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TGIF XI: Wieder wütend!!!

29. März 2019

Neun Jahre lang schlummerte Godzilla den sanften Schlaf atomar verseuchter Monster und erholte sich von seiner ersten wilden Kino-Phase voller Monster, Aliens und merkwürdigen Gottheiten. Sein Abschied im Jahr 1975 von der Bildfläche war ja mit „Terror of Mechagodzilla“ genau richtig: Der Film war mies, den Leuten hinter der Kamera fiel offensichtlich wirklich nichts Neues mehr ein – es war also der perfekte Zeitpunkt, um das Monster wirklich einmal ruhen zu lassen. Doch 1984 hatte die Riesenechse genug geschlafen – und kehrte in „The Return of Godzilla“ (dt.: „Godzilla – Die Rückkehr des Monsters“) zurück. Aber ganz, ganz anders, als man sie noch in aus den letzten Filmen in Erinnerung hatte.

Ein Fischerboot gerät in der Nähe einer Vulkan-Insel in Seenot. Tage später findet der Reporter Goro Maki (Ken Tanaka) das Schiff… doch fast alle Besatzungsmitglieder sind tot. Eine riesige See-Laus hat sie ausgesaugt. Nur ein Seemann ist noch am Leben und erzählt von einem riesigen Monster, das aus dem Vulkan gestiegen ist. Der Seemann identifiziert das Monster später als Godzilla, doch die Regierung will eine Panik vermeiden und hält das Ganze geheim. Dann wird jedoch ein russisches Atom-U-Boot angegriffen… und sofort beschuldigt Russland die USA – um eine Eskalation und einen möglichen Krieg zu verhindern, offenbart die japanische Regierung dann doch die Existenz von Godzilla. Jetzt muss ein Plan her, das Monster zu besiegen. Die USA und Russland wollen es mit Atomsprengkörpern vernichten, doch ein Professor hat eine andere Lösung…

„The Return of Godzilla“ ist als direkte Fortsetzung zum Original-Godzilla gedacht. Hier wird quasi die Geschichte des Monsters noch einmal neu geschrieben. Vergessen sind erst einmal die wilden UFO-Stories, die verrückten Unterwasser-Völker und was nicht sonst noch alles, die Welt von Godzilla bevölkerte. „The Return of Godzilla“ will wieder etwas greifbarer sein, nicht ganz so gaga. Deswegen ist Godzilla in diesem Film auch wieder eine Echse, die gar nicht daran denkt, nett zu den Menschen zu sein. Stattdessen ist zu wütend und zerstörungsfreudig.

Was wirklich erfrischend ist, wenn ich ehrlich sein darf. „The Return of Godzilla“ fühlt sich wirklich wieder ein bisschen an wie das Original. Hier geht es nicht mehr nur um das Monster, viel interessanter ist das politische Hin und Her. Der Kalte Krieg wird hier voll ausgelebt, die Russen hassen die Amerikaner und umgekehrt und Atomwaffen sind für so ziemlich alles die Lösung. Und wenn wir die friedliebenden Japaner nicht hätten, würde die Welt in „The Return of Godzilla“ in einem gewaltigen Atomschlag vernichtet werden. Wie schon im Original wird im nunmehr 16. Film der Reihe eine deutliche Botschaft gesprochen: Atomwaffen können und werden nie eine Lösung sein. Diplomatie sollte nicht auf hitzigen Debatten basieren, sondern auf Fakten. Japan kommt in diesem Film richtig gut weg, aber hey… die Botschaft stimmt.

Es ist einfach mal schön, dass die Geschichte eines Godzilla-Films auch mal wieder wichtig ist – und dass sich darin dann auch zeigt, dass der Mensch das viel schlimmere Monster sein kann als die atomare Riesenechse. Dennoch ist „The Return of Godzilla“ auch ein Kaiju-Monster-Film… und deswegen macht das Riesenmonster auch wieder so einiges kaputt. Das sieht mittlerweile alles schon sehr viel besser aus als noch in den Vorgänger-Filmen. Zerstörung ist spektakulär in Szene gesetzt und endlich wird auch ein bisschen mehr mit der Größe des Monsters gespielt. Man sieht in diesem Film wirklich mal gut die Relationen in Nahaufnahmen. Das lässt Godzilla wirklich mächtig wirken.

Beinahe-Atom-Krieg, Riesenmonster, eine Supergeheim-Waffe und ein gut in Szene gesetztes Monster – die Reboot-Fortsetzung kann sich wirklich sehen lassen!

Wertung: 8 von 10 Punkten (eine viel bessere Fortsetzung als die eigentliche Fortsetzung)

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