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Random Sunday #3: Until Dawn

16. Oktober 2016

Ich zocke ja wirklich sehr gerne mal…nur tue mich nur in letzter Zeit immer ein bisschen schwer, mich für was wirklich Neues zu entscheiden. Zumal ich mich auch immer ein bisschen davor sträube, mir ein neues Spiel für 60-70 Euro zu kaufen, nur um dann festzustellen, dass es mir entweder überhaupt nicht gefällt oder viel zu schnell vorbei ist. Deswegen bin ich bei Videospielen noch penibler als bei Filmen oder Büchern (zumal es die ja auch gewöhnlich viel billiger gibt), lese ewig viele Kritiken, schaue mir genau die Trailer an… und selbst dann warte ich bei einigen Titeln doch lieber, bis sie billiger erscheinen oder einer meiner Freunde das Spiel gespielt hat und mir mehr dazu sagen kann – und es mir im besten Fall auch einfach mal ausleiht. So geschehen jetzt zuletzt auch bei dem Horror-Spiel „Until Dawn“… dessen Konzept mich zwar immer sehr fasziniert hat, aber das ich mir auch welchen Gründen auch immer nicht kaufen wollte.

„Until Dawn“ ist ein Teenie-Horror-Film zum Spielen: Die zehn Freunde Sam (Hayden Panettiere), Josh (Rami Malek), dessen Zwillingsschwestern Hannah und Beth (Ella Lentini), Mike (Brett Dalton), Jessica (Meaghan Martin), Emily (Nichole Bloom), Matt (Jordan Fisher), Ashley (Galadriel Stineman) und Chris (Noah Fleiss) treffen sich zum Skiausflug in der Villa von Joshs Eltern in den Bergen. Als nach einem sehr gemeinem Streich die beiden Schwestern Hannah und Beth im Wald verschwinden und auch nicht wieder auftauchen, zerbricht die kleine Gemeinde. Ein Jahr später lädt Josh die verbliebenen „Freunde“ erneut zu sich in die Berge ein, um an seine verschwundenen Schwestern zu erinnern… doch leider wird dieser Ausflug in die Berge zum Alptraum, denn ein Killer hat es auf die Teenager abgesehen.

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Der Sensenmann kommt ohne Sense

Horror-Film zum Spielen… das trifft es bei „Until Dawn“ wirklich perfekt. Wer sich  schon immer mal wie in „A Nightmare on Elm Street“ oder „Scream“ fühlen wollte – also kreischend vor einem unheimlichen Bösewicht weglaufen – der ist bei „Until Dawn“ an der richigen Adresse. Und wer Spiele wie „Heavy Rain“ oder auch zum Teil „Beyond: Two Souls“ kennt, der kann sich in etwa vorstellen, nach welchem Prinzip „Until Dawn“ funktioniert. Dieses Spiel ist kein gewöhnliches Survival-Game. Wir bekommen nicht einfach eine Waffe in die Hand und streifen dann durch die Berge, um Gegner kalt zu machen. Vielmehr erlaubt uns „Until Dawn“ immer wieder, jeden einzelnen Charakter zu spielen. Und wie schon bei dem Klassiker „Heavy Rain“ geht es auch in diesem Spiel eher darum, welche Entscheidungen man wie schnell trifft… und jede Entscheidung, die man fällt, hat Auswirkungen auf das gesamte Spiel. Ein Konzept, das gerade bei „Until Dawn“ sehr dazu verführt, es mehre Male zu spielen.

Dabei sind die Entscheidungen, die man hier treffen muss, teilweise schon echt hart… und ich als absoluter Gut-Mensch-Spieler habe mich da immer schwer getan, einfach mal nur an mich selbst zu denken. Vielleicht habe ich deswegen „nur“ vier Leute im ganzen Spiel verloren 😉

Das Spiel macht trotz sehr hakeliger Steuerung, die manchmal echt frustrierend anstrengend ist, sehr viel Spaß. Besonders die erste Hälfte, in der man wirklich noch sehr unbefangen ist, ist enorm spannend… leider wird das Ganze durch eine Teil-Auflösung in der Mitte des Spiels etwas gedämpft. Da geht das Spiel dann mit seinem klassischen Serien-Mörder-Klischee in eine etwas andere, etwas mystische Richtung, die nicht so ganz zum Anfang des Spiels passt.

Was mich auch ein wenig gestört hat, war die konstante Beschallung mit unheimlicher Musik. Selbst wenn man einfach nur einen Flur lang gegangen ist, dröhnen düstere Klänge aus den Lautsprechern, sodass man anfangs ständig auf der Hut ist und jeder Zeit damit rechnet, dass gleich irgendwas passiert und am Ende vor lauter Reizüberflutung die Musik einfach nur noch versucht auszublenden.

Trotzdem ist „Until Dawn“ gerade für Horror-Fans echt mal zu empfehlen, denn die Macher haben alle Horror-Klischees in einem Spiel vereint, lassen uns aber dennoch immer die Möglichkeit, ein wenig gegen diese Klischees anzugehen. Alles in allem ein sehr unterhaltsames Spiel, dass ich definitiv noch einmal spielen will. Wer weiß, vielleicht schaffe ich es ja beim zweiten oder dritten Mal, dass mehr überleben.

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4 Kommentare leave one →
  1. 16. Oktober 2016 18:11

    Habe mir zu dem Spiel ein paar Let’s Plays angesehen und war vom Prinzip her sehr angetan. Selber spielen würde ich es wohl eher nicht, aber es macht schon Spaß zu sehen, welche Entscheidungen wohin führen. Manche sind sehr offensichtlich gestaltet, manche wiederum… Eine sehr schöne Atmosphäre, die das Game dadurch entwickelt.

    • donpozuelo permalink*
      16. Oktober 2016 20:37

      UNTIL DAWN ist absolut als „Film“ geeignet. Da reicht schon zugucken. Stimmt absolut. Das mit den Entscheidungen hat Spaß gemacht… ein schönes Spiel.

  2. 16. Oktober 2016 21:01

    Ich glaube da gab es auf irgendeinem Fantasy Filmfest Dauerwerbungstrailer zu. Fand ich lustig, bin aber nicht auf die Idee gekommen, dass das Spiel was taugen könnte. Na mal sehen, wenn es mir über den Weg läuft, werde ich einen Blick riskieren.

    • donpozuelo permalink*
      16. Oktober 2016 21:48

      Biete sich fürs FFF durchaus an. Der Teenie-Horrorfilm zum Spielen. Ist durchaus zu empfehlen. Auch wenn man es leicht durchschaut und der zweite Teil etwas abnimmt.

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