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TGIF IXX: Die heiligen 3 Schutzmonster

31. Mai 2019

Godzilla feierte 2001 großes Jubiläum. Da erschien der 25. Film der Reihe (der 26. Insgesamt, wenn man den Emmerich-Godzilla mitzählt, was wir aber an dieser Stelle nicht machen wollen). Und so ein Jubiläum musste natürlich gebührend gefeiert werden. Nachdem die Millennium-Phase bislang nur ein albernes UFO und eine Mückenplage als Gegner für Godzilla zu bieten hatte, wollten die Toho-Studios ein wenig an alte Erfolge anknüpfen. Deswegen entschied man sich dafür, zwei absolute Kultmonster zurückkehren zu lassen… und so kam dann zur Feier der Stunde „Godzilla, Mothra and King Ghidorah“ in die Kinos.

Japan, Land der Legenden und Götter und natürlich von Godzilla. Das Monster treibt nach wie vor sein Unwesen und bedroht das friedliche Land. Doch dieses Mal bekommt Japan unerwartete Hilfe… nämlich von drei heiligen Schutztieren, die tief unter der Erde geschlummert haben und nun erwachen, um Japan vor der Bedrohung durch Godzilla zu retten. Diese drei Heiligen sind das an eine Mischung aus Dumbo und Nashorn erinnernde Wesen Baragon… und eben die Titel gebenden Monster Mothra und King Ghidorah.

„Godzilla, Mothra and King Ghidorah“ erinnert ein wenig an „Godzilla vs. Mothra“ von 1992… zumindest in der Hinsicht, dass hier eine alte Kultur Japans dafür verantwortlich gemacht wird, dass Schutzmonster existieren, die als Hüter des Landes immer darauf warten, wieder zu erwachen und zu helfen. Mich wundert da nur, warum die Macher dann nicht einfach noch King Caesar aus „Godzilla vs. Mechagodzilla“ hervorgeholt haben. Der war ja auch eine schlafende Schutzgottheit. Denn Baragon, dieses riesenohrige Monster, kommt in diesem Film gar nicht so wirklich zur Geltung. Ich meine, er hat es nicht einmal in den Titel geschafft… dabei darf er immerhin doch als erster gegen Godzilla kämpfen und liefert endlich, endlich, endlich mal wieder einen halbwegs sehenswerten Kampf ab. Eine Seltenheit in der Millennium-Phase. Baragon macht den Anfang, Schluss machen dann Mothra und Ghidorah, der sich in bester Pokemon-Manier erst später zu King Ghidorah entwickelt – in letzter Zeit haben alle Monster noch Entwicklungsstufen. Es ist fast wirklich so, als hätten die animierten Taschenmonster auch Godzilla ein wenig beeinflusst.

Es ist für „Godzilla, Mothra and King Ghidorah“ auf jeden Fall gut gewesen, mal zu den altbekannten Monstern zurück zu kehren. Allerdings mit leichter Abwandlung. Mothra kommt dieses Mal komplett ohne ihre kleinen Zwillingsfeen aus (obwohl es eine Szene gibt, in der in Tokyo zwei fast identisch aussehende Frauen fasziniert zu Mothra starren – und ich fast erwartet habe, dass sie das Mothra-Lied anfangen zu singen). King Ghidorah ist das erste Mal in seinem Leben einer der Guten. Bislang war er ein außerirdisches Monster oder das Produkt von Genmanipulation aus der Zukunft. Jetzt kämpft er auf unserer Seite gegen Godzilla. Egal, Hauptsache, es gibt endlich mal wieder den dreiköpfigen Drachen in Action.

Godzilla bekommt auch ein optisches Update, sieht dabei aber nicht mehr ganz so fies und gefährlich aus wie in den beiden Vorgängern. Dafür gibt es jetzt mal wieder etwas mit Godzilla, was es vorher noch nie gegeben hat. Wir erinnern uns: In „Godzilla vs. Megaguirus“ ritt das erste Mal ein Mensch auf Godzilla. In „Godzilla, Mothra and King Ghidorah“ lässt sich ein Mensch (mit samt Mini-U-Boot) von Godzilla verschlingen… damit erleben wir unsere erste Fahrt durch Godzillas Darmtrakt. Jetzt gibt es wirklich nichts mehr, was wir nicht über unser Lieblingsmonster wissen müssen. Jetzt haben wir wirklich alles gesehen.

Insgesamt ist „Godzilla, Mothra and King Ghidorah“ für die Millennium-Phase eine deutliche Steigerung. Die Kämpfe sind endlich mal wieder sehenswert und sogar ganz gut in Szene gesetzt. Leider ist alles drumherum absolut öde und langweilig. Die Geschichte der Reporterin Yuri (Chiharu Niiyama) ist einfach nur irgendwie da… ohne wirklich groß Sinn zu ergeben. Aber naja… wenigstens stimmt alles mit den Monstern.

Wertung: 5 von 10 Punkten (Kultmonster kloppen sich mal wieder)

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