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Thank you, namaste, and good luck

3. Juni 2016

Ich muss an dieser Stelle noch einmal deutlich machen, was „LOST“ wirklich für mich bedeutet, denn ich weiß, dass die letzten beiden Kritiken mit ihren überschwänglichen Perfekt-Bewertungen einigen vielleicht zu viel sein könnten. Und ich kann diese Meinung durchaus verstehen, ich kenne selber ein paar Leute, die mit der Serie nichts anfangen konnten. Das respektiere ich, aber für mich war und ist „LOST“ immer noch die Serie, die mich wirklich gepackt hat, wie kaum eine andere. „Akte X“ war auch immer meine Lieblingsserie, aber die Verschwörungsgeschichte hat mich nie so extrem dazu gebracht, mich jetzt im Internet mit anderen auszutauschen und eigene Theorien zu entwickeln. Halt nicht so, wie bei „LOST“… und ich kann mich noch gut erinnern, wie ich damals mit meinem Mitbewohner und den Fans im Internet gerätselt und gegrübelt habe. Ich war im „LOST“-Fieber und das so richtig. Das Schöne jedoch ist, dass ich es selbst jetzt noch bin… selbst jetzt, obwohl ich die Serie bereits zum wiederholten Male schaue. Ich liebe sie einfach immer noch.

Weswegen wir uns dann heute mit der dritten Staffel beschäftigen… der Staffel, in der ich wohl am meisten Tränchen verdrückt habe. Der Staffel, die mir endlich meinen absoluten LOST-Lieblingscharakter geschenkt hat. Und ja, ich rede von Desmond Hume (Henry Ian Cusick)… aber dazu später mehr…

In der ersten Staffel ging es um die Überlebenden, in der zweiten Staffel ging es um die Dharma Initiative und die Insel, dann ist die logische Weiterführung ja nun wirklich die, dass es in der dritten Staffel von „LOST“ um die Anderen geht. Und die haben nach dem aufregenden Finale von Staffel 2 Jack (Matthew Fox), Kate (Evangeline Lily) und Sawyer (Josh Holloway) in ihrer Gewalt. Denn, wie wir bald herausfinden, hat Henry Gale, der wirklich Benjamin Linus (Michael Emerson) heißt, ein Krebsgeschwür an der Wirbelsäule, wo nur ein Experte wie Jack operieren kann. Gleichzeitig geht das Inselleben weiter – selbst nachdem der Bunker implodiert ist. Nur halt mit der Ausnahme, dass Desmond jetzt Teil der Gruppe ist, dass wir mehr über die Anderen und ihr Leben auf der Insel erfahren und dass am Ende der dritten Staffel Rettung in Sicht zu sein scheint (auch wenn wir dafür extrem, extrem leiden müssen… armer Charlie!!!)

Das nimmt mich jedes Mal so extrem mit…

Wie schon erwähnt, liebe ich „LOST“ wirklich sehr und wenn es für mich einen persönlichen Höhepunkt geben würde, dann wäre das die dritte Staffel. Hier hat man endlich das Gefühl, wirklich das erste Mal einen Gesamtblick auf die Insel zu bekommen – und erste interessante Offenbarungen werden uns eröffnet. So zum Beispiel, dass wir doch einen starken Unterschied zwischen der Dharma Initiative und den Anderen machen sollten. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Gleichzeitig „vermenschlicht“ die Serie jetzt auch die „Anderen“ für uns. Wir erfahren mehr von Bens Hintergrundgeschichte, was aber nicht sonderlich viel dazu beisteuert, ihn sympathischer zu finden. Aber wir lernen auch Juliet Burke (Elizabeth Mitchell) kennen, die selbst immer ein bisschen wie eine Gefangene unter Bens „Herrschaft“ wirkt und doch nie wirklich zu erkennen gibt, ob man ihr nun trauen kann oder nicht.

Mit der dritten Staffeln kennen wir nun wirklich alle Parteien – Überlebende, Insel und die Anderen. Doch auch hier schaffen es Abrams und Co. neue Faktoren mit ins Spiel zu bringen, wobei wohl die größten Fragen die nach dem geheimnisvollen Jacob und die nach Desmonds Fähigkeiten bleiben dürften.

