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Der Jedi und die Ghost

24. März 2021

The Mandalorian“ ist schuld, dass ich hier angekommen bin. Eigentlich war ich nie so wirklich heiß darauf, mir diese ganzen zusätzlichen Star-Wars-Trickserien anzuschauen. Doch dann begann mein Interesse an „The Mandalorian“ zu steigen… und auf einmal wurden dann Namen wie Bo-Katan, Ahsoka Tano, Großadmiral Thrawn und und und genannt. Da wusste ich: Der Perfektionist in mir würde mehr über all das wissen müssen, um Spaß an Mando und Grogu haben zu können. Also fing ich, bevor „The Mandalorian“ Staffel 2 startete, mit „Star Wars: The Clone Wars“ an… und war schwer begeistert davon, was diese Serie mir gab. Da war natürlich klar, dass ich mir „Star Wars: Rebels“ auch anschauen muss. Schließlich ist das ja auch erst die Serie, in der dieser Thrawn auftaucht, von dem Ahsoka in „The Mandalorian“ sprach. Ich war also im Star-Wars-Teufelskreis gefangen und wagte mich an „STAR WARS REBELS“.

Wir befinden uns mal wieder in einer weit, weit entfernten Galaxie. Etwa vierzehn Jahre nach den Ereignissen von „Star Wars: Die Rache der Sith“ sind die meisten Jedi durch Order 66 getötet worden, das Galaktische Imperium breitet sich weiter und immer weiter aus. Doch es gibt Widerstand… besonders hervorzuheben ist die Besatzung der Ghost unter Hera Syndulla: da hätten wir den Jedi Kanan, der Order 66 überlebte, die Mandalorianerin Sabine Wren, den grummeligen Zeb und den aufmüpfigen Androiden Chopper. Auf dem Planeten Lothal will die Ghost-Crew eigentlich nur einen kleinen Schlag gegen das Imperium ausführen und bekommt unerwarteten Zuwachs: den jungen Ezra Bridgers. Schnell stellt sich heraus, dass Ezra Potenzial hat, ein Jedi zu werden… und so wird Ezra nicht nur der Schüler von Kanan, sondern Teil der Crew und stellt sich mit den Rebellen gegen das Imperium.

Mir wurde immer gesagt, dass sich „Rebels“ ein wenig anfühlen würde wie „Firefly“… und ja, es stimmt irgendwie. Wir haben eine bunt gemischte Crew, die auf verschiedenen Planeten verschiedene Jobs durchführt und dabei immer auf der Hut sein muss, um nicht von der vorherrschenden Macht gefangengenommen zu werden. Das funktionierte bei Joss Whedon, das funktioniert jetzt auch ganz gut bei Dave Filoni.

Womit wir dann zu dem Punkt kommen, weswegen mir „Rebels“ ein winzig kleines bisschen besser gefallen hat als „Clone Wars“. „Rebels“ bietet in sich einfach eine in sich geschlossene Geschichte. „Clone Wars“ hangelte sich mehr von Schlacht zu Schlacht – wirklich gebunden war ich da nie so richtig an die Charaktere, auch wenn gerade Ahsoka natürlich ein wichtiger Bestandteil von all dem gewesen ist. „Rebels“ bietet mir da persönlich dennoch mehr: Wir begleiten Ezra Bridger bei seinem Weg, ein Jedi und ein Rebel zu werden. Er ist unser Drehpunkt, alles geht von ihm aus. Dabei lernen wir aber nicht nur ihn, sondern seine gesamte Crew kennen. So sehr sich dann von Episode zu Episode auch die Handlung an sich ändert, bleiben diese Komponenten doch immer die gleichen… und bietet einfach bessere Bezugspunkte.

Da schadet es natürlich nicht, dass wir eine wirklich tolle Truppe hier haben, von denen jeder auch seine eigenen Geschichten bekommt. Sabine muss mit ihrer mandalorianischen Herkunft klar kommen (und das Dark Saber spielt dabei eine wichtige Rolle), Kanan wird mit seiner Jedi-Vergangenheit durch Ezra immer wieder konfrontiert. Hera muss die Truppe zusammenhalten und leidet dabei unter dem Verlust ihrer Familie. Selbst Zeb, der grummelige Muskelmann der Crew, hat eine bewegende Vergangenheit. So haben wir starke Charaktere mit spannenden Geschichten, denen die Serie genug Platz einräumt. Dadurch gibt es auch immer wieder starke emotionale Momente in dieser Serie, bevor man dann wieder zum großen Kampf gegen das Imperium vorgeht.

Ich mochte das wirklich sehr… ich hatte rundum meinen Spaß. Allerdings ist das auch ein wenig mit „Trauer“ verbunden. Zum einen fand ich’s schade, dass diese Inquisitoren von Vader irgendwann einfach fallengelassen wurden (ich kannte die bis dato nur aus dem Spiel „Fallen Order“, fand sie aber sehr faszinierend und hätte gerne mehr von ihnen erfahren). Auch die Tatsache, dass es auf einmal eine Art Portal-System in Raum und Zeit gibt, durch das man in die Vergangenheit reisen kann, fand ich nicht so dolle… vor allem weil ich Angst habe, sie könnten den Kram noch weiter benutzen, um irgendwie Sachen gerade zu rücken. Und am Ende war ich von dem recht offenen Ende etwas enttäuscht. Das Finale ist gewaltig und spannend, aber es bleiben doch noch sehr viele Fragen unbeantwortet… die dann wahrscheinlich im „Mandalorian“-Spin-Off zu Ahsoka Tano aufgeklärt werden könnten.

Immerhin wissen wir durch Staffel 2 von Mando, dass Thrawn wieder irgendwo da draußen sein muss. Und mit Thrawn haben wir dank „Rebels“ (und eigentlich dank Timpothy Zahn, dessen Thrawn-Trilogie ich tatsächlich mal lesen werde) einen wirklich faszinierenden Star-Wars-Schurken, der eine wunderbar unheimliche Präsenz hatte. Von dem gerne dann bei „Ahsoka“ mehr.

Insgesamt bin ich aber von „Rebels“ schon sehr begeistert. Die Serie ist ein bisschen mehr charakterorientiert, liefert dennoch tolle Schlachten und Kämpfe (Maul trifft endlich wieder auf Obi-Wan wird ein Highlight bleiben), spannende Einblicke in die Macht und ist ein schöner Zusatz zu den Filmen.

Wertung: 8 von 10 Punkten (ganz andere Qualitäten als „Clone Wars“, aber das ist auch genau richtig so)

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