührend; der Weg dahin ist aber etwas holperig. Ohne Lord und Miller fehlt offensichtlich doch was (wahrscheinlich haben die ihr Herzblut dann doch eher an „Spider-Man: Into the SpiderVerse“ gegeben). Teil 2 der LEGO-Saga ist jetzt aber kein schlechter Film, stinkt nur im direkten Vergleich zum ersten Teil gerade in Punkto Kreativität und Witz sehr ab. Und auch das klingt wieder zu hart… Teil 2 unterhält gut, aber einfach nicht mehr so gut. Es ist ein besserer Film als so ziemlich jede Disney-Fortsetzung, aber es ist eben auch die Art von Fortsetzung, die man jetzt nicht wirklich gebraucht hätte.

Wertung: 6 von 10 Punkten (hoffen wir einfach mal, dass jetzt Schluss ist mit LEGO – und warten lieber, ob der Playmobil-Film mehr bringt 😉 )

3 Kommentare leave one →
  1. 1. März 2019 22:04

    Oh nein, das ist für mich ein echter Rückschlag. Gerade nach dem fantastischen und absolut souveränen ersten Teil dachte ich eigentlich, der Vorgänger könne genau so überzeugen. Aber der Batman-Film hat wohl schon angedeutet, dass der Trend bergab geht :/

    • donpozuelo permalink*
      2. März 2019 08:31

      Also Teil 2 ist ja jetzt auch nicht schlecht. Er haut dich aber auch nicht wirklich vom Hocker, weil er eigentlich nicht viel Neues liefert.

Trackbacks

  1. Verliebte Drachen | Going To The Movies

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