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X-Force assemble!!!

18. Mai 2018

Er ist wieder da, der Söldner mit der frechen Schnauze. Die Meta-Figur Deadpool, die weiß, dass sie eine Comic-Figur ist. Deadpool, der nicht zu tötende Mutant, der vor ein paar Jahren dank Ryan Reynolds und seinem „Deadpool“-Film genau das Revival bekam, das er nach seinem furchtbaren Auftritt in „X-Men: Origins“ verdient hatte. Jetzt also Teil 2, der natürlich größer und besser sein soll… na, mal schauen.

„Deadpool 2“ setzt zwei Jahre nach den Ereignissen vom ersten Teil an. Deadpool (Reynolds) ist mittlerweile ein gefragter Söldner und Auftragskiller geworden, der weltweit agiert, aber immer wieder den Weg nach Hause zu seiner geliebten Vanessa (Morena Baccarin) findet. Doch dann taucht auf einmal der Zeitreisende Cable (Josh Brolin) auf und macht Jagd auf den jungen Mutanten Russell (Julian Dennison). Deadpool, der sich Vanessa auch als fähiger Familienmensch beweisen will, macht es sich zur Aufgabe, den Jungen zu beschützen. Doch dafür braucht der „Merc with a mouth“ Unterstützung und ruft zu einem Superhelden-Casting auf – und bildet so die X-Force, in der sich dann Glückspilz Domino (Zazie Beetz), der mächtige Bedlam (Terry Crews) oder eben auch der Normalo Peter (Robert Delaney) befinden. Zusammen gehen die dann auf die Jagd.

Avengers für lau…

Ich muss gestehen, ich glaube, ich habe ein Problem mit „Deadpool“ – und es ist ein ähnliches Problem, wie ich es mit den „John Wick“-Filmen haben. Irgendwas tief in mir drin sagt mir, dass ich diese Filme eigentlich übelst abfeiern sollte. Dass ich begeistert sein sollte, von all der Comic-Gewalt und den dummen Sprüchen. Und es ist ja auch nicht so, dass mich das nicht an beiden Reihen anspricht, aber es begeistert mich immer nie so, wie ich denke, dass es das sollte (ist das irgendwie verständlich???).

„Deadpool 2“ ist super unterhaltsam und im Gegensatz zum ersten Teil gibt es jetzt wenigstens mehr als nur die normale Origin-Story. Mir persönlich hat Teil 2 allein deswegen schon mal sehr viel mehr gefallen. Das war eben story-technisch einfach ein bisschen mehr als nur ein Sprüche klopfender, ultra-brutaler Superheld. Jetzt ging es irgendwie auch mal wirklich um was. Deadpool macht sich um mehr Sorgen als nur Rache an dem Typen zu nehmen, der ihn verunstaltet hat. Dazu kommt diese ganze X-Force-Nummer, die ich super fand. Irgendwie finde ich, hat Deadpool genau so etwas gebraucht – das ist er mir „Wolverine“ dann doch sehr ähnlich. Deadpool funktioniert für mich in so einem Team, das ihm auch Konter gibt, sehr viel besser als einfach nur allein für sich. Zumal „Deadpool 2“ so grandios mit dieser X-Force umgeht… da zeigt sich einfach mal wieder, dass sich Deadpool selbst als Film nicht zu ernst nimmt – und damit meine ich jetzt nicht nur die Tatsache, dass ein Typ ohne jede Superkräfte mitmischen darf (aber alles andere wäre jetzt zu viel verraten – vertraut mir einfach, was „Deadpool 2“ aus der X-Force macht, ist das Beste überhaupt).

Überhaupt sind die Neuzugänge erfrischend. Zazie Beetz als Superheldin, der Fähigkeit Glück zu haben ist, ist super. Ihre leicht zynische Art passt einfach perfekt zu Reynolds Deadpool. Aber auch Josh Brolin als Cable war ein toller Antagonist. Nachdem sich Brolin ja gerade erst als Thanos in „Infinity War“ austoben durfte, macht er im nächsten Marvel-Film halt einfach weiter und haut auch hier alles auf den Kopf. Der Mann muss echt Spaß bei seinem Job haben. Cable fand ich wirklich gut – auch wenn ich mir zu ihm ein wenig mehr Hintergrund gewünscht hätte. Ich meine, er ist ein Zeitreisender, aber wir erfahren wirklich nur das Notwendigste von ihm und der Zeit, aus der er kommt. Aber gut… gibt ja sicherlich noch genügend Filme, in denen er dann vielleicht auch mehr offenbart (zum Beispiel, dass er ja das Kind von Scott Summers und einem Klon von Jean Grey ist).

Neben den guten Charakteren und einer Story, die besser zu „Deadpool“ passt, funktioniert natürlich auch die Action enorm gut. Jetzt ist mit David Leitch, der ja den ersten „John Wick“-Film gedreht hat, auch ein absoluter Experte mit dabei – und wow, der Mann liefert ab. Die Kampf-Szenen sind wirklich grandios. Es macht einfach Spaß, Deadpool und Co. dabei zu zusehen, wie sie sich auf möglichst kreative Art und Weise die Köpfe einschlagen. „Deadpool 2“ ist da wirklich tolles Action-Kino.

Witzig ist der Film natürlich auch. Deadpool redet mit uns, zerreißt sich das Maul über Marvel, DC und was nicht sonst noch alles. Doch gerade zu Beginn des Films fühlt sich das ein wenig recycelt an. Zudem ich da auch gefühlt ständig an „22 Jump Street“ denken musste, der auch erst mal ewig Witze über einen zweiten Teil machte. Aber zum Glück legt sich das bei „Deadpool 2“ dann mit dem Auftauchen von Cable auch recht schnell. Trotzdem sind manche Witze aber oft einfach zu sehr in die Länge gezogen und manchmal war ich ihnen dann auch einfach überdrüssig… was aber vielleicht daran liegt, dass der erste Film das alles schon so vorbereitet hat (ich muss ja nämlich auch gestehen, dass ich kein so großer Comic-Deadpool-Fan bin, weil es am Ende doch immer nur aufs Kloppen und blöde Sprüche runter gebrochen wird).

Alles in allem ist „Deadpool 2“ eine coole Fortsetzung, die tatsächlich vieles besser macht als Teil 1, aber mehr auch nicht. Vielleicht spricht da mein übersättigtes Comic-Film-Herz aus mir… umgehauen hat mit „Deadpool 2“ nicht, aber er ist trotzdem toll.

Wertung: 7 von 10 Punkten (ab jetzt bitte einfach Deadpool zu den X-Men packen 😉 )

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