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The Oceanic Six

10. Juni 2016

Warum nur spaltet sich die Gruppe auf der Insel? Wie kann man nicht wollen, endlich von der Insel runterzukommen? Wer sind die merkwürdigen Leute auf dem Frachter, vor dem uns der sterbenden Charlie in Staffel 3 noch gewarnt hat, dass es nicht Pennys Schiff ist (immer noch einer der tragischsten Momente der ganzen Serie)? Wie bewegt man eine Insel? Wie zur Hölle sind sechs Leute von der Insel gekommen und warum sind es nur sechs? Und wer zur Hölle liegt eigentlich in dem Sarg, den wir zu Beginn der vierten Staffel von „LOST“ sehen? Das sind die wichtigsten Fragen, die ich mir damals verzweifelt beim „LOST“-Gucken gestellt habe… obwohl man ja für die  meisten im Laufe der Staffel durchaus ein paar gute Antworten bekommt…

Ich habe mich ja mit meinen letzten Kritiken zu den ersten drei Staffeln als Hardcore-LOST-Fan geoutet und ich kann mir „LOST“ auch immer wieder anschauen und spüre fast immer noch den gleichen Kick wie beim ersten Mal. Gut, jetzt weiß ich schon einiges (zu viel), aber zu sehen, wie sich das alles so langsam entfaltet, ist einfach spitze. Denn so kann man auf die vielen Kleinigkeiten besser achten als die ganze Zeit einfach nur fassungslos auf den Bildschirm zu starren. Und ja, der Fanboy in mir starrt auch heute noch genau so auf den Bildschirm.

Und egal, wie oft ich „LOST“ sehe, ich bin immer wieder begeistert davon, wie viel die Macher aus der Story in jeder Staffel noch rausholen. Denn auch in Staffel 4 geht es nicht nur um unsere üblichen Verdächtigen, sondern es gibt wieder neues „Futter“ für die Insel. Allerdings, das muss ich gestehen, bin ich anfangs nie so wirklich warm geworden mit den Neuankömmlingen. Den etwas wirren Physiker Daniel Faraday (Jeremy Davies) mochte ich wirklich sehr – zumal er ja auch eine zentrale Rolle in meiner absoluten Lieblingsfolge der ganzen Serie „The Constant“ spielt – aber Rebecca Mader als Charlotte und besonders, besonders Ken Leung als Medium Miles fand ich extrem anstrengend und nervig (was sich dann in der fünften Staffel ein wenig ändert).

Sie diskutieren LOST-Theorien…

Trotzdem ist es gut, dass „LOST“ in der vierten Staffel auch für Abwechslung unter den Darstellern sorgt, was aber nicht heißen soll, dass die alten Hasen plötzlich langweilig geworden sind. Im Gegenteil… aber die Neuzugänge sorgen dafür, dass wir durch sie endlich noch ein bisschen mehr von der Insel zu sehen bekommen. Es gibt wieder ein paar neue Dharma-Stationen zu entdecken und neue Zusammenhänge zu verstehen – gerade was Pennys Vater Charles Widmore (Alan Dale) und seine Wünsche in Bezug auf Ben (Michael Emerson) und die Insel angeht.

Gleichzeitig setzt „LOST“ jetzt auf Flashforwards (also nicht die andere Serie, die schnell mal abgesetzt wurde). Stattdessen erleben wir das Schicksal der sechs Geretteten, die der ganzen Welt erzählen, sie wären die einzigen Überlebenden. Und wieder einmal schafft es „LOST“ halt auch, das Geschehen fernab von der Insel so spannend zu gestalten, dass man gar nicht so recht weiß, was man eigentlich zuerst wissen will. Vorangetrieben wird das Ganze durch Jacks plötzlichen Wandel, nun doch wieder auf die Insel zurückkehren zu wollen und durch das wackelige Lügengerüst, dass die Oceanic Six der Welt präsentiert haben.

Allerdings deutet das Finale der vierten Staffel dann auch schon ein bisschen daraufhin, dass „LOST“ ab der fünften Staffel ein bisschen gaga wird. Also noch mehr als Eisbären, knackende Rauchmonster und merkwürdige Stationen auf einer Zauberinsel. Und trotzdem bleibe ich dabei… denn wer solange bei „LOST“ durchgehalten hat, kann einfach nicht mehr aufhören.

