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TGIF VII: Angriff der Kakerlaken-Aliens

1. März 2019

Oh mein Gott… dadurch, dass ich jetzt bei den „Godzilla“ so hin und her springe, verpasse ich die ein oder andere interessante Sache. Wie zum Beispiel, dass es jetzt eine Insel gibt, auf der Godzilla, Mothra, Anguirus, Rodan und Co. einfach friedlich mit einander chillen und es sich gut gehen lassen. Gut, letztendlich braucht diese Insel keine große Einleitung, aber wie sich die kleine Welt des großen Monsters doch innerhalb von nur drei Filmen verändern kann. Die Idee hinter dieser Insel ist so herrlich absurd: Die UN sammelt alle Monster ein und hält sie auf dieser Insel… am liebsten würde ich mir den Film „Destroy all Monsters“ nachträglich  noch anschauen. Wie wollen die denn bitte alle Monster einfach so gefangen haben, wenn sie doch ständig schon genug Probleme mit nur einem Monster haben??? Aber gut, ich nehme das jetzt einfach hin… und kümmere mich lieber um den zwölften Film der Reihe: „Godzilla vs. Gigan“ (oder auf Deutsch: „Frankensteins Höllenbrut“).

Außerirdische Wesen, die sich als Menschen tarnen, aber  in Wirklichkeit riesige Kakerlaken sind, wollen die Erde unterjochen. Dafür rufen sie den uns schon bekannten King Ghidorah und den für uns neuen Gigan, eine Art Roboter-Monster mit Hakenarmen, Schnabel und riesiger Kettensäge im Bauch. Doch zum Glück für die Menschheit gibt es ja noch Godzilla und seine Freunde auf der besagten Insel. Gemeinsam mit seinem einstigen Feind aus Teil 2 Anguirus macht sich die Riesenechse auf, um die Invasoren zu stoppen.

Die Story der Godzilla-Filme wird auch mit jedem Teil alberner und alberner. Aber mittlerweile ist mir das auch herzlich egal. Ich habe mich damit abgefunden, dass der allererste „Godzilla“ möglicherweise der einzige Film dieser ewig langen Reihe sein wird, der Tiefgang hatte und den Zuschauer auch auf menschlicher Ebene ansprechen konnte. In „Godzilla vs. Gigan“ ist die Geschichte der Menschen rund um den Manga-Zeichner Gengo (Hiroshi Ishikawa) mehr als nur drittrangig.

Die ganze Sache mit den Kakerlaken-Aliens klingt einfach schon albern genug… und das Schlimmste sind einfach wirklich mal die Darsteller, die all das auch noch auf die hölzernste Art und Weise vortragen. Wenn da dann jemand steht und dir erklären möchte, er sei eigentlich eine riesige Kakerlake vom Planeten Haste-Nicht-Gesehen, kann man auch nur lachen und gleichzeitig den Kopf schütteln.

Aber gut, wenn ich von den Godzilla-Filmen ernsthaft glaubhafte Geschichten oder gar talentierte Darsteller erwarten würde, dann hätte ich diese Reihe nicht verstanden. Denn am Ende ist das alles nur Hintergrundrauschen. Wichtiger sind einfach mal die Kämpfe… und wenn „Godzilla vs. Gigan“ seine ganze Einleitung hinter sich gebracht hat, gibt es wieder herrlich albernes Monstergekloppe.

Das macht dann auch wieder echt Spaß, doch es gibt ein großes Problem: Die wachsende Bild-Qualität der Filme sorgt einfach mal dafür, dass die Kämpfe doch sehr viel alberner wirken. Jetzt wird einem wirklich klar, dass Anguirus wirklich nur ein Typ auf allen Vieren ist, der durch eine Mini-Modell-Landschaft läuft und versucht, Sachen kaputt zu machen. Aber, wie gesagt, das macht Spaß… und ist dieses Mal sogar recht dramatisch inszeniert – und vor allem ziemlich brutal. Denn unser guter Godzilla (ja, soweit sind wir jetzt mittlerweile) kriegt gerade von Gigan ordentlich auf die Fresse. Godzillas Kampfstil erinnert dabei an eine Mischung aus „Rocky“ und Wrestling. Die schenken sich hier alle nichts, da spritzt sogar das erste Mal richtig Blut in Richtung Kamera… und wenn unsere Lieblingsatomechse dann zu Boden geht, dann ist das schon verdammt aufregend.

„Godzilla vs. Gigan“ liefert eine ordentliche Monster-Schlacht, die Laune macht. Und im Gegensatz zu „Son of Godzilla“ stecken wir jetzt nicht nur auf einer Insel fest, sondern erleben endlich wieder Zerstörung auf etwas größerem Niveau. Nur das Niveau für die Story bleibt weiterhin niedrig.

Wertung: 6 von 10 Punkten (Underdog-Godzilla im bisher tragischsten Kampf seiner Karriere)

4 Kommentare leave one →
  1. steffelowski permalink
    2. März 2019 11:39

    Das war immer einer meiner Liebsten aus der „Godzilla-Classic“Reihe, weil hier alle meine Top-Monster in einem Film am Start waren.

    • donpozuelo permalink*
      2. März 2019 12:14

      Die Monster sind in diesem Teil wirklich sehr cool. Ich finde Gigan tatsächlich krass… mit seiner Kettensäge am Bauch 😁 Der Film gehört wegen der letzten Hälfte schon zu den guten Filmen der Reihe… zumindest von allem, was ich bisher so gesehen habe. Und jetzt ist es ja noch mehr so, dass Godzilla eigentlich zu den Guten gehört und für die Menschen kämpft. Auch ein spannender Wandel.

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