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Das Spiel beginnt… erneut

26. Juli 2021

2010 legte die „Saw“-Reihe erst einmal eine Pause ein. „Saw 7“ war jetzt auch wirklich einfach nicht der Bringer. Wenn es da weitergehen sollte, müsste man das Ganze schon ein bisschen aufpeppen. Das Franchise brauchte frischen Wind… zumal die Tatsache, dass der große Big Bad der Reihe tot war, nun einfach zu sehr mit Rückblenden-Twists ausgelutscht war. Wenn sie richtig tief gesunken wären, hätten sie irgendwann seinen bösen bösen Zwilling hervorgezaubert und gesagt, der John Kramer, der gestorben ist, war gar nicht wirklich der Jigsaw-Killer. Hätte mich bei einer Reihe, die sich mit jedem Teil etwas Neues zur eigenen „Mythologie“ hinzudichtet, nicht einmal gewundert… und im Vergleich zu anderen Horror-Reihen wäre das ja sogar noch halbwegs clever gewesen. Nach sieben Jahren sollte es dann aber wieder so weit sein. Mit „JIGSAW“ kam 2017 der nunmehr achte Teil der Reihe heraus… wirklich was neu erfand der aber auch nicht.

Detective Halloran (Callum Keith Rennie) hat ein Problem. Zehn Jahre nach dem Tod von Serienkiller Jigsaw (Tobin Bell) scheint es ein neues Spiel zu geben. Fünf Leute werden in irgendeiner Scheune festgehalten und müssen sich fiesen Aufgaben stellen. Das wirft natürlich die Frage auf, ob Jigsaw wirklich tot ist. Gemeinsam mit dem Gerichtsmediziner Logan (Matt Passmore) versucht er der Sache auf den Grund zu gehen… und hat schon bald Grund zur Annahme, dass der vermeintlich neue Jigsaw in seinen eigenen Reihen sitzt.

Bisweilen habe ich es ja noch gelobt, dass diese Reihe dank Rückblenden neue Sachen in schon bekannte Szenen reingebracht hat, aber „Jigsaw“ geht jetzt selbst mir ein Stück zu weit. Ich meine, erst hatten wir Amanda, die in „Saw 2“ als Jigsaws Schülerin offenbart wird. Später, in „Saw 5“ erfahren wir dann, dass Mark Hoffman noch früher Schüler des Killers gewesen ist. Jetzt in „Jigsaw“, als wenn die ganze Zeitlinie der Filme nicht schon gaga genug wäre, erfahren wir, dass es noch einen Schüler gab, der noch vor Amanda und Hoffman da war. Dieser Jemand war es sogar, der die Bärenfalle konstruierte, in der Amanda gefangen gehalten wurde. Im klassischen „Saw“-Plottwist wird das Ganze verkündet, aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Interesse schon verloren. Irgendwie reicht es selbst mir jetzt… und ich habe mich nun wirklich durch alle 8 Filme gekämpft. Doch jetzt, mit „Saw 8“ ist irgendwie auch für mich der Punkt erreicht, wo das alles nicht mehr wirklich zieht.

Immerhin weiß der Film mit ein paar interessanten Fallen zu „beeindrucken“… es wird wieder fröhlich zerschnitten, zerschossen und zermalmt, was die (kranke?) Fantasie der Drehbuchautoren so hergibt. Doch auch hier verlor ich irgendwann so ein bisschen das Interesse daran. Es waren einfach zu viele Charaktere, die halt irgendwie nach und nach den Löffeln abgeben mussten.

Insgesamt ist „Jigsaw“ jetzt nicht der schlechteste Film der Reihe, aber nach sieben Jahren Wartezeit hätte ich mir dann doch ein bisschen mehr Finesse beim Drehbuch gewünscht. Letztendlich wird auch hier einfach nur das alte Rezept mit ein paar neuen Zutaten versehen. Was ja nicht schlimm wäre, wenn das Endprodukt „schmecken“ würde. Tut es aber leider nicht wirklich…

Ich bin zudem jetzt vorsichtig gespannt, was Chris Rock in „Saw 9“ zeigen wird.

Wertung: 4 von 10 Punkten (solide gemachte Fortsetzung nach langer Pause, die so aber kein Mensch gebraucht hätte)

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