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The Lakewood Six

7. Oktober 2016

Ich gehöre endlich zum „Scream“-Club… also eher zu dem Club von Menschen, die „Scream“ gesehen haben. Endlich mal – hat ja bei mir lange genug gedauert, bis ich diesen vermeintlichen Horror-Klassiker zu Gesicht bekommen habe. Aber wenn ich ehrlich sein darf (und das war ich ja auch schon in meiner Kritik zum Film): So richtig umgehauen hatte mich der Film nicht. Der fühlte sich für mich schon ein bisschen sehr alt und albern an. Wiederum frage ich mich, ob das nicht auch irgendwie damit zusammenhängt, dass ich die Serie, die auf der Filmreihe basiert, zuerst gesehen habe – und somit mit ganz anderen Erwartungen an den Film gegangen bin. So oder so war ich nicht so ganz begeistert vom Film – weswegen ich es auch noch herauszögere, die nächsten Teile zu schauen – und sehr viel mehr begeistert von der Serie – weswegen ich es gar nicht abwarten konnte, die zweite Staffel zu sehen.

Staffel Zwei scheint sich ein wenig an „LOST“ orientiert zu haben, werden doch die Überlebenden der ersten Staffel die „Lakewood Six“ getauft (ähnlich wie die Oceanic Six bei „LOST“). Und irgendwie ist es schon krass, wie viele aus der ersten Staffel es dann doch lebend in die zweite geschafft haben: meine persönlichen Lieblinge Noah (John Karna) und Audrey (Bex Taylor-Klaus) sind auf jeden Fall mit dabei – zumal Audrey ja ein dunkles Geheimnis seit dem Cliffhanger von Season 1 mit sich herumträgt: Sie hatte Briefkontakt zu Piper, die sich ja als die Mörderin herausstellte. Noah hat mittlerweile ihren Podcast übernommen und berichtet von den Ereignissen, als Emma (Willa Fitzgerald) nach einiger Zeit in der Reha wieder nach Lakewood zurückkehrt. Und mit ihr kehrt dann leider auch ein neuer Mörder zurück, der es auf die Überlebenden abgesehen hat… und Audrey in arge Erklärungsnöte bringt.

Killer bitte nicht ärgern…

Staffel 2 hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen, wenn ich ehrlich sein darf. Auf der einen Seite hat mir die Rückkehr nach Lakewood schon sehr gefallen. Immerhin mochte ich die Charaktere seit der ersten Staffel und die Macher hatten ja dann auch dazu gelernt und den allgemeinen Fan-Lieblingen Noah und Audrey mehr Zeit in der zweiten Staffel gegönnt. Aber auch die Neuzugänge waren interessant und mysteriös: da wäre Kierans Cousin Eli (Sean Grandillo), der auch ein Auge auf Emma, die Freundin seines Cousins geworfen hat und da wäre der Sohn des neuen Sheriffs Gustavo (Santiago Segura), der von Anfang an verdächtig erscheint, weil er merkwürdige und brutale Bilder von den Lakewood Six malt. Aber zum Glück wirken die Neuzugänge nicht wild hineingeschrieben, sondern ergänzen den alten Cast um starke Charaktere. Das ist auf jeden Fall etwas, dass Staffel 2 wieder spannend gemacht hat.

Das Rätseln-Raten beginnt also wieder von neuem, allerdings tut es sich manchmal auch etwas schwer. Immerhin stehen die Macher vor der schwierigen Aufgabe, eigentlich die gleiche Geschichte wie in Staffel 1 zu erzählen, nur halt besser und aufregender. Und das wäre dann vielleicht die Seite von Staffel 2, die mir ein bisschen weniger gefallen hat. Die Staffel tut sich halt wirklich ein bisschen schwer, die Frage nach dem Mörder interessant und andersartig zu gestalten. Große Abweichungen zur ersten Staffel gibt es da nicht, dafür versucht uns „Scream – Staffel 2“ mit spannenden Set-Pieces ein bisschen mehr in seinen Bann zu ziehen. Da wird dann mal die ganze Schule abgesperrt, mit allen möglichen Verdächtigen darin gefangen. Da gibt es eine sehr unheimliche und auch spannende Episode, die fast nur auf einem Jahrmarkt spielt (natürlich inklusive Geisterbahn und Spiegelkabinett) und dann gibt’s sogar noch eine Party in einem nicht weit entfernten, ehemaligen Waisenheim. Alles gute Folgen, die leider viel zu oft aber von weniger aufregenden Folgen abgelöst werden, weswegen sich der „Spaß“ an Staffel 2 immer ein wenig in Grenzen hält.

Dazu kommt leider noch die Tatsache, dass die Geschichte der Eltern der Kinder, die scheinbar irgendwas Schlimmes in ihrer eigenen Vergangenheit getan haben, immer nur angeteasert wird, aber nie so richtig erzählt wird. UND… dass die Auflösung, wer denn dieses Mal der Mörder ist, leider so komplett unspektakulär inszeniert wurde. Es ist zwar ein großer „Oh, krass, das ist also der Mörder!“-Effekt, der dann aber leider auch schnell verfliegt. Immerhin ist der Cliffhanger wieder ganz witzig, wenn der jetzige Mörder einen Anruf von Unbekannt bekommt und gefragt wird: „Warum trägst du mein Kostüm?“ Der Verweis, dass in der dritten Staffel dann endlich mal die Geschichte der Eltern erzählt wird? Wer weiß… vor allem, wer weiß, ob es überhaupt eine dritte Staffel geben wird. Zu Halloween soll es ein Special geben, das angeblich lose Ende verbinden wird. Was einer dritten Staffel im Weg steht, ist leider die Tatsache, dass kaum noch jemand die zweite Staffel sehen wollte. Ich find’s schade, aber vielleicht kann mich ja „Scream Queens – Staffel 2“ darüber hinwegtrösten.

Wertung: 6 von 10 Punkten (unterhaltsame Fortsetzung, die ein bisschen mehr leidet als die erste Staffel)

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