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Random Sunday #81: Horizon Forbidden West

3. Juli 2022

Diese Einleitung wird jetzt ein bisschen Rumgeheule, verzeiht es mir bitte.

Ich liebe „Horizon: Zero Dawn“. Die Story rund um Aloy und die kaputte Welt, die von riesigen Robotern bevölkert ist, war einfach nur fantastisch. Als es damals hieß, es wird eine Fortsetzung geben, war ich Feuer und Flamme. „HORIZON FORBIDDEN WEST“ hatte mich schon nach den ersten Trailern, in denen man sehen konnte, dass es auch mal unter Wasser geht (mit sowas kriegt man mich schnell). Dieses Spiel sollte mein erstes Spiel für die PlayStation 5 werden – das hatte ich mir geschworen. Doch das mit der PS5 ist ja so eine Sache… seit über zwei (?) Jahren ist die jetzt schon auf dem Markt und immer noch kämpfen einige Menschen (ich eingeschlossen) darum, endlich mal eine ihr Eigen nennen zu dürfen. Bis heute warte ich immer noch darauf, eine zu bekommen… und dann kam halt „Forbidden West“ um die Ecke. Erst sagte ich mir noch: „Ich warte!“, doch es ging einfach nicht. Ich hatte schon zu lange auf diesen zweiten Teil gewartet, wenn ich jetzt nochmal darauf warte, bis ich endlich eine PS5 habe, spiele ich das Spiel vielleicht nie. Also holte ich es mir einfach für meine gute, alte, treue PS4 und begab mich erneut mit Aloy auf die Jagd nach Robo-Tieren.

Nach dem Sieg über HADES in Teil 1 sucht Aloy jetzt nach einem Backup-Programm von GAIA, um die Biosphäre der Erde wieder aufbauen und der Menschheit eine Chance fürs Überleben geben zu können. Leider fehlen GAIA einige Elemente, die Aloy natürlich erst finden muss. Erschwerend kommt hinzu, dass es unter den Völkern des Westens, in den Aloy reisen muss, ein Bürgerkrieg ausgebrochen ist… und dass die einstigen Siedler des Far Zenith Programms auf einmal zurück auf der Erde sind und GAIA für sich beanspruchen. Also: Mal wieder viel zu tun für eine einzige Person, aber jemand muss es ja machen.

„Horizon: Zero Dawn“ war schon ein fantastisches Erlebnis und hatte dazu noch eine spannende Geschichte, bei der es darum ging, herauszufinden, was sich hinter „Zero Dawn“ versteckt und was es mit Aloy wirklich auf sich hat. Das wird aber auch alles aufgeklärt… und darunter leidet „Forbidden West“ ein wenig. Denn die Story ist jetzt nicht unbedingt das Stärkste. Die großen Überraschungen sind im ersten Teil schon aufgeklärt worden, also versucht man es jetzt über diese Far-Zenith-Sache ein wenig spannender zu machen. Was, da bin ich ganz ehrlich, nicht wirklich gut funktioniert. Die Story hat für mich nicht so gezogen. Es war zwar immer noch genug, um mich bei der Stange zu halten… aber dieses „Gehe da hin, hole das und bring es zurück“ ist jetzt nicht so die aufregendste Art und Weise, eine Geschichte zu erzählen. Gestreckt auf ein paar Hauptmissionen bleibt „Forbidden West“ erzählerisch weit hinter dem ersten Teil zurück.

Trotzdem hatte ich einfach wieder so viel Spaß in dieser Welt der Robo-Viecher. Denn natürlich wird hier alles ausgebaut und verbessert. Es gibt neue große und kleine Monster (es gibt natürlich auch ein paar altbekannte Roboter) und ich liebe nach wie vor dieses Kampfsystem, dass man bestimmte Schwachstellen eliminieren muss, um seine Gegner zu besiegen. So bringt es dann wenig, wenn man mit Aloy einfach wild drauf losballert – man braucht eine Strategie, man muss planen und gut abwägen, wie man gegen wen vorgeht. Das mochte ich schon im ersten Teil, das ist auch im zweiten Teil einfach toll.

Zumal Aloy jetzt einfach auch noch etwas agiler und vielfältiger unterwegs ist. Als großer Fan von Greifhaken war ich überglücklich, dass Aloy jetzt auch einen hat. Das im Kampf einzusetzen, hat enorm viel Dynamik ins Spiel gebracht. Der Gleitschirm (wahrscheinlich abgeguckt von Zelda) hat Spaß gemacht, hat jetzt aber auch nicht so viel zum Spiel beigetragen. Geliebt habe ich die Tatsache, dass es jetzt auch unter Wasser geht – davon hätte ich durchaus mehr haben können. Aber dann vielleicht in Teil 3.

Das Level-System und der Werte-Baum war mir persönlich etwas zu wirr und zu überfüllt, aber ich bin trotzdem relativ gut klargekommen. Was aber auch daran lag, dass ich einfach so viel durch diese Welt gereist bin und alles Mögliche erforscht habe und dabei halt viele Erfahrungspunkte gesammelt habe.

Insgesamt ist „Forbidden West“ ein tolles Spiel, das man als Fan von Teil 1 einfach gespielt haben muss. Story-technisch ein wenig mau, aber spielerisch einfach nur wow (kleiner Reim für euch). Bin jetzt schon gespannt auf Teil 3… denn „Forbidden West“ hinterlässt uns mit einem richtigen Cliffhanger. Da muss und darf ruhig noch mehr kommen.

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