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Weirdmageddon

8. April 2016

Alex Hirsch hat Respekt verdient. Warum? Weil er sich es traut, etwas dann zu beenden, wenn es gerade gut läuft. Gut, jetzt könnte der ein oder andere von euch vielleicht sagen, dass er noch nie im Leben von der Serie „Gravity Falls“ gehört hat. Worauf ich dann antworten würde: „Schade!“, denn die erste Staffel war einfach nur ein Traum an komisch-absurden Ideen, die den Sommer zweier Kinder für uns so richtig unterhaltsam gestaltet haben. Jetzt ist die zweite Staffel vorbei… und wie Hirsch mitteilte, ist damit dann leider, leider auch die Serie vorbei. Etwas, das schmerzt, was man aber gleichzeitig einfach loben muss. Denn wie Hirsch selbst sagt, will er nicht, dass die Serie endlos weiterläuft und dann ihre Originalität verliert. Absolut nachvollziehbar und umso beeindruckender für Mr. Hirsch, dass er tatsächlich auch aufhört… und ganz ehrlich, „Gravity Falls“ ist eh eine Serie, die man immer und immer wieder schauen kann (was ich all denen nur empfehlen kann, die die Serie noch gar nicht kennen).

Aber bevor wir trauern, gibt’s ja noch Staffel 2! Die genau da ansetzt, wo die erste aufhörte: Wir befinden uns immer noch im beschaulichen, von unheimlichen Phänomenen heimgesuchten Gravity Falls, wo Dipper und Mabel bei ihrem Gruncle Stan ihre Sommer-Ferien verbringen. Und in der ersten Staffel fand Dipper ja dieses geheimnisvolle Tagebuch, mit dessen Hilfe er einige mysteriöse Fälle lösen konnte. Staffel 2 konzentriert sich nun viel intensiver auf die Suche nach dem Autoren des Tagebuchs und natürlich auch der großen Frage, was Gruncle Stan eigentlich mit der ganzen Sache zu tun hat.

Sie mochte BvS wohl auch nicht

Die erste Staffel war noch ein buntes Sammelsurium an verrückten Einfällen, irrwitzigen Charakteren und Schauplätzen, so herrlich bizarr, dass man gar nicht glauben mochte, dass diese Serie eine Disney-Produktion ist. Staffel 2 ist noch immer genau das – nur noch ein bisschen mehr. Alex Hirsch bleibt seiner Prämisse treu, originell zu bleiben. Das heißt im Falle der zweiten Staffel: Er behält der vorgebenen Formel aus der ersten Staffel bei und würzt sie dieses Mal nur gekonnt mit ein paar kleinen Zutaten.

Aus dem bunten Sammelsurium ist in der zweiten Staffel eine etwas stärker zusammenhängende Story geworden. Hirsch setzt halt einfach voraus, dass wir mit „Gravity Falls“ vertraut sind und baut auf diesem Fundament eine wirklich spannende Story rund um die Hintergründe zu „Gravity Falls“ auf. Dabei gehen die verschiedenen, komischen Kreaturen von „Gravity Falls“ nicht verloren – im Gegenteil, auch Staffel 2 hat jede Menge komisches Viehzeug zu bieten. Aber man lernt die altbekannten Gesichter noch ein bisschen besser kennen und verstehen.

Und das ist auch verdammt gut so. Hirsch baut die kleine Gruppe um Dipper und Mabel noch viel stärker aus. Jetzt werden sie wirklich eine kleine Gemeinschaft, die sie aber auch dringend sein müssen, bekommen sie es doch im großen Finale mit einem übermächtigen Feind und dem furchtbaren Weirdmageddon zu tun!

Und auch in langen Finale der Serie gehen die Macher noch einmal voll aufs Ganze und entladen wirklich alles, was an dieser Serie so viel Spaß gemacht hat. Allein Mabels verrückte Fantasie-Welt, in der sich alles nach hier dreht, war einfach nur der Hammer… und ich hätte schon gerne gehabt, wenn ich mehr Zeit in dieser Gefängnisblase ihrer verrückten Fantasie hätte verbringen können. Aber dann wiederum hätte ich den großen Kampf um Gravity Falls verpasst, in dem das Illuminati-Pryamiden-Auge Bill Cipher mit den verrückten Monster seiner Bande die Stadt terrorisiert…. und auch hier muss man die Macher einfach nur für ihren Einfallsreichtum loben. Die Viecher, die das Weirdmageddon freilässt, sind einfach nur der Hammer.

Weirder geht’s kaum…

Tja und schlussendlich liefert „Gravity Falls“ mit seinem Finale auch ein wunderschönes, emotionales Ende für diesen verrückten Sommer, den Mabel und Dipper mit ihrem Gruncle Stan verbracht haben. Die Serie hat ein rundes Ende und die beiden Staffeln sind einfach nur wunderbar. So wie es jetzt ist, ist es zwar schon schade, dass vermutlich nichts mehr kommen wird (obwohl Möglichkeiten da wären, Dipper und Mabel erneut nach Gravity Falls zu schicken), aber es ist auch das perfekte Ende für eine perfekte kleine Serie, von der ich immer noch nicht ganz fassen kann, dass sie wirklich von Disney stammt.

Wertung: 10 von 10 Punkten (immer noch ein Fest, in Gravity Falls zu sein)

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