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Stab – The Movie

17. Januar 2022

2016 habe ich damals das erste Mal Wes Cravens „Scream“ geguckt… und fand den ja auch irgendwie ganz gut. So richtig umgehauen hatte mich das Ganze aber nicht. Zu sehr wurde mir das alles durch „Scary Movie“ versaut und am Ende war mir diese Meta-Ebene ein bisschen zu aufgesetzt: Ständig sabbelt irgendwer irgendwas über Horror-Filme. Wow, dachte ich damals, wahnsinnig kreativ. Wie gesagt, ich finde den Film trotzdem nicht schlecht… aber so richtig gepackt hatte er mich nie. Auch jetzt, nachdem ich ihn noch einmal gesehen habe, bleibe ich dabei. Dafür kommt jetzt aber die große Überraschung für mich… denn in Vorbereitung auf „Scream 5“ habe ich nun natürlich auch die Fortsetzungen geguckt und da hat mich „SCREAM 2“ dann doch sehr überrascht. Und zwar im absolut positiven aller positiven Sinne.

Sidney Prescott (Neve Campbell) versucht nach den Morden in Woodsboro irgendwie ein normales Leben zu führen. Was natürlich gar nicht so leicht ist. Gale Weathers (Courtney Cox) hat aus dem Ganzen Profit geschlagen und ein Buch geschrieben, das gerade unter dem Titel „Stab“ verfilmt wurde und erfolgreich in den Kinos angelaufen ist. Da ereignet sich bei einer Vorstellung ein brutaler Doppelmord… und auf einmal sieht sich Sidney erneut mit einem Killer konfrontiert, der ihr Leben und das ihrer Freunde bedroht. Doch wer ist es? Könnte es Cotton Weary (Liev Schreiber) sein, den Syndey einst des Mordes an ihrer Mutter beschuldigte und der nun wieder auf freiem Fuß ist?

Positiv überrascht… ich sage es nur nochmal. Ich hatte echt nicht damit gerechnet, dass mir der zweite Teil so gut gefallen würde. Sogar ein wenig mehr als der erste Teil. Bevor die Fans des ersten Teils jetzt aufschreien… das funktioniert hier auch einfach nur, weil es den ersten Teil gab. Wie meine ich das? Nun ja… die Tatsache, dass man durch den ersten Teil weiß, dass hinter der Maske von Ghostface Menschen aus dem engsten Kreise Sidneys gehörten. Das macht jetzt in Teil 2 einiges um so interessanter. Kaum ging das Morden los, ging in meinem Kopf das Detektiv-Spiel los. Ich wägte jeden gegen jeden ab. Jeder war ein potenzieller Mörder… und irgendwie hat mir allein das schon wahnsinnig viel Spaß gemacht: den Film zu gucken und gefühlt einfach jeden zu verdächtigen. Ist es Jerry O’Connell, der einfach mal als Sidneys neuer Freund auftaucht? Ist es doch Randy (Jamie Kennedy), der nach dem ersten Teil vielleicht verrückt geworden ist? Wes Craven wirft uns ein paar schöne Brocken hin und mir hat dieses Rätsel-Raten echt sehr viel Spaß gemacht.

Auch den Gebrauch der Meta-Ebene fand ich in diesem Film irgendwie angebrachter als im ersten Teil. Nicht nur weil wir an der Uni mal in eine Diskussion von Filmwissenschaftlern über die Vorteile von Fortsetzungen schnuppern dürfen, sondern eben, weil aus dem ersten Teil ein Film innerhalb der Filme gemacht wurde. Das lädt natürlich viel mehr dazu ein, diese Meta-Ebenen auszubauen und in die Gespräche der Protagonisten einzubinden.

Die Auflösung in diesem Teil fand ich dann – auch wenn sie ähnlich albern war wie im ersten Teil – doch sehr viel unterhaltsamer. Zumal das Ding für mich auch in der Logik des Films stimmiger war als die Auflösung im ersten Teil. Die in „Scream 2“ hat dazu noch einen leichten Meta-Touch und tatsächlich hatte ich sie zumindest in all meinen Verdächtigungen zur Hälfte sogar richtig vorhergesagt. Da war ich dann auch ein bisschen stolz auf mich.

Was neben all dem in „Scream 2“ auch sehr faszinierend ist, ist das Who-is-who, das sich hier vor der Kamera versammelt. Neben den üblichen Verdächtigen taucht auch einfach Timothy Olyphant auf, Sarah Michelle Gellar, Tori Spelling spielt Sidney Prescott im Film (kleiner Meta-Witz, der im ersten Teil seinen Beginn hatte), Jada Pinkett Smith taucht in der Eröffnungsszene auf… wie auch Heather Graham und Omar Epps… und und und. Auch das hatte irgendwie seinen Charme.

Insgesamt bin ich, wie schon erwähnt, echt sehr überrascht davon gewesen, wie viel mehr Spaß ich mit „Scream 2“ hatte. So darf das gerne weitergehen.

Wertung: 9 von 10 Punkten (die gute Art von Fortsetzung)

8 Kommentare leave one →
  1. 17. Januar 2022 07:16

    Oh ja, den mag ich auch sehr. Steht für mich dem ersten Teil in fast nichts nach. Habe auch richtig Lust, mir die Reihe noch einmal anzusehen. Werde aber noch warten, bis es den 5. Teil für zu Hause gibt und die Remaster-Blu-rays der Vorgänger günstiger sind. Passend zum Horrorctober könnte es dann soweit sein… 😉

    • donpozuelo permalink*
      17. Januar 2022 12:01

      Ja, ich mag den sogar noch etwas mehr als Teil 1. Aber das liegt halt auch wieder an Scary Movie 🤣 der hat mir Teil 1 echt ein bisschen kaputt gemacht 🙈

      • 17. Januar 2022 15:14

        Habe „Scary Movie“ glücklicherweise erst danach gesehen und fand ihn auch ganz schrecklich.

        • donpozuelo permalink*
          18. Januar 2022 13:28

          Ich mochte Scary Movie halt damals. Hab den rauf und runter geguckt. 🤣 Da konnte Scream dann nicht mithalten.

        • 18. Januar 2022 22:12

          😱

        • donpozuelo permalink*
          19. Januar 2022 12:25

          🤣🤣🤣

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