Da Jacob uns ja in späteren Staffeln noch mehr beschäftigen wird, bleiben wir doch einfach mal bei Desmond, dem für mich spannendsten Typen auf dieser Insel. Mit seinem ersten Auftreten in der zweiten Staffel war mir klar, dass ich diesen Typen mögen werde. Was sich dann in der dritten Staffel nur noch mehr bestätigte. Ich sag’s einfach frei heraus: ich fand die Story einfach umwerfend und todtraurig. Desmond und seine Penny (Sonya Walger) sind für mich eines der tragischsten Serien-Pärchen überhaupt. Und als hätte das noch nicht ausgereicht, kann Desmond dann auch noch irgendwie durch die Zeit reisen???? Woah… so langsam zeigt „LOST“ dann sein wahres Gesicht und stellt klar, dass wir noch längst nicht alles wissen.

Staffel 3 baut einfach noch einmal so richtig ordentlich auf. Die Spannung ist hier gerade zum Ende hin unerträglich, das Finale eines für die Geschichtsbücher der Serienlandschaft und das Mysterium Insel wird trotzdem noch immer weiter ausgebaut. Etwas, das ich damals wie heute unglaublich faszinierend fand: Die Serie stellt mit jeder Staffel mehr und mehr Fragen auf, bietet uns hier und da mal so ein paar Anhaltspunkte für mögliche Erklärungen an und trotzdem schaut man es weiter. Der Schlüssel für dieses Phänomen liegt für mich einfach bei den Charakteren und natürlich den Schauspielern. Denn es sind nach wie vor die Charaktere, die diese Serie mitführen – und diese Charaktere sind großartig, weil sie eben mit jeder Staffel weiter wachsen. Wir erfahren von jedem ein bisschen mehr und können sie doch noch immer nicht so ganz greifen. Sie bleiben weiterhin faszinierend, weil die Serie uns mit ihnen auch immer noch überraschen kann.

Damit dürfte dann jetzt wohl auch dem letzten klar sein, dass auch Staffel 3 von mir die Höchstwertung bekommen wird. Vielleicht mal abgesehen von der merkwürdigen und eigentlich auch irgendwie überflüssigen Nikki-und-Paolo-Folge gibt’s für mich an Staffel 3 einmal mehr nichts zu meckern…

Wertung: 10 von 10 Punkten (die Faszination „LOST“ hält nach wie vor an)

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10 Kommentare leave one →
  1. 3. Juni 2016 08:24

    Tatsächlich habe ich die dritte Staffel ein wenig schlechter in Erinnerung, aber wenn ich deinen Artikel so lese, bekomme ich unglaublich viel Lust „Lost“ einmal wieder zu schauen. Hatte doch tolle Momente, von Nikki und Paolo einmal abgesehen… 😉

    • donpozuelo permalink*
      3. Juni 2016 09:03

      Nikki und Paolo… uff… das war eine schwere Folge, weswegen es eigentlich einen Punkt Abzug hätte geben müssen 😀

      Aber ansonsten mag ich die dritte Staffel – allein schon wegen Desmond.

  2. 3. Juni 2016 15:34

    An die besagte Folge mit Nikki und Paolo erinnere ich mich auch noch.
    Ansonsten: „See you in another Life, brrrrother.“ 🙂

    • donpozuelo permalink*
      3. Juni 2016 15:37

      An die erinnert sich wahrscheinlich jeder, weil sie wirklich so gar nicht reingepasst hat und wirklich nur wie ein schlechter Füller wirkte…

      Und ja, du weißt gar nicht, wie oft ich „See you in another life, brrrrrother“ damals als Standardspruch von mir gegeben habe 😀

  3. 4. Juni 2016 16:32

    Ah! Die Erinnerung kehrt zurück. Zuerst hielt ich ja Staffel drei für die, in der die Passagiere aus dem Heck gefunden werden (die Staffel mochte ich etwas weniger als die anderen), aber die in der die Anderen mal mehr beleuchtet werden, fand ich großartig. Und Desmond und Penny auch.

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