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Darkness! No parents!

13. Februar 2017

Kommen wir mal wieder zur altbekannten Frage, wer den wohl bitte der beste Batman aller Zeiten ist. Als ich vor einiger Zeit über die 90er Jahre Trickfilm-Serie sprach, habe ich die Nummer 1 ja an Kevin Conroy vergeben und verschob damit Michael Keaton auf Platz 2. Ganz vergessen in dieser Diskussion hatte ich dann aber tatsächlich Will Arnett, der ja einen wirklich wunderbaren Batman in „The LEGO Movie“ gegeben hat. Weswegen er sich eigentlich Platz 3 verdient, denn sein Fledermaus-Mann war verdammt cool. Die furchteinflößende Stimme, das ungemein große Selbstbewusstsein – dazu kommt natürlich noch das viele, viele Geld, die coolen Gadgets, das Ninja-gleiche Fortbewegen und die Tatsache, dass dieser Batman so verdammt cool ist, dass er sogar seinen eigenen Theme-Song komponiert und eingesungen hat, in dem er über seine schwere Kindheit singt. Der Batman aus „The LEGO Movie“ war schon ein Highlight des Films, weswegen es wohl niemanden gewundert hat, dass der jetzt seinen eigenen Film bekommt (den er wahrscheinlich auch selbst geschrieben und gedreht hat).

In „The LEGO Batman Movie“ kämpft Batman (Arnett) mal wieder gegen den Joker (Zach Galifianakis), der mal wieder versucht, Gotham City zu zerstören. Natürlich vereitelt Batman diesen Plan und verletzt dabei auch gleich noch die Gefühle des Jokers, weil er ihm nicht eingestehen will, dass die beiden Erzfeinde sind. Mit gebrochenem Herzen schmiedet der Joker einen fiesen Plan, um sich an Batman zu rächen. Der Einzelgänger muss darauf hin erkennen, dass er alleine nicht gegen den Joker angehen kann… und lässt sich widerwillig von Robin (Michael Cera), Butler Alfred (Ralph Fiennes) und Barbara Gordon (Rosario Dawson) helfen.

Dieses Auto ist zu groß für die zwei…

„The LEGO Batman Movie“ ist großartig unterhaltsam. Vor allem, wenn man Batman-Fan ist, denn dann entpuppt sich dieser Film als ein riesiges Easter-Egg für die gesamte Batman-Geschichte. Der Film verweist sowohl auf die Comics als auch auf die TV-Serien und Filme. Da wird der Joker zum Beispiel auf seinen vereitelten Plan mit den zwei Schiffen angesprochen (man erinnere sich dabei an „The Dark Knight“), da taucht das Hai-abweisende Spray wieder auf, da werden die merkwürdigsten Schurken ausgepackt, die es irgendwann wirklich mal gab (nur sind sie mittlerweile so absurd, dass sie perfekt als Parodie herhalten können). „The LEGO Batman Movie“ wälzt sich gerade zu in der knapp 80 Jahren Batman-Historie. Allein das macht diesen Film schon so verdammt sehenswert (vorausgesetzt, man kann auch wirklich alle Comic-, TV- und Film-Verweise identifizieren).

Dazu kommt der LEGO-Look, der förmlich dazu einlädt, ein bisschen durchzudrehen. Zwar explodiert die Leinwand nicht ganz so extrem wie in „The LEGO Movie“, aber auch „The LEGO Batman Movie“ ist eigentlich non-stop visueller Spaß. Wie schon sein Vorgänger unterwerfen sich die Macher unter Regisseur Chris McKay den Regeln des LEGO-Universums und lassen so richtig die Sau raus. Denn mit LEGO kann man einfach alles machen. Die Animationen sehen einmal mehr großartig aus, aber „The LEGO Movie“ hat ja vorgemacht, wie alles wie LEGO-Stop-Motion aussehen kann und es am Ende doch gar nicht ist.

Wenn ich dann doch etwas zu bemängeln hätte, dann ist es die Story an sich. Neben den vielen Batman-Verweisen und den sonst noch so üblichen popkulturellen Anspielungen dreht sich in „The LEGO Batman Movie“ alles um das einsame Leben des Batman, der so sehr in seiner eigenen Welt lebt, dass er nicht zulassen kann, jemanden an sich heran zu lassen. Jetzt ist er natürlich ein gebrandmarktes Kind, was das Ganze sehr viel verständlicher macht. Trotzdem fand ich die Geschichte mit der Zeit ein wenig öde und vorhersehbar. Es hatte eigentlich so ein wenig Disney-Charakter: Finde zu dir selbst, finde deine Familie und werde dann am Ende glücklich damit. An und für sich ja nichts verwerfliches – nur irgendwie hatte ich mir da ein wenig mehr von erhofft. Das ständige Hin und Her – „Ich habe keine Freunde, ich brauche keine Freunde, oh vielleicht brauch ich doch Freunde, aber nein, ich verlasse sie jetzt doch wieder, nur damit sie mir dann doch fehlen!“ – war für mich am Ende ein wenig zu nervig und langweilig und zog sich ganz schön in die Länge. Da hätte ich mir dann doch gewünscht, dass die Macher ein bisschen wilder und chaotischer mit der Geschichte umgehen.

Aber gut, auch das ist wieder Meckern auf hohem Niveau, ich weiß. Denn der Film macht trotzdem Spaß, mir nicht so sehr wie der originale LEGO-Film, aber als Batman-Fan habe ich „The LEGO Batman Movie“ schon sehr gefeiert. Will Arnett ist definitiv im Augenblick der coolere Batman (sorry, Ben Affleck)!

Wertung: 8 von 10 Punkten (kommt chaotisch betrachtet nicht ganz ans LEGO Movie ran, ist aber ein Fest für Batman-Fans)

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