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The Rock und sein Riesenaffe

6. Mai 2022

Wer diesen Blog ein kleines bisschen verfolgt, weiß, dass ich ein Faible für Film-Monster habe. Nicht umsonst habe ich mich über ein halbes Jahr lang mit Godzilla beschäftigt, feiere Filme wie „Pacific Rim“ – je größer, desto besser (und nein, an dieser Stelle werde ich jetzt keinen schmutzigen Witz einfügen, den könnt ihr euch selbst denken). Einen neuen Monster-Film-Vertreter habe ich aus nicht vorhandenem Interesse erst ausgelassen – Netflix sei Dank kann ich das nun nachholen… und so habe ich mir mal „RAMPAGE“ mit Dwayne Johnson und drei riesigen Viechern gegönnt.

Claire Wyden (Malin Akerman) lässt im All Genforschung betreiben, sehr gefährliche Genforschung. Natürlich kommt es zu einem Unfall und die Mischung mit der geforscht wurde, landet über Umwege auf der Erde. Hier „infizieren“ sich ein Alligator, ein Wolf und ein Gorilla mit der Substanz und werden langsam immer größer und größer. Wyden will die Viecher zu sich locken, um ihre Forschung weiterbetreiben zu können. Blöd nur, dass der Gorilla unter der Aufsicht von Superman Davis (Dwayne Johnson) steht, der sich aufmacht, um das Schlimmste zu verhindern: An seiner Seite ist eine ehemalige Mitarbeiterin von Wyden, Dr. Kate Caldwell (Naomi Harris) und Agent Russell (Jeffrey Dean Morgan).

Der Untertitel zu „Rampage“ lautet „Big meets Better“. Das „Big“ ist offensichtlich, das „Better“ leider nicht. Der ganze Spaß basiert auf einem alten Computerspiel, das ich nie gespielt habe, das aber recht unterhaltsam gewesen sein soll. Auch das verfehlt der Film leider gehörig. Der hält sich mehr damit auf, Dwayne Johnson einmal mehr eine große Bühne zu liefern, damit der Muskelmann mal wieder zeigen kann, dass er „everybody’s darling“ ist: Der Kumpel-Action-Typ, der immer zur Stelle ist, um die Welt zu retten.

Ich habe natürlich nichts von der Story erwartet. Über 30 Godzilla-Filme haben mich das gelehrt: Ein Monster-Film braucht keine Story, nur gute Monster-Action. Leider versteift sich der Film zu sehr auf seine recht blassen Charaktere. Ex-Watchmen-Silk-Spectre Malin Akerman spielt einfach mal die oberflächlichste Schurkin aller Zeiten. Sie ist einfach nur böse, um böse zu sein (ihr komischer Sidekick war noch alberner als das). Dwayne Johnson hat in diesem Film leider so viel Charme wie ein fallengelassener Hammer. Naomi Harris rennt auch irgendwie nur so durch die Gegend… und ja, Jeffrey Dean Morgan ist schon cool, aber irgendwie habe ich da mehr Negan aus „The Walking Dead“ gesehen als einen richtigen Charakter.

Aber wie gesagt, groß ausgearbeitete Charaktere oder gar eine Story erwarte ich gar nicht. Sowas gehört in diese Art von Film nicht hinein. Da soll es ordentlich krachen. Bei gleich drei Monstern hatte ich da auch auf ordentlich Krach gesetzt. Doch Kroko lässt sich bis zum Ende Zeit und der Wolf war nicht sooo sonderlich spektakulär. Der Affe war nett, aber kein King Kong. Der letzte große Kampf zwischen Affe, Wolf und Kroko war dann tatsächlich cool, aber darauf hat man halt echt lange warten müssen. Gerade bei drei Monstern hätte ich mir mehr Interaktionen zwischen denen gewünscht. Mehr Haudrauf-Aktionen zwischen den Viechern. Da hat sich der Film dann doch wieder zu sehr auf seine Menschen konzentriert, wenn ich doch eigentlich die Monster sehen will.

Der Film ist schon unterhaltsam. Wie bei so ziemlich jedem zweiten Monster-Film geht es nur leider erst am Ende so richtig zur Sache. Da zeigt „Rampage“ dann, was hätte sein können.

Wertung: 4 von 10 Punkten (netter Schlussteil, dröger Rest)

One Comment leave one →
  1. 27. Mai 2022 20:13

    „… verfolgt, weiß, dass ich ein Faible für Film-Monster habe“ Ja. 🙂

    „Der Kumpel-Action-Typ, der immer zur Stelle ist, um die Welt zu retten.“ – ach … jetzt hat dieses Subgrene des Actionstreifens endlich mal einen Namen!

    Ich weiß nicht … Rampage ist echt so einer dieser Filme, bei denen ich nie auch nur ansatzweise das Bedürfnis hatte die zu schauen. Nicht mal wegen der Kaiju-Anleihen. Dem bin ich ja schon allein durch Evangelion auch nicht abgeneigt.

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