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Was würde Dorie tun?

3. Oktober 2016

13 Jahre ist es her, dass wir mit Clownfisch Marlin und Paletten-Doktorfisch Dorie Nemo gesucht und am Ende (SPOILER) Nemo gefunden haben. Aber gut, die Spoiler-Warnung ist vielleicht ein bisschen zu viel des Guten, denn das Ganze ist ja schon im Titel „Findet Nemo“ irgendwie angekündigt. 13 Jahre ist es nun also her… und seit 13 Jahren kann man wohl kein Aquarium dieser Welt mehr betreten, ohne nicht kleine Kinder „Nemo“ kreischen zu hören, wenn sie einen kleinen, niedlichen Clownfisch sehen. Und 13 Jahre sind jetzt wohl auch genug Zeit, um dem erfolgreichen Film eine Fortsetzung folgen zu lassen, in der zum ersten Film nur ein Jahr vergangen ist. Zeit ist halt auch einfach mal relativ.

Die nach wie vor unter dem Verlust des Kurzzeitgedächtnis leidende Paletten-Doktorfisch-Dame Dorie (Ellen DeGeneres) lebt seit einem Jahr glücklich Seite an Seite mit Marlin (Albert Brooks) und dessen Sohn Nemo (Hayden Rolence). Doch wird ihr friedliches Leben jetzt von bruchstückhaften Erinnerungen an ihre Eltern gestört. Die plötzlichen Erinnerungen an ihre Eltern lassen die Fisch-Dame nicht mehr los und so bricht sie auf, um ihre Eltern zu finden – natürlich mit Hilfe von Marlin und Nemo und natürlich mit jeder Menge schräger Abenteuer…

Ich hab dich gefunden…

„Findet Dorie“ ist so ein Film nach dem Motto: „Hat zwar kein Mensch gebraucht, ist aber trotzdem irgendwie verdammt niedlich!“ Von der Story her darf man einfach nicht zu viel erwarten… immerhin hatten wir ja schon „Findet Nemo“. Arg große Abweichungen gibt es in „Findet Dorie“ dazu jetzt auch nicht… es ist einmal mehr die klassische Reise von A nach B mit ein paar Hindernissen. Obwohl… mein Gott… ist jetzt wahrscheinlich auch wieder Meckern auf hohem Niveau. Ja, die Story ist sich ziemlich ähnlich und dennoch haben die Macher rund um Regisseur Andrew Stanton das Beste aus der einfachen Story rausgeholt. Sie wiederholen nicht einfach nur das, was sie vor 13 Jahren gemacht haben, sie erneuern es aber auch nicht so extrem um neue Komponenten, dass sich dieses Sequel wirklich gelohnt hätte (hat es ja dann letztendlich doch, weil es in den USA ja einen extrem starken Auftakt an den Kinokassen hatte).

Aber irgendwie geht’s ja auch nicht wirklich um die Geschichte… also schon, aber wichtiger sind einfach die Charaktere, die das Ganze mit Leben füllen. Ellen DeGeneres geht einmal mehr in der Rolle der ewig vergesslichen Dorie auf, darf uns wieder ihr bestes Wal-isch präsentieren und lehrt unseren ewig nervös-ängstlichen Clownfisch Marlin, dass es manchmal ganz gut ist, ein bisschen verrückter zu denken, um ans Ziel zu kommen – halt ganz klar: „Was würde Dorie tun?“ (Vermutlich würde sie erst einmal fragen, warum man sie im Deutschen mit „ie“ und nicht mit „y“ schreibt, aber gut…).

Natürlich ist Stanton gut damit bedient, Dorie jetzt mehr Platz einzuräumen. Die sympathische Fischdame war ja ohnehin schon der Lach-Garant aus dem ersten Teil und sorgt auch in Teil 2 mit ihrer schrulligen Art für ordentlich Chaos. Doch wie in letzter Zeit sehr oft in Animationsfilmen ist es ein interessanter „Nebendarsteller“, der allen ein bisschen die Show stiehlt – in diesem Fall ist das der von Ed O’Neill gesprochene Hank, ein roter Oktopus mit der Fähigkeit, sich perfekt zu tarnen. Hank ist ein knurriger, alter Griesgram mit dem Herz am rechten Fleck (obwohl, wie ich jetzt gelernt habe durch diesen Film, Oktopusse sogar drei Herzen haben). War Dorie im ersten Teil der „echte“ Star, ist es jetzt im zweiten Teil Hank. Aber ohne, dass er sich in den Vordergrund rückt… wann immer Hank auftaucht, passt es einfach wie Arsch auf Eimer und macht Spaß.

„Findet Dorie“ ist unterhaltsamer Familien-Spaß, der bestens funktioniert. Knallbunt, mit viel Niedlichkeitswert (ich sage nur Otter-Babies!!!), vielen lustigen Anspielungen und noch lustigeren Tieren liefert Pixar jetzt zwar nichts sonderlich Originelles ab, aber das schadet dem Unterhaltungswert des Films keineswegs.

Wertung: 8 von 10 Punkten (Teil 3 ist dann „Findet Hank“… nur dürfen sie da vielleicht nicht wieder 13 Jahre warten – Ed O’Neill ist ja auch nicht mehr der Jüngste)

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2 Kommentare leave one →
  1. 5. Oktober 2016 00:57

    Bin gerade erst aus dem Kino gekommen und hatte das Gefühl wieder Kind zu sein!
    Nicht zu vergessen der unglaublich niedliche Kurzfilm „Piper“ vor dem Film 😀

    • donpozuelo permalink*
      5. Oktober 2016 07:03

      „Piper“ war wirklich unheimlich niedlich.

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