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Random Sunday #75: Alan Wake

27. März 2022

Ich bin ein Playstation-Kind und werde es wohl immer bleiben (selbst wenn ich noch so lange auf die PlayStation 5 warten muss). Der Sprung auf die Konsole kam für mich einfach daher, dass wir zuhause mit unserem Computer nie so wirklich auf dem Stand waren, um aktuelle Spiele zocken zu können. Also erschien mir die Konsole immer sicherer, weil ich hier wenigstens genau sagen konnte, ob ich ein Spiel spielen kann oder nicht. Warum die Wahl auf die PlayStation fiel, ist einfach zu erklären: „Spider-Man 2“ ist Schuld beziehungsweise das Spiel zum Film, das einfach nur absolut fantastisch war und wegen dem ich mir dann die PlayStation 2 besorgt hatte. Somit verschloss ich mich dann aber auch der Welt von Microsoft und vor allem der Xbox… was mich nur selten wirklich geärgert hat, aber einmal schon: Nämlich damals, als „ALAN WAKE“ 2010 für die Xbox erschien und ich es nicht spielen konnte. Erst jetzt, 12 Jahre später, habe ich mit der Remastered-Edition die Chance in die Hand genommen, mich in die Welt von Mr. Alan Wake zu stürzen.

Alan Wake ist ein Horror-Autor, der aber schon seit langem nichts mehr geschrieben hat. Er fährt mit seiner Frau Alice in das kleine Bergstädtchen Bright Falls, um hier in einer kleinen Hütte am See Ruhe und vor allem Inspiration zu finden. Doch statt Ruhe findet Alan nur den blanken Horror: Seine Frau wird von einer mysteriösen Gestalt in den See gezogen. Alan wacht eine Woche später wieder auf und weiß nicht mehr, was in dieser einen Woche passiert ist. Die Hütte am See hat es angeblich nie gegeben, von seiner Frau fehlt jede Spur und unheimliche Schattenwesen haben es auf ihn abgesehen. Alan muss nun herausfinden, was hier wirklich passiert und wer oder was dahinter steckt.

Was ich nicht wusste, ist die Tatsache, dass „Alan Wake“ mit einem anderen Spiel in ein und demselben Universum spielt. Je mehr ich allerdings in der Welt von „Alan Wake“ verweilte, desto offensichtlicher wurde diese Verwandtschaft… denn Remedy Entertainment haben da auch noch so ein kleines feines Spiel namens „Control“… in dem man merkwürdige Gegenstände findet, die durch eine merkwürdigere Macht kontrolliert werden. So etwas erfährt man auch in „Alan Wake“.

Aber wie ist das Spiel denn an sich nun? Nun ja, anfangs war ich sehr begeistert, am Ende dann ein wenig enttäuscht. Zu Beginn fängt das Ganze wunderbar den Vibe von „Twin Peaks“, „Outer Limits“ und „Akte X“ ein. Alan Wake fühlt sich wie eine spielbare Stephen-King-Version an und Bright Falls ist genau die richtige Art von creepy und wunderschön. Auch die Story, die an sich erzählt wird, ist wirklich spannend und liefert viele WTF-Momente… nur spielerisch ist „Alan Wake“ mir dann doch ein bisschen zu repetitiv gewesen.

Die Darkness, die einen verfolgt, kommt in Form von besessenen Fahrzeugen oder anderen leblosen Gegenständen oder Schattengestalten daher. Nur mit einer Taschenlampe bewaffnet, muss man die Darkness aus diesen Dingen treiben, um sie dann auf klassische Art mit einer Waffe zu vernichten. Die Taschenlampe hält nicht so richtig lang, es dauert auch ewig, bis man mal eine etwas stärkere findet und Munition ist, wie es sich für Survival-Horror gehört, natürlich eh immer Mangelware. Nur das Problem ist, manchmal hat man nur eine Taschenlampe und ein riesiger, besessener Mähdrescher verfolgt einen, während nebenbei noch andere Schattengestalten auf einen zu rennen. Da Alan auch nur bedingt schnell rennen kann und ausweichen für ihn auch eher ein Akt ist, sind solche Passagen dann oft mehr Frust als Spaß gewesen… und leider wiederholte sich das dann alles immer wieder und wieder, was der Spannung etwas den Kick nahm und der Frust doch überwiegte.

Zum Glück ist die Story aber immer noch spannend genug, dass ich nicht einfach aufhören wollte, aber geärgert habe ich mich schon mehr als einmal. Ich bin mal gespannt, ob das im angekündigten „Alan Wake 2“ ein wenig besser gelöst wird.

Nichtsdestotrotz bin ich happy, das Ding endlich mal gespielt zu haben. Allein wegen der Atmosphäre und der Callbacks zu „Twin Peaks“ und Co. war das irgendwie schön, wenn auch oft ärgerlich und das Finale enttäuschte mich dann leider auch ein wenig, weil es irgendwie zu plötzlich einfach und schnell da war. Der ganze Aufbau und der Weg dahin waren am Ende spannender als das Ende an sich. Wie gesagt, bleibt die Hoffnung, dass der zweite Teil das ein bisschen besser hinbekommt.

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