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Filmreise Etappe #31: Daytona 500

22. Mai 2020

Ich weine noch ein wenig der Fantasy-Kategorie der Filmreise-Challenge hinterher… denn mit der Kategorie „Aktiv-Urlaub“ begebe ich mich in ein Film-Genre, dem ich selten viel Beachtung schenke: Sport. Ich gucke so schon keine Sport-Übertragungen, von daher bin ich auch nur selten im Sportfilm-Genre unterwegs. Rocky Balboa und seine Filme sind die Einzigen, die ich in dieser Kategorie tatsächlich sehr abfeiere. Aber gut, dafür ist die Challenge ja auch genau gemacht: Dass man sich mal neuen Dingen stellt. Auf Platz 31 soll ich mich einem Film widmen, in dem es um Motorsport geht. Da ich „Rush“ schon gesehen habe und „Le Mans 66“ auch, musste ich mir was anderes aussuchen… und so stieß ich dann auf „Tage des Donners“ von Action-Experte Tony Scott und mit Raser-Freund Tom Cruise.

Tim Daland (Randy Quaid) braucht einen neuen Rennfahrer… und sucht sich den jungen Cole Trickle (Cruise) aus. Der ist zwar schon mehrere Rennen gefahren, doch noch nie NASCAR-Rennen. Dennoch will Daland mit Trickle sein neues Team aufbauen, um NASCAR-Champion Rowdy Burns (Michael Rooker) zu besiegen. Mit Hilfe des Technikers Harry (Robert Duvall) bereitet sich Cole auf das Rennen vor… und nach anfänglichen Schwierigkeiten wird Cole besser und besser. Bis zu dem Tag, an dem er und Rowdy in einen bösen Unfall verwickelt werden. Nur schwer kommt Cole damit klar… und steigt ängstlich wieder in den Wagen – sehr zum Vorteil seines neuen Rivalen, seinem Ersatzmann Russ Wheeler (Cary Elwes).

„Tage des Donners“ ist eigentlich „Top Gun“ – nur jetzt mit Autos und Auto-Rennen. Was aber auch nicht weiter tragisch ist, denn unter der Regie von Tony Scott wird daraus ein rasantes Renn-Spektakel, das zugleich perfekt auf Star Tom Cruise angepasst ist. Er spielt den Underdog, der aber nicht zu sehr Underdog ist. Die Rivalität mit Michael Rookers Rowdy lässt ihn sympathisch und kämpferisch aussehen, ihre spätere Freundschaft erinnert dann stark an Rocky und Apollo Creed. Überhaupt hat „Tage des Donners“ irgendwie sehr viel von „Rocky“ kopiert. ‚Wie gesagt, die Feindschaft-Freundschaft zwischen Cole und Rowdy ist schon mal gegeben. Dann haben wir mit Robert Duvall einen sympathischen Mickey-Ersatz. Duvall ist perfekt für die Mentoren-Rolle. Er muss sich das Vertrauen des eigensinnigen Coles erst erarbeiten. Aber sobald er es hat, arbeiten die beiden perfekt zusammen. Statt Adrian haben wir in „Tage des Donners“ Claire, die Ärztin, die Cole behandelt und von Nicole Kidman gespielt wird (so haben sie und Tom Cruise sich ja dann auch kennengelernt und geheiratet). Am Ende gibt es dann den großen Kampf gegen Arschloch Russ Wheeler und Cole geht als Gewinner nach Hause.

Man könnte, wenn man gemein sein will, sagen, dass „Tage des Donners“ vorhersehbar bis zur letzten Minute ist. Dass der Film mit jedem Klischee spielt, dass es in Underdog-Filmen geben muss. Aber Scheiß drauf, es passt alles einfach zu gut zusammen. Tom Cruise ist super als Egoist, der lernen muss, sich auf andere zu verlassen. Robert Duvall ist der passende Mentor. Michael Rooker ein großartiger Feind-Freund und Cary Elwes hat schon so was Schleimig-Fieses an sich, dass er ein toller „Endgegner“ ist. Nicole Kidman ist einfach nur Zucker (zu mehr kommt sie in diesem Film auch nicht).

Dazu kommen die großartigen Rennsequenzen, die Tony Scott gekonnt in Szene setzt. Ich habe es schon bei Ron Howards „Rush“ gesagt und ich wiederhole mich hier: Wenn echte Autorennen solche Kamera-Einstellungen liefern würden, würde ich mir das auch anschauen. Puh… das geht schon gut ab in „Tage des Donners“ (und unfreiwillig musste ich auch immer ein wenig an Pixars „Cars“ denken 😀 ). Die Action ist rasant und bildstark inszeniert. Die Rennen wirken realistisch und ziehen einen in den Bann… so wie es echte Rennen bei mir nie machen würden. Von daher bleibe ich bei den fiktiven.

Wertung: 7 von 10 Punkten (jedes Klischee wird ausgespielt, aber die Darsteller und die Action machen das alles wieder wett)

5 Kommentare leave one →
  1. 22. Mai 2020 12:53

    Hey ich meine… wie viele schlechte Tom Cruise Filme gibt es denn bitte schön? Da macht man nichts falsch 🙂

    • donpozuelo permalink*
      22. Mai 2020 13:08

      Eben… der Mann liefert so gut wie immer ab. Da kann man wirklich nicht viel falsch machen („Knight and Day“… dieser Film mit Cameron Diaz ist für mich aber so ein Beispiel, dass es selbst bei Cruise mal daneben gehen kann)

    • 23. Mai 2020 09:33

      Ups, da gibt es sicher auch andere Stimmen 😊

      • donpozuelo permalink*
        23. Mai 2020 12:54

        Kann gut möglich sein. Aber die ignoriere ich 😅

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  1. Filmreise Etappe #32: Rocky on the rocks | Going To The Movies

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