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Das Tri-Magische Turnier

25. Januar 2017

Na endlich! Ich hatte schon gedacht, ich müsste mich durch alle Potter-Filme „quälen“, ohne einen wirklich so richtig zu mögen. Ich hätte sie mir definitiv alle angeschaut, aber nur weil ich ein komischer Vogel bin, der sich nach den ersten drei Filmen einfach verpflichtet gefühlt hätte, weiter zu machen. Aber Gott sei Dank, gibt es jetzt endlich einen Film der Potter-Reihe, den ich tatsächlich mag. Es ist tatsächlich Teil 4: „Harry Potter und der Feuerkelch“! Nicht der vermeintliche beste Teil „Der Gefangene von Askaban“, sondern Teil 4, den mir irgendwie jeder verschwiegen hat und den ich jetzt erst einmal zu meinem Lieblings-Potter ernenne.

Es ist (endlich) alles mal ein wenig anders für Harry (Daniel Radcliffe), Hermine (Emma Watson) und Ron (Rupert Grint) im vierten Jahr an Hogwarts. Denn statt der üblichen Schulstunden steht das Tri-Magische Turnier an, bei dem drei verschiedene Zaubererschulen gegen einander antreten. Weil das aber ganz schön gefährlich ist, dürfen nur Schüler ab 17 Jahren mitmachen. Und dennoch landet Harrys Name irgendwie im Feuerkelch und irgendwie wird er Mitglied des Turniers. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

Vampir trifft Zauberer

Ich bin so aufgeregt, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Vielleicht einfach damit, dass dies der erste Film der Reihe ist, dem ich seine Länge von zweieinhalb Stunden nicht krumm nehme. Denn es ist ja auch der erste Film der Reihe, der vom üblichen Schema F gleich von Anfang an abweicht: keine Szene bei den fiesen Muggle-Zieheltern, kein Unterricht, kein Blablabla… dieses Mal geht es gleich ordentlich zur Sache mit dem Tri-Magischen Turnier. Schon in der ersten Aufgabe geht’s gegen Drachen, es ist rasant und aufregend. Endlich mal ein Potter, bei dem ich gebannt auf den Fernseher starre.

Aber nicht nur am Handlungsablauf hat sich was geändert, auch thematisch wird das Potter-Universum ein bisschen breiter gefächert. So hatte ich erst meine Bedenken über die Szene mit dem Schulball und Rons und Harrys Suche nach Dates. Aber irgendwie hat das ganz gut reingepasst. Endlich wurden diese kleinen Zauberer mal ein bisschen menschlicher, ein wenig normaler, ein wenig nachvollziehbarer. Letztendlich sind sie also auch nur Menschen und es war sympathisch, auch mal diese Seite von ihnen zu sehen.

Es gibt endlich auch mal ein bisschen Zoff zwischen den drei Freunden, die diese Filme anführen. Erst streiten sich Ron und Harry, später weist Hermine die Jungs in ihre Schranken. Und so sehr ich diese Entwicklungen auch mochte, umso „trauriger“ war ich, als sie dann sehr schnell und lieblos wieder aufgelöst werden. So richtig sprechen können die Herrschaften über ihre Gefühle noch nicht, aber es ist schon mal ein guter Weg in die richtige Richtung. In „Der Feuerkelch“

Gleichzeitig besticht „Der Feuerkelch“ noch durch eine andere Komponente: Dieser Lord Voldemort, von dem immer viel die Rede war, taucht endlich mal auf. Harry trifft physisch auf dieses Monster und zum Glück liefert Ralph Fiennes eine gute Performance ab. Nach all dieser Antizipation (drei Teile lang wurde er uns als das schlimmste Übel vorgestellt) ist es eine Erleichterung, ihn endlich zu sehen. Weil es endlich auch bedeutet, dass die Reihe nun endlich gezielter vorangehen wird (hoffentlich). Zu dem bedeutet das Auftauchen von Voldemort auch ein weiterer Schritt zu einem erwachseneren Harry Potter – stirbt doch jetzt das erste Mal in dieser Welt jemand direkt vor unseren Augen. Das hat mich echt erwischt, ich musste kurz schwer schlucken. Und das auch noch wegen Robert Pattinson. Wer hätte es gedacht? Aber ja, Pattinson hat mir als Cedric Diggory sehr gut gefallen. Wäre er doch danach nur nie ein glitzernder Vampir geworden.

„Harry Potter und der Feuerkelch“ also… wer hätte es gedacht? Ich mag diesen Film jetzt sehr und gleichzeitig macht er mir auch Hoffnung, dass die Reihe jetzt wirklich besser werden könnte. Immerhin ist Voldemort endlich da und ich glaube, das hat mir ein wenig gefehlt: eine echte Bedrohung, die sich nicht nur einfach so im Hintergrund versteckt. Und endlich eine wahre Entwicklung der Charaktere. „Der Feuerkelch“ hat mir endlich all das geboten, was ich mir von diesem Potter-Kram erhofft habe: Fantasy, Action, Abenteuer, Spannung, aber eben auch eine menschliche Seite zu den Charakteren. Ich bin endlich wieder ein wenig angefixt… und freue mich jetzt schon auf „Der Orden des Phönix“.

