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Lagerhalle Nr. 2

28. Mai 2018

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Crossover-Folgen irgendwie nie so berauschend finde? Ich glaube, das einzige Mal, wo sie für mich bisher Sinn ergeben haben, waren bei „Buffy“ und „Angel“, was aber auch nur daran liegt, dass ich beide Serie tatsächlich gucke. Gerade bei „The Flash“ gingen mir die Crossover-Episoden bislang immer eher auf den Keks, verlangten sie mir doch im Grunde ab, mehr zu gucken als nur die eine Serie aus dem DC-Serien-Universum (dem „Arrowverse“, wie ich letztens gelernt habe)… ich will aber nicht mehr gucken. „The Flash“ reicht mir vollkommen aus. Und jetzt haben sie doch tatsächlich das Gleiche bei „Warehouse 13“ Staffel 2 versucht. Und zwar ausgerechnet mit „Eureka“ – eine Serie, mit der ich mich nie so richtig anfreunden konnte. Ich schwankte anfangs zwischen „Oh, das finde ich ganz cool“ und „Oh Mann, das ist öde“. Bis ich dann irgendwann mehr und mehr zum Letzteren tendierte und einfach mit der Serie aufhörte. Aber zum Glück tauchte einer aus Eureka nur kurz mal in Staffel 2 auf und überließ sie sonst sich selbst – und so mag ich meine Lagerhalle am liebsten.

Nach dem aufregenden Finale von Staffel 1 haben natürlich alle wichtigen Menschen überlebt. Artie (Saul Rubinek) konnte sich dank eines Artefakts retten und Pete (Eddie McClintock) und Myka (Joanne Kelly) waren ja ohnehin so halbwegs in Sicherheit. Doch der Übergriff des einstigen Warehouse-Agenten McPherson (Roger Rees) hat das Warehouse 13 schwer getroffen – und zudem wurde ein Insasse der Bronze-Abteilung (hier werden gefährliche Menschen in Bronze gehüllt) befreit: H.G. Wells, der sich dann erstaunlicherweise als Frau (Jaime Murray) herausstellt. Wells wird nun zum Gejagten der Warehouse-Agenten…

Lagerhaus-Angestellte

„Warehouse 13“ Staffel 2 macht gekonnt da weiter, wo Staffel 1 aufgehört hat und kann sogar das Niveau ziemlich gut halten. Ich mochte die Tatsache, dass wir mit Staffel 2 ein bisschen tiefer in die Geschichte des Warehouse eintauchen. Na gut, wir erfahren nicht so viel, aber immerhin wissen wir jetzt, dass es wirklich 12 weitere Warehouses gab und da sich Warehouse 2 in Ägypten befindet, scheint das Artefakte-Sammeln nicht erst mit der US-Regierung entstanden zu sein.

Wie es sich für eine zweite Staffel gehört, wird alles ein bisschen breiter ausgebaut – jetzt endlich hat die Serie auch erstmals durchgängig eine Rahmenhandlung mit H.G. Wells. Die gute Frau taucht immer wieder mal auf und sorgt für Chaos, dann wieder versucht sie einen auf Gut Freund zu machen und täuscht am Ende doch alle. Sogar mich… auch wenn ich es mir hätte denken können. Trotzdem fand ich es ausgesprochen gut, dass die Serie sich diese Rahmenhandlung gegönnt hat. Das ging dann nämlich auch, ohne die Einzel-Episoden zu vernachlässigen. Die ich in dieser Staffel auch alle samt ziemlich gut fand (obwohl die Superhelden-Folge wahrscheinlich meine Lieblingsfolge von Staffel 2 ist – nicht nur weil Pete sich als cooler Nerd noch mehr offenbart, sondern weil mit Sean Maher und Jewel Staite gleich zwei „Firefly“-Darsteller mal eben einfach so auftauchen).

Tatsächlich gibt es mit der Hackerin Claudia (Allison Scagliotti), die erstmals in Staffel 1 vorgestellt wurde, einen coolen Neuzugang zum Team, die als Technik-Genie und Teenager für ein bisschen mehr Vielfalt sorgt – auch wenn ich sagen muss, dass ihre romantische Story mit dem Typen, der das Technikgeschäft in der Stadt betreut, ziemlich blöd war – und extrem gestelzt wirkte. So frei nach dem Motto: „Wir wollen noch nicht, dass Myka und Pete ein Paar werden, also probieren wir das erst einmal an anderen Charakteren!“ Hat nicht so richtig gepasst und wurde auch ziemlich stiefmütterlich behandelt das Thema.

Dafür mag ich Eddie McClintock und Joanne Kelly mit jeder Folge mehr. Die beiden sind wirklich ein cooles Ermittler-Duo, die eine tolle Chemie mit einander haben. McClintock allein gefällt mir jedes Mal mehr und ich erwische mich immer wieder dabei, wie herrlich ich über seinen blöden Humor lachen kann. Diesen Witz darf die Serie nicht verlieren, ansonsten wäre sie schnell irgendwie öde. Aber gerade dank der Hauptdarsteller, denen ich gerne zuschaue, funktioniert die Serie so verdammt gut.

Das Einzige, was nur etwas komisch war, war die Weihnachtsfolge, die auf den DVDs direkt nach dem doch sehr emotionalen Finale kommt und dann auf einmal so gar nicht mehr richtig ins Bild passt. Sie ist zwar super, als ich hätte sie dann doch lieber vor dem Finale gesehen.

Wertung: 8 von 10 Punkten (die Serie bleibt unterhaltsam und lädt nach wie vor zum Bingen ein)

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