Zum Inhalt springen

Möge der Porg mit euch sein!

15. Dezember 2017

Ich mag die Porgs nicht. So, jetzt ist es raus. Die sind putzig, aber mehr auch nicht. BB-8 war auch knuffig, aber er hatte auch noch einen Zweck. Die Porgs sind einfach nur knuffig, nerven aber. Doch zum Glück hält man sich mit diesen kleinen Quietsch-Viechern in „Star Wars: Die letzten Jedi“ zurück, sodass sie nicht so schwer ins Gewicht fallen. Ich wollte einfach nur meine Stellung in der „Ich mag Porgs! Ich mag Porgs nicht!“-Diskussion schon mal vorab deutlich machen. Hab ich jetzt gemacht, kommen wir endlich zu „Star Wars“ Episode 8!

Die Rebellen unter Leia (Carrie Fisher) sind auf der Flucht vor der Ersten Ordnung. Doch die sind Leia, Poe Dameron (Oscar Isaac) und Finn (John Boyega) dicht auf den Fersen. Währenddessen finden wir Rey (Daisy Ridley) auf der Insel wieder, auf der sie in „Das Erwachen der Macht“ Luke Skywalker (Mark Hamill) fand, von dem sie nun zum Jedi ausgebildet werden möchte, um sich Kylo Ren (Adam Driver) und Supreme Leader Snoke (Andy Serkis) zu stellen.

Sie verkauft diese eleganten Gehstöcker an jeder Tür

Oh Gott, es ist wieder Weihnachten und es gibt wieder „Star Wars“ im Kino. Was könnte es Schöneres geben? Diese Vorfreude auf diese Filme ist nicht in Worte zu fassen. Der kleine Junge in mir ist jedes Mal so glücklich, wenn er weiß, dass er „Star Wars“ im Kino sehen darf. Da ist Gänsehaut garantiert, wenn nur das Lucas-Film-Logo auftaucht und da jagt dann ein wohliger Schauer durch den ganzen Körper, wenn das „Star Wars“-Logo auftaucht und mit einem großen Knall John Williams‘ Star Wars Theme ertönt und der Lauftext anfängt. Welche Film-Reihe kann schon von sich behaupten, nur mit einem einzigen Logo, mit einem einzigen Tusch so viele Gefühle auszulösen? Keine! „Star Wars“ ist und bleibt einzigartig für mich – und wird immer ein Erlebnis sein.

Und so ist auch „Star Wars: Die letzten Jedi“ das Erlebnis, das ich gebraucht habe; das Erlebnis, auf das ich jetzt soooo lange gewartet habe. Ich habe mich tunlichst von allen Spoilern ferngehalten und wollte vorher nichts wissen, deswegen werde ich auch hier nicht zu viel zur Story verraten. Nur vielleicht so viel:

Der Anfang zieht sich etwas in die Länge, meiner Meinung nach. Die ganze Episode mit dem Charakter von Benicio del Toro, die ganze Finn-Episode auf dem Casino-Planeten hätte der Film, der ohnehin schon recht lang ist, gar nicht unbedingt gebraucht. Aber gut, danach zieht Regisseur Rian Johnson wieder an und liefert „Star Wars“-Feeling vom Feinsten – mit aufregenden und teils wirklich komplett unerwarteten Wendungen. Ich saß oftmals mit offenem Mund im Kino und konnte nicht fassen, was da gerade geschah. Gut, ich gebe zu, es ist kein Moment im Ausmaß von „Ich bin dein Vater“, aber sie hauen genau dann rein, wenn sie es sollen und katapultieren die Story in ungeahnte Richtungen. Das muss man „Die letzten Jedi“ wirklich lassen: Die haben Mut und trauen sich mal was – und das ist einfach nur großartig.

