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TGIF XXVIII: Godzilla vs. Gott

2. August 2019

Es ist geschafft. Es ist vorbei. Im Januar (!!!) habe ich mit meiner Reise quer durch das Godzilla-Franchise begonnen… und nun Anfang August beende ich das Ganze mit 32. Toho-Film: „Godzilla: Planet Eater“. Ich muss gestehen, dass ich Blut geleckt habe und mich schon bald mit einer nächsten Film-Reihe beschäftigen werde… bzw. mit einer Reihe von Filmen. Denn ich habe mir endlich eine Liste gemacht für die Filmreise-Challenge, die ich schon bald starten möchte (und in diesem Sinne danke ich auch Marco von Ma-Go Filmtipps, der mich vor gefühlten Ewigkeiten mal auf diese Challenge aufmerksam gemacht hat – jetzt werde ich es bald durchziehen!!!). Doch bevor etwas Neues beginnen kann, muss etwas Altes enden – von daher lasst uns über den vorerst letzten Godzilla sprechen.

Nachdem sich die technisch versierten Aliens in „City on the Edge of Battle“ ja gegen die Menschen gestellt hatten und versuchten, mit Hilfe von Mechagodzilla City Godzilla zu töten, stehen in „Planet Eater“ nun die religiös veranlagten Außerirdischen im Vordergrund. Die Technik-Aliens sind jetzt Geschichte, jetzt kommt man uns mit Gott. Dieser Gott heißt King Ghidorah, der Godzilla nun endgültig vernichten soll.

Also Toho hat sich mit dieser Netflix-Trilogie wirklich keinen Gefallen getan. Teil 1 hatte ja noch einen interessanten Ansatz, aber danach ging es einfach nur noch den Bach runter. Was vor allem daran lag, dass es in allen drei Filmen kaum Kaiju-Action zu sehen gab. Ich will sehen, wie Godzilla Dinge / Städte / egal was kaputt macht. Im ersten Teil macht er ein paar kleine Flieger kaputt, im zweiten Teil macht er Mechagodzilla City kaputt und ja, in Teil 3 macht er King Ghidorah kaputt. Nur leider sind das alles eigentlich eher Randnotizen in den Filmen. Und nicht einmal schön ausgeschmückte Randnotizen. Action scheint den Machern der Animes irgendwie nicht so wichtig zu sein… stattdessen werden wir auch in Teil 3 kaputt gequatscht. Dieses Mal mit so pseudoreligiösem Zeugs… und der Tatsache, dass die Ghidorah-Kiste offensichtlich schon seit dem ersten Teil von den Religionsaliens geplant war. Das kommt so überhaupt nicht gut rüber… und ich muss auch gestehen, irgendwann habe ich bei dem Gerede von Leben und Tod und Gott und Helden ausgeschaltet – also geistig.

Leider hat „Planet Eater“ (wie auch seine beiden Vorgänger) auch optisch nicht wirklich was zu bieten, was das geistige Ausschalten nicht besser macht. Wenn man wenigstens irgendwann mal mit tollen Kämpfen begeistert werden würde, wäre das ja eine schöne Sache. Aber der „Kampf“ Ghidorah vs. Godzilla ist in diesem Fall der unspektakulärste Film der gesamten Reihe. Eine außerdimensionelle Version von Ghidorah packt Godzilla, der das Vieh erst einmal nicht zerstören kann (weil es eben noch in einer anderen Dimension ist)… und dann pustet er ihn doch irgendwann weg. Auch das hat wieder was mit Religion und Bla zu tun, aber es kommt einfach nicht gut rüber.

Meine große Hoffnung war ja auch noch Mothra in „Planet Eater“ zu sehen, aber abgesehen von einer kleinen Vision, die unser Freund und Held (?) Haruo von einer schattenhaften Motte hat, wurde ich leider enttäuscht. „Planet Eater“ hat Mothra und Ghidorah… und macht einfach nichts daraus.

Tja… die Anime-Version von Godzilla ist ein ziemlicher Reinfall. Es wirkt alles recht billig und übereilt zusammengeschmissen. Die Story ist öde, Action ist fast nicht vorhanden und die Animationen wirken auch ziemlich billig. Hatte Toho einfach Angst, die Welt würde bei allen den Godzillas, Mothras und Ghidorahs aus Hollywood vergessen, dass sie die eigentlichen Herren über Godzilla sind? Wenn ja, ist es schade, dass ihre Angst sie zu solchen Reinfällen gebracht hat. Hoffen wir einfach mal, dass nach 2020 ein neuer Godzilla-Real-Film wieder für mehr Spaß sorgen wird.

Wertung: 2 von 10 Punkten (Auf Wiedersehen, Godzilla, mein Freund)

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