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Avengers vs. Thanos

27. April 2018

Der Hype ist riesig. Seit nun mehr 10 Jahren beschert uns Marvel immer und immer wieder neue Superhelden-Filme. Seit 2012 und der Post-Credit-Szene von „Avengers“ wissen wir nun auch schon, dass da dieser komische Typ aus dem All namens Thanos Böses im Schilde führt. Sechs Jahre lang Superhelden, Infinity Steine und ab und zu die Erwähnung des Namen Thanos – jetzt endlich liefert Marvel diesen lang angeteaserten Superschurken ab, der in „Avengers 3: Infinity War“ gegen so ziemlich alle bekannten Superhelden des MCU antreten darf. Funktioniert das oder war der Hype am Ende doch zu groß? Schließlich hat Marvel eigentlich seit Loki keinen wirklich nennenswerten Schurken mehr auf die Leinwand gebracht.

Thanos (Josh Brolin) macht sich auf den Weg zur Erde, um hier den Time Stone von Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) und den Mind Stone von Vision (Paul Bettany), in seinen Besitz zu bringen. Insgesamt will er alle sechs Infinity Steine vereinen, um seine verquere Ansicht von einem besseren Universum durchsetzen zu können. Zusammen mit seiner Black Order trifft er dabei auf die Avengers. In New York stellt sich Doctor Strange gemeinsam mit Tony Stark a.k.a Iron Man (Robert Downey Jr.), Spider-Man (Tom Holland) und Bruce Banner (Mark Ruffalo) dem Bösen entgegen. Im All versuchen die Guardians of the Galaxy gemeinsam mit Thor (Chris Hemsworth) das Gleiche. Und in Wakanda bereiten sich wieder andere Helden ebenfalls auf den Kampf vor.

Superhelden, vereint euch!!!!

Es wurde uns eine Menge versprochen: Thanos würde der beste Schurke werden, der würde sogar einem Darth Vader gleichkommen. Es würden auch echte Konsequenzen gezogen werden und es würden Charaktere sterben. Der Hype wurde immer schon angefeuert, bleibt also die Frage: Kann Kevin Feige mit den Russo-Brüdern an den Schalthebeln abliefern? Ich sage nur: „Oh ja, verdammt noch mal!“

„Infinity War“ haut echt ziemlich rein. Ich kann es nicht anders sagen. Die Russo-Brüder haben ja schon mit „Civil War“ bewiesen, dass sie mehrere Charaktere gut handhaben können. Mit „Infinity War“ legen sie da noch mal deutlich eine Schippe drauf. Der Film springt mühelos von verschiedenen Schauplätzen, zu verschiedenen Gruppen von Avengers und Guardians und schafft es, jedem, aber auch wirklich jedem, seinen kleinen Moment zu geben. Ja, manche (Captain America oder Black Panther zum Beispiel) kommen ein wenig zu kurz, aber angesichts der Masse an Charakteren ist es trotzdem grandios, dass auch die kurzen Momente gut funktionieren. Denn die Russo-Brüder machen eine Sache richtig gut… in diesem Meer von Charakteren haben sie sich einen herausgepickt, um den sich alles dreht: Thanos.

Thanos ist ein großartiger Schurke. Die Art von Schurke, der denkt, er tut etwas Gutes. Die Art von Schurke, der in seinem eigenen Wahn denkt, er würde helfen. Ein bisschen hat er mich an den Kingpin aus „Daredevil Staffel 1“ erinnert. Thanos ist ein knallharter, brutaler Tyrann – aber nicht ohne Gefühle (auch wenn er sich um die von anderen wenig schert). Nach Loki haben wir endlich wieder etwas Böses im Marvel-Universum, dass es wirklich zu fürchten gilt. Das lange Warten hat sich beim ihm echt bezahlt gemacht und Josh Brolin geht in der Rolle gut auf.

Ein wirklich böser Junge

Die Russo-Brüder haben den Schurken perfekt hinbekommen und sie haben den ganzen Ton des Films erstaunlich stimmig hinbekommen. Sie wechseln geschickt zwischen emotionalen Sequenzen, Action-Szenen und auch witzigen Szenen, ohne das dabei eine witzige Szene eine emotionale zerstört. Es ist eine Balance, die für „Infinity War“ unheimlich wichtig ist, da so die Superhelden gut zur Geltung kommen, aber auch das Ausmaß von Thanos nicht untergeht. Gelungen ist auch die Zusammenführung von Avengers und Guardians of the Galaxy, worauf ich persönlich ja am meisten gespannt war. Und wenn ich ehrlich sein soll, fühlt sich „Infinity War“ nicht nur an wie ein dritter Avengers-Film, sondern auch ein bisschen wie „Guardians of the Galaxy Vol. 2.5“. Denn die Guardians landen eine wirkliche Punktlandung (aber gut, gerade Charaktere wie Gamora und Nebula sind ja auch noch einmal mehr mit Thanos verbunden, was auch in diesem Film wunderbar rüberkommt). Selbst Drax, der mir in „Guardians 2“ ja ein wenig auf den Sack ging, hat hier wieder besser funktioniert.

Ich könnte jetzt noch auf alle Darsteller eingehen, aber das würde den Rahmen sprengen. Sie waren alle super in ihren Rollen. Sie haben ihren Charaktere bestens in diesen Film eingebracht, der kein bloßes Superhelden-Zusammenwürfeln geworden ist, sondern ein packender und spannender Comic-Film, der einen unheimlich starken Schurken gekonnt aufgebaut hat (aber nach sechs Jahren musste das auch einfach so sein, ansonsten hätte Marvel echt einpacken können).

Dennoch hat „Avengers 3“ ein schweres Erbe hinterlassen. Auch wenn überall immer gesagt wurde, es wäre ein eigenständiger Film… Bullshit. Ja, er ist an sich schon abgeschlossen, liefert aber trotzdem den krassesten Cliffhanger aller Zeiten – und somit hängt sehr, sehr viel von „Avengers 4“ im nächsten Jahr ab. Alle Entscheidungen, die jetzt in „Avengers 3“ gefällt worden sind, müssen Konsequenzen haben. Ich will nicht so ein Comic-Cop-Out in „Avengers 4“ haben, das mir diesen Film dann kaputt macht. Das hoffe ich jetzt wirklich sehr… denn noch einmal: „Avengers 3: Infinity War“ war schon echt die Wucht in Tüten.

Wertung: 9,5 von 10 Punkten (wenn „Avengers 4“ da anschließen kann, hat Marvel wirklich einen grandiosen Abschluss für die ersten drei Phasen des MCU geschafft)

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5 Kommentare leave one →
  1. 27. April 2018 21:33

    Mein Problem ist hier auch wieder die animierten Charakter. Ich mag das nicht so wirklich. Thanos und seine Leute sahen einfach so gummimäßig aus :))
    Aber gut, ich habe viel gelacht und Wakanda ist noch immer nicht mein Ding und ob ich mit dem Ableben der ein oder anderen Figur wirklich leben kann, weiß ich nicht.

    • donpozuelo permalink*
      29. April 2018 22:10

      Thanos fand ich noch okay. Die Black Order war tatsächlich nicht so geil.

      Und ja, ich bin gespannt, welches Ableben tatsächlich ein Ableben bleibt und welches nicht.

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