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TGIF XIII: Anti-Mothra

12. April 2019

Godzilla vs. King Ghidorah“ war ja ein fröhlicher Mix aus Popkultur-Anspielungen. Das muss den zuständigen Studiobossen damals in den frühen 90er Jahren wohl sehr gefallen haben, weswegen man sich beim Nachfolger „Godzilla vs. Mothra“ dafür entschied, einfach weiterzumachen. Mal abgesehen davon, dass der 19. Godzilla-Film auch die geliebte Riesenmotte aus „Mothra vs. Godzilla“ von 1964 zurückholte, wird in diesem Film auch „Indiana Jones“ gehuldigt. In einer kleinen Abwandlung beginnt „Godzilla vs. Mothra“ quasi mit der Eröffnungsszene aus „Jäger des verlorenen Schatzes“ – hier wird auch ein Idol „geborgen“, hier wird auch  eine Falle ausgelöst… statt Felsbrocken muss sich hier unser Indy-Ersatz aber eine einstürzende Treppe hinauf retten. Doch damit belässt es Film Nr. 19 dann auch schon… und konzentriert sich lieber auf seine eigene Geschichte.

Ein Meteorit schlägt auf der Erde ein und erweckt Godzilla. Die durch den Meteoriten ausgelösten Stürme legen jedoch auf einer entfernten Insel ein riesiges Ei frei. Unser Ersatz-Indy heißt hier Takuya (Tetsuya Bessho), der gemeinsam mit seiner Ex-Frau Masako (Satomi Kobayashi) die Insel erforschen soll. Dabei stoßen sie nicht nur auf merkwürdige Felszeichnungen, sondern auch auf die Cosmos, zwei kleine Wesen, die das Monster Mothra lenken können. Und Mothra wird nun erwachen… doch leider gibt es eine Anti-Mothra namens Battra. Ein Monster, das ebenfalls erwacht und neben Godzilla für Ärger sorgt.

Was ich schon an dem ersten „Mothra vs. Godzilla“ nicht mochte, war Mothra als Raupe. Die spuckt einfach nur komisches Zeug und das war’s. In Raupen-Form ist das Ding einfach nicht so besonders aufregend, aber wenn aus der Raupe dann wirklich Mothra wird, geht die Post ab. Und ich muss einfach sagen, ich bin ein Mothra-Fan (und bin auch schon sehr gespannt, wie sie mit ihr in „King of the Monsters“ umgehen werden). Ich mag den Gedanken hinter diesem „Monster“, das durch die kleinen Cosmos gelenkt wird und eigentlich im Auftrag der Erde dafür sorgen soll, dass alles irgendwie ordentlich bleibt.

Die Idee, den zweiten großen Auftritt von Mothra mit einer Anti-Mothra auszuschmücken, ist cool. Battra ist cool – sowohl in Raupen- als auch in richtiger Form. Das Vieh ist fies und gemein, aber symbolisiert dann auch das Yin zum Yang. Eine interessante Idee, die den Mythos Mothra noch einmal ordentlich aufwertet… und für ein paar ordentliche Kämpfe sorgt. Da gerät unsere atomar verseuchte Echse ja schon fast in den Hintergrund.

Aber wirklich auch nur fast, denn Godzilla kriegt ordentlich auf die Mütze… und das auch auf sehr ausgewogene Art und Weise. Damit meine ich vor allem die Verteilung von Monster-Kämpfen im Film selbst. Das ist nicht so, wie in so vielen anderen Filmen vorher, dass man gefühlt erst einmal anderthalb Stunden warten muss. Nein, Godzilla vs. Battra vs. Mothra-Raupe gibt’s relativ früh, dann gibt’s die wütende Mothra-Raupe, weil ein fieser Industrieller die Cosmos für seine fiesen Zwecke missbrauchen will und dann gibt’s wieder Godzilla vs. Battra vs. Mothra, jetzt als richtige Mothra. Das macht Spaß, dafür will ich Kaiju-Filme sehen… und „Godzilla vs. Mothra“ liefert gut ab.

Klar, die Story ist nicht so berauschend, aber dadurch, dass wir endlich mal schön viele Monster-Kämpfe bekommen, fällt das auch nicht weiter auf. Ich habe zum Beispiel nicht so ganz verstanden, warum eben jener fiese Industrielle die Cosmos haben will. Ich habe aber auch nie so ganz kapiert, warum die Umweltbehörde (ich wiederhole: die Umweltbehörde) hier krasser ausgestattet ist als MI6, CIA und jeder coole Film-Geheimdienst, den man so kennt. Umweltbehörden halt.. sind wichtig 😉

„Godzilla vs. Mothra“ hat wirklich Spaß gemacht. Gute Kämpfe, die abwechslungsreich inszeniert sind, eine kleine Indy-Hommage zu Beginn und der Rest ist halt wie sonst auch immer. Trotzdem… cooler Film.

Wertung: 8 von 10 Punkten (Go, Mothra! Go, Mothra! Nur bitte nicht so viel in Raupen-Form…)

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