Dazu kommen mal wieder tolle Weltraumschlachten, die es ordentlich in sich haben. Gerade die erste Schlacht war schon verdammt cool. Dazu kommen wieder einmal tolle Charakter-Designs (mal abgesehen von den Porgs gibt es wieder so viele tolle Kreaturen – die Kristall-Füchse haben es mir persönlich da sehr viel mehr angetan als die kleinen Porgs). Rian Johnson liefert ab, wo „Star Wars“ schon immer stark war: Großartige, faszinierende Welten – auch wenn sich „Die letzten Jedi“ nicht ein Planeten-Hopping liefern, sind die Welten, die wir besuchen, sehr imposant. Der Kristall-Planet am Ende ist der Hammer (da gibt es dann auch meine Kristall-Füchse).

Doch Weltraumschlachten und Welten sind nur so gut wie unsere Helden. Und endlich, endlich, endlich darf Mark Hamill mehr machen als nur am Kliff stehen. Hamill ist toll. Diesen gequälten Jedi-Meister, der zum Eremit geworden ist und nichts mehr mit all dem zu tun haben will, spielt Hamill großartig. Ihm gehört „Die letzten Jedi“ fast mehr als allen anderen – seine Geschichte hat mich persönlich am meisten interessiert und Rian Johnson liefert uns dabei tolle Momente mit dem Skywalker der alten Trilogie. Doch genauso spannend ist Daisy Ridleys Wandlung – und überhaupt… was Johnson aus Reys Geschichte macht, ihrem Hin und Her der Gefühle ist toll. Es hat eine Intensität, die nicht einmal ein Luke Skywalker durchlebt hat… und dennoch findet man in ihrer Geschichte Luke-Referenzen aus „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“.

Aber das ist okay, denn Johnson kopiert nicht, er erschafft wirklich etwas Neues, etwas Aufregendes, dass wirklich zu überraschen weiß und einen zum Staunen bringt. Das Problem ist halt einfach nur, dass es zwischen diesen Episoden immer wieder auch ein paar Sachen gibt, auf die ich hätte verzichten können. Doch am Ende machen es die starken Momente doch wieder wett, dass ich auch an „Die letzten Jedi“ meinen Spaß hatte. Da wäre nur der manchmal etwas merkwürdig eingestreuten Klamauk, der mir nicht so ganz in die Welt von „Star Wars“ gepasst hat. Klar, soll es lustig sein, aber allein die Anfangsszene, in der Poe Dameron General Hux (Domhnall Gleeson) eine Art Telefon-Streich spielt, ist schon etwas merkwürdig. Aber gut, auch das lässt sich bei diesem tollen zweiten Teil der neuen Saga verschmerzen.

Jetzt bleibt mir nur noch, diesen Film noch ein paar Mal im Kino zu schauen, um die Wartezeit auf Episode 9 irgendwie zu verkürzen.

Wertung: 8 von 10 Punkten (ein toller Film, der aber sicherlich für Kontroversen sorgen wird)

8 Kommentare leave one →
  1. 21. Dezember 2017 20:47

    Klingt vielversprechend! Der letzte Teil hat mich nicht so unglaublich aus den Socke gerissen. Ich fand ihn sehr gut, Punkt. Aber so aufregend, dass ich alles durchdiskutieren musste, war er dann doch irgendwie nicht. Hier hat der Trailer schon ein bisschen Brotkrumen gesät und es aussehen lassen, als ob es für Rey ein schwieriger Weg wird – das fixt mich schon mehr an. Allerdings haben Freunde und ich den Pakt geschlossen erst im neuen Jahr den Film zu schauen, wenn die Kinos vllt leerer sein – der Terminplan auf jeden Fall leerer als vor Weihnachten. Da muss ich mich wohl noch etwas gedulden …

    • donpozuelo permalink*
      23. Dezember 2017 10:08

      Ja. Ich mag den Film wirklich. Es ist eine interessante Story für Rey, aber vor allem ist der Film wirklich auch Luke Skywalkers Film.

Trackbacks

  1. Star Wars 8 – Last Jedi – Filmexe – Blog über Filme und Serien
  2. 2017 | Going To The Movies
  3. Live long and prosper! | Going To The Movies
  4. Kaiju-Roboter | Going To The Movies
  5. Han Solos Würfel | Going To The Movies
  6. The Power of Love | Going To The Movies

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: