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Don’t mess with ze Sheriffnator!

10. August 2018

2003 wurde Arnold Schwarzenegger vom Terminator zum Governator von Kalifornien und beendete kurzzeitig seine ruhmreiche Schauspielkarriere… allerdings eher wenig ruhmreich mit „Terminator 3“. Danach war erst einmal Regieren angesagt. Es gab zwar zwischendurch kleine Cameos (unter anderem auch bei Kollege Stallone und seinen Expendables), aber mehr war für Arnie nicht drin. Erst nach dem Ende seiner Amtszeit begab er sich wieder zurück ans Set eines Films… und seine erste Hauptrolle nach seiner Zeit als Governator war der Sheriff in „The Last Stand“!

Ray Owens (Arnold Schwarzenegger) hat seinen stressigen Polizei-Job in der Großstadt gegen den gemütlichen Sheriffsposten in der verschlafenen Kleinstadt Sommerton eingetauscht. Hier muss er nur hin und wieder aufpassen, dass seine beiden Deputys Mike (Luis Guzman) und Jerry (Zach Gilford) sich auf dem Schießstand von Waffennarr Lewis (Johnny Knoxville) nicht in die Füße ballern. Ansonsten ist alles ruhig in Sommerton… bis zu dem Tag, an dem der gefährliche Drogenboss Gabriel Cortez (Eduardo Noriega) aus der Obhut von FBI-Agent John Bannister (Forest Whitaker) befreit wird und nach Sommerton kommt, um hier über die Grenze nach Mexiko zu entkommen. Leider haben Cortez und seine Männer nicht die Rechnung mit Sheriff Owens gemacht…

De Governator is not amused

Mit „The Last Stand“ gibt der Koreaner Kim Jee-woon sein Hollywood-Debüt. Fans guter koreanischer Filme kennen vielleicht sein „A Tale of Two Sisters“, „A Bittersweet Life“ oder den knallharten Thriller „I Saw The Devil“. Mit „The Last Stand“ feiert er nun seinen Einstand in Hollywood und Arnie sein Comeback als Action-Held.

Für Kim Jee-woon ist „The Last Stand“ hoffentlich nur eine Randnotiz in seiner Filmografie. Für einen Regisseur, der packende Filme gemacht ist, wirkt „The Last Stand“ wie ein Schritt zurück. Damit will ich jetzt aber nicht sagen, dass „The Last Stand“ ein schlechter Film ist. Im Gegenteil, er unterhält eigentlich ganz gut, ist aber sehr einfach gestrickte, vorhersehbare Action-Kost, die hier und da für ein paar Lacher sorgt und fertig ist der Lack. Sagen wir es mal so: Das wirklich Gute an „The Last Stand“ ist, dass Kim wirklich nicht lange rum fackelt: „Oh, seht hier – das ist der Böse. Und oh, seht dort – das ist der Gute! Jetzt wird gekämpft!“ Eigentlich zeichnet das den Film schon wieder extrem aus… Kim zieht nichts unnötig in die Länge, sondern weiß, dass ein Action-Film Action braucht. Und es funktioniert… vor allem aber wegen einer Person: dem Governator!

Für Arnold Schwarzenegger dagegen ist es der perfekte Film, um nach zehn Jahren „Ruhepause“ zu sagen: „Ich bin wieder da!“ Schließlich hat „The Last Stand“ so ziemlich alles, was ein guter und unterhaltsamer Arnie-Film braucht: jede Menge Action, jede Menge Geballer und den ein oder anderen dummen Spruch.

Kim Jee-woon inszeniert Arnie gekonnt als den Lone-Gunman, der sich für Recht und Ordnung der Gefahr in den Weg stellt. Arnies Sheriff Owens ist ein Paradebeispiel für absolute Entschlossenheit. Dieser Mann hat ein Ziel und davon kann ihn nichts und niemand abbringen. Er mag zwar ein wenig älter geworden sein, aber er hat seine Werte und für die steht er ein. Im Notfall eben mit Waffengewalt oder einem rechten Haken. Arnie geht in der Rolle voll auf und es macht Spaß, ihm zu zusehen. Auch der Rest des Casts ist gut, weiß aber ganz genau, dass dieser Film allein Arnie gehört. Einzig und allein erwähnenswert ist tatsächlich Johnny Knoxville, der als comic relief bestens funktioniert.

Ansonsten ist „The Last Stand“ pure Action-Unterhaltung, die als koreanischer Film sicherlich sehr viel brutaler ausgefallen wäre als der eigentliche Film. Man merkt (oder zumindest hatte ich das Gefühl, es zu merken), dass Kim Jee-woon an einigen Stellen gerne mehr draus gemacht hätte, aber wahrscheinlich an den Vorgaben des Studios scheiterte. Schließlich ist es ein Hollywood-Film. Aber naja… Gewalt ist ja nun auch nicht alles.

„The Last Stand“ ist Arnie-Spaß pur in einer einfachen Story, aber wir erwarten bei Mr. Schwarzenegger ja nun auch wirklich keinen Hamlet. Knall, Bumm und Peng reicht da vollkommen aus.

Wertung: 7 von 10 Punkten (Arnie fühlt sich wieder in seinem Element pudelwohl)

4 Kommentare leave one →
  1. 10. August 2018 08:25

    Ich mochte den auch durchaus. Nichts wirklich Besonderes, aber ein gelungenes Comeback, mit schön selbstironischem Unterton.

    • donpozuelo permalink*
      12. August 2018 20:19

      Ja, genau. Das umschreibt diesen Film eigentlich perfekt 😀

  2. 10. August 2018 20:46

    Ich könnte schwören, ich hätte ihn gesehen, habe aber nichts dazu geschrieben. Jetzt bin ich verunsichert :)) Da war eine Menge Geballer…

    • donpozuelo permalink*
      12. August 2018 20:20

      Da war schon eine Menge Geballer – jupp. Das kann man so sagen 😉 Dazu noch ein paar Arnie-Sprüche und das ist dann eigentlich auch schon der ganze Film

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