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Cobra Kai Never Dies!

21. Oktober 2020

Leute, Leute, Leute… guckt euch unbedingt „Cobra Kai“ an. Und wenn ihr die Serie schon kennt, dann guckt sie einfach nochmal. Staffel 1 hat mich ja schon echt von den Socken gehauen, aber Staffel 2 geht ja wirklich noch mehr in dem Mix aus Soap Opera, Nostalgie und Karate-Action auf. Es beeindruckt mich in dieser zweiten Staffel noch so viel mehr, dass die Serie es schafft, das alles unter einen Hut zu bekommen, ohne dabei absolut lächerlich zu wirken. „Cobra Kai“ gehört neben „Ash vs. Evil Dead“ zu den Beispielen, wie man mit einem alten und vor allem beliebten Franchise umgehen muss… so bleibt die Nostalgie perfekt erhalten, es entsteht dabei aber auch etwas Neues, dass das Alte nicht einfach nur stupide kopiert. Staffel 2 setzt dabei gekonnt an das schon fast Comic-hafte Finale von Staffel 1 an.

In bester Supervillain-Manier tauchte da ja auf einmal John Kreese (Martin Kove) auf, Johnnys einstiger Sensei. Johny (William Zabka) bringt es nicht übers Herz, Kreese wegzuschicken… und so fängt der an, mehr und mehr Johnnys Schüler mit seinem Hass zu indoktrinieren (was natürlich sehr auf Kosten von Miyagi-Do geht). Die Feindschaft zwischen Johnny und Daniel (Ralph Macchio) wird so noch mehr geschürt, auch wenn die Beiden immer wieder diese kurzen Momente der Freundschaft erleben. Wenn Kreese nicht wäre… doch dessen Machenschaften ziehen auch Miguel (Xolo Mariduena) und seine Cobra Kais mehr und mehr in den Abgrund. Vor allem Hawk (Jacob Bertrand) wird mehr und mehr zu einem richtig ekligen Bully.

Schon in Staffel 1 fand ich diesen Soap Opera Aspekt von „Cobra Kai“ irgendwie cool. In Staffel 2 haben sich die Macher nun gedacht: „Okay, wir machen da noch mehr zu!“ Dieser ganze Krieg der Dojos wäre mir allein schon in jeder anderen Serie, in jedem anderen Szenario viel zu viel. Aber „Cobra Kai“ schafft es, dass dieser Karate-Krieg einfach unglaublich gut funktioniert. Was halt auch immer wieder daran liegt, dass sich hier Zwei bekriegen, die eigentlich beste Freunde sein könnten. Und die zu ihrem Standpunkt und ihren Überzeugungen stehen… was in Staffel 1 schon funktioniert hat, funktioniert auch hier: Weder ist Daniel der Schurke noch ist Johnny der Gute. Sie haben beide etwas Gutes und etwas Schlechtes an und in sich. Die Grauzonen zwischen den Beiden bleiben gleich…

… nur jetzt entscheidet sich die Serie halt durch John Kreese einen richtigen Bösewicht aufzustellen. Der bringt das Gefüge durcheinander, der sorgt halt wirklich für Chaos. Er ist die treibende Kraft hinter dem Krieg, der in Staffel 2 auf die spektakulärste Art und Weise eskaliert. Es brechen immer wieder „Feuer“ aus, aber im Finale von Staffel 2 gibt es das große Endgame. Die letzte Folge besteht fast nur aus grandiosen Kampfsequenzen und einem Cliffhanger, der sich gewaschen hat.

Ich kann gar nicht wirklich sachlich und ruhig über all das schreiben. Ich feiere das viel zu sehr ab. Die alten Charaktere werden einfach toll weiterentwickelt. Selbst das Martin Kove wieder auftaucht, ist einfach nur großartig. Und er wird halt auch nicht zu einem Gimmick gemacht, das man nur hat, um den Fanservice aufrechtzuerhalten. Sein Kreese hat seine ganz eigene Mission… und infiziert damit auch die Kids.

Die sind auch alle extrem gut. Ich liebe Hawks Wandel in dieser Staffel, der nun wirklich zum Schurken wird. Wenn Kreese der Imperator ist, wird Hawk sein Vader, der blind alle Befehle von ihm befolgt. Und auch wenn der Star-Wars-Vergleich vielleicht übertrieben wirkt, irgendwie passt er vom Ausmaß ganz gut zu Staffel 2. Auch die Neueinführung von Tory (Peyton Nichols) ist super. Sie sorgt für romantische Verwirrungen bei Miguel und gibt gleichzeitig eine tolle Erzfeindin für Mary Mousers Samantha ab.

Hach… „Cobra Kai“!!! Einfach eine tolle Serie, die auch in Staffel 2 perfekt das Original würdigt und das Neue aufleben lässt. So muss das sein und ich hoffe, dass das auch in Staffel 3 so bleiben wird.

Wertung: 10 von 10 Punkten (diese Serie ist wirklich in Einklang mit sich selbst – einfach nur fantastisch)

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