Wertung: 9 von 10 Punkten (Mr. Potter, well done!!!!)

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17 Kommentare leave one →
  1. 25. Januar 2017 06:42

    Na also, geht doch! 😉 Ich fand es ja sehr schade, dass es am Anfang von Teil 4 keine Szene bei den Dursleys gab. In den Büchern ist das eine der lustigen Szenen bei den fiesen Muggeln ever. Naja, ich bin halt buchfixiert… 😉

    • donpozuelo permalink*
      25. Januar 2017 08:55

      Hahaha… ja, da sieht man es mal wieder. Als Buchfremder freut man sich über diese „Abwechslung“, einfach weil man auch nicht weiß, was einem hier möglicherweise gutes entgeht. Und der Buchfan ärgert sich…

      • 27. Januar 2017 19:49

        Das ist echt die Krux an Buchverfilmungn. Eigentlich kann man es keinem recht machen. Ich erinnere mich, dass ich es in Band 4 nicht so gut fand, dass Harry und Co. erst nach mehreren Kapiteln in Hogwarts ankommen. Gleichzeitig mochte ich die Geschichte mit der Quidditch-Weltmeisterschaft auch sehr gern. Jaaa…schwierig. 😀

        • donpozuelo permalink*
          27. Januar 2017 21:02

          Sehr schwierig. Man muss halt einen gesunden Mittelweg finden. Und als Leser vielleicht nicht zuuu kleinlich sein… 😉

        • 28. Januar 2017 16:20

          Wenn eine der besten Szenen des Buches im Film nicht dabei ist, dann kann man sich als Leser aber schon ein bisschen grämen…

  2. 25. Januar 2017 17:08

    Was heißt hier verschwiegen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich unter einem der letzten Reviews kommentiert hab, dass der vierte ziemlich gut ist. 😉 Weniger handwerklich gut gemacht als Teil 3, aber dafür mitreißender – und das, obwohl ich das zugehörige Buch nicht wirklich mag.

    • donpozuelo permalink*
      25. Januar 2017 17:15

      Okay. Sorry. Dann habe ich das voll vergessen. 😉

      Aber interessant, dass das Buch wohl nicht so gut ist. Vielleicht hat das den Machern ein bisschen mehr Freiraum gegeben, es im Film besser zu machen.

  3. 25. Januar 2017 19:18

    Teil 4 ist wirklich gut. Zei 5 geht so, dürfte dir aber auch gefallen. Der Tiefpunkt ist dann Teil 6. Teil 7 hatte ich auch immer als langweilig in Erinnerung, hab ihn aber letztens nochmal gesehen und fand ihn überraschend unterhaltsam. Teil 8 ist auch gut. 😀

    • donpozuelo permalink*
      25. Januar 2017 23:06

      Danke für die Einschätzung. Nach Teil 4 bin ich jetzt auf jeden Fall wieder etwas mehr gespannt auf die folgenden Teile.

  4. 27. Januar 2017 13:58

    Jeht doch! Ich war damals so verliebt in Cedric. *lach*
    Ich bin gespannt wie viel du als Nichtbuchkenner von Teil 5 und 6 nachvollziehen kannst. Ich finde die beiden schwierig, bin aber sehr großer Freund der zwei 7. Teile. Besonders der erste der beiden.

    Aber Umbridge ist natürlich the best.

    • donpozuelo permalink*
      27. Januar 2017 14:20

      Cedric war schon ne coole Socke. Das muss man ihm lassen. Und ja, auf die nachfolgenden Filme bin ich gespannt.

  5. 7. Februar 2017 19:50

    Ich habe gerade mal Teil 1. gesehen und danach nie wieder eines der filmischen Werk angefasst… Schlichtweg aus dem Grund, dass meine Vorstellung mir nicht zerstört werden sollten. Sind sie leider mittlerweile dennoch…

    Es ist mir aber neu, dass der dritte Teil der beste sein soll. Auf Seiten der Buchlinge wird dieser vehement verschrien. Wobei er tatsächlich mein Lieblingsteil ist…

    • donpozuelo permalink*
      7. Februar 2017 20:39

      Oha… kann ich gut verstehen. Ich bewundere das sehr!

      Und mit dem besten der Teile ist tatsächlich nur der Film an sich gemeint. Gemeinhin wird der dritte Film als bester Teil der Reihe bezeichnet. Wie da die Wertung der Bücher aussieht, weiß ich nicht.

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