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TGIF XXI: Kiryus letzter Kampf

14. Juni 2019

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Bislang war die Millennium-Phase ja wirklich eher langweilig. Jetzt aber, wo sie langsam zu Ende geht, scheinen die Macher endlich aus ihrem Schlaf aufgewacht zu sein. Bislang waren alle Filme eigenständige Werke, doch nach „Godzilla Against Mechagodzilla“ kommt nun mit „Godzilla: Tokyo S.O.S.“ nicht nur die erste direkte Fortsetzung in dieser Phase, sondern tatsächlich auch der erste sehenswerte Film.

Der Kiryu-Techniker Yoshito (Noburo Kaneko) bekommt eines Tages Besuch von Mothras Zwillingsfeen, die ihn davor warnen, Mechagodzilla noch einmal einzusetzen. Die Gebeine von Godzilla gehören ins Meer, ansonsten wird der neue Godzilla immer und immer wieder angreifen. Leider will natürlich niemand aus der japanischen Regierung auf diese Warnung hören… und als Godzilla auftaucht, wird Mechagodzilla in die Schlacht gezogen. Die kämpft er dieses Mal aber nicht allein, denn Mothra eilt ihm zur Hilfe, immer in der Hoffnung, die Menschen würden ihre Warnung doch noch ernst nehmen.

Endlich, endlich, endlich. „Toyko S.O.S.“ ist wirklich ein neues Highlight der Reihe. Ich hatte es ja schon aufgegeben, auf einen guten Film zu hoffen. Aber endlich ist er doch noch da. Das Godzilla Nummer 27 so gut ist, liegt vor allem daran, dass Regisseur Masaaki Tezuka es schafft, die richtige Mischung zu liefern. Die Geschichte des Technikers Yoshito ist nett, aber nicht zu sehr überladen… so wie es sonst leider oft der Fall gewesen ist. Sein kleiner Neffe und sein Vater spielen eine kleine, aber bedeutende Rolle. Opa vereint „Tokyo S.O.S.“ sogar mit dem ersten Mothra-Solo-Film und sorgt so für eine etwas weitergefasste Mythologie als bisher.

Selbst unsere taffe Pilotin Akane (Yumiko Shaku) aus dem letzten Film hat einen kurzen Auftritt, aber auch da wird nicht zu viel draus gemacht. „Tokyo S.O.S.“ versteht es wirklich gut, die Menschen ein bisschen mehr in den Hintergrund zu rücken. In der ganzen Millennium-Phase wurde immer zu sehr versucht, mit den Menschen eine interessante Geschichte zu erzählen… und es hat nie wirklich funktioniert. So wie es Tezuka jetzt macht, ist es perfekt.

Der Hauptfokus liegt in „Tokyo S.O.S.“ nämlich auf den Monsterkämpfen, also auf dem, weswegen wir in einen Godzilla-Film gehen. Klar, das Original hat es damals geschafft, auch die menschliche Komponente gut zu beleuchten, aber davon sind wir leider schon lange abgekommen. Deswegen muss die Action einfach stimmen. Und das tut sie in „Tokyo S.O.S.“…

Die Kämpfe sind großartig inszeniert. Selbst Mothra wirkt das erste Mal so richtig bedrohlich. Allein ihre Einführung ist dieses Mal großartig, wenn sie schemenhaft durch die Wolken fliegt und dabei schon fast an einen Hai erinnert, bei dem man nur darauf wartet, dass er endlich zuschnappt. Auch kämpft sie in diesem Film sehr viel agiler als sonst. Ich weiß nicht, ob die Macher hier erstmals auch ein bisschen mit CGI nachgeholfen haben, aber wenn die Riesenmotte durch die Luft saust, sieht das sehr imposant aus. Außerdem schenken sie und Godzilla sich in diesem Film wirklich nichts. Er beißt ihr sogar ein Beinchen ab. Hier geht es ordentlich zur Sache… und ganz nebenbei gibt es noch ordentliche Zerstörungen. (Da muss ich ja sagen, bin ich immer wieder erstaunt, wie gut die Regierung in diesen Filmen die Bevölkerung evakuieren kann, so dass niemand zu Schaden kommt).

Auch Mechagodzilla macht dieses Mal eine viel bessere Figur… und so gibt es auch hier großartige und vor allem sehr unterhaltsame Kämpfe. Also wirklich, „Tokyo S.O.S.“ macht wirklich wieder richtig Spaß. Die Action ist endlich mal so, wie sie sein soll. So will ich das sehen. Weniger Story und mehr Action ist in diesem Fall genau das Richtige.

Wertung: 8 von 10 Punkten (sowas hätten sie schon viel früher inszenieren sollen…)

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