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Random Sunday #1: A Thief’s End

29. Mai 2016

Ich hatte es ja immer mal angedroht, dass ich irgendwann mal damit anfangen werde, mich fernab von Filmen und Serien auf diesem Blog zu äußern… und das geschieht nun das erste Mal mit dem Random Sunday #1. Warum ausgerechnet jetzt? Nun, das Ende einer Ära geht zu Ende… und der Zocker in mir trauert dem ein bisschen nach. Die Rede ist von „Uncharted 4: A Thief’s End“, dem Ende von Nathan Drake, jenem Mann, der für mich der perfekte Indiana-Jones-Ersatz war. Nathan Drake, der schon El Dorado suchte, das geheimnisvolle Shamabala in eisigen Höhen fand und sich auf der Suche nach dem Atlantis der Wüste durch jede Menge Sand grub. Und jedes Mal kam das arme Schwein mit leeren Händen zurück… mehr oder weniger. Dafür lieferten uns die Spiele der Uncharted-Reihe jedes Mal aufs Neue umwerfende Schauplätze, bei denen ich mehr als einmal einfach nur Minutenlang dastand und die Kamera kreisen ließ, um alles in Ruhe auf mich wirken zu lassen.

Tja, und jetzt soll angeblich Schluss sein. Ein letztes Mal dürfen wir mit dem schießwütigen Abenteurer auf Entdeckungsreise gehen. Ein letztes Mal dürfen wir mit diesem sympathischen Allerweltsmenschen geheimnisvolle Orte entdecken… und ein letztes Mal dürfen wir uns wundern, warum trotz der komplizierte Rätsel und Kletterpassagen die Bösen immer direkt vor Ort sind, wenn wir endlich mühsam unser Ziel erreicht haben.

Auch im vierten und vielleicht letzten Teil der Nathan-Drake-Reihe begeben wir uns auf die Suche nach einem verschollenen Ort. Dieses Mal ist das Libertatia, die Piratenkolonie des berühmt-berüchtigten Piratenkapitäns Henry Avery, auch bekannt als der König der Piraten. Der hat nämlich dort möglicherweise seinen ganzen Schatz versteckt… und den will Nathan findet. Naja, eigentlich will er ihn finden, um seinen Bruder Sam vor der Wut eines alten Mafiosi zu bewahren, aber gut…

Jump and Run 2.0

Jupp, „Uncharted“ goes „One Piece“. Jetzt also Piratenschätze… ich hatte ja immer noch gehofft, dass Drake irgendwann nochmal auf die Suche nach Atlantis geht, aber das war ja schon dem Pixel-Indiana-Jones vorbehalten, weswegen was anderes gesucht werden musste. Aber die Jagd nach Averys Schatz ist genau das Richtige!!!!

Und so will ich nicht lange um den heißen Brei herumreden… „Uncharted 4“ ist ein Traum von einem Spiel und ein würdiger Abschluss der Reihe, in dem sich all die Vorzüge von „Uncharted“ in Perfektion wiederfinden. Natürlich müssen wir zuerst über die Optik sprechen und auch hier übertreffen sich die Herrschaften von Naughty Dog einmal mehr. Ob nun das kalte Schottland, das bunte Madagaskar oder später halt die verschiedenen Pirateninseln, an diesem Spiel kann man sich einfach nicht sattsehen. Man möchte am liebsten von jeder zweiten Einstellung einen Screenshot machen und ihn sich an die Wand hängen. So wie die sich unterirdische Katakomben und Tempel vorstellen, so wie die verlassene Kolonien mitten im Dschungel erschaffen, so wie man hier durch enge Höhlen-Labyrinthe gejagt wird… genauso muss das aussehen. Es kann in der Realität gar nicht anders aussehen, ehrlich gesagt, will ich es mir gar nicht mehr anders vorstellen. Genau so wie „Uncharted 4“ muss es wirken… alles andere wäre öde.

Versunkene Städte müssen genau so aussehen.

