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Random Sunday #21: Control

10. November 2019

Nachdem ich mich 100 Stunden lang durch „Assassin’s Creed: Odyssey“ gekämpft hatte (nicht immer mit Freude, da irgendwann die Quests sich einfach nur noch wiederholt haben, ich aber unbedingt das Spiel durchspielen wollte / musste), brauchte ich mal was „einfacheres“. Kein Open-World-Spiel, bei dem ich nach 30 Stunden mal wieder zum Hauptquest zurückkehre und schon nicht mehr weiß, worum es eigentlich geht. Ich brauchte mal was neues, was nicht Teil 5000 einer Reihe war. Außerdem brauchte ich was, das mich bei Laune hält, bis endlich „Star Wars: Fallen Order“ rauskommt (an „Death Stranding“ wage ich mich, trotz großer Neugier, noch nicht heran). So fiel meine Wahl dann auch einen Titel, mit dem ich nicht viel anfangen konnte: „Control“.

Als Spieler kontrolliert man die junge Jesse Faden, die nach ihrem Bruder Dylan sucht. Beide hatten vor Jahren ein außergewöhnliches und übernatürliches Erlebnis. Daraufhin wurde Jesses Bruder von dem mysteriösen Bureau of Control entführt. Alleine, nur in Begleitung einer ominösen Wesenheit, die sie Polaris nennt, macht sich Jesse nun auf, die Behörde aufzusuchen. In deren Hauptsitz, dem Ältesten Haus, findet Jesse nur den toten Direktor wieder. Als sie seine Dienstwaffe aufnimmt, ein starkes Machtobjekt, wird sie in eine Astraldimension katapultiert, in der sie einen Test bestehen muss und so zur neuen Direktorin wird. Ausgestattet mit der Waffe und ihrer neuen Position kann sie sich in dem ständig verändernden Haus frei bewegen und ihren Bruder suchen. Gestört wird sie dabei von „The Hiss“, einer Wesenheit aus einer anderen Dimension, die Besitz ergreift von den Angestellten der Behörde. Jesse muss nun alles tun, um hinter das Geheimnis der Hiss, der Behörde und ihres Bruders zu kommen.

„Control“ ist großartig!!! Nehmen wir allein mal nur die Story. Die ist super. Verschiedene Dimensionen, mysteriöse Alltagsgegenstände, die Fähigkeiten haben und von der Behörde untersucht werden – bin ich ja eh Fan von. Das Ganze muss man sich vorstellen, wie die etwas coolere und vor allem düstere Version von „Warehouse 13“. Auch wenn das quasi nur die Nebengeschichte ist, die man sich auf dem Weg durch das Haus selber zusammenbastelt.

Das Älteste Haus selbst liefert einen Irrgarten aus Zimmern und Gängen und plötzlich auftauchenden Räumen, die so nicht existieren dürften. Da lebt „Control“ dieses ganze Dimensionsgedöhns voll aus. Das ist fantastisches Science-Fiction, das Spaß macht und das einen fasziniert. Man kommt aus dem Staunen nicht raus und geht mit offenem Mund in einige Räume und kann, wie Jesse, nicht verstehen, was hier gerade passiert. Die Dimensionssprünge sind toll und kreativ und vor allem bildgewaltig umgesetzt. Das Einzige, was extrem genervt hat, war die unübersichtliche Karte, die eigentlich nie wirklich geholfen hat. Manchmal bin ich einfach nur ewig durch die Gegend gerannt – in der Hoffnung, dann irgendwann mal dahin zu kommen, wo ich hin soll.

Das Aufleveln von Jesse macht Spaß, vor allem weil das Hinzugewinnen von Fähigkeiten a) immer mit einem Trip in die Astralebene verbunden ist und b) wirklich was für den weiteren Verlauf bringt. Und ja, das Schweben macht sauviel Spaß. Seine Gegner mit Gegenständen bewerfen, die man mit Psychokinese bewegt aber auch. Und dann ist da natürlich noch die Dienstwaffe, die sich modifizieren lässt… obwohl ich am Ende meistens nur zwischen der Schrotflinten-Variante und der mit der meisten Schlagkraft gewählt habe.

Allgemein muss ich sagen, war „Control“ was das Kampfsystem angeht, mal schön herausfordernd. Ich bin etliche Male gestorben… aber jedes Mal habe ich was Neues dazu gelernt, was mir dann geholfen hat. Man muss in diesem Spiel alles mit einberechnen. Denn manchmal kämpft man gegen fiese Gegner auf engstem Raum. Und sich einfach nur eine gute Stellung suchen und dortbleiben, funktioniert auch nicht.

„Control“ macht Spaß, sieht toll aus und liefert eine coole Story (bei der ich mich immer ein wenig erwischt habe, mir zu wünschen, man würde das verfilmen – aber eigentlich will ich das nicht wirklich, funktioniert ja eh nicht). Die Kämpfe sind anspruchsvoll, aber es lohnt sich. Davon würde ich mir sogar noch einen zweiten Teil wünschen. Ich will noch mehr zwischen Dimensionen hin und her schweben…

Ach ja… und wir lernen die unglaubliche Wichtigkeit eines Hausmeisters wirklich zu schätzen.

2 Kommentare leave one →
  1. 6. Dezember 2019 19:02

    Klingt spannend! Danke für den Tipp.

    • donpozuelo permalink*
      7. Dezember 2019 07:41

      Gerne doch. Ist wirklich sehr cool.

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