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Das Ende der Marvel-Ära

6. Mai 2019

Es ist nun endlich soweit: „Avengers: Endgame“ läuft in den Kinos und bricht schon alle Rekorde. Könnte es sein, dass dieser Film endlich „Avatar“ vom Thron des erfolgreichsten Films aller Zeiten stürzen wird? Gut vorstellbar, denn wie man so schön auf Neudeutsch sagt: „The hype is real!“ Die Zeit nach „Infinity War“ war ja voll von Theorien und Mutmaßungen, wie das Fingerschnippen von Thanos wieder rückgängig gemacht wird und wer am Ende nun wirklich sterben und wer leben wird. Der Hype war überall und die Erwartungen an „Endgame“ waren enorm. Ich muss gestehen, durch all die Theorien hatte ich das Gefühl, ich wüsste schon sehr genau, wie der Film verlaufen würde… und dennoch wurde ich mehr als nur positiv überrascht, denn „Endgame“ hat einige Asse im Ärmel.

Wenige Wochen nach Thanos‘ Tat tun sich die übrig gebliebenen Avengers zusammen und stellen sich dem Titan ein letztes Mal. Sie bekommen, was sie wollten und dennoch fühlt sich dieser Sieg nicht an wie einer: Denn das Schnippen wurde dadurch nicht rückgängig gemacht. Fünf Jahre später taucht Ant-Man (Paul Rudd) aus der Quantendimension wieder auf (da wurde er ja in „Ant-Man and the Wasp“ zurückgelassen), lernt von den Ereignissen des Infinity Wars und präsentiert den Avengers rund um Tony Stark (Robert Downey Jr.), Steve Rogers (Chris Evans) und Co. eine Möglichkeit, wie man alles wieder richten könnte: Die Quantendimension macht das Zeitreisen möglich. Schnell ist der Entschluss gefasst, die Infinity Steine sollen aus verschiedenen Zeiten eingesammelt werden, um die Verwehten wieder zurückzuholen. Doch das Reisen durch die Zeit birgt Gefahren und schnell wird auch ein Thanos auf die Avengers und ihren Plan aufmerksam.

Okay, okay, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es passiert in drei Stunden „Endgame“ einfach so unglaublich viel. Ich will hier jetzt aber nicht einfach alles, Revue passieren lassen, sondern irgendwie versuchen, meine Gefühle zu ordnen.

Für mich ist „Endgame“ der perfekte Abschluss für das MCU. Ich meine, es gibt nicht einmal eine Post-Credit-Scene. Dieser Film ist wie das perfekte Finale für eine Serie, die 11 Jahre lang lief. Alles, was danach kommt, wird mit Sicherheit nicht mehr an das herankommen, was vorher war. Deswegen ist „Endgame“ ein guter Abschluss.

Es ist aber auch ein guter Abschluss, weil dieser Film sich voll und ganz auf unsere Ur-Avengers konzentriert. Es geht vorwiegend um Iron Man, Thor, Captain America, Black Widow, Hawkeye und Hulk. Dabei stehen natürlich die drei großen Helden noch mehr im Vordergrund, aber sie sind ja schließlich auch die alten Hasen des MCUs. Und was soll ich sagen? Ich fand es toll, was die Russos aus diesen Charakteren in diesem Film gemacht haben. Die erste Stunde bieten sie uns sehr schöne Charakter-Momente, die zeigen, wie diese Helden mit dem Geschehen umgehen.

Was dann folgt, liefert wahrscheinlich mehr Plotholes als jeder andere MCU-Film, aber hey… welcher Zeitreise-Film hat nicht seine Logikfehler? Daran will ich mich auch nicht aufhalten. Vielmehr fand ich diesen Zeitreise-Heist extrem witzig. Das Team wird aufgeteilt und der Film entführt uns zu verschiedenen Momenten innerhalb des MCUs, bei denen Fans die Knie weich werden. Es ist unglaublich, wie gut „Endgame“ es schafft mit gefühlt 3 Anspielungen pro Sekunde auf die Vergangenheit des MCUs zu verweisen, ohne dabei zu einer bloßen Marvel-Clip-Show zu werden. Die Verweise gehen gekonnt in die Handlung mit über und sorgen für einige unglaublich schöne Momente – gerade bei Thor und Tony. Und es gibt auch sehr traurige Momente… die ich jetzt an dieser Stelle natürlich niemandem spoilen möchte. Wow, da zeigt sich dann doch, wie gut Kevin Feige alle Fäden in den Händen hält.

Am Ende gibt es den Marvel-Kampf der Superlative. Die große Schlacht von „Endgame“ ist wortwörtlich ein Marvel-Wimmelbild. In jeder einzelnen Einstellung kann man zig Marvel-Charaktere finden… doch am Ende wird auch diese Schlacht auf den Kampf unserer drei Ur-Avengers reduziert: Thor, Iron Man und Captain America.

„Avengers: Endgame“ wird dem Hype gerecht und er wird dem Marvel Cinematic Universe gerecht. In einer unterhaltsamen Mischung aus Anspielungen, Comedy, Emotionen und Action bekommt man alles, wofür Marvel steht. Es ist ein Film, der sich würdevoll verabschiedet und der sich vor allem auch wirklich wie das Ende anfühlt.

Ich bin gespannt, ob sich das MCU nach diesem Film noch sehr lange halten kann.

Wertung: 10 von 10 Punkten („Endgame“ ist endgeil 😉 )

10 Kommentare leave one →
  1. 12. Mai 2019 17:54

    Aber Abschluss der Filmreihe (wobei es kein richtiger Abschluss sein) wird, tatsächlich perfekt – als Film selbst weist das Ganze für mich dann aber doch einige Schwächen auf. Ich will dir die Freude aber gönnen 😉

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