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Random Sunday #84: Batman Arkham City

31. Juli 2022

Fortsetzungen bei Videospielen müssen einfach immer was besser machen als das Original… und in den meisten Fällen funktioniert das ja auch erstaunlich gut. Die Macher lernen aus den Fehlern des ersten Teils, verbessern Funktionen, erweitern die Welt, bauen auf dem Altbekannten auf und liefern etwas Neues. Warum das in den meisten Fällen bei Spielen so gut funktioniert, aber bei vielen Filmen irgendwie nicht… ist wahrscheinlich eine Frage für einen anderen Zeitpunkt. Ein weiteres Beispiel für eine gelungene Video-Spielfortsetzung ist „BATMAN: ARKHAM CITY“…

Etwa 18 Monate nach den Ereignissen von „Arkham Asylum“ ist Arkham City zu einem riesigen Gefängnis geworden – stellt euch einfach New York aus „Die Klapperschlange“ vor, dann habt ihr ein Gefühl dafür, was euch in diesem Spiel an sich erwartet. Bei einer Verantstaltung wird Bruce Wayne gekidnappt und landet mitten in Arkham City, wo der Direktor der Anstalt, Hugo Strange, etwas Großes plant, das nur unter dem Titel „Protokoll 10“ bekannt ist. Nachdem Wayne sich befreit hat und in sein Batman-Kostüm geschlüpft ist, muss er Strange irgendwie aufhalten – und bekommt es dabei natürlich auch wieder mit dem Joker zu tun.

Wie schon erwähnt: „Batman: Arkham City“ ist wesentlich größer und bietet einem eine ganze Kleinstadt, um als Batman unterwegs zu sein. Und das ist für mich immer der größte Selling-Point dieses Spiels gewesen. „Arkham Asylum“ war schon toll, aber „City“ macht einfach alles besser. Endlich kann ich auf dem Dach eines Hochhauses stehen, über die Stadt blicken und mich dann einfach vom Rand stürzen, nur um mich mit Hilfe des Umhangs gekonnt in der Luft aufzufangen und wie die Fledermaus der Gerechtigkeit über die Straßen gleiten und nach dem Bösen Ausschau halten. Gott, wie habe ich es geliebt, genau das zu tun… wenn man das in Verbindung mit dem Greifhaken macht, braucht man nie wieder den Boden zu berühren. Deswegen ist „Arkham City“ für mich auch ein bisschen wie „Red Dead Redemption 2“ gewesen: Da bin ich teilweise einfach nur ewig mit meinem Pferd durch die Gegend geritten und habe storytechnisch nicht viel gemacht. Bei „Arkham City“ war es ähnlich – manchmal sahen die Kriminellen hier nur den fliegenden Schatten am Himmel, ohne das der irgendwas anderes gemacht hätte. Dieses Gefühl von Schwerelosigkeit hat mich in diesem Spiel einfach gepackt… und wenn man die Technik mal gut raushatte, war das einfach das Beste überhaupt.

Abgesehen vom Fliegen ist „Arkham City“ aber auch von der Story sehr spannend… weil hier werden wie schon im Vorgänger zahlreiche Batman-Schurken eingebaut. Hugo Strange und Joker leiten das alles ein. Wir kämpfen aber auch gegen Two-Face, Killer Croc, Bane und Mr. Freeze. Die Kämpfe sind abwechslungsreich und dieses Kampfsystem allgemein macht im zweiten Teil noch mehr Spaß. Man gleitet, wenn man alles richtig macht, einfach von Gegner zu Gegner und verprügelt massenweise „bad guys“. Einfach toll… dieses Mal kann man das zwischendurch sogar als Cat Woman machen (auch wenn ich es bescheuert fand, dass man mich im Spiel dazu zwingt, meine wertvollen Erfahrungspunkte auch für sie einsetzen zu müssen – dabei ist sie nicht großer Bestandteil des Spiels, levelt man sie aber nicht auf, hat man es in ihren Passagen echt schwer.)

Das Faszinierende an „Arkham City“ ist aber, dass die Hauptstory eigentlich gar nicht so lang geht. Gestreckt wird der Plot durch zahlreiche Nebenmissionen – auch wenn sich „gestreckt“ jetzt so negativ anhört, ist es aber nicht. Man sucht nach Deadshot, der Leute umbringt. Man bekommt es mit Hush und seinen Opfern zu tun. Der verrückte Hutmacher macht seine Aufwartung und auch Azrael. So gibt es auch neben der Aufklärung, was es mit Protokoll 10 auf sich hat, genug für den Dunklen Ritter zu tun… und in diesem Mix aus Open World, Detektiv-Spiel und Prügelspaß lebt es sich einmal mehr richtig gut im Kostüm von Batman.

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