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Der Lehrer der Klasse 3-E

21. November 2016

Ich hatte euch ja vor nicht all zu langer Zeit, einen Film namens „Assassination Classroom“ vorgestellt, in dem ein merkwürdiges Emoji-Tentakel-Monster zum Lehrer einer Klasse von Schüler wird, die zu Assassinen ausgebildet werden sollen, um eben jenes Emoji-Tentakel-Monster zu töten… damit die Erde nicht zerstört wird. Ja, genau, klingt verrückt, ist aber wirklich ein Film, der tatsächlich durchaus unterhaltsam war und viele sehr witzige und abgefahrene Momente hatte – aber auch einen fiesen Cliffhanger, damit auch alle, die Teil 1 gesehen haben, brav Teil 2 schauen. Was ich jetzt endlich auch gemacht habe.

In „Assassination Classroom 2“ rückt der Abschluss der 3-E näher und damit auch der Moment, an dem sie ihren Lehrer entweder töten oder ihn nicht töten und damit das Ende der Welt heraufbeschwören. Doch mittlerweile ist das mit dem Töten immer schwerer, schließlich mögen wir dieses Viech inzwischen. Und als wir dann auch noch seine Geschichte erfahren, wie er zu diesem Wesen wurde, haben wir sogar fast Mitleid, aber nur fast… denn das Tentakel-Monster war früher mal ein gemeingefährlicher Auftragskiller, der geschnappt und für fiese Experimente missbraucht wurde und am Ende aus Liebe zu einer Frau, deren Schüler unterrichtete.

Der Schleim geht nie wieder aus den Haaren

Jupp… „Assassination Classroom 2“ setzt genau dort an, wo der erste Teil aufhörte. Und dennoch gibt es eine kurze und bündige fünf Minuten Zusammenfassung, die das Gucken von Teil 1 fast nichtig macht. Wenn da nicht die kleine, aber feine Tatsache wäre, dass Teil 1 einen Ticken besser ist als Teil 2.

„Assassination Classroom 2“ lässt ein bisschen den unerwarteten Charme und das Verrückte seines Vorgängers vermissen. Wahrscheinlich liegt das aber auch einfach nur daran, dass ich jetzt vorbereitet war. Zum Teil stimmt das auch, aber tatsächlich ist Teil 2 allgemein einfach sehr viel ruhiger. So viel verrücktes Chaos gibt es in diesem Film gar nicht. Unser Emoji-Tentakel-Monster verhält sich ruhiger und gelassener als im ersten Teil, aber auch einfach weil das Ermorden des Monster und dessen ulkige Verteidigungsmethoden nicht mehr im Vordergrund stehen.

Stattdessen gibt’s quasi die Origin-Story… und die ist etwas platt. Bei einem derartig irrsinnigen Konzept, wie „Assassination Classroom“ es uns vorstellt, hätte ich mir da doch ein bisschen mehr erhofft als nur diese Geschichte von einem Experiment. Zudem wird diese Rückblende auch sehr simpel erzählt: Erzähler-Stimme und klassisch von A nach B – inklusive allem, was wir sonst auch gewohnt sind: größenwahnsinniger Wissenschaftler, der einem Todgeweihten Fähigkeiten übertragen will, der sich dabei in eine Frau verliebt, für die er dann seine Kräfte einsetzt (steckt da etwa Deadpool unter dem gelben Grinse-Gesicht???).Irgendwie hätte ich mir da ein bisschen mehr gewünscht.

Danach gibt dann das ganze Konzept dieser kleinen Reihe: Jetzt wollen die Schüler ihrem Lehrer helfen. Hier zieht sich der knapp 2-Stunden-Film dann noch einmal ein wenig. Nach der etwas zu langen Origin-Story kommt nun die Wir-finden-eine-Lösung-um-unserem-Lehrer-zu-helfen-Montage. Und erst zum großen Finale kommt dann wieder ein bisschen Leben in die Bude.

Zum Finale holt Regisseur Eiichiro Hasumi dann nochmal alles raus und liefert uns einen coolen Kampf, der dem Emoji-Tentakel-Monster-Lehrer gerecht wird. Hier geht’s ordentlich zur Sache, unser Monster bekommt einen verdammt coolen Gegner und einen sehr schönen emotionalen Abschluss.

Letztendlich stolpert „Assassination Classroom 2“ ein bisschen daran, dass so viele verschiedene Töne angeschlagen werden: der Spaßfaktor aus Teil 1 ist hauptsächlich noch am Anfang zu spüren, danach wird der Film in der Origin-Story zunehmend düsterer, bevor er dann wieder so einen leicht albernen Kinderfilm-Touch bekommt, bevor es wieder düstere Action gibt. Eine geradere Linie hätte dem zweiten Teil 2 schon ganz gut getan.

Es ist dennoch ein netter Abschluss, der auch nicht zu sehr enttäuscht, wo man aber auch denkt: „Okay, gut, dass es jetzt vorbei ist!“ 😉

Wertung: 6 von 10 Punkten (vielleicht schaue ich irgendwann mal in die Anime-Serie rein 😀 )

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