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TGIF XV: Projekt T

26. April 2019

Mein fünfzehnter Godzilla-Film ist in Wirklichkeit schon Godzillas 21. Film! Allerdings ist das auch ein bisschen der Anfang vom Ende für die zweite Phase der Godzilla-Reihe. Die Heisei-Periode kommt zu einem baldigen Finale. „Godzilla vs. Spacegodzilla“ ist der vorletzte Film… und ganz ehrlich, es ist gut, dass man sich nach diesem Film schon mal langsam darauf freuen kann, dass wieder etwas Neues mit der atomaren Riesenechse versucht wird. Denn mit Godzilla Nummer 21 kommen wir mal wieder an einen Punkt in Godzillas Geschichte, an dem sich die Drehbuchautoren wieder irgendwelchen Quatsch aus dem Hintern ziehen mussten, um die „Geschichte“ noch weiterzuerzählen.

Irgendwie sind mit Biollante (dem einzigen Monster aus Phase Heisei, das ich nicht gesehen habe) und Mothra Zellen von Godzilla ins All gelangt, wodurch sich dort – wie auch immer – eine neue Version des Monsters geformt hat: Spacegodzilla! Spacegodzilla sieht fast so aus wie Godzilla – nur eben ein bisschen fieser und er hat zwei komische Kristalle auf den Schultern, durch die er Energie von anderen Kristallen saugt. Spacegodzilla kommt natürlich zur Erde, wo man aber hofft, ihn besiegen zu können. Da gibt es zum einen Projekt T, das T steht für Telepathie. Dank Gedankenkontrolle will das Medium Miki Saegusa (Megumi Odaka), Godzilla steuern. Zum anderen gibt es nach wie vor die G-Force aus „Godzilla vs. Mechagodzilla II“, die einen neuen Roboter geschaffen haben. Der sieht jetzt zwar nicht mehr aus wie die Riesenechse, soll aber trotzdem was bringen.

Ja, Spacegodzilla also… was soll man dazu noch sagen? Es ist furchtbar, aber immer noch besser als Kakerlaken-Aliens und Affen-Außerirdische oder was man uns zu Beginn der Reihe so alles andrehen wollte. Dennoch: Spacegodzilla ist so doof, wie es sich anhört. Das Monster selbst ist auch nicht sonderlich aufregend. Wie gesagt, es ist Godzilla nur jetzt mit den Ambitionen, die Erde in eine Art Festung der Einsamkeit aus „Superman“ zu verwandeln. Dafür tauchen dann plötzlich überall Kristalle auf und das war’s. Zugegeben, das sieht ein bisschen spacig-abgefahren aus, aber mehr auch nicht. Spacegodzilla, und ich wiederhole mich da gerne, ist doof.

Auch der ganze Kampf zwischen Spacegodzilla, Godzilla und dem neuen Roboter der G-Force ist nur bedingt spektakulär. Man hätte einfach mehr aus Spacegodzilla machen können. Ich meine, letztendlich sind sie ja quasi verwandt. Aus dieser Verwandtschaft hätte sich doch vielleicht ein bisschen was ergeben können. Da hat die Heisei-Phase nun wirklich ein Alien und macht nichts daraus. Schade, Chance verpasst.

Dazu gibt’s eine langweilige Story über Telepathie, einen Godzilla-Veteran, der seinen gefallenen Freund rächen will und sogar Yakuza tauchen erstmals auf, die Medium entführen, um so die Kontrolle über Godzilla zu erlangen. Da wäre doch mal eine geile Story für Godzilla: Die Mafia benutzt die Echse für ihre eigenen Zwecke! Wäre auf jeden Fall was Neues.

Und warum, warum quetschen sie jetzt schon zum zweiten Mal Baby Godzilla in einen Film? Wer will denn Baby Godzilla? Das hat doch bei „Son of Godzilla“ schon nicht wirklich funktionieren wollen. Warum probieren sie weiterhin, uns mit der Mini-Version von Godzilla zu beeindrucken??? Gut, immerhin sieht er besser aus als sein Vorgänger aus dem Jahr 1967 und dürfte sich mit Sicherheit gut als Plüschtier machen, aber „Godzilla vs. Spacegodzilla“ ist nun auch nicht gerade ein Kinderfilm. Das kleine Ding nervt irgendwie einfach nur rum und als Motivation für Godzilla funktioniert es einfach nicht für mich. Vor allem muss man sich ja mal folgendes überlegen: Spacegodzilla sperrt Mini-Godzilla in eine Art Kristal-Gefängnis und haut ab. Daraufhin wird Godzilla wütend und läuft hinterher… lässt Klein-Godzilla aber einfach zurück. Wir lernen aber später, dass Godzillas Atom-Atem-Strahl (wie auch immer man das nennt) die Kristalle locker zerstören kann. Godzilla ist also nicht einmal wirklich ein guter Vater. Baby Godzilla… du bist zwar niedlich, aber du störst.

Abgesehen von meiner Abneigung zur Baby-Echse, bleibt Film Nr. 21 ohne wirklich nennenswerte Ereignisse hinter mir…

Wertung: 4 von 10 Punkten (so spacig ist Spacegodzilla gar nicht)

4 Kommentare leave one →
  1. 28. April 2019 13:35

    Das Bild in deinem Artikel reichte mir schon, um den Film nicht zu mögen. Baby-Gozilla…..lachhaft.
    Und ist eigentlich geklärt, ob Godzilla nun männlich oder weiblich ist?

    • donpozuelo permalink*
      28. April 2019 14:57

      Baby Godzilla war schon damals albern und ist es jetzt auch wieder… zumal nie irgendwas cleveres damit gemacht wird.

      Und nein, es wird auch nie wirklich geklärt, als was Godzilla sich nun identifiziert. 😂

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