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Betelgeuse

20. Oktober 2017

Achtung, ich komme mal wieder zum Thema filmische Bildungslücke: Ich dachte ja bislang, dass ich mich in Sachen Tim Burton ganz gut auskenne – zumindest, was die alten Sachen angeht, von den neueren Filmen habe ich sehr viele gar nicht mehr gesehen. Irgendwie war da für mich spätestens mit „Alice im Wunderland“ ein bisschen der Reiz verflogen. Doch ein Tim Burton war ja mal gut… doch es gab da immer einen Film, den ich bis dato noch nicht gesehen hatte: „Beetlejuice“. Ich kannte die Zeichentrick-Serie und ich kannte halt das schräge Outfit von Michael Keaton als Beetlejuice. Doch worum es so wirklich ging und was das für ein Film war, war mir nicht bewusst. Zum Glück habe ich gute Freunde, die ich mit solchen Aussagen genug schockieren kann, dass sie mich direkt zu meinem Glück zwingen und vor den Fernseher setzen. Und oh Mann… was für ein Glück, dass ich endlich „Beetlejuice“ gesehen habe.

Barbara (Geena Davis) und Adam (Alec Baldwin) sterben bei einem Autounfall – allerdings wird ihnen das erst etwas später so wirklich bewusst. Als wenn das noch nicht schlimm genug wäre, ziehen auf einmal neue Leute in ihr gemütliches Haus ein und fangen an, alles umzubauen. Allerdings taugen Barbara und Adam als Spuk-Gespenster nicht wirklich viel. Nur die junge Lydia (Winona Ryder) kann die Beiden sehen, nur auch nicht wirklich helfen. Da entscheiden sich die beiden Neu-Geister dafür, einen Bio-Exorzisten namens Betelgeuse zu holen. Doch dieser Typ (Michael Keaton) ist eine absolute Katastrophe.

Michael Keatons beste Rolle 😉

Ich wusste wirklich nichts. Alles, was ich glaubte, über Tim Burtons „Beetlejuice“ zu wissen, war falsch. Ich war ja schon platt, als Barbara und Adam zu Beginn des Films sterben und dann als Geister… herumgeistern. So eine verdammt coole Idee. Ab da war ich schon hin und weg. Aber der Film hört ja dann nicht auf, einen mit tollen Ideen zu begeistern – ob nun die komischen Sandwürmer in der Parallelwelt, der Warte-Raum der Toten, Betelgeuse selbst oder oder oder… Die Tatsache, dass hier alle von Spuk Besessenen auf einmal anfangen, beim stocksteifen Essen Harry Belafontes „Day-Oh“ zu singen, ist einfach nur das Beste, was ich seit langem in einem Film über Geister gesehen habe. Ich habe mich gar nicht mehr einkriegen können vor Lachen.

„Beetlejuice“ ist einfach so ein wunderbarer Film, der nonstop gute und clevere Ideen liefert, konstant einfach nur Spaß macht und durch seine tollen Charaktere zu jeder Minute perfekte Unterhaltung liefert. Burton lässt dieser absurden Story einfach freien Lauf. Ich meine, wie kommt man dazu, den kompletten Soundtrack mit Harry Belafonte zu bestücken? Klingt herrlich albern, passt so perfekt zu diesem Film. Der ist so albern und dabei so perfekt. So schräg und so verdammt unterhaltsam.

Alec Baldwin und Geena Davis sind so wunderbar unbeholfene Neu-Geister, da macht es einfach Spaß, mit ihnen zusammen diese neuartige Situation auszutesten. Ich konnte es immer gar nicht abwarten zu sehen, was die beiden als nächstes machen. Und dann kommt irgendwann dieser Michael Keaton dazu: Er hat nicht viel Spielzeit in diesem Film, aber wie jeder großartige „Antagonist“ nutzt er die wenige Zeit perfekt aus. Keaton ist großartig, Keaton dreht einfach komplett durch, Keaton ist ein wunderbarer Querulant, ein charmant-hinterhältiger Quälgeist.

Ich kann nicht mehr viel zu „Beetlejuice“ sagen – außer, dass ich diesen Film definitiv öfter gucken werde und dass ich ihn in meiner Liste von Lieblings-Tim-Burton-Filmen auf den ersten Platz setzen werde. „Beetlejuice“ ist wirklich der perfekte Geister-Film zum Lachen – mit wundervollen Darstellern und Charakteren, verrückten Welten und wilden Ideen. Dass ich den Film nicht schon früher gesehen habe, ist wirklich ein Skandal.

Wertung: 10 von 10 Punkten (ein toller Burton – einfach nur großartig)

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11 Kommentare leave one →
  1. 20. Oktober 2017 09:13

    Gleiche Lücke, danke für die Erinnerung, der passt doch wunderbar in meinen Horroktober 😉

    • donpozuelo permalink*
      21. Oktober 2017 20:46

      Passt perfekt zum Oktober. Perfekt zu Halloween. 😀

  2. 20. Oktober 2017 18:44

    Oh ich liebe diesen Film und jedes Mal, wenn ich ihn sehe, entdecke ich noch neue Details, wenn das nach fast 30 Jahren noch möglich ist. Vielleicht entdecke ich ihn auch immer wieder neu. Ganz großartig! 😀

    • donpozuelo permalink*
      21. Oktober 2017 20:46

      Das glaube ich sofort. Das wird auch ein Film werden, den ich öfter gucken werde.

  3. 30. Oktober 2017 11:53

    Den habe ich schon so lange nicht mehr gesehen, das ich mich gar nicht an den Inhalt erinnern kann. Wird wohl mal Zeit für einen Rewatch…

    • donpozuelo permalink*
      30. Oktober 2017 17:30

      Definitiv… definitiv. Wirklich ein toller Film!!!

  4. 7. Januar 2018 20:05

    Genial! Mein Lieblingsburton sei dein Lieblingsburton! Ich liebe liebe liebe den Score von Elfman und das ganze Design. In keinem anderen Film hat er wirklich soooo eine morbide düstere Gute Laune inszeniert wie hier. Wobei Pee Wee für Nicht-Fans bestimmt auch recht verstörend sein kann. Hattest du den eigentlich gesehen?

    • donpozuelo permalink*
      9. Januar 2018 09:17

      Ja, der Film ist toll. An Pee-Wee habe ich mich nie so wirklich rangetraut. Der Typ allein irritiert mich schon so extrem. Da weiß ich immer nicht so wirklich, was ich von diesem Film erwarten soll.

      • 13. Januar 2018 05:29

        Ahaha, ich liebe den ja. Hmm. Definitiv niemals auf deutsch und vielleicht auf Netflix eine Folge peewees playhouse vorher gucken und dann froh sein, dass der Film nicht soooo überdreht ist.

        • donpozuelo permalink*
          15. Januar 2018 13:58

          Okay, muss ich mir mal merken 😀

      • 13. Januar 2018 05:30

        Aber hey, ich hatte aufgrund eines Zitats aus dem Film von Pee Wee eine Couchsurfingzusage in Boston bekommen. Der Film begeistert die Leute also immer noch.

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