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Random Sunday #22: Star Wars Jedi: Fallen Order

15. Dezember 2019

Passend um die Vorfreude auf „Star Wars: The Rise of Skywalker“ zu füttern, erschien im November „Star Wars Jedi: Fallen Order“. Ein Spiel, auf das ich mich schon gefreut habe, als der erste Trailer rauskam. Endlich mal Jedi sein, endlich mal mit einem Lichtschwert Gegner bekämpfen und das nicht nur mit den Plastik-Attrappen meines Bruders im Garten, sondern so richtig… auf meiner Playstation 4. Ich war aufgeregt und gespannt… nicht nur wegen des Spiels an sich, sondern weil ich damit einen weiteren „Meilenstein“ meiner „Gamer-Karriere“ erreichen wollte: Endlich mal eine Platin-Trophäe, sprich, das Spiel zu 100% durchspielen – mit all den Sachen, die man finden muss. Eine Aufgabe, die bei „Fallen Order“ manchmal etwas frustrierend ausfiel.

„Fallen Order“ spielt nach den Ereignissen von „Star Wars Episode 3“: Wir steuern den einstigen Padawan Cal Kestis, der die gefürchtete Order 66 überlebt und sich nun auf dem Planeten Bracca als Schrottsammler verdingt. Als er seinem besten Freund mithilfe der Macht das Leben rettet, gerät er ins Visier des Imperiums, das ihm zwei Inquisitoren auf den Hals jagt – darunter die gefährliche und mysteriöse Second Sister. Cal wird aber von der ehemaligen Jedi Ritterin Cere gerettet… die der Macht abgesagt hat. Cere braucht Cals Hilfe, um eine Liste eines toten Jedi Meisters zu finden, auf der Macht sensible Kinder verzeichnet sind.

Die Story von „Fallen Order“ ist spannend und liefert einige aufregende Twists und Wendungen sowie unterhaltsame Rückblenden zu Cals eigener Vergangenheit – durch die wir dann auch gleich seine Machtfähigkeiten stärken. Die hat man auch bitter nötig – nicht nur, wenn man wie ich versucht, die Platin-Trophäe zu erlangen. Gerade im Kampf sind gute Machtfähigkeiten nicht nur wichtig, sondern tatsächlich auch cool einsetzbar. Gegner zu sich heranziehen, sie in bester Vader-Manier im Machtgriff zu halten, sie von sich wegzustoßen, ihnen ihre eigenen Blasterschüße mit gekonnter Lichtschwert-Combo zurück an den Kopf zu ballern – all das macht sauviel Spaß. Spaß, der aber auch schnell mal in Frust ausarten kann – es ist kein „Dark Souls“-Frust, aber in der gegebenen Schwierigkeitsstufe muss man sich bei einigen Gegnern schon mal ein wenig länger aufhalten. Die Boss-Fights sind aber dennoch spannend, aber eben nicht immer leicht.

Auf insgesamt 5 Planeten darf Cal sich dann seine Gegner suchen – die sind alle schön abwechslungsreich gestaltet und mit Kashyyk haben wir auch einen Planeten dabei, der uns bekannt vorkommt. Die einzelnen Planeten sind relativ offen, aber an einige Stellen kommt man nur mit besonderen Fähigkeiten heran – was bedeutet, man wird schon sehr zielgerichtet durch die Level gejagt (und kommt später halt noch mal wieder, um andere Gebiete zu erkunden). Die Level erkundet man in bester „Uncharted“- oder auch „Tomb Raider“-Manier: Da darf geklettert, gehangelt und gesprungen werden, da müssen Geheimnisse entdeckt und Dinge gescannt werden. Hin und wieder darf es auch mal ein Rätsel sein, das aber nie zu viel Gehirnschmalz verlangt. Dennoch macht auch das Erkunden der einzelnen Planeten Spaß… vorausgesetzt, man ist nicht zu sorgsam. Wenn man wie ich auf der Suche nach allem ist (um Platin zu bekommen), dann nervt irgendwann die ungenaue Karte und das arg verschachtelte Level-Design, bei dem ich dann gerne mal ewig im Kreis hin- und hergelaufen bin, um einen versteckten kleinen Ort zu finden.

Das Blöde an „Fallen Order“ ist dann auch, dass einem die gefundenen Gimmicks einfach mal gar nichts bringen. Man findet Ponchos (ja, wow, Ponchos) in verschiedenen Farben für Cal, verschiedene Anstriche für das Raumschiff und unseren kleinen, hier noch unerwähnten Robo-Freund BD-1 (die knuffigste Erfindung seit BB-8 und ein süßer „Wall-E“-Klon, der einem stets mit fröhlichem Piepen zur Seite steht). Auch sein Lichtschwert kann man modifizieren – aber die Stärke oder die Handhabung beeinflusst das nicht. Sieht nur für zwei Sekunden cool aus. Da sollten die Macher bei einem hoffentlich kommenden zweiten Teil echt dran arbeiten.

„Fallen Order“ hat mir viel Spaß gemacht. Es war eine tolle Star-Wars-Story, die mich gut mitgerissen hat. Das Spiel selbst hat auch Spaß gemacht – und wenn ich nicht verzweifelt versucht hätte, alles zu finden, was es zu finden gibt, wäre es auch weniger frustrierend gewesen, sondern vor allem kurzweilig. Das Ganze ist ein toller Ausflug ins Star-Wars-Universum, den ich jedem Fan nur ans Herz legen kann.

Ach ja… und tatsächlich habe ich Platin für dieses Spiel bekommen. Meine erste Platin-Trophäe… andere Leute erfinden Sachen oder schreiben Bücher, ich spiele Star-Wars-Spiele komplett. Jedem das Seine. Möge die Macht mit euch sein…

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