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Altes Geschrei, neue Schreier

21. Januar 2022

Nachdem Autor und Schöpfer der Scream-Reihe Kevin Williamson, der Teil 1 und Teil 2, aber aufgrund eines Streites nicht mehr bei Teil 3 mit dabei gewesen ist, zurückkehrte, macht „SCREAM 4“ das wieder gut… und damit kehrt die Reihe in ihrem vermeintlich letzten Film zu ihren Anfängen zurück und macht sich dabei gleichzeitig über ewige Fortsetzungen, Reboots und Remakes lustig – auf eine wie immer unterhaltsame Art und Weise. Und da bin ich immer noch sehr erstaunt. Denn ich war ja anfangs echt skeptisch, hatte mir „Scary Movie“ doch irgendwie die Lust an „Scream“ genommen. Erst mit Teil 2 wurde ich ja dann so richtig Fan… und das hat sich gehalten. Auch mit Teil 4.

Zum 15. Jahrestag des Woodsboro-Massakers werden in der kleinen Stadt wieder einmal zwei Teenager getötet… und nur einen Tag später taucht Sidney Prescott (Neve Campbell) in der Stadt auf, um ihr neues Buch zu promoten. Für Sidney noch kritischer wird die Lage, als ihre Cousine Jill (Emma Roberts) von Ghostface angerufen wird. Es geht wieder los… und Sheriff Dewey (David Arquette) und seine gelangweilte (weil nichts zu tun) Ehefrau Gale (Courtney Cox) sind natürlich auch wieder mit dabei.

„Scream 4“ ist der letzte Film von Wes Craven… und der ist ein würdiger Teil. Ich weiß nicht wirklich, wie bei den Fans so die einzelnen Filme der „Scream“-Reihe gewertet werden, aber auch wenn „Scream 4“ gut 11 Jahre nach dem dritten Teil in die Kinos kam, ist sich die Reihe hier einmal mehr treu geblieben. Es fängt schon mal mit dem vielleicht unterhaltsamsten Intro der Scream-Reihe an (obwohl… nein, Drew Barrymore im ersten Teil bleibt Top!) und geht dann fröhlich weiter. Und das sehr blutig… Teil 4 ist nach dem doch sehr blutleeren dritten Teil ein regelrechtes Schlachtfest mit ordentlich fiesen und brutalen Kills. Wie es sich für eine der unendlichen Fortsetzungen gehört, übertrumpft sich „Scream 4“ selbst, wenn es um den Splatter-Aspekt geht.

Gleichzeitig schafft der vierte Teil sehr gut den Spagat zwischen der Einführung einer neuen Gruppe und die Integration der alten Charaktere… ohne dass es sich anfühlt, als würde man die nur des Fan-Services wegen an Bord haben. Emma Roberts, die ich ja schon durch „Scream Queens“ sehr als Horror-Darstellerin schätzen gelernt habe, ist toll – auch wenn ich diese erneute Familien-Beziehungskiste (die wir ja schon im dritten Teil mit dem verschollenen Bruder von Sidney hatten) ein bisschen übertrieben. Auf einmal jetzt die Schwester der Mutter von Sidney und deren Tochter… naja, gut. Hayden Panettiere als Kirby sowie Rory Culkin waren auf jeden Fall auch unterhaltsame Neuzugänge, die so inszeniert werden, dass sie starke Charaktere sind, die gut für sich stehen, aber eben auch gut zu den alten Charakteren passen. Courtney Cox wurde hier mal wieder gut gefordert, dagegen wirkte David Arquette fast schon ein bisschen müde… und Neve Campbell kommt auch nach 11 Jahren wieder gut in ihre Rolle.

Insgesamt ist „Scream 4“ einfach ein echt unterhaltsamer Slasher, der nicht mehr unbedingt an die guten Qualitäten seiner Vorgänger herankommt (und gerade die Auflösung, wer dieses Mal Ghostface ist, war wirklich nicht sooo geil), aber dennoch gerade Fans der Reihe wirklich gut bei Laune hält.

Ich bin mal echt gespannt, was ein fünfter Teil – der uns ja noch bevorsteht – so leisten kann. Immerhin sind die meisten der alten Darsteller noch mit am Start, aber wenn „Scream 5“ jetzt in die Kinos kommt, wird es auch der erste sein, bei dem Wes Craven nicht mehr dabei ist und schon der zweite Film, bei dem auch Schöpfer Kevin Williamson nicht mit am Start ist. Ich hoffe, das spricht nicht gegen den Film.

Wertung: 7 von 10 Punkten (Splatter-Fest, das Neu und Alt gut miteinander verbindet)

3 Kommentare leave one →
  1. 21. Januar 2022 07:04

    Den habe ich ganz ähnlich wahrgenommen. Gerade mit dem zeitlichen Abstand, mit dem ich den vierten Teil gesehen habe, konnte er mich ziemlich begeistern.

    • donpozuelo permalink*
      21. Januar 2022 09:45

      Auch wenn man die direkt hintereinander schaut, funktioniert das Ganze auch immer noch echt gut. Teil 4 hat echt Spaß gemacht und ich fand auch die neuen Figuren echt interessant

Trackbacks

  1. Ghostface is back! | Going To The Movies

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