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Random Sunday #70: Mass Effect 3

16. Januar 2022

Ich weiß gar nicht, wie ich über „MASS EFFECT 3“ schreiben soll… aber es gibt eine Sache, die wirklich äußerst faszinierend war. Denn dieses Spiel, dieser Abschluss der wirklich tollen Reihe, hat mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen, wie ich sie so auch noch nicht bei einem Spiel erlebt habe. Aber dazu gleich mehr.

„Mass Effect 3“ führt uns in die letzte große Schlacht gegen die Reapers. Als Commander Shepard muss man einen Weg finden, diese zu gewinnen. Ein heftiger Angriff der Reapers auf die Erde bildet dabei den Startschuss… Shepard muss nun dafür sorgen, dass eine alte Waffe rechtzeitig aufgebaut werden kann, die möglicherweise endgültig die Reapers vernichten könnte. Shepard muss aber auch Allianzen schließen, um möglichst viele Kämpfer gegen die Reapers zu vereinen. Was natürlich nicht einfach ist, dass sich die einzelnen Völker ja auch untereinander noch wegen einigen schwerwiegenden Problemen hassen. Als Shepard muss man nun auch noch Mediator sein und diese „kleinen“ Konflikte lösen, um alle im Kampf gegen die Reapers zu vereinen. Blöd ist dabei natürlich auch noch, dass Cerberus (die Organisation, die Shepard in Teil 2 ja noch wieder aufgebaut hatte) bei all dem die Finger im Spiel hat.

Der Abschluss der Trilogie ist fantastisch. Was soll ich noch anderes sagen? Teil 1 war super, Teil 2 war die perfekte Fortsetzung und Teil 3 liefert nun einen gekonnten Abschluss für dieses Epos. Wieder einmal werden wir auf die unterschiedlichsten Missionen geschickt. Die Entscheidungen, die wir in den ersten beiden Spielen getroffen haben, zeigen nun ihre Auswirkungen. „Mass Effect 3“ war action-reich und wieder einmal gut erzählt. Wieder einmal lebt auch dieses Spiel von den unterschiedlichen Welten, die man erkundet, den verschiedenen Wesen, denen man begegnet und den Geheimnissen über die Vergangenheit der Galaxie, die man offenbart. Nur im finalen Kampf auf der Erde gegen die Reapers wurde mir „Mass Effect 3“ ein bisschen zu übermütig. Welle um Welle an Gegner war irgendwann ein bisschen nervig… aber auch das konnte ich verschmerzen, weil man davor die wohl emotionalste Verabschiedung in der ganzen Reihe erlebt hat. Das hat mich echt zu Tränen gerührt.

Wofür ich „Mass Effect 3“ aber immer in Erinnerung behalten werde, ist das emotionale Chaos, in das mich dieses Spiel gestürzt hat. Dabei geht es natürlich um die Liebe… im ersten Teil habe ich Shepard mit Ashley Williams zusammengebracht. In Teil 2 war ich dann mit Miranda zusammen, weil ich den Punkt nicht geschafft habe, nach meinem vermeintlichen Tod wieder mit Ashley anzuknüpfen. Und auch wenn diese romantische Komponente von „Mass Effect“ jetzt nie ausschlaggebend für irgendwas war, war mir das doch irgendwie auch wichtig. Jetzt in Teil 3 wollte ich eigentlich wieder mit Ashley zusammenkommen, weil das Spiel einen mit ihr ja auch direkt zu Beginn auf eine Mission schickt. Miranda war irgendwie kein Thema, weil sie – zumindest in meinem Spielverlauf – leider auch kaum auftauchte und ich nie die Chance fand, sie zu finden. Also konzentrierte ich mich auf meine alte Liebe Ashley.

Doch dann kam Liara T’Soni auf einmal ins Spiel, die Wissenschaftlerin, die schon seit dem ersten Teil mit dabei ist. Nach einer Schlacht redete ich mit ihr und normalerweise ließen sich die beiden Vorgänger-Spiele immer viel Zeit mit den Romanzen. Nach diesem Gespräch küssten sich Liara und Shepard auf einmal und mein Chaos war perfekt. Ich wollte das eigentlich gar nicht und versuchte alles, um mit Liara zu sprechen oder ihr gar aus dem Weg zu gehen. Funktionierte nur leider nicht so richtig. Liara war auf einmal überall… keine Ahnung, wie ich da wieder hätte rauskommen sollen. Das hat mich beim Spielen echt belastet, weil ich ihr nicht wehtun wollte. Aber ich kam aus dieser neuen, dritten Beziehung innerhalb der Trilogie nicht raus. Ich kann es selbst kaum glauben, wie sehr mich das beschäftigt hat…

Zum Glück gibt es zu der ganzen Geschichte ein großes ABER: Wie in jeder guten Beziehung, die man nicht will, aber aus der man nicht rauskommt, gab ich mich dem Ganzen einfach hin und versuchte, das Beste draus zu machen… und siehe da: Liara T’Soni war die beste Beziehung, die ich je in „Mass Effect“ hatte. Was aber irgendwie auch daran lag, dass sie in Teil 3 besser geschrieben war. In der vorherigen Spielen hat man hier und da mal geredet, dann gab es einen Kuss und vor der letzten Schlacht stieg man ins Bett. Mit Liara war das jetzt in Teil 3 alles viel ausgewogener und ausgebauter… nachdem ich mich dann wirklich drauf einließ.

Abgesehen von diesem virtuellen Liebeschaos war „Mass Effect 3“ aber auch sonst sehr aufregend. Und wie gesagt, auch ein toller Abschluss. Jetzt muss ich mir irgendwann nur noch mal „Mass Effect: Andromeda“ besorgen… das ja lange nach der Zeit von Shepard spielt.

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