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Möge die Macht mit Euch sein!

15. Dezember 2015

Als ich das erste Mal „Das Imperium schlägt zurück“ gesehen habe, hat mich der Film komplett aus den Socken gehauen – und ich rede dabei jetzt erst einmal nur von dieser „Vater“-Geschichte, die meine komplette „Star Wars“-Welt auf den Kopf gestellt hat. Dieser Moment, der auf ewig (falsch) zitiert werden wird, ist immer noch einer der besten in der gesamten Star-Wars-Reihe (obwohl ich mir gut vorstellen könnte, dass eine abgemilderte Variante davon irgendwie in „Das Erwachen der Macht“ auftauchen wird 😉 ). Dieser Moment stellt die komplette Welt von „Star Wars“ um – natürlich vorausgesetzt, man hatte nie die unsäglichen Prequels gesehen und konnte sich davon noch so überraschen lassen. Das ist halt auch noch so ein Punkt, der die Vorgeschichte so obsolet macht: Sie ruiniert einfach das ganze Vergnügen an der einen, der wahren Trilogie. Denn jeder, der „Star Wars“ guckt, sollte diesen „Oh mein Gott“-Moment in seiner ganzen Schönheit erleben… zumal dieser Moment ja nicht das Einzige ist, was „Das Imperium schlägt zurück“ so großartig macht.

Wir treffen Luke (Mark Hamill), Leia (Carrie Fisher) und Han Solo auf dem Eisplaneten Hoth, wo sie einen neuen Stützpunkt für die Rebellen aufgebaut haben. Leider findet sie das Imperium dort und zwingt sie dazu, den Planeten wieder zu verlassen. Während Luke ins Dagobah-System reist, um den letzten Jedi-Meister Yoda (Frank Oz) zu finden und sein Jedi-Training bei ihm zu beginnen, flüchten Han und Leia vor Darth Vader (David Prowse) in die Wolkenstadt von Bespin zu Hans altem Kumpel Lando Calrissian (Billy Dee Williams).

Talk to the hand! It will also tell you, that I’m your father!

Ich bin ja immer noch der Meinung, der Grund, warum die Prequels sich nie wirklich steigern konnten, die alte Trilogie jedoch umso mehr, liegt einfach daran, dass George Lucas bei den neuen Filmen die Kontrolle nicht aus der Hand legen wollte. Bei den alten Filmen tat er das, weswegen dieses Mal Irvin Kershner auf den Regie-Stuhl darf und fähige Leute wie Lawrence Kasdan die Geschichte von Lucas fortführen.

Aber Kasdan führt die Geschichte nicht nur einfach fort, er erweitert sie – um den oben bereits erwähnten Faktor, der für Furore sorgt. Die einzige Veränderung ist das jedoch nicht: Aus Luke Skywalker, der naiven Buben aus „Krieg der Sterne“, wird nun ein echter Kerl, der anfängt, ein Jedi zu werden. Die Kabbeleien zwischen Han Solo und Leia sorgen für ein bisschen mehr Stimmung unter den Charakteren – zumal so auch das vermeintliche Liebesdreieck ordentlich durcheinander gewirbelt wird. Das Interessanteste allerdings ist die Tatsache, dass selbst ein vermeintlicher Schurke wie Darth Vader jemanden hat, der über ihm steht. Zum ersten Mal (sofern man die Prequels noch nicht kannte / kennt) sieht man diesen mysteriösen Imperator und fragt sich, was der wohl sonst noch so im Schilde führt (und ganz ehrlich, wenn wir schon bei ersten Malen sind, ist der kurze Augenblick in dem wir Vader ohne Maske sehen – wenn auch nur den Hinterkopf – ein Moment, den man auch nicht so schnell vergisst).

Das Tolle an „Das Imperium schlägt zurück“ ist also auch, dass uns der Film sofort in diese Welt zurückholt, die Charaktere auf sehr gute Art und Weise erweitert, ihnen noch mehr Tiefe und Ecken und Kanten gibt. Und halt mit einem Lando Calrissian noch einen netten Neuzugang liefert.

Dazu gibt’s Action vom Feinsten, die selbst den Vorgänger so richtig in den Schatten stellt. Und Kershner beginnt direkt damit. Die Schlacht auf Hoth ist – um es mal so richtig schön salopp zu sagen – der Hammer. Wenn da die AT-ATs angestampft kommen, die Flieger zwischen ihnen durch sausen, dann lässt uns Kershner gar keine Zeit, um Luft zu holen. Und er schert sich auch nicht um große Einleitungen. Dieser Film geht einfach davon aus, dass wir Bescheid wissen, wer hier gegen wen kämpft und schickt uns in die Schlacht. Und selbst jetzt, über dreißig Jahre später, ist diese Schlacht immer noch toll anzuschauen. Da sieht man mal wieder was praktische Effekte den digitalen voraus haben. Auch wenn sie ein bisschen angestaubt sind, sehen sie immer noch besser aus.

„Das Imperium schlägt zurück“ hat dann aber auch noch Weltraum-Jagden, das unwirtliche Dagobah-System mit einem sympathisch, witzigen Yoda (der einfach mal so viel cooler ist als der doofe animierte grüne Wicht), die tolle Wolkenstadt – und dort den geilen Laserschwert-Kampf zwischen Vader und Luke – der zum Glück auch so viel cooler aussieht als der Kampf zwischen Vader und Kenobi.

Letztendlich macht „Das Imperium schlägt zurück“ alles richtig und noch viel mehr. Der Film gesellt sich damit zu Filmen wie „Terminator 2“ und liefert den Beweis, dass Fortsetzungen tatsächlich gut und besser sein können. Dazu beweist „Das Imperium schlägt zurück“ auch einfach mal, dass es egal ist, ob man den großen Twist nun schon kennt oder nicht – der Weg dahin ist immer noch genial genug, gut genug, um die Überraschung am Ende perfekt zu machen. Und der gekonnte Cliffhanger (der damals clever überspielte, dass die Vertragsverhandlungen mit Harrison Ford noch nicht abgeschlossen waren) macht sooooo unheimlich Lust auf mehr!!!!

Wertung: 10 von 10 Punkten (die Macht hat gesprochen – und wir alle sahen, dass es gut war!!!!)

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