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Walisch für Anfänger

11. Mai 2018

Es ist offiziell so weit: Ich habe schon Schein-Vorstellungen von Kritiken. Können wir das bitte als Blogger-Psychose irgendwo wissenschaftlich anerkennen lassen? Ich wäre sehr dafür, es hat zwar knapp zehn Jahre gedauert und ich weiß nicht, ob noch jemand diese Symptome kennt, aber ich bin gerne bereit, als erstes „Opfer“ dieser Psychose in die Annalen der Blog-Krankheiten einzugehen. Wie ich jetzt auf so einen Schwachsinn komme??? Ich habe letztens „Findet Nemo“ geguckt und war felsenfest davon überzeugt, dass ich zu dem Film schon eine Kritik geschrieben hatte. Aber gut, der Film kam ja auch erst 2003 raus und angefangen zu bloggen habe ich erst 2009. Ich glaube, die Ursache für meine vermeintliche Schein-Kritik liegt in „Findet Dorie“ – ich habe also quasi schon einmal über Fisch-Abenteuer unter dem Meer geschrieben. Nur halt nicht über die Original-Abenteuer unter dem Meer.

Clownfisch Nemo wird von einem Taucher entführt. Sein überängstlicher Papa Marlin macht sich trotz zahlreicher Psychosen und Ängste auf den Weg, um seinen einzigen Sohn zu retten. Doch wo nur anfangen??? Zum Glück trifft er auf Doktorfisch-Dame Dorie, die ihm den entscheidenen Hinweis geben kann: Sein Sohn ist irgendwo in Sidney. Gemeinsam mit Dorie macht sich Marlin auf den Weg.

Glotz nicht so…

„Findet Nemo“ ist immer noch dafür verantwortlich, dass ich kein Aquarium mehr besuchen kann, ohne bei Clownfischen sofort an Nemo zu denken. Nicht nur, weil ich an diesen Film denke, sondern weil ich die ganzen kleinen Kinder im Ohr habe, die ständig „Nemo, Nemo!“ schreien und wie wild ans Glas klopfen. Haben die denn nicht gelernt, dass das für die Fische im Aquarium so überhaupt nicht schön ist?

Richtig schön dagegen ist „Findet Nemo“. Ich kann den Film auch jetzt noch gucken und mich köstlich darüber amüsieren. Das ist einfach eine schöne Heldenreise tief unter dem Meer. Da werden Haie gesichtet, da geht es zum extremen Tiefseetauchen, es gibt Qualen, coole Schildkröten beim Strom-Surfen und und und…

„Findet Nemo“ kennt keine Pause, sondern führt ein sympathisches Duo auf eine extrem witzige Reise. Marlin ist der über-fürsorgliche Vater, aber er ist eben ein Charakter, den man nachvollziehen kann. Immerhin hat er auf tragische Weise seine Frau und 399 seiner Kinder verloren. Wer würde da nicht den einzigen Sohn behüten wie den wertvollsten Schatz der Welt? Das macht „Findet Nemo“ dann wirklich interessant – eben das aus diesem Angstfisch ein echter Pfundsfisch wird. Denn seine Fürsorge ist so groß, dass er sich um sich selbst nicht kümmert. Was für ein Vater!!! Der Vater-des-Jahres-Preis ging damals definitiv an Marlin, der damit dann auch über sich selbst hinauswächst und ein bisschen reifer wird. Das verdankt er dann auch Chaos-Dame Dorie, die ich nach wie vor in diesem Film sehr viel lieber mag als in ihrem „Findet Dorie“-Abenteuer. Die vergessliche, Walisch sprechende Dorie macht „Findet Nemo“ perfekt – die kleine Buddy-Fisch-Komödie, bei der es actionreich und aufregend zugeht.

Außerdem ist „Findet Nemo“ einfach mal wieder ein schön animierter Pixar-Film. Das weite Meer ist ein perfekter Schauplatz für die Animationskünstler, um sich auszutoben. Das Korallenriff sieht zauberhaft aus. Und die verschiedenen Unterwasser-Lebewesen sind auch spitze Zumal ich immer wieder sagen muss, dass ich die Nebenhandlung mit Nemo im Aquarium des Zahnarztes super finde. Das ist dann das Kontrastprogramm – von den Weiten des Ozeans zum beengten Lebensraum, in dem die Fische so langsam am Durchdrehen sind.

Alles in allem ein wunderbarer Animationsspaß, zu dem ich dann jetzt endlich auch mal wirklich was geschrieben habe 🙂

Wertung: 9 von 10 Punkten (einen Arielle-Witz hätte ich mir bei diesem Film trotzdem sehr gewünscht)

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3 Kommentare leave one →
  1. 15. Mai 2018 20:33

    Was lange währt, wird gut. Oder so…

Trackbacks

  1. Was würde Dorie tun? | Going To The Movies

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