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TGIF IX: Robo-Doppelgänger

15. März 2019

Außerirdische scheinen das Ding für die Godzilla-Reihe zu sein. Immer wieder kommen irgendwo aus dem All irgendwelche Wesen, die die Erde zerstören wollen. Ich hoffe, es kommt irgendwann nochmal ein Film, in dem Godzilla sich auf eine Rakete schwingt und die Aliens auf ihrem Heimatplaneten besucht. Für diese Film-Reihe wäre das auch nicht einmal zu abwegig, die haben schon verrückteren Kram aus ihrem Godzilla-Hut gezogen. Es darf also niemanden wundern, dass es auch in Godzilla Nummer 14 wieder einmal um böse Außerirdische geht, die versuchen wollen, die Erde zu erobern. Dieses Mal kommen sie aber nicht mit Gigan oder King Ghidorah. Nein, dieses Mal haben sie einen Robo-Doppelgänger von Godzilla namens Mechagodzilla… und darf ich gleich zu Beginn sagen, dass  mir „South Park“ dieses Monster schon jetzt ein bisschen durch Halloween-Folge kaputt gemacht hat, in der Barbara Streisand zu einer Art Mechagodzilla wird… aber das nur am Rande.

In „Godzilla vs. Mechagodzilla“ hat eine Priesterin eine Vision von einem Monster, dass eine Stadt zerstört. Das daraufhin nicht allzu große Panik ausbricht, liegt wohl daran, dass dieses Film-Japan mittlerweile Monster gewöhnt ist. Doch die Prophezeiung einer uralten Kultur kann der Vision der Priesterin etwas mehr Ausdruckskraft verleihen: „Wenn ein schwarzer Berg in den Wolken erscheint, wird ein Monster kommen und die Welt zerstören, aber wenn der rote Mond unter- und die Sonne im Westen aufgeht, werden zwei Monster kommen und die Menschheit retten!“ Und wie es sich für so eine Vorhersage gehört, wird sie auch wahr… Mechagodzilla taucht auf, aber zum Glück erscheint auch Godzilla und nimmt den Kampf auf. Ihm zur Hilfe eilt dann später auch noch das Monster King Caesar.

Vor „Godzilla 14“ muss ich mich tatsächlich verneigen, denn dieser Film hat es geschafft, mich an der Nase herumzuführen (auch wenn ich es natürlich hätte besser wissen müssen). Anders als seine Vorgänger liefert „Godzilla vs. Mechagodzilla“ schon nach knapp 20 Minuten einen ersten Monsterkampf: Godzilla vs. Anguirus. Und da war ich erst einmal etwas platt und verwirrt. In Teil 2 der Godzilla-Reihe haben diese beiden sich ja wirklich nichts geschenkt, aber seitdem sind die doch WG-Genossen auf Monster Island. Ausgerechnet diese Zwei hauen sich aber in „Godzilla vs. Mechagodzilla“ zu Brei. Doch Anguirus verletzt Godzilla und darunter blitzt Metall… der fiese Doppelgänger hat seinen ersten Auftritt, der echte Godzilla taucht auf und die beiden kloppen sich. Doch kurz war ich tatsächlich verwirrt, warum Godzilla auf einmal wieder böse geworden ist… ich Dummerchen.

Danach ist dann aber erst einmal Feierabend. Stattdessen bekommen wir wieder hochtalentierte Schauspieler, die in einer tiefgründigen Geschichte versuchen, Aliens und „Indiana Jones“ zu balancieren. Vielleicht hätte man George Lucas und Steven Spielberg vor „Indiana Jones 4“ Teil 14 von Godzilla zeigen sollen, damit sie wissen, dass das nicht funktioniert. Regisseur Jun Fukuda gibt sich zwar echt Mühe, den üblichen Alien-Kram mit der „Schatzsuche“ aufzuwerten, aber es will ihm einfach nicht gelingen. Und so wartet man auch diesen Mist fleißig ab, um endlich ordentliches Monster-Gekloppe zu bekommen.

Das ist dann wieder mal ziemlich unterhaltsam… auch wenn ich diesen Flohzirkus King Caesar echt verdammt peinlich fand. Der sieht einfach nur scheiße aus… aber immerhin nicht ganz so scheiße wie der Flohzirkus King Kong, gegen den Godzilla in Teil 3 kämpfte. Caesar hätten sie sich echt sparen können… immerhin hat Godzilla ja genügend coole neue Fähigkeiten… wie etwa die, sich durch Blitze elektrisch aufladen zu können, um dann später zu einem Elektro-Magneten zu werden. Jupp… das passiert hier wirklich.

Abgesehen von neuen Super-Godzilla-Fähigkeiten ist der Kampf aber auch so sehr unterhaltsam. Vor allem weil Transformer-Godzilla ordentlich austeilt. Mechagodzilla ist ein cooler Gegner und ich bin sehr gespannt, schließlich taucht er schon im nächsten Teil wieder auf. Offensichtlich muss auch das damalige Publikum Gefallen an ihm gefunden haben.

„Godzilla vs. Mechagodzilla“ beeindruckt durch einen aufregenden Monster-Fight und den Bemühungen, die Alien-Story ein bisschen aufzupeppen. Gelingt zwar nicht so ganz, ist aber auch irgendwie unterhaltsam. Man muss diese „Kreativität“ irgendwie schon loben… ich bin schon jetzt gespannt, was man mir noch so auftischen wird 😊

Wertung: 7 von 10 Punkten (Robo-Godzilla ist cool… ich hoffe, den werden sie ins neue MonsterVerse irgendwann auch mal einführen)

11 Kommentare leave one →
  1. 16. März 2019 18:48

    Für mich eines der Highlights aus der „Godzilla-Classic“ Reihe. Der Twist mit dem falschen Godzilla ist wirklich gut gelungen. Ich bin drauf heringefallen. Stutzig wurde ich nur kurzzeitig, da Godzilla hier eine andere „Stimme“ hatte.
    Mechagodzilla (was bekanntlich ins deutsche übersetzt „King Kong“ heisst) ist bisher Godzillas stärkster und fiesester Gegner. Wirklich eine klasse Schöpfung.
    Die Story drumherum ist wie üblich nicht der Rede wert, aber das kennen wir aus der Reihe ja nicht anders.
    Soweit ich mich erinnere – ist sicher 20 Jahre her, dass ich den Film zuletzt gesehen habe – sahen die Ausserirdischen wie Figuren aus Planet der Affen aus, oder irre ich mich da?
    Von mir hätte es 8,5 Punkte gegeben.

    • donpozuelo permalink*
      17. März 2019 21:49

      Ja. Der Film ist dank Mechagodzilla wirklich ein Highlight. Das ist ein cooles Monster.

      Ja. Genau… die Außerirdischen sind wie die Affen vom Planet der Affen 😅

  2. 19. März 2019 15:35

    Das ist einer meiner Lieblingsfilme 🙂

  3. 5. April 2019 17:18

    Bitte sag mir, dass Mecha-Godzilla Laser-Augen hat!!?? 🙂

    • donpozuelo permalink*
      5. April 2019 18:14

      Mecha-Godzilla hat alles. Laser-Augen, Raketen in seinen Krallen und er kann ein mächtiges Schutzschild heraufbeschwören… 😂😂😂

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