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TGIF XXVII: Mechagodzilla-City

26. Juli 2019

Film Nummer 31 der Toho-Godzillas, meine persönliche Nummer 27. Nach dem Ende der glorreichen Live-Action-Filme mit „Shin Godzilla“ quäle ich mich jetzt gerade durch Tohos Anime-Version von „Godzilla“. Dabei liegt die Betonung auf „quäle“. Mit dem 30. Film der Reihe „Planet of the Monsters“ lieferte das Studio einen viel versprechenden Anfang für die Netflix-Trilogie, auch wenn es nur wenig Action gab. Die Idee hinter dem Film war aber schon sehr interessant, weswegen ich große Hoffnungen in Teil 2 hatte: „Godzilla 2: City on the Edge of Battle“. Leider ist dieses Mittelstück ein ziemliches Schnarchfest… und einer der unspektakulärsten Godzilla-Filme aller Zeiten.

Nachdem Haruo und sein Team Godzilla im ersten Teil besiegen konnten, werden sie von einem 300 Meter großen Monster überrascht: Das ist der originale Godzilla, der zehntausende Jahre geschlummert hat und nun erwacht ist. Haruos Vorgesetzte wollen die Erde verlassen, doch der junge Commander setzt sich durch. Wenn man den kleinen Godzilla besiegen konnte, muss das auch bei dem großen funktionieren. Zumal Haruo und sein Team auf Menschen gestoßen sind, die in dieser Umgebung überlebt haben: Der Stamm der Houtua lebt unterirdisch und betet eine Gottheit an (die, mal so ganz nebenbei, ganz schwer auf Mothra hindeutet). Interessanterweise ist es aber der eigentlich im ersten Teil kurz erwähnte (weil schnell zerstörte) Mechagodzilla, der helfen soll. Sein intelligentes Nano-Metall hat auf der Erde eine riesige Stadt gebaut, mit deren Hilfe die technisch versierten Außerirdischen (ihr erinnert euch bestimmt noch an die) einen Weg finden wollen, um den Riesen-Godzilla zu töten.

„City on the Edge of Battle“ ist zum Einschlafen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin bei der Hälfte weggepennt und musste dann am nächsten Tag noch einmal zehn Minuten zurück gehen, um das Verpasste aufzuholen. Problem: Wirklich viel verpasst hatte ich nicht. Von den 100 Minuten, die Teil 2 lang ist, gehen wirklich ohne Mist 80 Minuten für merkwürdiges Nano-Metall-Gelabere der Aliens drauf. 80 Minuten lang in denen wirklich nichts von Bedeutung passiert, in denen der Film mehr als nur gemächlich vor sich hinplätschert. Wir bekommen ein bisschen was vom Stamm der Houtuas zu sehen, aber warum und wieso die all die Jahre überlebt haben, wird nicht so ganz deutlich. Dennoch: Die Vorfreude auf Mothra steigt (und wird dann hoffentlich in Teil 3 belohnt).

Schlimmer ist aber dieser ganze Mechagodzilla-City-Kram. Toll… da hat sich nun also eine intelligente Stadt entwickelt, die aber in der ganzen Zeit nicht wirklich was gegen die Monster gemacht hat, sondern nur brav gewartet hat, bis seine Schöpfer wiederkommen. Ich meine, das es einen Mechagodzilla gab, wird im ersten Teil mal in einer kleinen Sequenz erwähnt. Einmal kurz nicht aufgepasst und man hätte das auch verpassen können. Und jetzt auf einmal wird das wieder wichtig. Wäre für mich ja okay gewesen, wenn ich dann wenigstens einen Kampf Mechagodzilla vs. Godzilla zu sehen bekommen hätte. Deren erster Kampf 1974 war ja schon cool… aber für den Anime war’s das mit Mechagodzilla. Der spielt jetzt lieber Stadt… und statt Action bekommen wir halt über eine Stunde langweilige Erklärungen von Charakteren, die mir auch in Teil 2 nicht egaler sein könnten.

Ich meine, es gibt einen Kuss zwischen Haruo und Yuko… ist mir aber ehrlich gesagt ziemlich egal. Die Charaktere haben weiterhin kein wirkliches Eigenleben, keine Tiefe, kein Nichts. Und da soll es mich jetzt noch interessieren, ob die sich lieben oder ob die sich stundenlang unterhalten??? Äh, nein… „City on the Edge of Battle“ langweilt einen förmlich zu Tode, weil einfach nichts passiert – und dennoch bleibe ich dabei, dass die Idee hinter diesen Animes schon ziemlich cool ist. Blöd ist nur, dass der Riesengodzilla in diesem Film zu kleinsten Nebenfigur wird. Gefühlt sehen wir ihn 3 Minuten. Und wirklich in Action nur selten… überhaupt ist das große Finale dann laut und knallig, aber wenig spektakulär.

Bleibt nach wie vor nur die Hoffnung, dass nach diesem Schnarchfest Teil 3 mehr zu bieten hat. Immerhin wird uns Ghidorah angeteasert und eben auch Mothra… das könnte dann vielleicht wieder was werden.

Wertung: 2 von 10 Punkten (Gähnzilla schläft bei seinem eigenen Film ein)

 

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