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Krieg in den Badlands

18. August 2017

Ich bin ja eigentlich ein Fan von „Into the Badlands“, obwohl ich es damals bei der ersten Staffel nicht für möglich gehalten hätte. Der Trailer hatte mich nicht wirklich umgehauen, aber aufgrund der kurzen ersten Staffel (6 Folgen) habe ich es dann doch einmal gewagt – und war sehr angetan. Jetzt habe ich endlich mal die zweite Staffel geguckt… und hatte zu Beginn ein riesiges Problem: Ich wusste eigentlich nichts mehr von der Handlung. Die ersten Folge der zweiten Staffel war zu Ende und ich hatte Mühe, die einzelnen Charaktere sofort wieder einzuordnen. Und das ist eine Sache, die man der Serie im Allgemeinen wirklich ein bisschen ankreiden könnte: Sie sieht zwar gut aus und hat auch interessante Charaktere, aber sie ist auch schnell wieder in Vergessenheit geraten. Wenn mich jemand fragt, warum ich „Into the Badlands“ so mag, dann antworte ich meistens: „Die Serie hat coole Charaktere und extrem coole Fights“. Aber das war’s dann auch schon wieder.

Aber gut… vielleicht liegt das wirklich eher daran, dass die erste Staffel extrem kurz war mit ihren sechs Folgen. Staffel 2 war da jetzt schon ein bisschen länger mit seinen zehn Episoden und hat sich dann auch sehr viel deutlicher in mein Gehirn gebrannt – weil die Story jetzt auch zu mehr da war, als nur die zahlreichen Charaktere vorzustellen (was letztendlich Aufgabe der ersten Staffel war):

Sechs Monate nach den Ereignissen ist in den Badlands einiges los: Quinn (Marton Csokas) ist wider Erwarten noch am Leben und versucht alles, um seine Herrschaft zurück zu erlangen. Das passt den anderen Baronen und vor allem „The Widow“ Minerva (Emily Beecham) gar nicht, weswegen es zu einer Art Bürgerkrieg in den Badlands kommt, der für einige Opfer sorgt. Währenddessen versucht Quinns ehemals bester Kämpfer Sunny (Daniel Wu) wieder in die Badlands hereinzukommen, um seine Frau zu retten – die sich (ohne das Sunny das weiß) bei Quinn befindet, der ihren Sohn als seinen aufziehen will. Außerdem ist da immer noch M.K. (Aramis Knight), der jetzt bei irgendwelchen Mönchen lernen soll, seine mysteriöse Kraft zu steuern. Und natürlich bleibt immer noch die Frage, was es mit der geheimnisvollen Stadt Azra auf sich hat – oder was wirklich ausschlaggebend für diese Postapokalypse war?

Der mit dem Ring-Schwert tanzt

Wie schon gesagt, ich habe mir mein Wissen über die erste Staffel noch einmal anlesen müssen, um wirklich in die zweite Staffel einsteigen zu können. Ich musste mir erst einmal wieder klar werden, wer diese Barone sind, wie sie das Badland aufgeteilt haben. Sunny und M.K. waren die Charaktere, an die ich mich noch am besten erinnern konnte – weil sie ja auch im Fokus der ersten Staffel standen. Das hat sich jetzt zum Glück ein wenig geändert. Dadurch dass die einzelnen Geschichten aufgefächert wurden, bekommen die Charaktere mehr Zeit, sich ein bisschen besser zu entfalten. Und in dieser Staffel bin ich dann auch ein Riesen-Fan von Emily Beechams Widow geworden. Die ist schon verdammt cool, wobei man überhaupt sagen muss, dass die Frauenrollen in „Into the Badlands“ echt ziemlich ausgereift sind. Das ist ja für so eine Action-Serie nicht unbedingt immer die Normalität, aber die Ladies in dieser Serie haben es drauf und müssen nichts zurückstecken. Und weil die zweite Staffel auch gerade auf diesen kleinen Bürgerkrieg innerhalb der Badlands anspielt, haben die Damen hier sehr viel mehr Möglichkeiten zu zeigen, was sie können – sowohl schauspielerisch als auch kämpferisch. Da ist Emily Beecham die absolute Königin – einfach nur toll!

Interessant war auch Neuzugang Nick Frost, der an der Seite von Daniel Wu kämpfen und natürlich auch witzig sein durfte. Die beiden haben ein gutes Team abgegeben. Einzig und allein die Story von M..K. in dieser Staffel fand ich ein bisschen öde. Die ganze Auserwählten-Nummer ging in den ganzen Krieg ein wenig unter und wirkte unnötig. Zumal man auch jetzt wieder nur sehr sporadisch mit dieser ganzen „Azra ist die Stadt, in der wir Rettung finden werden“-Geschichte angefüttert wurden (immerhin zeigt das Finale, dass wir da noch einiges erwarten können).

Erzählerisch hat Staffel 2 von „Into the Badlands“ auf jeden Fall einen enormen Schritt nach vorne gemacht und hat noch sehr viel mehr zu bieten als Staffel 1. Gesteigert haben sich die Macher aber auch noch einmal in Sachen Kampf-Choreografien. Allein schon dafür lohnt sich diese Serie. Es ist immer wieder absolute Wahnsinn, was die sich da ausdenken. „Jackie Chan meets Tiger & Dragon“ – einfallsreiche Choreografien, die der Schwerkraft zu trotzen scheinen, die wunderschön in Slow-Motion aussehen und extrem tödlich und rasant in normaler Geschwindigkeit. Die Kämpfe sind und bleiben ein wichtiges Erkennungsmerkmal von „Into the Badlands“ und werden besser und besser.

Ich bin auf jeden Fall jetzt noch ein bisschen heißer auf Staffel 3 als ich es in Staffel 1 auf Staffel 2 war 😉

Wertung: 8 von 10 Punkten (die Story zieht endlich an, die Kämpfe werden noch besser, ich werde mehr und mehr Fan!!!)

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3 Kommentare leave one →
  1. 18. August 2017 08:05

    Klingt super! Ich freue mich darauf… 🙂

    • donpozuelo permalink*
      18. August 2017 08:41

      Macht auf jeden Fall nach wie vor sehr viel Spaß, die Serie zu gucken.

Trackbacks

  1. Reboot-Lara | Going To The Movies

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