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Zurück im Spiel

16. Dezember 2019

2017 war „Jumanji: Welcome to the Jungle“ wahrscheinlich eine der größten Überraschungen. Kein Mensch hatte so wirklich damit gerechnet, dass diese Fortsetzung zum Robin-Williams-Klassiker „Jumanji“ gut werden würde. Doch tatsächlich war es das, der Film spielte etwas mehr als über 900 Millionen Dollar ein und war einmal mehr auch Beweis dafür, dass Mr. The Rock einfach ein Näschen dafür hat, sich gut zu platzieren. Viel Geld plus The Rock spricht natürlich sehr dafür, daraus einen zweiten Teil zu machen… und den haben wir jetzt mit „Jumanji: The Next Level“.

Spencer (Alex Wolff) fühlt sich allein und sehnt sich im fernen New York nach seinen Freunden, von denen er sich aber immer weiter distanziert. Mit Wehmut erinnert er sich an die Zeit zurück, als sie im Jumanji-Spiel wilde Abenteuer erlebt haben… und natürlich hat er das Spiel aufgehoben und natürlich benutzt er es und verschwindet im Spiel. Seine Freunde kommen ihm zur Hilfe, doch dieses Mal funktioniert das alles nicht ganz so gut, denn Spencers Opa (Danny De Vito) und dessen einstiger Freund Milo (Danny Glover) landen ebenfalls im Spiel. Martha (Morgan Turner) wird zwar wieder zu Ruby Roundhouse (Karen Gillan), doch Opa Spencer ist nun Smolder Bravestone (Dwayne Johnson) und Milo ist Mouse Finbar (Kevin Hart), während sich Football-Ass Fridge (Ser’Darius Blain) im Körper von Shelly Oberon (Jack Black) wiederfindet. Mit diesen neuen Schwierigkeiten müssen sie nicht nur Spencer wiederfinden, sondern einmal mehr Jumanji retten – vor dem fiesen Schurken Jurgen the Brutal (Rory McCann).

„Jumanji: The Next Level“ zeigt eigentlich einmal mehr, warum diese neuen Filme wirklich eine nahezu perfekte Videospiel-Verfilmung ist. Regisseur Jake Kasdan (sein Papa Lawrence hat das Drehbuch zu unter anderem „Empire Strikes Back“ geschrieben, während sein Bruder Jonathan das zu „Solo: A Star Wars Story“ verbockt hat) ist auch jetzt wieder an Bord und liefert Gaming auf der großen Leinwand. Die Level sind wieder da wie im ersten Teil – dieses Mal liefert er aber (wie es sich für ein Game-Sequel gehört) noch mehr Action ab, die ein bisschen abgedrehter und gaga ist. Dabei kann er sich voll und ganz auf das wunderbare Charisma seiner Gruppe verlassen, die in jeder noch so absurden Situation einfach perfekt funktionieren.

Karen Gillan ist einfach wieder herrlich badass, Jack Black spielt sich gekonnt selbst… und das Dreamteam Hart-Johnson hat sowieso immer eine gute Chemie. Witzig ist allerdings die Tatsache, dass sie dieses Mal zwei alte Männer spielen müssen. Kevin Hart kriegt das erstaunlich gut hin, seinen inneren Danny Glover zu finden und bringt sich vor allem stimmlich sehr gut damit ein. Dwayne Johnson hat da so seine Schwierigkeiten, wirklich als Danny De Vito oder gar als alter Mann rüber zu kommen. Anfangs gibt er sich noch sehr Mühe, „alt“ zu sprechen… zwischendurch hört sich das dann eher an, als würde er versuchen, einen britischen Akzent nachzuahmen und dann vergisst er das auch mal komplett und ist einfach nur wieder Dwayne „The Rock“ Johnson. Aber wie gesagt, man kann das verschmerzen, da die allgemeine Chemie der Stars einfach wirklich toll ist.

Wie schon erwähnt, macht Kasdan mit „Jumanji: The Next Level“ das, was jedes gute Gaming-Sequel auch macht: Die Story bleibt eigentlich die Gleiche, dafür wird das Level-Design aufgewertet, die Action wird besser, es gibt neue Fähigkeiten und Charaktere. Die Action wurde schon ordentlich aufgebessert und macht echt viel Spaß. Kasdan traut sich und seinem Team hier einfach ein wenig mehr zu und dreht ein bisschen mehr am Rad – auf die gute Art und Weise aber. Gleichzeitig hatte ich echt das Gefühl, als wäre sein „Jumanji: The Next Level“ gleich auch seine persönliche Hommage an „Game of Thrones“. Es gibt ein Winterlevel, in dem es gilt, eine Burg zu erobern. Dann müssen Bravestone und Roundhouse in bester Jon-Snow-Ygritte-Manier eine Mauer aus Eis erklimmen – und ihr großer Endboss, Jurgen the Brutal, wird von „The Hound“-Darsteller Rory McCann gespielt. Wer hier keine GoT-Vibes bekommt, hat die Serie wohl nicht gesehen.

Insgesamt hatte ich viel Spaß mit dem nächsten Level von „Jumanji“. Achtung, Klischee-Bombe: Wer den ersten Teil mochte, wird auch mit Teil 2 seinen Spaß haben.

Wertung: 8 von 10 Punkten (mal gucken, wie lange der Jumanji-Wahn anhält – ein Teil 3 kündigen sie in einer kleinen Mid-Credit-Scene mehr oder weniger schon an)

4 Kommentare leave one →
  1. 22. Dezember 2019 18:09

    Scheue mich nach wie vor, in den Erstling reinzuschauen. Aber wenn ich deinen Ausführungen folge, könnte sich das doch lohnen?

    • donpozuelo permalink*
      22. Dezember 2019 20:29

      Ich fand den ersten Film echt sehr unterhaltsam. Also ja, kann man mal gucken. Ist nix großes, unterhält aber gut

  2. 5. Januar 2020 21:36

    Ich mochte den ersten. Deiner Logik folgend muss ich den hier dann wohl auch gucken…

    • donpozuelo permalink*
      6. Januar 2020 07:48

      Gucken musst du ihn nicht 😅 aber wenn du ihn guckst, weißt du, was dich erwartet… und wirst es bestimmt in Ordnung finden

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