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Random Sunday #64: Mass Effect 2

3. Oktober 2021

So… nachdem ich mich mit Commander Shepard in „Mass Effect“ durch die Galaxie gekämpft habe und den Reaper Sovereign daran gehindert habe, musste es natürlich direkt weitergehen. Diese Welt von „Mass Effect“ hatte mich ja – mal abgesehen von den ganzen Fahrstuhl-Fahrten – sofort in ihren Bann gezogen. Da ich glücklicher Besitzer der Legendary Edition bin, konnte ich auch direkt mit „MASS EFFECT 2“ weitermachen… und meine Güte, ich wurde nicht enttäuscht. Der erste große Schock kommt ja mal auch gleich zu Beginn…

… da fliegt man gemütlich mit seiner Crew in der Normandy durch die Gegend und wird auf einmal angegriffen. Das unbekannte Schiff zerstört einfach mal die komplette Normandy und Shepard selbst segnet einfach mal das Zeitliche… bis wir dann zwei Jahre später wieder aufwachen. Eine Organisation namens Cerberus, unter der Führung des Illusive Man, hat uns wieder zusammengeflickt und will nun, dass wir für sie arbeiten… denn die Galaxie wird mal wieder bedroht. Kolonien der Menschen werden von den Collectors überrannt und dezimiert. Diese Collectors wiederum arbeiten für die Reapers… und um die aufzuhalten, muss Shepard ein Team zusammenstellen und sich der Bedrohung stellen.

Gleichmal vorweg: Das Fahrstuhl-Problem hat sich erledigt. Was wirklich eine Wohltat gewesen ist. Ansonsten ist „Mass Effect 2“ ein ebenso immersives und aufregendes Spiel wie schon sein Vorgänger. Die Galaxie wird nochmal ein Stück größer, wir erforschen noch ein paar mehr Planeten und lernen neue Wesen und Orte kennen. Was ich tatsächlich sehr cool fand, war die Tatsache, dass man sich hier wirklich erstmal sein Team zusammenstellen muss… und damit einher gehen dann unterschiedliche Missionen, die an die gut 11 Charaktere, die man einsammelt, gebunden sind. So wird jeder Charakter, der neu ins Team kommt, auch wunderbar ausgearbeitet und tiefgründig beleuchtet – mit dazu liefert das Spiel einem dann auch einen Blick in die jeweilige Kultur der Wesen. Erzählerisch geht „Mass Effect 2“ hier noch weiter in die Materie der Galaxie ein, lässt uns noch mehr über die Konflikte zwischen den Kulturen erfahren und lässt uns ein Team aufbauen, bei dem wir von jedem alles wissen.

Dabei kommen neue Mitglieder dazu, aber auch altbekannte Gesichter, die man aus dem ersten Teil schon kennt. Die Missionen sind dabei abwechslungsreich, aufregend und unterhaltsam. Man merkt, dass der Fokus der Missionen auch ein bisschen actiongeladener ist. Die Gefechte, die man sich mit seinen Feinden liefert, sind fordernder und länger als noch im Vorgänger… und machen immer noch so viel Spaß wie im ersten Teil. Es ist echt spannend, wie gut es die „Mass Effect“-Spiele schaffen, sich durch eine großartige Story und starke Charaktere zu tarnen. Denn am Ende ist das Ganze nur ein Shooter, aber durch das Gesamtpaket wird daraus einfach so viel mehr.

Was in Teil 2 ein bisschen merkwürdig war, war der ganze Rollenspiel-Aspekt. Der Ausbau der Fähigkeiten hat sich mir bis zum Schluss nicht so richtig erschlossen… ich glaube, ich habe die möglichen Fähigkeiten auch nie so genutzt, wie man sie hätte nutzen können. Dafür ist das Entscheidungen-Fällen immer noch ein Highlight… wobei ich es aber schade finde, dass man diese „Romance“-Option hat, die aber nicht wirklich stark ausgebaut ist. Man flirtet ein bisschen mit Miranda und am Ende gibt’s den obligatorischen „Morgen geht die Welt unter“-Sex. Das hätte man dann doch vielleicht ein bisschen besser ausbauen können – gerade wenn man bedenkt, wie stark der Rest ausgefeilt ist.

Aber gut… das ist Meckern auf hohem Niveau. Das Finale von „Mass Effect 2“ fordert einen dann nochmal richtig und belohnt einen am Ende, wenn man sein Team gut kennt und gut einzusetzen weiß… und der Cliffhanger sorgt dann auch direkt dafür, dass ich sofort mit „Mass Effect 3“ angefangen habe.

Nach zwei Spielen der Reihe merke ich nun aber auch, was hier über ein Spiel aufgebaut wurde: das vielleicht größte und aufregendste Sci-Fi-Spektakel seit „Star Wars“ und „Star Trek“, bei dem ich mich dann immer mehr wundern muss, dass Hollywood bislang davon die Finger gelassen hat. Was ich gut finde, aber eben auch verwunderlich…

Auf jeden Fall ist „Mass Effect 2“ ein ebenso tolles Spiel wie sein Vorgänger und macht einfach nur Spaß. Ich habe schon lange nicht mehr so sehr an einer Story Interesse gefunden wie an der von „Mass Effect“.

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