Doch Optik ist ja nicht alles, sonst wäre das nett, aber mehr auch nicht. Die Story ist auch wieder packend, die Dialoge filmreif… und überhaupt trifft filmreif als Begriff ja bestens für diese Reihe zu. Und auch „Uncharted 4“ macht da keine Ausnahme. Diese Spiele sind eigentlich keine wirklichen Spiele mehr, sondern interaktive Action-Abenteuer-Filme, die uns mit tollen Charakteren bewegen, mit einer spannenden Story fesseln und uns mit der Aussicht auf gute Rätsel, Parkour und Ballereien binden.

Gut, wenn ich ein bisschen meckern kann über „Uncharted 4“, dann vielleicht in Hinsicht auf die Rätsel. Ich rätsele gern und hätte davon durchaus noch ein paar mehr vertragen können. Aber hey, dafür hat „Uncharted 4“ an anderen Stellen zu gelegt. Ich hatte das Gefühl, die Kletterpassagen waren dieses Mal reichhaltig und boten auch ein paar mehr Alternativen an. Man musste jetzt nicht immer nur einen Weg gehen, sondern konnte wählen. Dazu wurde Nathan Drake auch ein bisschen zu Spider-Man. Mit seinem Enterhaken konnte man sich hier gekonnt über Abgründe schwingen… und mein Gott, wie habe ich das geliebt. Schwingen, fallen lassen und im letzten Moment den Enterhaken wieder werfen. Herrlich… zuletzt hatte ich wirklich bei dem Spiel zu „Spider-Man 2“ so viel Spaß, mit durch die Lüfte zu schwingen. Das dann in Kombination mit den Gefechten war ein absolute Adrenalin-Rausch. Vor Gegner auf diese Weise flüchten oder sie auch direkt anzugreifen, hat einen Heidenspaß gemacht.

Überhaupt waren die Gefechte in „Uncharted 4“ echt ein Fest (auch wenn es hiervon gefühlt ebenfalls weniger gab, als in den Vorgängner, was mir aber ganz gut passte). Die Gegner waren abwechslungsreich und fordernd, aber dank neuer „Assassin’s Creed“-Schleich- und Versteckfunktion konnte man sich überlegen, ob man sofort mit gezückter Waffe losstürmte oder erst einmal heimlich still und leise ein bisschen aufräumte. Ich wählte immer eine gesunde Mischung aus beidem… bzw. wurde sie für mich gewählt, wenn ich doch einmal erwischt wurde 😀 Es war auch irgendwie das bodenständigste Abenteuer von Nathan Drake, denn hier musste er mal nicht gegen irgendwelche Überwesen kämpfen.

„Uncharted 4“ ist ein wunderschöner Abschluss, der noch einmal perfekt beweist, dass Naughty Dog diese Mischung aus Drama, Action und Abenteuer einfach drauf haben. Das Spiel weiß immer ganz genau, wann nach einer rasanten Phase mal wieder ein bisschen Ruhe einkehren muss und umgekehrt. „Uncharted 4“ weiß, den Abenteuerer in mir zu wecken und ihn neidisch zu machen, dass er nicht selbst Nathan Drake ist. Und „Uncharted 4“ weiß auch, mir Hoffnung zu machen… in Bezug darauf, dass hier vielleicht doch noch nicht Schluss ist. Vielleicht Schluss für Nathan Drake, aber nicht für seine Erben… husthust… mehr sag ich nicht.

„Uncharted 4“ wird auf jeden Fall noch ein paar Mal mehr gezockt werden… einfach, weil es Spaß macht und weil es eins der schönsten Spiele für die PS4 überhaupt ist – im Moment zumindest.

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5 Kommentare leave one →
  1. 31. Mai 2016 21:59

    Finde ich gut, dass du auch mal über was anderes schreibst, dass dich gerade beschäftigt – mal von Filmen und Serien abgesehen. 🙂 Obwohl ich gerade kaum zocke und so Uncharted gar nichts sagen kann …

    • donpozuelo permalink*
      1. Juni 2016 08:45

      😀 danke, danke… das war jetzt ein erster Vesuch. Es warten aber auch noch genügend Bücher und Comics und sonstiges, die hier mal besprochen werden müssen.

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