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TGIF XXIV: Heiliger Gott-Zilla

5. Juli 2019

Es ist endlich soweit. Der Film, der meine lange Reise durch die Geschichte von Godzilla angestoßen hat, ist nun schon seit einiger Zeit im Kino und jetzt endlich habe ich es auch mal geschafft, mir „Godzilla: King of the Monsters“ anzuschauen. Immerhin ist diese neue Reihe auch dafür verantwortlich, dass wir bis 2021 warten müssen, um theoretisch wieder einen „richtigen“ Godzilla-Film sehen zu können. Toho und Legendary Pictures haben da ja angeblich so einen Deal, weswegen „Shin Godzilla“ vorerst der letzte Real-Film ist (aber keine Sorge, sie haben ein Schlupfloch gefunden und ihre Netflix-Trilogie zu Godzilla einfach  animiert – clever!!!). Aber jetzt endlich „Godzilla: King of the Monsters“.

Dr. Emma Russell (Vera Farmiga) wird vom Ökoterroristen Alan Jonah (Tywin Lannister… äh, Charles Dance) mitsamt ihrer Tochter Emma (Millie Bobby Brown) entführt. Russell hat nämlich ein Gerät entwickelt, das Schallwellen auslöst, durch die Titanen wie Godzilla und Co. angelockt werden können. Mit diesem Gerät erwecken Russell und Jonah Monster Zero, oder auch einfach auch nur King Ghidorah. Das wiederum löst eine Kettenreaktion aus: zig Monster, darunter auch Rodan und Mothra, wachen aus ihrem Jahrhundertschlaf aus und bevölkern die Erde… doch wer wird ihr Alpha-Tierchen? Ghidorah oder Godzilla? Wer wird am Ende König der Monster? Dr. Mark Russell (Kyle Chandler) versucht alles, um mit Hilfe der Organisation Monarch dafür zu sorgen, dass Godzilla seinen Titel behält.

Ich hatte viel unterschiedliches über „Godzilla 2“ gehört. Die einen fanden ihn stinklangweilig, die anderen wieder ganz gut. Ich dachte mir: „Hey, ich habe jetzt so viele Godzilla-Filme gesehen, der hier kann doch gar nicht so schlimm werden.“ Godzilla sei Dank, ich hatte Recht. Ich hatte viel Spaß mit diesem Monsterspektakel von Michael Dougherty. Vor allem, weil sich „Godzilla 2“ sehr würdevoll vor der alten Reihe verneigt. Da ist nicht nur der gelungene Einsatz des Original-Godzilla-Themes oder der aus dem Original-Film stammende Oxygen Destroyer. Emma Russell wird hier zu einer modernen Version von Miki Saegusa, die in „Godzilla vs. Spacegodzilla“ doch am Projekt T arbeitete, mit dem sie Godzilla steuern wollte. Das Gleiche macht Russell ja nun auch. Mothra hat in diesem Film zwar keine Elfen-Zwillinge, aber dafür stammt die von Zhang Ziyi gespielte Dr. Chen aus einer Familie, in der es viele Zwillinge kam und die auch auf Mothras Insel Forschung betrieben. Allein diese kleinen Easter Eggs waren schon sehr unterhaltsam.

Die Monster-Action in diesem Film kann sich im Vergleich zu 2014 Godzilla auch wirklich sehen lassen. Klar, es kam auch hier ein paar Momente, wo ich lieber weniger von den Menschen und mehr von den Monstern gesehen hätte. Dennoch ist die Anzahl der Monster-Szene sehr zufriedenstellend. Die Kämpfe sind der Hammer und toll in Szene gesetzt. Überhaupt zelebriert Dougherty ziemlich gekonnt die Monster… teilweise in Bildern, von denen man direkt einen Screenshot machen möchte. Allein dieses Bild von Ghidorah auf dem Berg mit dem Kreuz im Vordergrund. Das sieht schon sehr gut aus. Hier geht endlich mal wieder ordentlich viel kaputt… die Monster sind zu jeder Zeit eine absolute Bedrohung und furchteinflößend.

Etwas problematischer wird es allerdings bei der Story… obwohl auch die immer noch besser ist als das Etwas von 2014. Die Öko-Terror-Story ist eigentlich ganz interessant gewesen… nur die Menschen selbst nerven dann doch wieder mehr. „Stranger Things“-Lady Brown hätte man sich irgendwie auch sparen können… und auch alle anderen werden eher uninteressant dargestellt. Was ich aber abgesehen von den Menschen wirklich mochte, war die neue Mythologie – inklusive Hollow-Earth-Theorie, alten Kulturen, noch älteren Göttern und Außerirdischen. Alles Dinge, die ein gutes Godzilla-Franchise nun einmal braucht. Hoffentlich bauen sie das dann in „Godzilla vs. Kong“ noch weiter aus.

Alles in allem hatte ich mit „Godzilla: King of the Monster“ eine gute Zeit. Es gab viele Monster, es gab viel Zerstörung, es gab story-technisch ein paar interessante Ansätze, was immer noch besser ist als so einiges, was ich bisher gesehen habe in diesem Franchise. Außerdem: Wer will schon Story, wenn es doch Monster gibt. Ich sage, gebt uns noch mehr Monsterkämpfe!!!

Wertung: 8 von 10 Punkten (Monster-Fans kommen hier schon voll auf ihre Kosten)

9 Kommentare leave one →
  1. 13. August 2019 21:12

    Hat es doch geklappt!? Ja schön. 🙂 Klingt ja ziemlich vielversprechend … ich hatte mir von dem Film eigentlich so ziemlich gar nichts erwartet – hätt ich den mal geschaut …

    • donpozuelo permalink*
      13. August 2019 22:15

      Nach vielen, vielen nicht so guten und noch weniger guten Godzilla-Filmen wusste ich, meine Erwartungen herunterzuschrauben 😀

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