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Auf zur Karate-Weltherrschaft!

21. September 2022

Die einzige wahre Karate-Seifenoper geht endlich wieder weiter. Das ist für mich mittlerweile ein echtes Serienhighlight geworden, auf das ich mich jedes Mal sehr freue. „COBRA KAI“ ist und bleibt für mich ein absolutes Phänomen. Wie sie es geschafft haben, aus dem „Karate Kid“-Franchise eine Serie gemacht haben, die den alten Charakteren gerecht wird und vor allem ein cooles Revival liefert, dabei aber auch eine coole und interessante neue Generation aufbaut. Das Ganze wird mit einer Selbstverständlichkeit dargeboten, in der Seifenopern-Twists mit Karate gepaart werden – und ich liebe es einfach. Seit Staffel 1 bin ich ein Fan und war einfach nur sehr gespannt, was sie aus STAFFEL 5 machen würden.

Karate Kid 3“-Schurke Terry Silver (Thomas Ian Griffin) hat es geschafft. Sein einstiger Freund und jetzt Rivale John Kreese (Martin Kove) hockt im Gefängnis und Silver hat das Cobra Kai Dojo ganz für sich allein und will seine Form des Karates überall verbreiten. Dafür holt er sich ein hartes Team aus Senseis, unter anderem die Enkelin seines einstigen koreanischen Meisters, Kim Da-Eun (Alicia Hannah-Kim). Währenddessen sucht Miguel (Xolo Mariduena) nach seinem Vater und stößt auf einen Menschen, der genau das ist, wovor seine Mutter Carmen (Vanessa Rubio) ihn gewarnt hat. Daniel (Ralph Macchio) versucht derweil gemeinsam mit Chozen (Yuji Okumoto), Terry Silver aufzuhalten, zieht dabei den Zorn seiner Frau (Courtney Henggeler) auf sich. Und es passiert noch so viel mehr, was ich jetzt nicht alles in diese Inhaltsangabe packen will.

„Cobra Kai“ liefert auch in Staffel 5 einfach wieder ab. Es ist alles wieder so komplett überdreht, so komplett over-the-top, dass ich bei jeder anderen Serie sagen würde: „Okay, geht mal ein bisschen runter vom Gas und bleibt auf dem Teppich!“ Doch diese Serie darf das, weil ich nach fünf Staffeln einfach auch diese Überraschungsreveals haben will. Diese cheesy Art und Weise ist ein Teil des Grundes, warum ich diese Serie so liebe. Wenn man uns allein Mike Barnes (Sean Kanan) vorstellt, ist das schon so vorhersehbar inszeniert, aber was daraus resultiert, ist trotzdem einfach unterhaltsam ohne Ende.

Was in meinen Augen aber nach wie daran liegt, dass diese Serie das Wichtigste nie aus den Augen lässt: Ihre Charaktere. Man liebt, leidet und freut sich mit diesen Figuren, weil sie einfach so gut geschrieben und die Darsteller-Riege ist einfach nur toll. Ich könnte jetzt anfangen über jeden Einzelnen hier zu sprechen, aber das würde einfach den Rahmen sprengen. Es ist nach wie vor toll, wie die Serie es schafft, eher in den Graubereichen zu arbeiten, anstatt alles in Schwarz und Weiß zu unterteilen… wobei ein Thomas Ian Griffin als Terry Silver schon das reine Böse ist. Der wird hier zu einem Bond-Schurken und es ist großartig. Griffin hat aber auch gefühlt den Spaß seines Lebens, diese Rolle von einst noch so viel weiter auszubauen. Genau so auch Yuji Okumoto, dessen Chozen einfach mal der „scene stealer“ dieser Staffel ist. Alles, was sich in irgendeiner Form um Chozen dreht, fand ich einfach nur fantastisch. Er undercover bei Cobra Kai, er zusammen mit Daniel, zusammen mit Johnny. Großartig, dass sie Okumoto zurückgeholt und seine Rolle erweitert haben.

Schön fand ich es auch, dass sie mit bestimmten Konflikten nicht zu lange hausieren gegangen sind, sondern einige Sachen einfach innerhalb von ein, zwei Folgen ad acta gelegt haben, damit einfach Platz ist für andere Sachen. Ich will da jetzt auf keinen Fall ins Spoiler-Territorium gehen, aber teilweise war ich echt überrascht, wie schnell manche Sachen doch abgefrühstückt wurden. Auf der anderen Seite war ich dann aber auch echt happy, dass man vieles nicht noch einmal zu sehr hinausgezögert hat. Das hat Staffel 5 einfach einen echt guten Flow gegeben. Zumal einfach auch wieder so viel passiert, was Liebessachen angeht, was Karate-Sachen angeht und persönliche Freund- und Feindschaften.

Dadurch, dass viel in diese fünfte Season gestopft wurde, gehen einige Figuren leider auch etwas unter. Aber mittlerweile wächst der Cast ja auch mit jeder Staffel um mindestens zwei, drei neue Charaktere. Da wird’s ja echt schwierig, alle unter einen Hut zu bekommen.

Aber ich hatte auch mit Staffel 5 wahnsinnig viel Spaß. Diese Serie schafft es erstaunlich gut, ihr Seifenoper-Niveau zu halten. Und auch wenn sich das Finale von Staffel 5 sehr abgeschlossen anfühlt, gibt es da ja noch genug offene Fragen. Also eine sechste Staffel sollte noch drin sein… danach müsste man sich aber schon fragen, wie lange man das alles noch machen kann, bevor es wirklich zu sehr abrutscht.

Wertung: 9 von 10 Punkten (Cobra never dies… scheint wirklich zu stimmen)

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