Wertung: 9 von 10 Punkten (der Kampf um die Insel wird härter)

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16 Kommentare leave one →
  1. 10. Juni 2016 10:19

    Die für mich mit weitem Abstand schwächste Staffel. Alles dümpelt dahin, Kate erreicht ganz neue Ausmaße des Überflüssigseins und generell merkt man der Season extrem an, dass sie unter dem Autorenstreik gelitten hat und die ganze Frachtergeschichte von vorherein nicht so ganz durchdacht war. Ein Umstand der sich ab hier dann immer mehr auch zum Rest der Serie offenbart. Nicht, dass ich die Serie generell deshalb schelcht finde. Ich finde sie nach wie vor großartig. Aber hier beginnt einfach der Moment, an dem sich die Autoren hilflos in ihrem eigenen Netz an Mysterien verheddert haben.

    • donpozuelo permalink*
      18. Juni 2016 16:26

      Ganz so hart würde ich es nun nicht beschreiben, aber ja… es ist das erste Mal, dass die Serie an einigen Stellen ein bisschen einknickt. Die Frachter-Story war wirklich manchmal nicht so gut, aber im Großen und Ganzen fand ich es trotzdem alles noch sehr spannend und unterhaltsam.

      • 19. Juni 2016 02:36

        Ich fand die Staffel im Rewatch damals einfach richtig öde. Am Ende wirds natürlich wieder besser, weil Lost zum Staffelabschluss immer stark war, aber insgesamt wirkte die Staffel einfach zu undurchdacht und hingeschludert. Trotzdem natürlich immer noch besser, als vieles andere. Aber für das bis dahin bekannte Lost-Niveau einfach schlecht.

        • donpozuelo permalink*
          19. Juni 2016 10:48

          Okay… darauf können wir uns wohl einigen. Aber wie fandest du denn die fünfte Staffel mit all den Zeitsprüngen?

        • 19. Juni 2016 12:18

          Zeitreisen gehen immer. Anfangs war das zwar selbst für Lost schon fast zu viel, aber nachdem man sich dran gewöhnt hat und man registriert hat, dass man zumindest einen Weg gewählt hat, der nicht direkt tausend Logiklöcher in die Geschichte reißt (Stichwort: What happenend, happend) hat das einfach Spaß gemacht. Außerdem fand ich das eine ziemlich gute Methode, um etwas mehr über die Historie der Insel zu erfahren, ohne dass man großartig aus der Serientypischen Erzählstruktur ausbrechen musste.

  2. 10. Juni 2016 11:11

    Für mich eine ein wenig schwächere Staffel, aber keinesfalls schlecht. Damals konnte man ja noch die Hoffnung haben, dass alles aufgelöst wird.

  3. 11. Juni 2016 12:54

    Hmmmmmmmmmmmmmmm ich glaube ich habe gerade eine Idee bekommen, für eine kleine Serie auf meinem Literaturblog *grübel* – danke für die Anregung. Wenn ich es mache, lasse ich es dich wissen, denn dann startet es mit Lost …. 😉

    • donpozuelo permalink*
      18. Juni 2016 16:22

      Uh… sehr cool. Ich bin gespannt… 😀

  4. 11. Juni 2016 18:37

    Die Staffel fand ich extrem spannend – dass es mal keine Rückblicke, sondern stattdessen Vorahnungen oder Flash Forwards wie du sagst, gab, fand ich super. Aber ich erinnere mich, dass ich glaube mit der 5. Staffel vorerst aufgehört habe LOST zu schauen und das dann später auf DVD nachgeholt habe. Aber die Grenzen verschwimmen bei mir auch.

    • donpozuelo permalink*
      18. Juni 2016 16:21

      Ja, die Flashforwards waren schon ziemlich gut. Das war irgendwie auch genau die passende Idee zum passenden Zeitpunkt, weil man nun ja wirklich schon alle Charaktere und ihre Vergangenheit gut kannte.

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